Ein Sommer mit "tonttu"

Logbuch des Sommertörns 2014

Auch dieses Jahr sind wir wieder mehrere Wochen mit tonttu unterwegs. Allerdings nicht in einem Stück sondern in kleineren, Schulferien gerechten Etappen.

Das grosse Segelfinale sind dann die Sommerferien (3 bis 4 Wochen).

Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten ;-) Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.

06.09.2014, zurück nach Biograd

Sonnenaufgang aus dem Cockpit (da habe ich nämlich geschlafen):

Da liegt tonttu (ganz links):

Anna und Lara haben heute morgen endgültig mit Philipp, dem Jungen vom Nachbarboot angebandelt. Es hat sich herausgestellt, dass das Schiff seiner Eltern auch in Biograd, nicht weit von tonttu in der Marina zu Hause ist.

Mich haben Iris und Opa in den Mast hoch gezogen, damit ich das Windmessgerät abbauen konnte, denn da ist ja immer noch das Schaufelrädchen kaputt, und das Ersatzteil ist nicht in Baldham angekommen sondern von DHL wegen eines angeblich existierenden Nachsendeantrags nach München geschickt worden. Den Nachsendeantrag gibt es natürlich nicht, und jetzt kann ich hoffen, dass es noch bei der Post liegt, wenn wir in München ankommen.

Dafür gibt es aber jetzt wenigstens ein paar sehr schöne Bilder von den Kornaten und Ravni Zakan von oben:

Und natürlich tonttu von oben (und daneben Philipps Boot):

Und dann hat der Papa endlich (wie schon lange versprochen) die Hängematte aufgehängt.

Kurz nach 10 Uhr sind wir dann los gefahren und haben noch einen Schlenker durch die Kornaten gemacht. Bis südlich von Lavsa sind wir unter Motor gefahren und dann auf dem Weg zurück zur Südspitze von Kornat haben wir gesegelt. Auch drum herum und in Richtung Biograd haben wir die Segel noch oben gelassen, obwohl wir nicht genau Biograd anhalten konnten sondern irgenwo auf Murter zuhalten mussten. Es war aber so schön…

Als wir dann die Segel wieder drunten und Mittag gegessen hatten, haben die Jungs den Opa als Klettergestell verwendet:

Vor der Bucht Zaklopica am Südende der Insel Pasman (also ca. 30 min von Biograd) haben wir kurz geankert, um noch einmal von tonttu aus zu baden. In der Bucht ist die Konoba Ana in der Frank vor ein paar Wochen auch schon einmal war. Ein super schöner Platz.

Um halb 4 waren wir dann wieder an unserem Liegeplatz in der Marina Kornati. Iris und ich haben das Schiff für die Zeit bis Oktober gut vertäut und danach haben wir zusammengepackt und Wäsche gewaschen, während die Mädels und Jungs auf der Mole mit Opa und den Rollern unterwegs waren.

Zum Abendessen sind wir dann alle zusammen mit Gerhard (Laetitias Papa) und dem Sohn eines Bekannten von ihm ins Restaurant Cortonum in der Altstadt von Biograd essen gegangen. Ein sehr schöner Abschluss.

Und morgen fahren Iris, ich und die Jungs nach Ljubljana und dann nach einer Nacht weiter nach München.

07.09.2014, Abschied und auf nach Ljubljana

Nach sehr tränenreichem Abschied (gestern Abend stand es kurz auf der Kippe, ob Lara mit Anna bei Oma und Opa bleiben will) sind Iris, die Jungs und ich in Richtung Ljubljana los gefahren. Kurz nach Karlovac haben wir bei einer Raststätte mit „Marché“ Mittagspause gemacht (dank der Brio-Eisenbahn wurden es fast eine Stunde Pause) und sind dann teilweise über die Landstrasse bis über die Grenze nach Slowenien gefahren. Ich habe nämlich über das kostenlose WLAN in der Raststätte durch Google-Maps herausgefunden, dass an der Mautstelle kurz vor Zagreb 2km stehender Verkehr war und auch die Grenze auf der Autobahn Stau hatte.

Die letzte Stunde der Fahrt bis Ljubljana haben die Jungs schlafend verbracht:

Danach waren sie dafür im Hotelzimmer um so aufgedrehter und Luca hat die Kopfkissenrolle als Pferd missbraucht und ist durch das ganze Zimmer geritten:

Wir waren dann noch bis kurz vor 6 schwimmen (ich habe mir eine 30-Minuten Nacken-Rücken-Massage gegönnt; Iris wollte nicht) und sind dann zum Essen gegangen ins Restaurant „Julja“ auf der Hauptstrasse der Fussgängerzone. Da waren wir Pfingsten schon mal und es hat wieder sehr gut geschmeckt.

Auf dem Weg vom Hotel zum Restaurant haben wir eine lange Menschenkette gesehen, die Bücher weitergereicht haben. Ein Student der Theaterakademie hat mir erklärt, dass es sich um eine Dankesdemo der Studenten und Freunde der Theaterakademie handelt. Die Akademie wurde nämlich aus einem sehr baufälligen Haus nach vielen Jahren Wartezeit umgezogen in ein neueres (auch nur temporäres aber besseres) Gebäude. Und auf diese Art und Weise wollen die Studenten ihre Dankbarkeit öffentlich ausdrücken und schaffen damit gleichzeitig den Umzug der Bibliothek der Akademie. Die Menschenkette ging nämlich quer durch die Altstadt von der alten Akademie zum neuen Gebäude. Cool!!!

Und nach dem Abendessen sind wir zurück zum Hotel. Ist ja nicht anders zu erwarten. Aber das besondere war, dass es diesmal schon dunkel war (nach ihrem Nickerchen im Auto waren die Jungs ja eh noch nicht so früh müde) und ich konnte endlich mal ein paar Nachtfotos von Ljubljana schiessen. Allerdings nur mit dem iPhone.

Morgen werden wir noch den Vormittag in Ljubljana verbringen und fahren dann am Nachmittag heim nach München.

Und damit ist das BLogbuch bis nächstes Jahr erst mal wieder still!

Vielen Dank fürs lesen, all ihr stillen Konsumenten (kein einziger Kommentar :-().