Tag 23 (24.5.2012)
Wow, super Segeltag. Sehr relaxt und schoene Strecke…
Leider hat es mit wieder etwas Regen und viel Wolken angefangen. Deshalb sind wir auch nicht all zu lange in der schonen Bucht mit dem Sandstrand geblieben (vielleicht kommen wir ja in der naechsten Woche mit der Familie von meinem Bruder nochmal vorbei) sondern haben nach dem Fruehstueck gleich den Anker hochgeholt.
Somit ging es erst mal unter Motor gegen die Duenung (so nennt man eine alte, lange Welle) wieder das Stueck hoch bis zu Dugi Otoks Nordspitze, an dem alten Wrack vorbei (ein 1984 untergegangener kleiner italienischer Frachter, der schon ziemlich zerfallen ist und von dem nur noch wenig aus dem Wasser schaut) nach Osten. Kurz nach der Nordostspitze von Dugi Otok haben wir dann auch das Vorsegel gesetzt und konnten damit auf Halbwindkurs (bei 14kn Wind mit 4.5kn) zwischen den Inseln hindurchwedeln bis zur Nordspitze von Ugljan.
Da fuehlt man sich wie ein iPod im Liegestuhl:
Dort haben wir dann auf Suedostkurs (damit dann Raumschot, also schraeg von hinten) drehen koennen und haben bei wunderbarem Schiebewind Mittag gegessen. Unser Ziel war eigentlich ein kleines Dorf in einer Bucht auf Ugljan, schraeg gegenueber von Zadar. Aber als wir dort rein gefahren sind, hat der Wind gerade nochmal zugenommen (18kn) und genau aus Nord in die Bucht reingeblasen, so dass wir uns gegen diesen Platz fuer die Nacht entschieden haben.
Wir sind dann doch gleich nach Zadar gegenueber in die Marina Zadar (oder auch Tankerkomerc Marina genannt), da ich dort sowieso fuer morgen 09:00 Uhr einen Termin fuer den ersten Pflichtservice fuer den Motor habe.
Nachdem wir sicher festgemacht hatten (erst wollten sie uns in den Innenhafen lotsen, aber da war in der Einfahrt hoechstens 6 m Platz und durch dieses Nadeloehr ohne Wissen, was dahinter kommt wollte ich nicht), sind wir dann alle 6 hoch losgezogen. Wir wollten in die Altstadt gegenueber. Dafuer haette es zwei Wege gegeben: Entweder mit der geruderten Personenfaehre (ein grosses Holzruderboot) von dem Molenkopf am Nordende der Marina direkt rueber ueber die Hafeneinfahrt oder alternativ einmal komplett rund um die Marina laufen und weiter hinten im Hafen die Fussgaengerbruecke nehmen. Nachdem wir keine Schwimmwesten dabei hatten, hat sich Iris gegen die Ruderfaehre entschieden…
Und auf halbem Weg um die Marina herum haben die Maedels auf der anderen Strassenseite einen kleinen Park mit grossem Spielplatz entdeckt. Ihr koennt Euch vorstellen wie weit wir dann noch gekommen sind. Gluecklicher Weise gab es ganz nah am Spielplatz ein Restaurant, das sehr nett aussah und sich als kleiner aber feiner lukullischer Tempel entpuppt hat. Iris: Huehnerbrust in Gorgonzolasauce mit hausgemachten Gnocchi; Mark: Gruene Bandnudeln mit Lachs; Anna: War nicht abzubringen davon eine Pizza Margharita zu essen; Lara: Gruene Bandnudeln (sie hat auf gruenen Nudeln bestanden, so dass wir umbestellen mussten) mit der wahrscheinlich besten Bolognese Sauce die ich je probiert habe.
Und jetzt sitzen wir hier bei erstaunlich hohen Temperaturen im Cockpit, hoeren den Parties auf den Yachten um uns herum zu und lassen uns noch etwas durchschaukeln. Denn leider gibt es wegen der Faehren, die immer wieder in den grossen Hafen von Zadar rein fahren immer etwas Schwell. Also nicht anders als beim ankern
Das Leben kann ja soooo relaxt sein …
Morgen werden wir shoppen (etwas Lebensmittel; der Grosseinkauf kommt dann, wenn Frank mit dem Auto da ist am Samstag morgen; Bootszubehoer), die Altstadt von Zadar ansehen und hoffen, dass das mit dem Motorservice klappt und am Nachmittag Hr. Kampa von Suedost Yachting auftaucht um die restlichen Nachbesserungen durchzufuehren und den Code Zero zu montieren. Ich bin ja mal gespannt…
Hallo ihr Glückspilze,
habe das Logbuch erst einmal nur überflogen aber sofort Lust bekommen. Werde aber in den nächsten zwei Wochen auch mal wieder die Segel setzen, mache KURZurlaub
.
Ich wünsche euch weiter gute Fahrt und Mast und Schootbruch.
Liebe Grüße Rainer und Karin