Ein Sommer mit "tonttu"

16.8.2015, Zadar

Heute hatten wir ja keinen langen Weg vor uns (nur 12.5 nm bis nach Zadar) und deshalb sind wir in Vir nach dem Frühstück noch kurz baden gegangen. Da war auch noch etwas Sonnenschein und es sah eigentlich gar nicht so schlecht aus.

Die Nacht war etwas unruhiger. Bis um 11 war noch alles ok, aber dann ging erst das Wetterleuchten los und dann hat man Gewitter über dem Nordende von Vir und auch in der Gegend von Zadar gesehen. Wir haben alles Gewitterfest gemacht (Dinghi hinten hoch gezogen und vorher die Badeplattform eingeklappt und auch alle Wäsche runter genommen von der Reling und die Luken dicht gemacht) und warteten, was da kommen wird.

Pünktlich 5 Minuten, nachdem die Band an Land aufgehört hat zu spielen hat dann der Regen angefangen. Zwischendurch hat es auch ganz schön heftig gedonnert und es gab auch ein paar Windböen aus wechselnden Richtungen. Aber mehr als 15 bis 17 kn hatten wir nie. Nur musste ich erst mal noch ein Handtuch über mich legen, damit mein Schlafsack nicht nass wurde, wenn der Regen etwas quer kam wegen des Windes.

Um 1:20 hat dann aber glücklicher Weise alles aufgehört und ich konnte endlich schlafen.

Aber zurück zum Morgen: Wir haben gemütlich mit Eiern gefrühstückt und sind dann um 10:30 abgefahren in Richtung Zadar. Es ging gemütlich unter Motor bei absoluter Windstille voran. Pietro hat mit Musse gesteuert und ich konnte ein wenig dösen und lesen.

Dummerweise haben wir es nicht bis in die Marina von Zadar geschafft bevor auch dort ein heftiges Gewitter angefangen hat. Da der Wind schnell nach Beginn des Gewitters direkt über Zadar auf 19kn gestiegen war, habe ich mich entschieden erst mal draussen Kreise zu drehen und das Gewitter abzuwarten. So haben wir dann ca. 45 min lang gebraucht, bis wir tatsächlich in den Hafen von Zadar eingefahren sind.

Wir haben einen Platz an einem der Schwimmstege bekommen und dann erst mal das Cockpit mit Frischwasser gewaschen (das sah nach einer knappen Woche ziemlich übel aus) und dann haben wir die Wassertanks gefüllt. Währenddessen haben Veronica und Iris ein wunderbares Gemüserisotto zum Mittagessen gekocht und wir haben zum ersten Mal unten gegessen.

Ich bin dann zum einkaufen gegangen und die anderen sind schon voraus in die Stadt zum sight-seeing. Leider hat die Ruderfähre bei dem schlechten Wetter den Betrieb eingestellt und so mussten sie alle aussen um den Hafen laufen.

Als ich gerade die Lebensmittel aufs Boot gebracht hatte und wieder los gegangen bin, hat es in strömen angefangen zu regnen. Ich konnte gerade noch die Segeljacke anziehen. Aber die Schuhe und die lange Jeans (alle kurzen Hosen waren entweder in der Wäsche oder schon nass), waren sofort durchweicht.

Als ich die anderen dann später an einem der Plätze in der Altstadt getroffen habe, habe ich auch erfahren, dass sie genauso nass geworden sind. Wir haben dann erst mal nach einem Aqua-Shop gesucht (als gäbe es nichts wichtigeres) und mussten dann „leider“ feststellen, dass er geschlossen hatte.

Also haben wir es bei unserer Lieblingseisdiele bei der Kirche versucht, aber die hatten keine Sonnenschirme mehr, die wasserdicht waren. Also haben wir uns kurz entschlossen auf die Suche nach dem Restaurant fürs Abendessen gemacht. Das war eigentlich recht gemütlich, auch wenn es von aussen wegen einer Baustelle nicht ganz so den Eindruck gemacht hat.

Es gab auf jeden Fall sehr leckere kroatische Speisen, Iris hat endlich ihre „linje“ (= Calamari) gegrillt bekommen und die Mädels haben sich zum Nachtisch diverse Palatschinke gegönnt.

Danach sind wir noch bei der Wasserorgel vorbei und ich war überrascht, dass man sie trotz des Regens und der vermeintlich wenigen Wellen so gut gehört hat. Aber scheinbar war die Tide genau richtig für die Orgelpfeifen.

Da stapfen wir durch den Regen bei der Wasserorgel; wusste gar nicht, dass es dabei um Wasser von oben geht …

Schlussendlich haben wir dann den geöffneten Aquashop wiedergefunden und „leer gekauft“ und ich habe nebenan einen BIBICh Weinladen gefunden und ein paar Flaschen R6 gekauft.

Durch den strömenden Regen sind wir dann zurück gestapft und haben die Kinder alle warm geduscht. Wir hoffen sehr, dass es morgen wirklich im Lauf des Vormittags aufhört zu regnen…

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