Ein Sommer mit "tonttu"

29.5.2015, Primosten bis Skradin

Heute haben wir den Tag mit einem opulenten Frühstück begonnen. Es gab Spiegeleier und Rühreier (je nach Vorliebe) von insgesamt 10 Eiern. Und das Ganze auch noch mit Schinken. Ein Festessen sozusagen.

Danach sind wir dann relativ bald aufgebrochen, da wir ja ein wenig Zeit am Nachmittag für Sibenik oder Skradin haben wollten (genau war das noch nicht definiert).

Zum Glück gab es nochmal schönen Wind (zwischen 8.5 und 11.5 Knoten) aus der richtigen Richtung, so dass wir mit dem berühmten „Schrick in den Schoten“ auf Steuerbordbug Amwindkurs in Richtung Sibenik segeln konnten. Dabei haben wir es auf 5.5 bis 6.5 kn Fahrt gebracht, obwohl Iris beim Segeln zwischen den kleinen Inseln durch ein wenig nervös geworden ist ;-)

Kurz vor der Einfahrt in die Krka haben wir dann die Segel geborgen und sind brav unter Motor nach Sibenik rein gefahren. Dort haben wir uns dann dafür entschlossen nach Skradin weiter zu fahren und sind nur vor der Mole von Sibenik vorbeigetuckert. Danach ging es unter der Autobrücke durch (immer wieder spannend, aber es passt dann von der Höhe her doch immer wieder) und die Zick-Zack-Linie der Krka hinauf über den See und bis nach Skradin.

Dort haben wir am Steg C der ACI Marina festgemacht. War ziemlich leer, aber das ist ja an einem Freitag (also dem Tag, an dem die Charterschiffe alle nach Hause müssen) nicht sonderlich verwunderlich.

Wir haben dann einen Spaziergang rüber zum Trampolin gemacht und unsere Kinder erst mal 10 min austoben lassen. Danach haben wir Boule gespielt mit meinen alten Kugeln aus der Orchesterzeit in Allauch in Frankreich und sind danach im Süsswasser schwimmen gegangen. Also ich war schwimmen, dann kam irgendwann auch Katja und Helena dazu und nachdem ich genügend Schwäne verscheucht hatte hat sich auch Anna rein getraut.

Nach einer kurzen Trocknungsphase in der Sonne sind wir dann durch das Städtchen gepilgert, haben für den Abend in einem Restaurant reserviert und sind hoch zur Burgruine gegangen. Dort gab es etwas Ärger mit den Jungs weil sie partout nicht folgen wollten und deshalb sind wir drei Männer aneinander geraten!

Wieder unten sind wir dann zurück zum Schiff gegangen und haben uns alle geduscht und fürs Abendessen fertig gemacht. Ich habe dann die Jungs mit Katja zusammen im Dinghi übergesetzt und der Rest ist aussen rum gelaufen. Im Restaurant Dalmatino an der Hauptgasse gleich bei der Kirche haben wir wieder einmal hervorragend gespeist: Miesmuscheln ohne Ende, Thunfischsteak für mich, Palatschinke für die Mädels und Gemüserisotto bzw. Gemüsepasta für die Jungs sowie eine Pastiziada für Nicholas. Dazu hervorragenden Wein, von dem wir die Reste noch mit aufs Boot genommen haben. Die beiden Flaschen (Weiss und Rot) stehen schon vor mir :-)

Auf dem Rückweg haben die Jungs dann wieder gas gegeben. Woraufhin Luca sich auf die Nase gelegt hatte: Knie blutig und Lippe innen aufgebissen.

Luis meinte dann beim ins Dinghi steigen er müsste besonders schnell sein und stieg ein, bevor ich das Dinghi wieder fest an die Mole gezogen hatte. Daraufhin ist er erst mal baden gegangen. Ich habe ihn zum Glück noch so erwischt, dass er nur bis zu den Achseln eingetaucht ist ;-) Vielleicht lernt er ja daraus. Anmerken lassen hat er sich natürlich nichts, aber Luca hat auf die Frage von Iris hin gesagt, dass er sehr Angst gehabt hat um den kleinen Luis. Süss unser kleines Zweierteam!

Na ja, wir sind alle heil an Bord angekommen und jetzt sitzen wir nach einem weiteren Kapitel „Die 13 1/2 Leben des Kapitän Blaubär“ im Cockpit und vernichten die Weinreste…

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