Logbuch des Sommertörns 2014
Auch dieses Jahr sind wir wieder mehrere Wochen mit tonttu unterwegs. Allerdings nicht in einem Stück sondern in kleineren, Schulferien gerechten Etappen.
Das grosse Segelfinale sind dann die Sommerferien (3 bis 4 Wochen).
Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.
27.08.2014, wieder mal in der Marina Martinis Marchi
Wir sin heute gleich nach dem Müslifrühstück losgefahren, da ja eigentlich für heute Nachmittag/Abend/Nacht mehr Wind angesagt war und wir unbedingt einen Platz in der Marina Martinis Marchi auf Solta haben wollten. Ich hab dann auch von unterwegs aus angerufen und reserviert für 12 Uhr Ankunft.
Das hat trotz vorübergehender Segelei nur mit dem Vorsegel (bei raumem Wind von ca. 13 bis 15 kn) und damit reduzierter Durchschnittsgewschindigkeit wunderbar geklappt. Um 11:50 lagen wir in der Marina auf der Innenseite der Aussenmole. Fast wieder an der gleichen Stelle wie zu Pfingsten. Neben uns lag schon eine weitere Hanse 495 mit deutscher Crew aus Rosenheim. Deren 11-jährige Tochter wurde von Anna gleich als „Freundin“ eingestuft und für den Rest des Tages in Beschlag genommen. Sie hat es aber geduldig über sich ergehen lassen
Zum Mittagessen sind wir diesmal ausgegangen. Wir waren in einem der beiden Restaurants am Hafenende (im linken, dem mit dem weissen Vordach) und haben sehr gut aber nicht ganz billig gegessen. Luca hatte aber etwas Schwierigkeiten mit der Konzentration aufs essen. Er war etwas anstrengend und hing ständig an Iris rum. Mit dem Ergebnis, dass Iris Kleid genauso versifft war von der roten Tomatensauce wie Lucas T-Shirt. Und die Nerven lagen dann auch (bei beiden) etwas blank.
Danach konnten sich aber alle ausführlich am kleinen Strand direkt neben der Aussenmole austoben. Ein wenig später wurde auch klar warum Luca so websig war: Plötzlich kam Anna angerannt (ich war inzischen mal wieder kurz an Bord gegangen) und rief, dass der Luca einen Stinker gemacht hat in seinen Hochhaltanzug und den dann unten rausplumsen hat lassen direkt auf den Kiesstrand. Also bin ich hin gedüst und tatsächlich. Er hat sich die Angelegenheit ja für ein paar Tage aufgespart und so war das Ergebnis auch: Tennisballgross! Mir blieb also nichts anderes übrig als unter schmunzelnder Beobachtung aller Erwachsenen am Strand die Bescherung mit blosser Hand aufzusammeln und damit in die Marinatoiletten zu verschwinden um sie runter zu spülen. War schon ziemlich peinlich. Nach eifrigem schrubben - erst meiner Hand und dann später auch Lucas Hochhaltanzug - hatte ich alles wieder in Ordnung gebracht und Luca wieder auf dem Boot. Es war ihm aber auch sehr peinlich und er hat vehement darauf bestanden eine Windel angezogen zu bekommen und wollte auch nicht mehr raus aus dem Schiff.
Später war ich dann noch kurz einkaufen im kleien Supermarkt im Ort und habe mich zur Abwechslung mal wieder in den Mast hochziehen lassen. Scheinbar ist unser Verklicker (der Windpfeil) und das Anemometer (der Windgeschwindigkeitsmesser) tatsächlich entweder eine massiven Mövenattacke zum Opfer gefallen oder sie haben schon kurz nach den Pfingstferien durch den Hagel bei Daniels Törn Schaden genommen, es hat nur keiner der späteren Segler gemerkt. Wie ja schon festgestellt ist eines der Schäufelchen vom Anemometer abgebrochen (und ein weiteres hochgebogen), so dass dieses immer zu wenig Wind anzeigt. Aber auch die Windex (Windrichtungspfeil) ist ziemlich zerbeult, geknickt und sogar an der Spitze war vorderste Zentimeter senkrecht nach unten abgebogen…
Da werden wir wohl einiges ersetzen müssen da oben im Mast. Aber vielleicht lasse ich das erst nach dem Winter machen…
Als ich wieder unten war haben die Jungs so wild vor der Sprayhood rumgeturnt, dass Luca dabei mit den Füssen den unteren Reissverschluss zerrissen hat. Das muss also jetzt auch über den Winter neu genäht werden. Da bin ich ziemlich sauer geworden und habe mich für eine Stunde alleine an den Strand gelegt und die Familie musste auf meine Anwesenheit beim Abendessen an Bord verzichten.
