Tag 30, 28.7.2013
Für gestern noch Bilder hinzugefügt…
Da wir ja gestern nur bis Sv. Klement sind (eigentlich sogar in die falsche Richtung, aber nur eine dreiviertel Stunde), mussten wir heute eine weitere Strecke zurücklegen bis zu unserem Zielort Trogir.
Deshalb habe ich mich entschieden schon vor 6 Uhr abzulegen, da wieder kein Wind zu erwarten war und ich die lange Motorfahrt wenigstens zur Hälfte den Kindern ersparen wollte. Und am Morgen ist es ja auch für den Skipper am Steuer deutlich angenehmer (nicht so heiss).
Mein Vater ist auch aufgewacht und hat mir geholfen, als ich die Landleine zurückgeholt habe und den Anker hochzog. So waren wir also kurz vor 6 unterwegs und konnten bis alle anderen aufgewacht sind schon etwas mehr als die Hälfte der Strecke fahren.
An einer der kleinen westlich von Solta vorgelagerten Inseln haben wir dann um neun - nach dem Frühstück unterwegs - geankert und sind kurz baden gegangen.
Danach waren wir plötzlich im Getümmel. Es kamen uns unwahrscheinlich viele Boote aus Trogir entgegen. Das ist zwar nicht ganz überraschend - gestern war schliesslich „Bettenwechsel“ (das gibt es auch im Charterschiffbereich) - aber, soooo viele??!!!
Das hat sich dann auch geklärt. Die hatten fast alle riesige Banner mit der Aufschrift „The Yacht Week“ drauf. Ein Blick ins Internet hat mich dann aufgeklärt, dass es sich dabei um eine Flotillensegelveranstaltung für „junge Erwachsene“ handelt, die für 600 € pro Person und Woche im Kojencharter von Bucht zu Bucht und von Disco zu Disco gesegelt werden. DJs sind auch dabei für die Buchten…
In Trogir war dann aber auf jeden Fall kein Problem einen Platz in der Marina zu bekommen. Und die Route der Flotille kennen wir dank Internet auch und haben festgestellt, dass es keine Berührungspunkte mehr gibt
Vor dem Anleger in der Marina waren wir noch tanken (das ist die flachste Tankstelle: 2.7m WT, also offiziell 30 cm unter dem Kiel und Ruder) und waren dann schon um 1 in der Marina fest vertäut.
Die Kinder bei der Inventur! (Oder haben die Jungs einfach mal wieder etwas anderes zum Turmbau gebraucht?)
Am Nachmittag wollten Iris, ich und die Kinder zum örtlichen DM, aber der hatte nach unserem Eisdielenbesuch leider schon zu. So sind wir also „nur“ Eisessen und Spielplatzen gegangen.
Die Mädels hängen ganz schön in den Seilen…
Aua, wieso sitze ich jetzt plötzlich neben dem Spielturm?
Der Blick vom Spielplatz aufs Kastell von Trogir (Trogir ist übrigens die Partnerstatt von der Gemeinde Vaterstetten/Baldham, in der ich aufgewachsen bin. Wichtig zu wissen )
Als wir an der Tankstelle waren ist plötzlich Markus, der Skipper des Wiener Segelschiffs, das wir letztes Jahr in der Türkei kennengelertn haben. Er ist jetzt Skipper einer Hanse 630, die gerade zufällig am ersten Steg (also direkt bei der Tankstelle) für eine Woche liegt, bis die nächsten Gäste an Bord kommen.
Wir werden heute Abend gemeinsam Essen gehen, denn Oma und Opa sind noch einmal mit den Mädels beim Abendessen (sie fahren ja morgen ganz früh nach Split zu ihrem Auto) und die Jungs haben gerade belegte Brote bekommen.
So haben Iris und ich nochmal einen Ausgehabend!