Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 15, 13.7.2013

Wir kommen in sehr, sehr kleinen Schritten nach Norden voran ;-)

Heute Vormittag haben wir nochmal den wunderschönen und besonders flach reingehenden Sandstrand der Uvala Sunj auf Lopud genossen. Heute hat auch Luca unter Luis Anleitung das Schwimmen mal ganz kurz ausprobiert. Luis ist einfach immer weiter hinausgelaufen, bis ihm das Wasser bis unter die Achseln stand und Luca fleissig hinterher. Mir schwante schon übles, also bin ich den beiden heimlich, still und leise auf den Fersen gefolgt. Und natürlich merkte Luca erst ein wenig spät, dass ihm bei einer der kleinen Wellen das Wasser in den Mund schwappen wird. Er hat aber ausnahmsweise den Schnabel mal geschlossen gehabt, also war es nicht so schlimm. Ich habe ihm dann eine Hand gereicht und diese deutlich unter der Wasseroberfläche gehalten. Da hat er dann gemerkt, dass ihn eigentlich die Schwimmflügelchen tragen und nicht Papas Hand. Das fand er eigentlich gar nicht so übel und hat ein wenig gegrinst. All zu lang durfte das neue Erlebnis allerdings nicht dauern.

Danach waren aber beide ständig zusammen im Wasser unterwegs…

Mittag gegessen haben wir nochmal in dem Strandrestaurant und danach sind wir losgefahren nach Luka Sipanska (der Hauptort, wenn auch sehr klein auf der Insel Sipan). Das waren nur eineinhalb Stunden Fahrtzeit ohne besondere Ereignisse.

Luka Sipanska kennen wir noch vom letzten Jahr. Es ist ein winziger Ort mit sehr schönen alten Häusern, der wohl gerade aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Ein Russe (sagte uns letztes Jahr eine Einheimische) baut gerade den ganzen Hang hinauf ein grosses Anwesen oder einen Hotelkomplex. Aber scheinbar kommt er nicht besonders gut voran damit. Denn es sieht noch nicht sehr viel weiter aus als letztes Jahr ;-)

Eines der schönen, leider noch nicht wieder ganz hergerichteten Häuser von Luka Sipanska:

Wir ankern gegenüber dem Anleger des Ortes ausserhalb des Wendebereichs der Schnellfähre, die hier drei bis vier mal am Tag kommt.

Gegen 4 Uhr sind wir dann rüber in den Ort gefahren mit dem Dinghi und haben die vielen Postkarten eingeworfen, die die Kinder geschrieben haben bzw. gemalt haben. Danach waren wir noch im kleinen örtlichen Supermarkt und haben etwas Brot und Gemüse gekauft für das Abendessen.

Den schönen alten Spielplatz (der hat schon historischen Charakter) haben wir natürlich auch besucht. Innerhalb von Sekunden waren unsere 4 auf der Lokomotive aus Stahlrohr. Luca und Luis waren Lokführer bzw. Lokführerassistent (sozusagen Lukas und Jim K.) und Anna sass oben drauf und hat ständig irgendwelche Reparaturkommandos gegeben (unter anderem „die Reifen aufzupumpen“ ;-)), die Lara dann sofort ausgeführt hat.

Nur später gab es Streit, als nämlich Luca und Luis es gleichzeitig auf die kleine Plastikschubkarre abgesehen hatten, die wohl ein anderes Kind vergessen hatte. Man können die beiden zoffen!!

Jetzt wird es bei uns an Bord wohl hoffentlich bald ruhig und die Mädels gehen auch ohne Streit ins Bett. Gegenüber an der kleinen Pier haben inzwischen 4 Kroatische „Gület“ festgemacht mit lauter englischen Jugendlichen an Bord. Die Diskolautsprecher auf dem Dach sind schon in Betrieb. Aber glücklicher Weise weht es noch etwas und die Musik ist nicht sehr laut zu hören.

Morgen wollen wir weiter nach Mljet. Da kennen wir einen Steg vor einem Restaurant und an dem werden wir auch Wasser bekommen. Wir haben zwar noch genug in den Tanks für ein paar Tage, aber wir können dann endlich den Sand vom Deck spritzen, den wir in den letzten zwei Tagen mit an Bord gebracht haben ;-)

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