Tag 24, 22.7.2013
Nach der nicht ganz so ruhigen aber dann doch gar nicht so schlechten Nacht bin ich um halb 6 das erste Mal aufgewacht (ich war ja im Cockpit gelegen) weil mir die Sonne in der Nase gekitzelt hat. Also umgedreht, die Decke (die ich ja sowieso schon zur Seite gelegt habe) auf dem Süllbord (das ist die etwas zu kurze Rückenlehne über die sich meine Eltern immer beschweren ) zusammengebauscht als Sonnenschutz, und weiter ging die Schnarcherei bis halb sieben.
Dann sind auch die anderen langsam aufgewacht und wir waren noch vor dem Frühstück schwimmen. Später haben wir noch in der Marina Korcula einen Liegeplatz reservieren wollen. Also habe ich angerufen. Dann wurde mir gesagt seit diesem Jahr muss man online reservieren. Wenn ich aber Probleme damit habe, soll ich wieder anrufen. Da hätte sie mir auch gleich die Reservierung telefonisch annehmen können.
Also habe ich das iPhone rausgekramt und mit der kroatischen Internetkarte versucht zu reservieren. Ging nicht: Der „Booking“ Button war tot. Also habe ich den Laptop gebootet und über die tethering-Funktion des iPhones mein Glück nochmal versucht. Da ging der „Booking“ Button. Aber als ich das Formular erfolgreich ausgefüllt hatte hiess es: Kein Platz mehr für ein Schiff meiner Länge. Dabei hat die Dame am Telefon vorher noch gesagt es wäre noch genug frei.
Also wieder angerufen: Nach dem 5ten Versuch hat es endlich geklappt. Ich habe erzählt mit dem iPhone ging es nicht. Von meinem Versuch mit dem Laptop habe ich nichts gesagt Da hat sie mir bestätigt, dass es mit i-Geräten Probleme gibt und mir ohne zögern die Reservierung per Telefon gemacht.
Korcula von Westen aus gesehen. Die Marina ist auf der gegenüberliegenden Seite…
So sind wir um halb 11 beruhigt losgetuckert und bei null bis wenig Wind nach Korcula gefahren. Unterwegs gab es Couscous zum Mittagessen und um halb 3 waren wir in der Marina Korcula. Dort haben wir beim Anlegen zu allem Überfluss auch noch die Mooringleine, die der Marinero mit Iris hochgezogen hat in das Bugstrahlruder bekommen. Die haben uns direkt beim Eingang in den Knick gelegt und dort sind die Mooringleinen total durcheinander und teilweise viel zu kurz und kreuz und quer gelegt.
Ich konnte die Mooring, die sich mit einer Kardeele (na, dann bemüht doch mal Google, was eine „Kardeele“ ist) hinter einem der Blätter der Bugstrahlruderschraube verfangen hat wieder rauswürgen. Aber dann ist das Bugstrahlruder nicht mehr eingefahren und konnte auch nicht mehr aktiviert werden. Ich hatte schon befürchtet, dass etwas verklemmt oder verbogen ist. Aber nachdem ich den Liftmotor demontiert habe konnte ich das Bugstrahlruder wieder von Hand komplett reindrücken und es fiel auch wieder ganz runter. Also waren es nur die Notabschaltsensoren die eingesprungen sind. Mit viel hin und her konnte ich es wieder resetten und jetzt läuft es wieder. Bald kann ich mich auch als MaxPower Servicemann verdingen…
Danach sind wir alle in die Stadt und haben uns das wunderschöne Korcula angesehen und ein Eis auf der von Bäumen beschatteten Uferpromenade genossen.
Später hat die Rasselbande noch die Kanonen als Ersatzspielplatz benutzt und wir haben noch ein Gruppenbild gemacht. Ach ja, fast hätte ich vergessen, dass die Damen (also alle 4, inklusive meiner Mutter) noch den Aquashop geplündert haben. Auch die Jungs haben sich über süsse Kapuzen-T-Shirts gefreut und wollten sie erst gar nicht mehr ausziehen.
Nach einem Kurzbesuch beim echten Piratenspielplatz (mit einem „halb versunkenen Schiff“) und Gemüseeinkäufen sowie Geldautomatenbesuchen sind wir zurück aufs Boot. Alle ausser Iris und mir haben gegessen, denn wir beide dürfen ausgehen
Grade gab es noch etwas Hafenkino bei anderen Anlegemanövern und wenn ich endlich fertig geschrieben habe (merkt ihr, wie ich schon schneller schreibe) gehen wir los und lassen die Kinder in Omas und Opas Obhut zurück.