Logbuch des Sommertörns 2015
Dieses Jahr planen wir Anfang August (in den Schulferien natürlich) 2 bis 3 Wochen mit tonttu segeln zu gehen. Ob nach Norden oder nach Süden ist noch nicht so ganz klar. Wenn es drei Wochen wären, dann würde ich gerne nochmal bis Dubrovnik kommen. Mal sehen …
Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.
18.8.2015, Uvala Striznjac auf Kornat
Wegen super schlechter Internetverbindung verspätet, nur kurz und ohne Bilder.
Jetzt auch mit Bildern …
Wir haben in der Bucht Pinizel nach dem Frühstück und einem kleinen Dinghiausflug um das Mini-Inselchen Pinizel (wir haben uns nicht getraut an Land zu gehen an dem kleinen Steg weil dort ein Schild „privatno“ mit eine Telefonnummer stand; aber vielleicht wollte der Inseleigentümer einfach nur Kaufwillige zur Kontaktaufnahme einladen ) um kurz nach 11 von der Boje losgemacht und sind in Richtung zur Kanaldurchfahrt in die Kornaten aufgebrochen.
Iris hat Zwetschgendatschi gebacken und Lara hat den Bauchladen aufgemacht:
Dort war diesmal ausnahmsweise überhaupt keine Strömung, scheinbar haben wir genau Hoch- oder Niedrigwasser erwischt.
Nach kurzem Cruiser durch die Nordhälfte der Kornaten haben wir uns entschlossen in die Bucht Striznjac zu fahren in der wir schon mit Frank und Constanza und den Kindern waren im Jahr 2012. Diesmal hatten wir das Glück, dass genau in dem Moment in dem wir ankamen ein kleines Motorboot von einer der Bojen weggefahren ist und wir uns diese sofort schnappen konnten.
Auf dem Schild an der Boje war zu lesen, dass sie der Konoba „Darko Striznja“ gehört, also nicht zur Konoba Quattro. So durften wir etwas neues ausprobieren, denn man ist angehalten immer bei dem Restaurant zu essen an dessen Boje man liegt.
Also sind wir zum Mittagessen mit dem Dinghi rüber gefahren und es war sehr lecker!
Danach kam auch noch das Marketboot (eine umgebaute winzige Küstenfähre) und wir könnten unsere Vorräte mit Brot und Gemüse wieder auffüllen. Die Kinder waren dann noch etwas gebadet und gegen 4 sind wir wieder zurück aufs Boot.
Zum Abendessen haben wir dann eine Pasta gekocht und später haben Lara und Anna noch ihre Bar eröffnet. Sehr lustig!
Hier noch ein paar Abendstimmungsbilder:
Leider hat es in der Nacht dann wieder zu Gewittern und zu regnen angefangen.
19.8.2015, immer noch Uvala Striznjac auf Kornat
Wie ihr merkt sind wir nicht weiter gekommen.
Leider hat es den ganzen Tag bis halb 4 immer wieder geregnet. Deshalb haben wir uns entschlossen zu bleiben.
Als es nach dem Mittag mal etwas weniger geregnet hat bin ich mit Lara in die nördliche Bucht zum Nationalpark-Müllcontainer gefahren, um unseren Abfall los zu werden. Danach sind wir noch bei der Konoba „Darko Striznja“ vorbei uns haben für abends reserviert.
Wir zwei haben uns für den Arbeitseinsatz mit einem Cappuccino und einer Coke belohnt.
Mit den Jungs bin ich dann noch um das winzige Inselchen Striznjac gefahren und wir haben es auch zu Lande erkundet. Ansonsten haben Iris und ich viel gelesen und ich habe endlich die Gelegenheit genutzt an die beiden neuen Festmacher ordentliche Taklinge zu machen.
Damit wir wieder etwas vollere Akkus haben, haben wir auch den Generator laufen lassen und dabei eine Maschine Wäsche gewaschen. Und schwimmen waren wir dann auch noch. Denn kurz nach 4 kam dann auch die Sonne raus!
Morgen wollten wir eigentlich zum Ravni Zakan, aber da findet offensichtlich einenParty eines Italieners statt und deshalb ist alles ausreserviert. Es nervt wirklich, dass die Italiener hier so in Massen auftreten im August. Die sollen doch drüben an ihrer Küste bleiben
Jetzt sitzen wir in der Konoba, lassen uns von der tiefstehenden Sonne den Abend versüßen und warten auf unser Essen.
