9.8.2015, Uvala Sveti Fumija
Da wir ja heute wieder mal ein Stück weiter wollten (sozusagen unseren Streckennegativrekord von gestern nicht wiederholen wollten), bin ich gleich nach dem Aufwachen los. Das war kurz nach 7 Uhr. Leider musste mir Iris dann doch helfen beim Anker hochholen, denn der lag so nah unter einer der besonders nah „parkenden“ italienischen Yachten, dass ich dabei am Steuer stehen wollte.
Ging aber alles gut und so konnte Iris wieder ins Bett verschwinden. Luca hat sich noch kurz oben bei mir auf die Bank gelegt und mit einem Handtuch zugedeckt. Nach 20 min hat er sich dann aber doch wieder nach unten getrollt. Ich dachte zu Iris ins Bett - so wie von mir vorgeschlagen - aber scheinbar hat er sich einfach unten im Salon aufs Sofa auf das super dicke Kopfkissen gelegt und ist dort friedlich wieder eingeschlafen.
Nur Luis hat sich später gewundert, als er alleine in seinem Bett aufgewacht ist. So hat er mir zumindest berichtet, als wir beide dann oben ein Müsli zum Frühstück verspeist haben. So kam einer nach dem anderen hoch und ich hatte schonmal die Strecke bis zur Südspitze von Losinj zurückgelegt bis halb 9.
Dann mussten wir uns entscheiden, ob wir „nur“ zur Südspitze von Cres wollten oder gleich bis nach Rab und dort in einer Bucht in der Nähe der Stadt übernachten. Wir haben uns für letzteres entschieden, da wir höchstwahrscheinlich am Dienstag zusammen mit Veronica, Pietro sowie Sol und Maximo nochmal eine Nacht in einer der Buchten an Cres Südspitze verbringen werden.
Luis hat mit Laras Hilfe einen Hut für seinen Bären gebastelt und bemalt
So sind wir kurz nach 12 in der Bucht Sv. Eufemija (benannt nach dem gleichnamigen Franziskanerkloster am Ende der Bucht) angekommen. Erst mal wieder geplättet durch den wunderschönen Anblick von Rab auf seiner Felshalbinsel, die wir aus der Bucht „von hinten“ bzw. von aussen sehen können.
Es war so heiss, dass wir vor dem Mittagessen (griechischer Salat) erst mal ins Wasser hüpfen mussten.
Heute ist dann endlich auch bei Luis und Luca der Knoten geplatzt. Erst hat sich Luis mit Schwimmflügelchen (der Auftriebsanzug wäre mir lieber gewesen; den Aufblasdingern traue ich irgendwie nicht über den Weg) zu mir ins Wasser getraut. Er ist natürlich prompt 2 Meter abgetrieben und hat dann etwas Panik bekommen bis ich ihn wieder eingefangen hatte. Dann wollte er nicht die 1.5m bis zur Leiter zurückschwimmen, aber als Anna ihn dann mit Schokolade bestochen hat, ging es trotzdem. Erst mit den Flossen von Lara ist er dann zum richtigen Vollschwimmer avanciert. Später ging es dann sogar auch ohne…
Anna und Lara sind dann bis 3 Uhr mit wachsender Begeisterung immer wieder ins Wasser gehüpft von der Badeplattform aus. Luca wollte erst immer nur an der Leiter mit seinem Hochhaltanzug hängen oder mal kurz in meinen Armen, während Luis schon mit Iris und den Mädchen ums Boot geschwommen ist.
Aber plötzlich stand Luca oben auf der Badeplattform direkt vorne an der Kante und hat sich die Nase zugehalten. Ich habe im ersten Moment gar nicht geblickt was er vorhatte, aber plötzlich ist er mit einem Satz direkt zu mir runter ins Wasser gesprungen.
Er hat dann etwas über Salzwasser in den Augen gejammert und viel geprustet, aber dann hat Iris ihm ihre Schwimmbrille gegeben. Und damit ist er dann ein ums andere Mal reingehopst.
Luca der Turmspringer
Kurz nach 4 sind wir dann ins Dinghi gestiegen und hinter zum Ende der Bucht gefahren, um uns das Kloster anzusehen. Leider war nur der Kreuzgang offen. Der Rest des Klosters (der als Museum zu besichtigen ist) und die Kirche sind am Sonntag leider geschlossen.
So haben wir dann kurzerhand der Kultur den Rücken gekehrt, sind ins Mini-tonttu gestiegen und haben uns auf den Weg zum nächsten Strandrestaurant gemacht um Eis zu essen.
Zurück an Bord gab es dann wieder eine Runde Turmspringen und schwimmen, während ich Fusilli gekocht habe uns sie zu Schinkennudeln (natürlich mit Gemüseanteil in Form von Zwiebeln und einer Zucchini) verarbeitet habe. Das war eine schweisstreibende Angelegenheit um halb 7 unten im Salon am Herd. Nach dem Essen bin ich dann erst nochmal ins Wasser gehüpft und habe mich so lange an die Leiter gehängt, bis die Sonne hinter den Hügeln verschwunden ist.
Vorhin um 21 Uhr hatte es im Cockpit immer noch 28 Grad und das Wasser hatte heute bei der Ankunft 28.5 Grad laut unserem Seewasserthermometer.
Und morgen früh fahren wir um die Ecke nach Rab in die Marina und warten auf die 4 Freunde!