Tag 34, 1.8.2013
Habe noch Bilder für gestern hochgeladen…
Wie schon gestern angedeutet haben wir uns entschlossen noch eine Nacht hier an der Boje von Rogoznica zu bleiben und den Swimming-Pool zu geniessen.
Es war also ein sehr normaler Tag (also mit wenig „Seemännischem“). Damit es nicht ganz so langweilig zum berichten wird habe ich nach dem Frühstück noch den Block (so heisst eine Rolle unter Seeleuten) für den neuen Gangway-Lift (also die Leine, mit der wir in Zukunft die Planke hochheben wollen, statt mit der „Dirk“) oberhalb der Rolle im Achterstag montiert.
Iris hat mich dazu mit der „Dirk“ im Bootsmannstuhl (das ist so eine Art Schaukelsitz) am Achterstag (das Drahtseil nach hinten runter am Schiff von der Mastspitze, welches den Mast daran hindert nach vorne umzufallen) hochgezogen bis zu der Rolle über die das Achterstag nach unten in zwei Stage aufgeteilt wird.
Dort konnte ich dann mittels eines Schäkels den neuen Block befestigen. Schlau wie ich bin, habe ich die Leine gleich mit hoch genommen und durch den Block geführt und beide Enden wieder zu Iris hinuntergelassen. Nach 5 Minuten war ich wieder im Cockpit und Iris konnte sich den Schweiss abwischen. Nee, war ja nicht schlimm, denn sie musste mich ja nicht von Hand hochkurbeln. Wozu haben wir schliesslich Elektrowinschen.
Mal sehen, wie das beim nächsten Mal mit dem Heck zu einer Pier funktionert…
Danach sind wir mit dem Dinghi vollbepackt (neben den Schwimmsachen für 6 Personen und diversen Schwimmspielsachen waren natürlich auch noch zwei volle Mülltüten mit an Bord) in die Marina rüber gefahren und hoch zum Swimming-Pool beim Marinahotel gelaufen. Dort haben wir für Iris und mich den Erwachsenen-Eintritt (50kn = ca. 7€) und für Anna und Lara den Kinder-Eintritt (30kn = ca. 4€) gezahlt.
Das war es uns Wert. Es ist eine richtig schöne Schwimmanlage mit grosszügigem Flachwasseranteil für die Kleinen und sogar diversen Fontänen, die allerdings nur ab und zu angeschaltet wurden. Eine Poolbar mit Sitzplätzen im Wasser gab es sogar auch. Und gleich neben unserem Platz (ein 2x2m Ruhebett und zwei Liegestühle) war der Massagepavillon mit einer thailändischen Masseurin. Da haben Iris und ich für je 300kn eine Stunde Massage bekommen. Super!
Mittag gegessen haben wir auch dort (es gab Sandwiches und frischen Fruchtsalat) und bis 4 Uhr einen riesen Spass gehabt.
Anna als Schwimmtierdompteurin:
Posieren mit einer der zahlreichen Skulpturen auf dem Marinagelände
Lara ist auch fast die ganze Zeit ohne Schwimmhilfe unterwegs gewesen. Lustiger Weise schwimmt sie sehr angestrengt im Hündchenstil aber wenn sie taucht (und das kann sie schon ziemlich weit) macht sie sehr elegante Brustarm- und -beinbewegungen
Um kurz vor 4 war Lara nach dem vielen freien schwimmen und tauchen ziemlich fertig
Danach sind wir alle zusammen zum kleinen See hinter der Anlage gegangen. Es handelt sich um einen Felseinbruch über einer grossen Grotte und der See hat angeblich einen Zugang zum Meer unter Wasser. Viele sind dort von den Felsen gesprungen. Nur wir Idioten haben natürlich das Photografieren vergessen, also müsst ihr es Euch einfach vorstellen
Lastesel Papa mit der ganzen Schwimmausrüstung:
Wir haben dann noch kurz im Mini-Market der Marina eingekauft und ich habe eine Leine als Ersatz für die für den Gangway-Lift verwendete besorgt.
Als wir mit dem Dinghi zurück fuhren, paddelte einer mühsam mit einem Paddel ein Dinghi dessen Aussenborder offensichtlich nicht mehr ging. Als ich ihn fragte ob wir ihm helfen könnten, meinte er mit einem Blick auf unser vollbepacktes Dinghi: Das wäre wohl nicht möglich. Ich habe ihn versichtert, dass ich ihn nicht an Bord nehmen will, sondern nur abschleppen, falls er auch bis zum Bojenfeld muss. Also haben wir ihn an die Leine genommen mit der Anna und Lara sonst immer auf ihrem Brett Wasserski fahren. Er war sehr dankbar, denn die Strecke ist zum Paddeln dann doch ziemlich weit.
Um viertel vor 6 sind Anna, Lara und ich dann mit dem Dinghi nochmal zum Steg 8 (der dritte von Aussen, also in unserer Richtung) gefahren, denn an dessen Kopf ist eine Pizzeria und wir haben heute den Abend mit Pizza ausklingen lassen. Mama und Papa wollten einfach weiter faul sein
Jetzt wird es langsam ruhig an Bord, dafür haben unsere neuen österreichischen Nachbarn an der nächsten Boje (also ca. 20m von uns entfernt) gerade ihren Honda Generator ausgepackt. Ade schöne Ruhe, da kommt selbst das gezirpe der Grillen am Strand nicht mehr dagegen an. Hoffentlich brauchen sie nicht all zu lange Strom…