Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 117 (2.9.2012)

Heute haben wir uns aus den Resten des Code0 ein wunderschönes 10-Personen Hauszelt gebastelt und sind an den Strand umgezogen.

Nee, Spass beiseite. Wir waren heute in Quarantäne auf dem Schiff und haben das Nachlassen des Windes abgewartet. Es war leider den ganzen Tag weiter starkwindig (immer zwischen 18 und knapp 30 kn in den Böen; wenn es mal auf 13/14 runter ist und wir schon auf ein Ende gehofft hatten, dann ging es nach spätestens 5 Minuten wieder los), so dass wir uns nicht mal getraut hatten mit den Kindern im Dinghi zum Strand rüber zu fahren. Wir hatten es kurz ins Wasser abgeseilt, aber dort tanzte es mir doch zu wild herum.

Blick zum Strand:

Blick zum Poseidontempel am Kap Sounion:

Aber Axel, Leonora und Fiona waren kurz schwimmen hinter dem Boot. Iris hat mit Anna, Lara und Leonora ein Fischanbgelspiel aus Papier und Karton gebastelt. Axel und ich haben Getränke aus der Segellast nach hinten gebracht und dafür den Code0 im Sack nach vorne gebracht.

Als wir dann den Generator angemacht haben, um etwas Strom zu produzieren, den Boiler anzuschalten und unsere Handies etc. aufzuladen, habe ich entdeckt, dass der Dieselfilter vom Generator sich etwas gelockert hat und Diesel in die Bilge getropft ist. Zum Glück habe ich ja Diesel-/Ölsaugtücher an Bord und wir konnten den Dreck gut binden. Den Filter konnte ich einfach von Hand wieder ordentlich festschrauben.

Trotz der eigenartigen Situation (10 Personen auf einem Schiff in Landsicht aber ohne Landgangmöglichkeit) sind wir uns nicht an die Kehlen gegangen (bis auf kleinere Streitereien und Eifersüchteleien zwischen den Mädels und den Buben) und wir haben uns hervorragend verköstigt. Zum Mittag gab es mal wieder einen Auberginenauflauf mit Tomatensauce und Fetakäse und dazu Sandwiches mit den restlichen zwei Hühnerbrüstchen von gestern Abend. Abends gab es Penne mit getrockneten Tomaten, Lauch, Tuna und Melone, sehr fein von Axel.

Jetzt sind die Jungs im Bett, die Mädels spielen Seilverschlingungsspiele (Seilschlingen ueber die Finger ziehen nach Anleitung um irgendeine Figur zu machen; ihr kennt das sicher aus Eurer Kindheit) und wir anderen hoffen, dass der Wind dann doch noch bis morgen nachlässt. Gerade klingt es aber leider nicht danach.

Wenn es nicht besser wird, müssen wir das Ziel Mykonos wohl für Freitag streichen und bleiben lieber hier im Saronischen Golf, denn hier können die 4 Kaltwassers auf jeden Fall mit einem Taxi zum Flughafen von Athen kommen. Falls wir auf einer der kleineren Inseln auf dem Weg nach Mykonos stecken bleiben würden, hätten sie keine Chance den Mykonos→Athen Flug oder den Flug Athen→München zu erreichen.

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