Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 24 (25.5.2012)

Der Tag der Wartung und der Stadt

Doofe Ueberschrift, aber mir ist gerade nichts besseres eingefallen…

Wartung

Neben zwei Waschmaschinen (also „Kleiderwartung“) hat der Motor von tonttu seinen ersten Garantieservice bekommen. Wir haben zwar erst 61h motort (inkl. des Uebungstoerns, wohl gemerkt), aber der Service ist faellig zwischen 50 und 100 h und mir war nicht klar, ob ich in den naechsten beiden Wochen wieder eine so gute Gelegenheit wie hier in Zadar finde.

Also haben wir am Morgen (neben der ersten Waesche) erst mal gefruehstueckt, denn der Service-Chef hat mir gesagt es wuerde noch eine bis eineinhalb Stunden dauern, bis einer kommt. Kroatische Stunden, natuerlich. Iris ist dann mit den 4 Kindern von Bord in Richtung Spielplatz und Supermarkt (nur ein paar Kleinigkeiten, denn fuer den Grosseinkauf nehmen wir dann morgen Franks Auto ;-)) und ich habe die Waesche aufgehaengt und abgespuelt.

Dann kam (doch eher als erwartet) der Motorservice-Mann und wir haben zusammen den Motorraum aufgemacht, damit er loslegen konnte. Nach ca. 45 Min. war er fertig mit einem kompletten Oelwechsel mit Filterwechsel (das kann ich dann also das naechste mal alleine machen) und der Getriebeoelkontrolle.

Eigentlich keine Hexerei, aber nur durch einen Volvo Penta zertifizierten Service kann ich die Garantie aufrecht erhalten. Ist ja bei Autos nicht anders…

Der Spass war „ueberraschend“ guenstig. Ich hatte mit deutlich mehr als den 150 EUR gerechnet, da 5 Liter Volvo Penta Oel alleine ja schon 75 EUR kosten koennen. Und 8.5 bis 9 Liter kommen ja bei einem Oelwechsel neu rein.

Danach bin ich dann auch mal shoppen gegangen: Sikaflex, Augbolzen (fuer weitere Kleinkinder-Aus-Dem-Bett-Fall-Leesegel-Montagen), einen weiteren Ankerwirbel (den vom Heckanker habe ich ja am Buganker montiert), diverse Schaekel und Karabiner, …

Nachdem ich insgesamt 4 Laeden abgeklappert habe in Zadar, hatte ich dann fast alles. Zumindest das wichtigste.

Stadt

Nach dem Mittagessen an Bord sind wir dann alle zusammen in die Altstadt gepilgert. Netter Weise gibt es gleich neben der Marina an der Hafeneinfahrt einen Ruderkahn-Faehrservice. Den haben wir natuerlich zur Freude der Maedels genutzt und waren super schnell in der Altstadt.

Zuerst haben wir uns die Wasserorgel angesehen. Wirklich eine geniale Idee. Ein Teil der Uferpromenade ist mit Kavernen unter Wasser versehen, in denen durch die Wellen die Luft zusammen gepresst wird und dann durch in den Steinen montierte Orgelpfeifen (oder sind die Pfeifen direkt in den Stein gefraest?) nach oben herausgepresst wird. Man hat also zufaellige aber irgenwie doch sehr harmonisch und beruhigend klingende Orgeltoene und sitzt dabei auf den Sandsteinplatten direkt am Meer. Der Wahnsinn! Um es gemaess Michelin Fuehrer zu sagen: Nicht eine Reise aber auf jeden Fall einen groesseren Umweg wert. Also zwei Sterne.

Wir sind dann noch weiter durch die Altstadt gezogen, haben das obligatorische Eis gegessen, welches so gross war, dass wir Annas Waffel mit zwei Kugeln in ein freundlicher Weise vom Kellner gebrachtes glaesernes Eisschaelchen umgebettet haben. Ein grosser Fehler. Denn nicht mal 3 Loeffel spaeter, hat sie das Schaelchen ueber meinen linken Oberschenkel auf den Boden geschmissen, wo es natuerlich prompt zersprungen ist und dabei auch noch die Tragegurte meines Rucksacks vollgesaut hat. Klasse! Ein neues Eis hat sie auf jeden Fall keines bekommen, als ich endlich die Sauerei einigermassen wieder im Griff hatte. Gluecklicher Weise war gleich daneben ein DM, in dem wir unsere Feuchttuchbestaende (unter anderem) wieder auffuellen konnten und ich den Rucksack wieder „tragbar“ machen konnte.

Spaeter, beim 5 Brunnen Platz gab es dann noch fuer beide Maedels je einen dieser unsaeglich haesslichen Heliumballons mit viel Rosa und Prinzessinnen. Und Laras Brille hat neue Nasenpads bekommen, von den alten hat sie eines ruiniert. Keine Ahnung wie man das in der kurzen Zeit schafft.

Zwei etwas unterschiedliche Touristengruppen im 5 Brunnen Hof in Zadar:

Als wir dann Lara und Luis auf den Stufen des Wehrturms gewickelt haben, wurde es ploetzlich ganz leer …

… ne, da war eh nicht viel los.

Aber Luca fand es klasse im Buggy zu sitzen und bei dem Schauspiel zuzuschauen.

Fuer den Rueckweg haben wir natuerlich nochmal die Ruderfaehre genommen und vorher kurz noch den grossen Faehren beim an- und ablegen zugesehen. Waehrend die Maedels dann zu Abend gegessen haben mit Iris (die Jungs waren schon im Bett) bin ich nochmal kurz mit der Ruderfahere rueber, um (nein, ich bin keinen heben gegangen) beim Hafenkapitaen meinen Bruder mit Familie als neue Crewmitglieder anzumelden. Denn die kommen heute noch so gegen 22 Uhr zu uns fuer die kommende Woche. Die Maedels freuen sich schon wahnsinnig auf Sophie!!!

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