Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 38, 5.8.2013

Rekordtag! Heute sind wir, glaube ich, die kürzeste Strecke gefahren. Geschätzt 600m. Mit umparken nochmal 100m mehr…

Nach einem gemütlichen Morgen, mit Frühstück, Waschmaschine und Baderunde am Strand (am kleinen Strand, denn am grossen Strand sass ein Schwan, und da haben wir uns nicht dran getraut) sind wir um halb 11 losgefahren und unter der Brücke durch, um die Ecke zum ankern vor der Marina von Skradin.

Wir haben uns einen Platz etwas entfernter von der Marina gesucht mit Buganker und Landleine. Während wir geankert haben wehte der Wind mit ca. 5 bis 7 kn aus der Richtung der Wasserfälle (= flussaufwärts), also standen wir dann mit der Landleine fast genau in den Wind.

Aber wie immer, wenn ich mit Landleine ankere drehte nach kurzer Zeit der Wind und kam von flussabwärts und stand damit mal wieder genau von der Seite auf tonttu. Es ist wie verhext. Ich bin mir sicher, dass das Ganze gehalten hätte, aber da wir ja mit dem Dinghi in den Ort Skradin fahren wollten zum einkaufen (Wein!) und zum Spielplatz und Trampolin und evtl. zum Schwimmen, haben wir uns dann doch entschieden wieder abzulegen und an einer freigewordenen Stelle näher an der Marina frei schwojend (also ohne Landleine und damit „frei drehend“) neu zu ankern.

Als wir gerade loslegen wollten, kam ein Anruf von unseren Nachbarn von letzter Nacht beim Restaurant. Wir hatten ihnen eine Karte von tonttu gegeben und sie waren so nett die Telefonnummer (die kroatische) herauszufinden über die Web-Site, da ich vergessen hatte den Schuco-16AStecker-Adapter, den ich ihnen ausgeliehen hatte, wieder mit zu nehmen.

Also bin ich mit Anna und Lara nach dem umankern mit dem Dinghi nochmal zurück zum Restaurant Vidrovaca gefahren, um das wichtige Utensil zu holen. Zum Glück habe ich all die Kabel und Adapter/Verteiler mit „tonttu“ beschriftet ;-)

Nach diesem kleinen ungeplanten Ausflug sind wir tatsächlich rüber nach Skradin gefahren, haben den Müll entsorgt, sind das obligatorische Eis essen gegangen und danach durch den Ort gebummelt. Na, gebummelt kann man das eigentlich nicht nennen. Die Jungs mussten mal wieder überschüssige Energie loswerden und sind wie die Wilden durch die Gassen geflitzt. Es war manchmal schwierig sie wieder einzufangen, bevor sie in eines der Geschäfte geraten sind (z.B. Juweliere haben es ihnen angetan, weil es darin so schön glitzert)!

Endlich waren wir beim BIBICh, dem Weinhändler meines Vertrauens in Skradin angelangt. Dort hatte ich letztes Jahr nach einer kleinen Weinprobe den Nr.6 Riserva mitgenommen und wir haben die Flaschen sehr genossen. Also habe ich wieder 6 davon gekauft. Hoffentlich sind sie immer noch so gut wie in meiner Erinnerung. Für Iris haben wir dann probeweise noch einen Rosé mitgenommen und eine andere Flasche Roten habe ich dann noch geschenkt bekommen.

So ging es also schon mal wohlbepackt weiter (alles in meinem Wasserdichten Rucksack).

Nächste Station war der grosse Spielplatz, denn dort konnte ich Iris mit den 4 alleine lassen und die restlichen Einkäufe erledigen. Leider war das nicht so erfolgreich wie der Weinkauf. Denn in den beiden kleinen Läden (ein Mini-Konsum und ein andere Gemischtwarenladen) war die Auswahl doch sehr beschränkt. Aber zumindest habe ich gefrorene Shrimps für die Abendessen-Pasta bekommen (das war schon die Alternative; eigentlich wollten wir nämlich Rinderhack für eine Bolognese) und ein Brot für morgen früh.

An einem Gemüsestand habe ich dann wenigstens noch Tomaten und endlich mal wieder Frühlingszwiebeln bekommen. Den Rest der Sachen müssen wir halt dann morgen Vormittag in Sibenik beim rausfahren erledigen.

Jetzt freuen Iris und ich uns nur noch auf einen ruhigen Abend vor Anker. Da fehlt doch noch was?! Ach ja, die Kinder sollten dafür endlich schlafen…

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