Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 16, 14.7.2013

Heute war Grosswaschtag! Wir mussten sowieso mal wieder den Generator laufen lassen und haben ja (noch) genügend Wasser, also dachten wir es wäre sinnvoll mal wieder etwas zu waschen.

Nach einer hellen und einer dunklen Wäsche und eineinhalb Stunden Generator hatten wir jedoch genug. Als ich später kurz vor dem ablegen Mittags von einem vorbeifahrenden Motoryachtie den (freundlich gemeinten) Kommentar „Viel Spass beim Waschtag“ hörte, weil ich einen Teil der Wäsche abgehängt habe, war mir klar, wir haben mal wieder einen auf Grossfamilie mit kleinen Kindern gemacht. Ach so, das sind wir ja ;-)

Anna und Lara durften während der Waschaktion eine Folge Heidi gucken:

Nach der Wäsche sind wir nochmal an Land gefahren, da ich auch die zwei Postkarten einwerfen wollte, die ich geschrieben habe und wir die Kinder nochmal auf den Spielplatz lassen wollten. Iris hat im Café neben dem Spielplatz noch einen Cappucchino getrunken und auf dem Rückweg zum Dinghi haben wir nochmal etwas in dem Mini-Supermarkt eingekauft.

Um halb eins sind wir dann losgefahren und waren somit (wie telefonisch schon vorangemeldet, damit wir noch einen Platz bekommen wo tonttu hinpasst) kurz nach 2 am Steg vor dem „Maran“ in der Bucht von Okuklje auf der Insel Mljet.

Hier sind wir natürlich wieder nur mit etwas Abstand zur Mole festgemacht und steigen über das Dinghi. Manchmal wünsche ich mir doch den Kurzkiel und das passende kürzere Ruderblatt dazu. Besonders wenn es wie gerade sowieso meist zu wenig Wind zum segeln gibt. Denn da würde das lange und tiefe Ruderblatt erst richtig seine Wirkung zeigen.

Na egal. Wir haben gebadet, einen Kinderdinghiausflug zu dem kleinen Felsinselchen mit Seezeichen darauf mitten in der Bucht gemacht, und ausgiebig die Langusten unter den Gitterabdeckungen in der Mole beobachtet. Ein ausgefüllter Nachmittag also ;-)

Unseren übernächsten Nachbarn habe ich die albanische und die montenegrinische SIM-Karte vermacht, da ich per Zufall mitbekommen habe, dass sie über Montenegro und Albanien nach Korfu fahren wollen. Sie kennen Albanien noch nicht, und somit konnte ich ein paar Tipps geben. Sie freuen sich sehr auf „das Abenteuer“ und finden es auch schade, dass alle immer nur vorbei fahren.

Zum Abendessen haben wir uns auf die Terrasse vom „Maran“ gesetzt und somit Luftlinie 10m von tonttu's Cockpit gespeist. Leider waren wir ja nur zu zweit und haben keine willigen Nachbarn gefunden um mit ihnen eine Fisch-Peka für 4 Personen zu teilen. Das ist Fisch (im Ganzen) zusammen mit Wein, Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, etc. in einem grossen Tontopf für zwei Stunden unter glühenden Kohlen gegart. Eine echte Delikatesse.

Luca und Luis sind leider nicht mehr ganz so fit gewesen, so dass wir uns entschieden haben sie nach dem Hauptgang ins Bett zu stecken. Mit unseren Funkgeräten mit Babyfon-Funktion ging das ganz gut. Wir mussten ja den Niedergang zu machen, damit sie nicht abhauen können. Das war letztes Jahr einfacher. So konnten wir aber zu viert unseren Nachtisch geniessen.

Allerdings hat nach 10 min das erste mal das Babyfon angeschlagen. Und zwar als Luis seine Mundharmonika ausgepackt hat. Immer wieder kam durch das Babyfon ein netter Mundharmonika-Signalton. So wussten wir also, es geht ihnen noch immer gut. Luca hat währenddessen selenruhig geschlafen.

Jetzt sind alle wieder an Bord und ein hoffentlich ruhiger Abend für Iris und mich beginnt…

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