10.8.2015, Rab Stadt
Heute hatten wir ja nur eine sehr kleine Strecke vor. Nur etwas 1.5 nm, deshalb bin ich nach dem Frühstück auch extra langsam gefahren. Wir haben uns dann im Hafen von Rab erst mal in die Schlange an der Tankstelle eingereiht. Da hingen schon einige Motorboote „am Rüssel“ und natürlich hat sich immer wieder ein kleines davon in die Lücke gequetscht, bis endlich mal ein grösseres Stück Mole frei war für unser „kleines Boot“.
Aber irgendwann hat es geklappt und dann haben wir in den Backbordtank 41 Liter Diesel und in den Aussenborder-Reservekanister 5 Liter Benzin getankt. Den Steuerbord-Dieseltank haben wir nicht aufgefüllt, denn den will ich leer fahren, damit wir den schlechten Treibstoff los werden, den wir uns da offensichtlich mal eingefangen haben. Scheint wohl etwas höheren Wasseranteil zu haben, jedenfalls verliert der Motor ab und zu mal an Leistung, wenn wir mit dem rechten Tank dieseln. Mit dem linken gibt es kein Problem. Also machen wir es gerade so wie die grossen Tanker und Frachtschiffe und fahren die grösseren Strecken „auf offener See“ mit „Schweröl“ und schalten ca. 30 min vor dem Hafen oder der Bucht auf das gute „Leichtöl“ um.
Nach der Tanke haben wir uns dann einen Platz in der Marina gesucht (ich habe 6 bis 7 mal gefunkt aber keiner hat sich gerührt; schlussendlich kam aber dann doch ein Marinero als wir schon fast angelegt hatten) und auf Veronica, Pietro, Sol und Maximo gewartet.
Ich bin mit den Jungs noch kurz mit dem Dinghi zum Grosseinkauf im Konsum auf der anderen Hafenseite gefahren und Iris hat eine kleine Tomatenpasta gekocht. Das Deck haben wir dann auch noch kurz abgespritzt und gegen 20 nach 2 kamen sie dann unter grossem Hallo an.
Wir sind nach den Begrüssungszeremonien und etwas zu trinken dann an den Strand um die Ecke gegangen, in der Hoffnung dort etwas Abkühlung zu finden. Das war aber bei den üblichen Wassertemperaturen von ca. 28 Grad kaum möglich. Nur Luca hat es geschafft: Als er einmal in seinem Feuerwehrautoschlauchboot sass, hat ihn Lara von hinten etwas zu heftig angeschubst, so dass er eine Rolle rückwärts gemacht hat und prustend und heulend wieder von mir hochgefischt wurde. Er hatte natürlich den Hochhaltanzug an, aber ist doch ziemlich erschrocken. Ich hoffe, dass es keine Langzeitwirkung zeigt.
Später haben wir uns dann auf den Weg in die Stadt Rab gemacht. Erst gab es ein Eis und dann sind wir durch die wunderschöne Altstadt und die Obere Gasse bei den ganzen Kirchtürmen geschlendert. Den Ausblick auf unsere Ankerbucht von gestern und auch die schemenhaften Umrisse von Cres ganz in der Ferne (unserem Ziel von morgen) haben wir natürlich auch genossen.
Danach ging es zum Abendessen ins altbekannte, immer noch wunderschöne und sehr gute Restaurant „Sveti Maria“. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen vorher am Hauptplatz noch einen Aperitiv zu trinken.
Der Weg zurück zum Schiff hat dann dank der entgegenkommenden und sightseenden Menschenmassen etwas länger gedauert, so dass wir erst um 21.20 zurück waren. Trotzdem quatschen die Kinder (vor allem die drei Mädels) noch immer. Bin ja gespannt, ob sie morgen wirklich mal länger ausschlafen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.