Heute muss ich also keine Palatschinke vom Restaurant für Iris und mich holen. Den Essen wir heute direkt hier, nach Iris gegrillten Calamari und meinem Pfeffersteak!
20.8.2015, wieder zurück in Biograd
Wir haben Bilder für die letzten zwei Tage hochgeladen; ein Blick zurück lohnt sich also
Eigentlich wollten wir ja noch eine Nacht in den Kornaten bleiben. Aber bei Ravni Zakan war ja besetzt wegen Italienern und ausserdem sagte der Wetterbericht stärkeren Wind in der Nacht voraus, der bis zum frühen Nachmittag morgen andauern soll. Deshalb haben wir uns entschlossen am späten Vormittag los zu fahren und evtl. in einer Bucht an der Südwestseite von Pasman zu übernachten.
Wir sind also bei schönem Wetter aber ohne Wind los und erst mal bis zum Südende von Kornat gefahren. Fast hätte ich ja noch unterwegs an einer Boje festgemacht für die Nacht, aber das hätte dann morgen 3 Stunden Rückfahrt nach Biograd bei ggf. mehr Wind bedeutet und auch auf das anlegen an der seichten Tankstelle in Biograd bei Wind habe ich mich nicht so sehr gefreut.
Also sind wir dann erst mal rüber zur Westseite der Insel Pasman gefahren. Aber auch die ausgesuchte Bucht hat uns nicht so besonders zugesagt, so haben wir beschlossen doch direkt nach Biograd zu fahren.
Leider hat der Wind dann doch schon am frühen Nachmittag zugenommen, so dass ich bei 14kn Wind auflandig an der Tankstelle mit nue 2/3 des Schiffs (weiter können wir nicht hinein, da es sonst zu seicht wird) anlegen musste. Nicht gerade berauschend. Hat aber geklappt. Wir haben also den Backbordtank voll getankt mit 85 Litern und auch noch den 22 L Reservekanister, den ich vor drei Tagen in den Backbordtank gekippt habe. Im Steuerbordtank ist ja immer noch der schlechte Diesel…
Das anlegen und tanken war aber auch der leichtere Part. Das Ablegemanöver mit Wind, der einen auf die Kaimauer drückt war der spannendere Teil. Aber auch das hat mit Bug- und Heckstrahlruder so gerade noch geklappt. Mehr Wind darf es dafür nicht haben. Denn auch ablegen durch eindampfen in die Vorspring ist nicht so ideal, da tonttu ja leider recht schlecht Fahrt achteraus aufnimmt.
So kamen wir dann eine halbe Stunde später in der Marina an. Unser Liegeplatz war zwar frei, ist aber in unserer Abwesenheit schon wieder mal kürzer geworden. Die „Southwind“ vor uns parkt ca. 3 bis 4 m zu weit hinten, also etwas in unserem Parkplatz. Der Vorwärtsanleger hat dann auch nicht geklappt, da Anna nicht so weit werfen kann, dass die Marineros die Heckleine bekommen hätten und das Heckstrahlruder alleine schafft es nicht.
Also nochmal zurück, und das ganze im Rückwärtsgang versucht. Ich bin also beim zweiten Anlauf vorwärts an unserem Liegeplatz vorbei gefahren, habe neben der „Southwind“ gestoppt und bin dann rückwärts wieder in unsere Lücke rein gefahren. So konnte Anna die Heckleine leichter übergeben und der Marinero hat sie sofort an Land fest geknotet. Ich habe dann den Vorwärtsgang eingelegt und das Schiff hat sich damit langsam an den Schwimmsteg herangeschoben und die Vorleine konnte übergeben werden. Dabei hatten wir hinten ca. 1.5 m zum Schiff hinter uns und vorne zwischendurch nur ca. 10cm zur Gangway von „Southwind“. Dass nenne ich mal Massarbeit …
Nach allen Vertäuungsarbeiten sind wir dann noch kurz mit dem Auto los gefahren und haben den zweite Reservekanister mit 10 L Diesel gefüllt, eine Runde Eis gekauft und ein paar Kleinigkeiten im örtlichen Baumarkt (Gummipufferchen).
Ich war dann mit Luis nochmal beim Marinashop und konnte Ersatz für den kaputt gegangenen Pelikanhaken für das eine Drahtseil am Heck erstehen und Iris hat währenddessen das Abendessen gekocht.
