Tag 45, 12.8.2013
Abgesehen von der Musik von drei Bars/Diskotheken an Land war die Nacht sehr ruhig. Soo schlimm war es eigentlich gar nicht, aber je nach Windrichtung (der Wind war nur noch sehr leicht und hat immer wieder leicht gedreht), hat man entweder eine oder zwei, oder im schlimmsten Fall auch alle drei gleichzeitig gehört. Das war dann akustisch nicht mehr so ein Traum. Aber besonders laut war es bei uns am Ankerplatz gar nicht mehr.
Wir sind am Vormittag erst mal mit dem Dinhi zur Ruine des Venezianischen Forts gefahren. Das war aber eigentlich nur noch ein grösseres Stück Mauer mit Schiessscharten und zwei viereckigen Türmen an den Enden. So sind wir dann relativ schnell wieder zurück zum Strand direkt gegenüber von tonttu gefahren.
Das war ein öffentlicher Gemeindestrand (nebenan war ein Campingplatz) und super gepflegt. Es standen einige Mülltonnen bereit, es gab sogar ein Dixi-Klo und rund um die Bucht war Kiesel aufgeschüttet und im Wasser war immer wieder sandiger Grund. An der Schnittstelle zum Campingplatz war dann sogar noch ein Eisverkauf. Was will der Rosa-Mensch mehr
Wir haben also fleissig gebadet (der ganze innere Teil der Badebucht was so flach, dass die Jungs höchstens bis zum Hals im Wasser standen und wir teilweise recht entspannt unsere Meute vom Strand aus beobachten konnten.
Um halb eins haben wir statt des Mittagessens erst mal ein Eis gegessen, danach noch etwas gebadet und sind dann zurück aufs Schiff. Nach dem Ablegen gab es dann eine Brotzeit mit Tomaten-Avocadosalat (wie immer von Iris mit Zitrone und echter Vanille gemacht), Hummus (auch von Iris selbst gemacht; denn im letzten DM haben wir endlich wieder Kichererbsen bekommen, nachdem wir ewig lange nach Tahine, der Sesampaste gesucht hatten und unsere Kichererbsenvorräte anderweitig verkocht haben) und das gestern frisch gekaufte Brot.
Das ganze bei 10kn Wind raumschots und segelnd mit dem Vorsegel mit gemütlichen 4-4.5kn. Was will der Segler mehr, vor allem wenn man es nicht eilig hat.
Am späten Nachmittag sind wir dann an unserem Ziel der Bucht Bokasin angekommen an der Ostseite von Dugi Otok. Eine sehr schöne Bucht, die zwei kleine Inseln vorgelagert hat. Allerdings ist sie relativ tief, so dass man entweder ganz hinten direkt vor dem alten Schnellbootbunker (oder in dem Schnellbootbunker längsseits, aber das war schon belegt) ankern kann - da war kein Platz mehr - oder mit einer Landleine am Nordufer. Darauf hatten wir keine Lust.
Also haben wir uns halb in die Durchfahrt zwischen der nördlicheren der beiden vorgelagerten Inseln und Dugi Otok gelegt. Zumindest haben wir dort den Anker auf etwas über 8 m fallen lassen und uns dann mit dem Wind nach Süden etwas aus der Durchfahrt heraus gelegt mit über 50 m Kette.
Inzwischen haben sind hinter uns (also in Lee, d.h. der Wind abgewandten Seite von uns) 4 weitere Segler hingelegt.
Der erste der kam war ein Italiener. Das ist ja immer bemerkenswert, also habe ich meinen iPad auf dem ich gelesen habe kurz weggelegt. Und recht hatte ich. Es war diesmal nicht einer von der Gruppe der „kurzstag“- oder „schnell“-Ankerer sondern ein „nackt“-Ankerer. Das glaubt man nicht! Ich habe ja überhaupt nichts dagegen, wenn andere Leute auf ihren Booten unterwegs oder vor Anker der FKK frönen wollen. Kein Problem für mich. Aber muss man wirklich beim Ankermanöver am Steuerruder stehend (wohlgemerkt er stand auf der Cockpitbank wegen der besseren Übersicht; durchaus verständlich) nackt wie Gott ihn schuf 15m an mir vorbeifahren zum Ankerplatz? Das beste war, dass die drei anderen Mitsegler (noch zwei Männer und eine Frau) alle vollkommen bekleidet waren
Aber so bekommt man kostenlose Unterhaltung in den Abendstunden. Auch etwas wert…
Jedenfalls liegen jetzt 4 Segler in unserem „Abwind“. Ob das klug ist, bei einer 6-köpfigen Crew, die gerade Linsensuppe mit Würsteln gegessen hat
Wohin wir morgen fahren ist noch nicht genau klar. Wahrscheinlich an die Nordspitze von Dugi Otok. Für Übermorgen früh ist wieder stärkerer Wind angesagt. Er soll am sehr frühen Morgen anfangen und dann bis zum Donnerstag Mittag andauern. Wir werden morgen den Wetterbericht nochmal beobachten und uns evtl. in der Marina von Veli Rat (am Nordende von Dugi Otok) versuchen einen Platz für Mittwoch auf Donnerstag zu reservieren.
Comments
Hallo Mikas,
ich freue mich sehr, dass Dir die Postkarte gefallen hat. Wir sind heute in einer kleinen Bucht und waren auch kurz schwimmen. Einmal um das Schiff herum.
Papa lädt immer die besten Photos des Tages auf den Blog, dann könnt Ihr die Euch ansehen.
Bis bald wieder in Deutschland,
Lara
Liebe Lara, Danke Lara für deine sehr schöne Postkarte, habe mich sehr drüber gefreut. Lad mehr Fotos auf eurem blog das mag ich sehr. Liebe Grüße an euch alle und bis bald!!!!!!!!!!!!! miki