Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 33, 31.7.2013

Wir sind heute nach einer (etwas) ruhigeren Nacht wieder bei wenig Wind (unter 10kn) in der Bucht Uvala Stari Trogir aufgewacht. In der Nacht war erst (bis ca. 1 Uhr) fast Windstill (3/4kn) und danach ging es aus Richtung N bis NNE mit bis zu 18kn wieder los. War aber nicht mehr so wild, da der Wind ja von Land kam. Nur geschaukelt hat es noch die halbe Nacht.

Damit war klar, dass Iris und ich uns mal wieder eine einigermassen ruhige Nacht gönnen wollen: Also eine rundum geschützte Bucht vorzugsweise mit Boje oder eine Marina.

Wir haben auch von Hanse nichts gehört und damit beschlossen nach dem Frühstück weiter in Richtung Norden (also natürlich erst mal noch ein klein wenig nach Westen, da die Küste hier einen Knick macht) zu fahren. Da gleich um die Ecke (also ca. 7nm entfernt) die Bucht mit der Inselstadt Rogoznica liegt und wir von Markus erfahren haben, dass man da entweder gut ankern kann oder auch die Bojen der Marina Frapa für erschwingliche Gebühren nutzen kann, beschlossen wir uns hier erst mal umzusehen.

Wir haben dann erst kurz die Stadtmole angesehen (aber da war die Wahrscheinlichkeit nah mit dem Heck heran zu können eher gering) und uns dann an eine der Bojen der Marina gelegt. Der Marinero hat bestätigt, dass es 230kn kostet (pauschal, also egal für welche Bootslänge) und dass man auch als Marina-Bojen-Lieger den Swimming-Pool für die Tagesliegergebühr von 50kn (also etwa 7 €) pro Erwachsenen nutzen kann. Unschlagbare Argumente also ;-)

Wir haben also erst mal kurz an Bord Mittag gegessen und aufgeräumt und sind dann mit dem Dinghi rüber zur Marina gefahren. Dort haben wir erst mal unsere riesige Mülltüte abgegeben (ich hatte eigentlich nur einen Marinero an der Mole fragen wollen, wo wir den Müll einwerfen können, damit ich mit der Tüte nicht quer durch die Anlage laufen muss; da hat er mir die Tüte einfach abgenommen und gesagt er kümmert sich drum ;-)) und sind dann shoppen gegangen: Iris hat jetzt endlich auch Croqs und ich habe einen grossen Karabiner gekauft um leichter an den Bojen gestmachen zu können. Also natürlich erst mal nur provisorisch mit Karabiner und „dünner“ Leine. Dann natürlich mit Hilfe des Dinghi mit einem ordentlichen Festmacher unterhalb der Boje befestigt.

Danach waren wir in der Rezeption bezahlen und haben uns dann eine runde Eisbecher gegönnt. Mit gekühlten und gefüllten Mägen sind wir dann rüber in den Ort gefahren mit dem Gummi-tonttu und haben im Supermarkt, dem Gemüsemarkt und der Bäckerei eingekauft.

Der nächste Weg (nach dem verstauen der Einkäufe auf tonttu) hat uns dann gleich gegenüber von tonttu zum Kiesstrand geführt. War sehr schön, aber wurde dann im Schatten mit aufkommendem Wind (ca. 15kn) doch etwas kühl.

Anna macht einen auf „Windsbraut“ und ihre Jünger tanzen um sie herum…

… auch wenn die noch nicht immer so ganz sicher auf den Beinen sind ;-)

Und der Skipper schaut, ob sein Schiff immer noch da ist…

… und so ist es auch!

Um viertel vor 6 sind wir dann zurück zu tonttu, ich habe Fajitas gekocht und nach dem Essen das übliche Prozedere: Tisch abdecken (und dabei anderen Leuten beim Boje fangen zugucken), spülen, Windeln wechseln, Milch machen und Flaschen für die Nacht füllen, Schnuller waschen, 4 Kindern die Zähne putzen, Jungs ins Bett bringen und dann dafür sorgen, dass die Mädels endlich ihre Zimmer wenigstens halbwegs aufräumen …

Ach ja, und den Blog für den Tag schreiben, Emails beantworten und noch die GRIB-Wetterdaten herunter laden!

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