Ein Sommer mit "tonttu"

Ciao Mykonos, Hello Syros

Heute morgen hat es noch ziemlich gepfiffen in Mykonos. Als ich das erste mal um halb 7 nachgesehen habe, waren es 25kn mit bis zu 31kn in den Böen.

Wir haben also erst mal gefrühstückt und sind dann um halb 9 weggefahren. Bin ganz gut (auch ohne Bug/Heckstrahlruder, obwohl ja wieder alles funktioniert hat) aus der „Parklücke“ herausgekommen.

Draussen direkt vor dem Hafen haben wir dann erst mal die Fender reingeholt und die Leinen versorgt und sind dann zurück ins Cockpit (alle mit Lifebelts natürlich). Nachdem wir aus der Abdeckung von der Nordspitze von Mykonos rausgekommen sind, hat sich der Wind und die Wellen auch nicht gross verschlimmert (im Gegenteil, der Wind war sogar etwas geringer, so um die 20kn), also haben wir zuerst mal nur das Vorsegel 2/3 rausgezogen und sind mit Halbwindkurs auf unser Ziel Syros zugesegelt. Ab und zu hat es etwas Gischt ins Cockpit gespritzt aber ansonsten war es eigentlich ziemlich angenehm. Hat auch gar nicht so schlimm gerollt.

Der Wind hat dann aber immer mehr abgenommen, so dass wir später erst mal das Grossegel dazu gesetzt haben (gar nicht mehr gerefft) und dann sogar noch Motoren mussten. Zwischendurch hat der Wind sogar auf 6kn abgenommen und auf Südwest gedreht. Im dritten Drittel der Strecke wurde er aber wieder stärker (bis zu 20kn) und kam wieder aus NNW.

Gegen Mittag waren wir dann im Hafen von Syros. Dort haben Frank und Stefan noch kurz das SMS (Smart Mooring System) ausprobiert und dann haben wir fast an der gleichen Stelle wie letztes Jahr mit Buganker und Heckleinen festgemacht. Mit viel Kette und möglichst grossem Abstand zur Mole wegen der Minitsunamis von den hereinkommenden Fähren.

Danach war erst mal relaxen angesagt (wir haben wohl alle nicht so besonders geschlafen in der letzten Nacht) und nach einem an Bord gemachten griechischen Salat und einer weiteren Siesta (diesmal der Skipper) sind wir noch ein wenig durch die Stadt gelaufen.

Leider waren die Supermärkte und Geschäfte alle zu. Das letzte Wochenende war orthodoxes Osterfest hier und da ist scheinbar auch am Dienstag noch alles zu. Morgen früh um 8 macht der Supermarkt aber auf, da werden wir die paar Sachen einkaufen können, die wir noch brauchen.

Ich war dann noch so brav und bin bei der Hafenkapitanerie zum zahlen gegangen. Die haben doch glatt für zwei Tage abkassiert: den Ankunftstag und den Abfahrtstag. Das wäre bei ihnen hier so, hätte der Chef gesagt. Das ist aber auch das erste mal in Griechenland, dass ich diese Auslegung des Regelwerks höre.

Na ja, es waren trotzdem nur 17.57€ und ich habe ja schliesslich letztes Jahr gar nicht gezahlt (wie so ziemlich alle anderen auch), also sind wir quitt ;-)

Jetzt duschen wir alle noch und dann gehen wir in das Restaurant „Peri Tinos“ vor dem wir liegen und in dem wir auch letztes Jahr hervorragend gegessen haben.

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