Wunderschöner Sonnenuntergang:
Später war ich dann aber mit Iris noch vorne an der Marinabar gesessen und wir konnten unsere Cocktails fast ungestört geniessen. Nur einmal kamen die Kinder vom Nachbarboot als Boten mit der Nachricht, dass die Jungs weinen. Als ich an Bord war, war es jedoch schon wieder vorbei. Als sie das zweite mal kamen, waren wir eh schon fertig mit den Drinks und sind zurück gegangen.
Ich bin ja sonst immer für „exotische Cocktails“ zu haben, aber „Pipi“ (steht gleich nach dem Orangina) musste ich mir dann wirklich nicht geben:
Wir haben uns dann noch ausführlich mit den Nachbarn über das Segeln mit kleinen und nicht mehr ganz so kleinen Kindern unterhalten. War sehr nett bei ihnen im Cockpit. Und morgen können Anna und Lara wieder mit der neuen Freundin schwimmen. Vor Mittag fahren wir beide nicht weg.
28.08.2014, schmerzvoller Abschied
Heute mussten sich Lara und vor allem Anna von ihrer Freundin Franzi verabschieden. Wir haben aber Email-Adressen ausgetauscht, so dass wir uns mal wieder sehen können und uns auch im nächsten Sommer beim segeln verabreden können.
Wir haben den ganzen Vormittag noch in der Marina Martinis Marchi auf Solta verbracht und das schöne Wetter genossen. Es gab auch etwas Wind aus östlichen Richtungen, was ja eigentlich super für unsere Weiterfahrt nach WNW (= West-Nordwest) gewesen wäre, aber da sich heute die Meteozentrale des hydrografischen Instituts von Kroatien etwas mehr Zeit gelassen hat mit der online-Stellung des Wetterberichts (der ist normalerweise um 07:30 im Internet, war aber heute erst nach 11:30 zu lesen), sind wir so lange wie möglich geblieben, bis kurz nach 13 Uhr.
Luis bei seiner Lieblingsbeschäftigung:
Danach haben wir uns auf den Weg nach der Uvala Stari Trogir kurz vor Rogoznica gemacht. Dort waren wir letztes Jahr schon mal zwei Nächte und es ist sehr nett und ausnahmsweise Mal kostenlos dort zu Ankern. Allerdings sind für heute Nacht Winde aus NW (am Abend) und NE (am frühen Morgen) angesagt. Aber das passt ja einigermassen. Vielleicht werde ich aber wieder an Deck schlafen.
Wir haben dann gegen 3 Uhr Nachmittag einen guten Ankerplatz gefunden (Anker auf 8.5m WT mit erst 45 m Kettenlänge und dann nach Anbringung des Ruckdämpfers mit 50 m) und inzwischen hat der Wind auch wieder etwas nachgelassen.
Nett, wie das ältere Ehepaar direkt neben uns Showangeln macht:
Zum Abendessen gab es Penne al'Amatriciana (also mit Schinken und Paprika) und es hat allen ausnahmsweise mal richtig gut geschmeckt. Leider konnten wir heute Nachmittag nicht zum Strand zum Baden rüber fahren, da genau als wir das Dinghi ins Wasser lassen wollten der Wind wieder aufgefrischt hat.
