Ein Sommer mit "tonttu"

28.5.2015, Marina Martinis Marchi bis Primosten

Heute sind wir nach einer sehr entspannten und erholsamen Nacht (wir waren ja in einer Marina, also konnte auch der Skipper komplett sorglos schlafen) bei blauem Himmel und Sonnenschein aufgewacht.

Nach einem ausführlichen Frühstück (und einer Dusche für den Skipper) sind die Mädels noch mit ihrer neuen Freundin (einer 6-Klässlerin von einem der Nachbarschiffe) herumgesaust und die Jungs haben die Mole unsicher gemacht.

Währenddessen konnten wir gemütlich (der Druck aus der Wasserleitung war nicht all zu hoch) die Wassertanks wieder komplett füllen und haben uns dann fertig für den Ableger gemacht.

Draussen vor der Marina konnten wir recht bald die Segel setzen und gemütlich bei 11 kn Wind vor uns hin cruisen mit halbem Wind.

Ca. 45 min später (Nick war gerade am Ruder und ich habe Zeitung gelesen) fiel der Wind plötzlich ein. Ich hatte mich gerade ans Ruder gestellt und den Motor angeworfen, um aus dem Windloch heraus zu fahren, da drehte der Wind plötzlich um 60 Grad und wurde immer stärker. Schlussendlich haben wir zwei mal gerefft und sind dann mit Amwindkursen die nächsten 2 Stunden in Richtung Rogoznica gekreuzt. Teilweise mit über 8 kn (im zweiten Reff und halb eingerollter Fock) und bei 15 bis 18 kn Wind. Das war echt super!

Zwischendurch haben wir sogar eine Schule Delphine gesehen. Aber leider nur ganz kurz, dann waren sie verschwunden.

Es war auf jeden Fall ein toller Segeltag. Etwa eine halbe Stunde südlich von Primosten haben wir dann die Segel geborgen und sind unter Motor bis zu einer Boje direkt vor dem Ort gefahren.

Als wir dann alle mit dem Dinghi in der Stadt waren sind wir erst mal hoch zur Kirche gelaufen und haben den Ausblick genossen. Danach gab es das obligatorische Eis in einer der Eisdielen am Platz und dann sind wir zum Strand gegangen.

Nick und ich haben uns auf die Jagd nach Lebensmitteln gemacht und uns für den Barbecue-Abend an Bord vorbereitet.

So gab es excellente Cevapcici, Grillwürstel (die Iris schon vor ein paar Tagen erstanden hat) und perfekt von Nick marinierte Hühnchenstücke. Dazu hat Iris tolle Offenkartoffeln und Ratatouille-Gemüse zubereitet. Einfach lecker!

Jetzt versuchen wir mal wieder den Haufen wilder Mäuse zur raison und ins Bett zu bringen…

Den Grill habe ich schon wieder „rückgebaut“ (das lustigste war mal wieder die glühenden Kohlen ins Wasser zu schmeissen. Das zischt so schön.) und bald haben wir Erwachsenen den Abend für uns. Ist ja leider auch der vorletzte gemeinsame Abend an Bord, da Katja, Nick und die Kinder am Samstag wieder zurück in Richtung München fahren (mit einer Übernachtung in Ljubljana natürlich; vielleicht sollten wir mal beim Tourismusbüro von Ljubljana nachfragen, ob wir in Zukunft Rabatt bekommen, weil wir so eifrig Werbung für die wundervolle Stadt machen).

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