Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 78 (18.7.2012)

Heute haben wir erst noch die Stille in der Emerald Bay genossen. So ungefaehr bis 09:30 waren wir noch mit den Hollaendern alleine. Dann kam ein anderes Schiff nach dem anderen und es wurde wieder brechend voll.

Wir sind um kurz vor halb 12 weggefahren und haben uns (ohne Wind, also unter Motor aber noch mit etwas Restduenung; leichte Achterbahnfahrt also) auf den Weg zur Nordspitze von Paxos gemacht in die Bucht Lakka, in der wir Vorgestern nicht bleiben konnten.

Diesmal sah es besser aus und wir haben um halb eins noch einen ordentlichen Platz gefunden mit Buganker und einer Landleine achteraus zu einem Felsen. Die 60 m haben gerade so gereicht, denn es wird hier recht schnell flach. Wir sind auch nur auf ungefaehr 3.1m Wassertiefe und der Anker auf knapp 4m. Aber es gibt nur eine leichte Schaukelwelle von der Seite.

Wir sind dann erst mal alle zusammen (also in zwei Etappen, denn alle auf einmal passen ja nicht ins Dinghi) rueber in den Ort gefahren (ca. 400m) und haben gleich ein nettes Restaurant direkt am Wasser gefunden, um verspaetet Mittag zu essen.

Wow, war das gigantisch gut. Wir hatten diverse Vorspeisen und dann einen riesen Fisch fuer Philipp und Florence, einen extravagant geschnittenen Kalamari fuer Iris, ein Huenchenbrustfilet mit Trueffelsauce und Avocados fuer mich und Penne Tri Formaggi fuer Anna und Lara. Alles ohne Ausnahme ein Gedicht!!!

Philipp und Florence sind dann im Ort geblieben um etwas zu bummeln, einen kleinen Einkauf zu machen und (wahrscheinlich hauptsaechlich) um auszuprobieren, ob sie ueberhaupt noch gerade gehen koennen. Denn seit wir in Gouvia am Sonntag frueh losgefahren sind hatten sie keinen festen Boden mehr unter den Fuessen.

Der Strand hinter tonttu mit Iris und den Kindern:

Iris, die Kinder und ich sind zum „Schicksalsstrand“ gefahren. Der Kiesstrand hinter unserem Schiff an dem auch die Lanleine festgemacht ist bekommt von mir ab heute diesen Namen. Denn nachdem wir dort erst entspannt geplanscht haben ist Iris dann mit den Maedels baden gegangen und hat sich doch glatt in etwa 20 Seeigelstachel in den rechten grossen Zehballen gerammt. Ab jetzt NUR NOCH mit Schwimmschuhen ins Wasser!

Ich habe dann das Operationswerkzeug von Bord geholt (Nagelnecessaire mit Pinzette und Schere sowie Octenisept) und bin dann mit allen 4 Kindern wieder in den Ort gefahren um Philipp und Florence wie vereinbart abzuholen. Als die beiden an Bord waren habe ich Iris am Strand eingesammelt.

Philipp als Bademeister, waehrend ich die Jungs gefuettert habe und Iris bei der ersten groesseren Selbst-OP war:

Seitdem verwendet sie jede freie Minute um muehsam ein Stachelstueck nach dem anderen rauszuoperieren. Mich laesst sie ja nicht ran ;-(

Aua:

Selbst ist die Skipperfrau:

Wir haben dann noch parallel eine Waschmaschine laufen lassen und festgestellt, dass mein Flickwerk dann doch nicht richtig dicht haelt. So habe ich einen unserer Leckstopfen zum Einsatz gebracht und die Schlauchabzweigung zur Waschmaschine komplett stillgelegt.

Na ja, morgen wird alles besser. Aber Lakka ist wirklich sehr, sehr schoen!

Comments

Hallo Ihr Lieben, sind ja tolle Infos & lässige Bilder ;) Hoffe Iris Fuss geht es bald wieder besser.

Philipp & Florence geniesst es, denn hier in Zürich scheint der Sommer noch immer nicht richtig in die Gänge zu kommen ;) Philipp würde sagen: S….sskälte :)

Herzliche Grüsse, Claudine

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Unsere Freunde
| 19.07.2012 08:27 (vor 9 Jahren) | reply