Ersatzbad im Cockpit, „ob das Meerwasser schon warm genug ist?“
Und leider ist heute Nachmittag auch der Generator nach vielen Versuchen nicht angesprungen. Ich werde es morgen früh nochmal versuchen, wenn sich der Starter wieder abgekühlt hat. Na ja, der nächste Service wird ja eh' bald fällig.
29.08.2014, jetzt geht er wieder ...
Leider ist der Generator auch heute morgen nicht angesprungen. Wir haben aber das beste draus gemacht, nicht gewaschen und sind dafür an den Strand gefahren für eine Stunde. Iris blieb an Bord und hat gelesen.
In der Uvala (=Buch) Stari Trogir (keine Ahnung was das bedeutet) gibt es in der einen Ecke am Strand direkt am Wasser einen kleinen Streifen furchtbar feinen Sand und auch im Wasser geht es sehr lange sehr flach mit Sandboden rein. Ideal also, um die Zwerge ohne Schwimmhilfen im Wasser planschen zu lassen.
Kurz vor 11 sind wir dann losgefahren in Richtung Marina Frapa in Rogoznica. Eigentlich wäre unser Plan ja gewesen dort nur Diesel und Wasser zu tanken und dann nach Primosten weiter zu fahren. Ich habe aber an die Rezeption gemailt und gefragt, ob es jemanden gibt, der meinen Generator anschauen und hoffentlich wieder in Gang bringen kann.
An der Tankstelle war dann um 12 Uhr zu viel los, also haben wir gleich an der Marina angelegt. Ich bin zur Rezeption gegangen um mich anzumelden und bei den Serviceleuten vorzusprechen, wie vereinbart. Die waren aber um 20 nach 12 gerade alle beim Mittagessen. Aber wenig später kam dann die Koordinatorin und hat mir einen Arbeitsauftrag ausgestellt und schnellstmögliche Hilfe durch einen Mechaniker versprochen. Ich sollte solange auf dem Schiff warten.
Und tatsächlich, nach 15 min Wartezeit kamen dann gleich zwei Mechaniker und haben erst mal die Dieselversorgung überprüft und auch ein paar Erfolglose Starts durchgeführt. Das war alles nicht erfolgreich, so dass sie meinten jetzt die Elektriker zu schicken. Auch die sollten gleich (sie sagten 20min) da sein. Stimmte auch, ich konnte kaum meinen Teller Pasta fertig essen (die Kinder hatten mit Iris während der ersten Kontrollsession gegessen), da kamen auch schon - wieder zwei - Elektriker. Die haben sich die Elektronik angesehen und da keinen Fehler feststellen können (was sollten sie auch schon durch „ansehen“ herausfinden können) und haben sich dann auch wieder über den Motor hergemacht. Die Vermutung war, dass die Ventile nicht mehr richtig sitzen (z.B. weil sie Rost angesetzt haben über den Winter) und deshalb die Kompression nicht mehr stimmt.
Das war auch am Schluss das Endergebnis. Sie haben den Generator durch Öl mit einem Strohhalm in den Vergaserraum einspritzen (coole Technik!) tatsächlich wieder zum laufen gebracht und mit Startspray auch am Laufen erhalten, so lange bis er sich warm gelaufen hatte. Dann haben wir alles wieder zugeschraubt und sie haben mir empfohlen den Generator jetzt mal mindestens eine halbe Stunde laufen zu lassen. Und im Winter müssten die Ventile geprüft und wieder neu eingestellt werden.
So bin ich also zum zahlen gegangen und habe für die 1h 15 min von jeweils 2 Personen in Summe 90€ gezahlt. Dazu nochmal 10€ für das Auffüllen der Wassertanks und nichts für die 2.5h liegen in der Marina. Ist also alles insgesamt glimpflich ausgegangen.
Wir haben dann mit laufendem Generator abgelegt, sind in Richtung Primosten gefahren (ich habe den Generator dann unterwegs ausgeschaltet) und haben dort noch einen schönen Platz an einer Boje nahe am Hafen bekommen (für 273 Kuna). Dort haben wir dann natürlich gleich den Generator wieder angeschaltet (ging auch ohne Probleme) und zwei Maschinen Wäsche gefahren. Darum ging es ja hauptsächlich.
