Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 17, 15.7.2013

Happy Birthday, Oma!!!

Heute haben wir uns noch gemütlich bis um 11 Uhr in Okuklje bei Maran aufgehalten und sind dort noch etwas geschwommen. Das Kinderdinghi (= Schlauchboot) habe ich auch versucht zu reparieren, denn es hat ein winziges Loch. Trotzdem ich es gestern Nachmittag noch gesehen habe, war es heute morgen nicht mehr aufzufinden.

Netterweise war eine Dame aus dem Dorf am Steg und hat Croissants und Apfelstrudel verkauft. Da haben wir natürlich gleich zugeschlagen.

Mit den Nachbarn (eigentlich den übernächsten) haben wir uns auch noch unterhalten, denn ich habe ihnen ja gestern die ganze Albanieninfo gegeben. Sie haben uns dafür ihre Eintrittskarten für den Nationalpark Mljet gegeben. Ich dachte mir schon, dass die aber wohl nicht mehr gültig sein werden…

Nach zwei Stunden Fahrt waren wir dann in Polace, einer verwinkelten aber doch grossen Bucht ganz im Westen von Mljet. Dort wollen wir zwei Nächte bleiben und morgen einen Ausflug zum See Jezera (einem Salzwassersee auf der Südseite der Insel) machen.

Der Wind war beim anlegen schon etwas stärker (13kn von der Seite) und wir wollten unbedingt auf der Nordseite mit zwei Landleinen (eine davon nach NE ausgerichtet) festmachen, da für heute Nacht stärkerer Wind aus NE angesagt ist.

Also musste die Skipperin mal wieder ran (sie wollte nicht ans Steuer) und nach dem Ankermanöver schnell nach hinten laufen und mit der langen Landleine ins Wasser springen und die an dem vorgesehenen Felsen am Ufer festmachen. Hat eigentlich alles wunderbar geklappt, auch wenn - zumindest subjektiv gesehen - Brustschwimmen immer etwas Geduld erfordert beim zusehen ;-) Ich habe mich schon gefragt ob die Bug- und Heckstrahlruderbatterien so lange Saft haben ;-) ;-) Nee, jetzt bin ich gemein. Iris war schnell drüben, trotz des Rückzuges der Leine im Wasser und wir hatten eine erste Leine fest.

Danach war noch die zweite Leine auszubringen, da bin dann ich dran gewesen und rüber geschwommen. Leider hat die Länge nicht ganz gereicht, aber wir waren noch weit genug vom Ufer entfernt, so dass wir nochmal 5 m Ankerkette rauslassen konnten. Dann hat es gereicht.

Der Wind wurde dann auch noch bis zu 17kn stark (immer noch aus W, also von der Seite; ziemlich ungünstig, wenn man mit Buganker und Landleinen eingespannt ist), und alles hat gehalten.

Nachmittags waren wir dann noch schwimmen und haben uns dabei dann immer wieder um „die Nachbarn“ gekümmert. Erst habe ich denen rechts von uns empfohlen doch auch noch eine Leine nach NE (also mehr zu uns rüber) auszubringen. Aber sie hatten keine weitere Leine mehr auf dem Charterschiff. Also habe ich ihnen drei von unseren geliehen (die zwei aus Kiato und noch einen unserer normalen Festmacher).

Später kamen dann auf die andere Seite noch zwei Boote (auch mit Engländern) von Sunsail, die erst frei ankern wollten. Die wären dann evtl. bei uns am Bug gelandet, wenn der Wind auf NE dreht. Aber ich habe ihnen dann angeboten ihnen beim ausbringen von Landleinen zu helfen. Da hat sie dann der Stolz gepackt und sie haben es selber gemacht. Also auch von da aus keine drohende Gefahr mehr ;-)

Die „Bubens“ hatten nach dem Abendessen an Bord einen Mordsspass dabei an Mama auf und nieder zu hüpfen. Erst fand Mama das gar nicht so toll, aber dann musste sie auch schallend lachen ;-)

Später habe ich mit Anna und Lara noch einen Dinghiausflug rund um die Bucht gemacht und dabei auch noch die Nachbarn besucht.

Jetzt ist es Windstill und wir warten alle auf den starken Nordostwind…

Comments