Die Kinder haben sich wie immer sofort mit Keschern und mit den Schrubbern den Steg putzen beschäftigt - statt dass sie mal Deck schrubben würden
Jetzt ist alles ruhig und es gibt (noch?) keinen Wind…
21.8.2015, letzter Abend in Biograd
Heute bin ich ziemlich früh aufgewacht und habe die Gelegenheit genutzt zum Supermarkt zu laufen und um kurz nach 7 Frühstücksgebäck einzukaufen und auch einen neuen Voucher für die Daten-Prepaid-Karte. So haben wir dann zwar doch erst um viertel nach 8 gefrühstückt, dafür aber mit frischen Croissants und Brot.
Wir haben dann noch einiges aufgeräumt und schon mal Taschen gepackt mit Sachen, die wir heute und morgen (auf der Rückreise mit Übernachtung in Ljubljana) nicht mehr brauchen. Und zwei Maschinen Wäsche haben wir auch gewaschen. Trotzdem wird mich Iris wieder damit überraschen, dass ein riesen Berg Wäsche am Sonntag Abend in München vor der Waschmaschine liegt. Komisch, dabei kommen wir doch eigentlich immer schon mit fast komplett sauberer Wäsche nach Hause. Von mir ist zumindest alles gewaschen, ausser den Sachen, die ich heute Nachmittag und morgen noch brauche.
Egal, um kurz nach 10 sind wir dann mit dem Bus zum Strand auf der anderen Seite der Stadt Biograd gefahren. Dort gibt es eine tolle Wasserrutsche. Zuerst waren wir aber ganz „normal“ am Strand. Dummerweise war schon recht voll. Wir haben erst später gemerkt, dass der Strand südlich von der Wasserrutsche deutlich leerer ist und sogar noch schöner.
Kurz vor zwölf konnten wir dem Drängen von Anna und Lara nicht mehr widerstehen und haben uns zur Wasserrutsche mit den netten Stühlen im Wasser begeben. Ich habe gleich mal 10 Jetons für 40 Kuna (das sind ca. 6 €) gekauft, so dass Anna und ich (immer mit einem der drei Zwerge auf dem Schoss; unter 6 kostet es noch nichts) je 5 mal rutschen konnten. Luis hat sich leider nicht getraut. So bin ich zwei mal mit Luca und drei mal mit Lara gerutscht, immer der Anna hinterher. Wir haben uns natürlich auf die blaue Rutsche beschränkt, nicht die rote Speedrutsche. Das spektakulärste ist sowieso das hinaufklettern auf den Turm und der Ausblick von dort oben.
Danach haben wir dort sogar noch recht anständig frisch gegrillte Sachen gegessen und sind dann um halb 2 mit einem kleinen Abstecher zur Post wegen Postkartenbriefmarken wieder zum Boot zurück gefahren. Dann war nämlich ein Mitarbeiter von Argola Sails & Tents angesagt, da die Hülle für das Vorsegel von ihnen zu eng geschnitten worden ist. Diese wird hoffentlich in den nächsten Tagen repariert, so dass Frank sie, wenn er geht, wieder über das Vorsegel ziehen kann.
Wir haben dann „nochmal“ eine Maschine gewaschen und uns dann selber noch geduscht und sind dann in mit den Rollern in den Ort getigert zum Abendessen bei der Konoba „Barba“. Iris hat 1kg Miesmuscheln gehabt (ich hoffe ihr wird nich „mies“ davon) und der „kleine Fisch“ Lara hat seinen eigenen kleinen Fisch bekommen vom Grill.
Leider hat es jetzt wieder ein klein wenig zu nieseln angefangen, dabei war der Sonnenuntergang auf dem Rückweg ja eigentlich absolute Extraklasse.
Wir hoffen aber, dass das recht schnell wieder aufhört und morgen ein schöner halber Badetag mit Constanza, Sophie und Frank wird. Die sind nämlich gerade auf dem Weg hier her und kommen hoffentlich gegen Mitternacht hier an. Die vordere Kabine haben wir ihnen schon frei geräumt. Iris schläft bei den Jungs und ich hier oben im Cockpit an der wunderbar frischen Luft.
Das wars dann für diesen Sommer. Mehr im nächsten Jahr, wir haben wieder viel vor …