Ein Sommer mit "tonttu"

Tag 48, 15.8.2013

Wie schon angekündigt sind wir geblieben.

Die Nacht war für mich eher unruhig. Ich habe nämlich trotz Wind (oder gerade wegen Wind) an Deck geschlafen und musste mich immer halb auf meinen Schlafsack legen, damit er nicht flattert.

Immer wieder wenn die Böen heftiger wurden (im Maximum habe ich nur 23 kn gemessen, also nicht so wild), bin ich natürlich wieder aufgewacht und habe mich umgesehen und auch unsere Position auf dem Chartplotter kontrolliert. Denn es ist mit laufe des Abends immer voller geworden (alle haben Schutz gesucht) und damit auch enger. Ich hatte weniger Bedenken, dass unser Anker nicht hält - den kenne ich ja inzwischen ziemlich gut - sondern, dass der Anker von jemand in Luv (also in der Richtung von der der Wind her kommt) rutscht. So wie es ja nach unserem Badeausflug gestern mit dem anderen deutschen Schiff passiert ist.

Aber alles lief gut und ab 4 habe ich bis halb 7 durchgeschlafen. Iris hat die zweite Hälfte der Nacht auf der Salonbank verbracht, weil es in unserer Kabine vorne immer wieder am Ankergeschirr geklappert und gerattert hat. Im Salon war es ruhiger.

Also war es nicht schlecht, dass wir heute einen ruhigen Tag hatten.

Zuerst bin ich um halb 9 zum kleinen Mini-Markt gefahren, denn gestern habe ich erfahren, dass er dann frisches Brot bekommt. So war es auch, allerdings war das frische Brot wohl gewollt lätschert (wie der Bayer sagt) und furchtbar hell. Aber dafür gab es Burek, dass sind Apfel- bzw. Quarktaschen. So habe ich je ein Burek und eines der Fender-Brote mitgenommen und Risottoreis, den wir gestern aufgebraucht haben und etwas Schokolade (Kinder-Schokolade für die Kinder ;-)).

Danach haben wir genüsslich gefrühstückt und sind dann etwas später mit dem Dinghi zum Strand gefahren. Nach ein wenig Badespass (Luca wollte nicht, aber Luis ist fröhlich durch das flache Wasser auf dem wunderbar feinen Sandboden gelaufen) sind wir dann im Ort Mittag essen gegangen. Anna und die Jungs haben sich für Palatschinke entschieden - das können inzwischen sogar Luca und Luis annähernd perfekt aussprechen - und Lara für Spiegelei mit Schinken. Keine Ahnung wieso …

Danach ging es zurück zu dem Café an dem wir schon gestern sassen mit dem Spielplatz nebenan. Dort haben wir dann später noch ein Eis gegessen und sind um halb 4 zurück zum Boot gefahren.

Weil Iris sagte, wir haben immer nur Bilder von den Kindern auf dem Blog, haben wir beide noch ein paar wenig bis gar nicht belebte Dinge photografiert:

wenig belebt

gar nicht belebt

das neue Einsatzfahrzeug der örtlichen Feuerwehr

das Fahrzeug des Oberpostmeisters der Insel

der Beach-Volleyball Platz

und zur Abwechslung wieder etwas sehr belebtes

Dort waren wir nochmal baden und ich habe an die lange Leine (die 60m Leine für Heckanker, Landleine und zum Abschleppen) eine Kausch gemacht, damit wir sie besser mit dem Heckanker verwenden können. Denn mit einem Knoten blieb sie immer in der Heckankervorrichtung hängen. Nicht schön, aber es funktioniert und hält hoffentlich.

Währenddessen lief der Generator und einmal die Waschmaschine. Wir haben zwar nicht mehr viel Wasser, aber wir brauchten eh' Strom (der Chartplotter lief ja die ganze Nacht) und warmes Wasser gibt es jetzt auch wieder.

Zum Abendessen habe ich Zucchinigemüse, Reis und Hühnerbruststreifen mit Sesammantel gemacht. Hat allen wunderbar geschmeckt.

Den ganzen Tag über war eher wenig Wind, aber jetzt haben wir wieder wie angekündigt Böen um die 16kn. Nicht weiter schlimm, aber wir mussten gerade ganz schnell unsere Wäsche retten.

die mit der doppelten Anzahl Wäscheklammern wie üblich aufgehängte Maschine

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