Während der zweiten Maschine bin ich mit den Kindern im Dinghi an den Strand gefahren und habe schnell noch Hühnchenbrust für das Abendessen (Fajitas) eingekauft im Supermarkt gleich hinter dem Strand.
Jetzt haben wir zwar leider ein wenig Probleme die Jungs zum schlafen zu bringen - vor allem, da Luis heute Nachmittag mitten während der Fahrt auf dem Niedergang eingeschlafen ist und deshalb jetzt so gar nicht müde ist - aber wir beide (Iris und ich) hoffen doch, dass jetzt bald etwas Ruhe und Gemütlichkeit einkehrt.
30.08.2014, Interessante Schiffe: Oldtimer und Futuristisch
Wir sind heute Vormittag in Primosten nochmal kurz mit dem Dinghi in den Ort rüber gefahren und haben dort neue Schwimmflügel für Luca erstanden. Seine alten sind unten eingerissen (genau wie die von Luis, die wir schon vor ein paar Tagen ersetzt haben). Natürlich gab es auch noch ein Eis im Hafencafé und einen Capucchino für Mama und Papa. Etwas Gemüse und „Sandwichsemmeln“ haben wir dann auch noch gekauft und sind kurz vor 11 Uhr losgefahren in Richtung der Insel Kaprije.
Ich hatte entdeckt, dass es in einer der Südbuchten der Insel bis letztes Jahr ein Bojenfeld gab, welches aber scheinbar dieses Jahr nicht mehr vorhanden ist. Damit wäre das einer der wenigen Plätze, wo man gut ankern kann und nicht an einem Bojenfeld abkassiert wird.
Unterwegs haben wir noch ein paar besondere Schiffe gesehen. Einerseits die Turandor Solar Power von einem der Wella-Erben, der mit seinem in die Schweiz verlegten Vermögen Forschungs- und Promotionprojekte für Umweltfreundliche Energietechniken fördert. Eines dieser Projekte ist das Schiff Turandor, welches komplett von Solarzellen betrieben (deshalb das flache Dach) schon einmal die Erde umrundet hat (wegen der besseren Sonneneinstrahlung, aber sicher auch der Seetüchtigkeit auf der Barfussroute und durch den Panamakanal). Es ist 31m lang und 15m breit und wiegt 95t.
Danach kam uns noch ein schöner alter (oder zumindest gut nachgebauter) Segler entgegen.
Kurz nachdem wir unsere leckeren Sandwiches (gemacht mit den schon gestern gebratenen Hühnchenfilets, Pesto, Tomaten und Gurken) gegessen hatten, sind wir in der Bucht auf Kaprije angekommen und haben einen guten Ankerplatz gefunden (auf 7.5m Wassertiefe habe ich schlussendlich knapp 40m Kette rausgelassen). Es sind noch ein paar andere Boote da gewesen, aber wie immer haben die meisten am Spätnachmittag die Bucht verlassen, aber jetzt kurz vor Dunkelheit sind wieder ein paar Segler gekommen für die Nacht.
Zwei lustige Angler kamen auch noch in ihrem Dinghi vorbei. Sehen aus wie Pat und Patachon:
Später habe ich dann noch die Tüte Mikrowellenpopcorn verarbeitet, die ich neulich in einem Supermarkt gekauft hatte. Luis fand das ganz besonders spannend:
Luca und Luis hatten viel Spass auf dem Vorschiff. Vor allem mit dem Ankerball, den wir heute mal ausnahmsweise gesetzt haben.
Die Mädels haben am Nachmittag viel geübt für ihre Aufführung anlässlich Iris Geburtstag morgen und ansonsten waren wir alle viel baden. Ich habe noch den Wasserpass (das ist die Linie bis zu der tonttu normalerweise eintaucht und auf der besonders schnell Algen und Seepocken wachsen) gereinigt mit einem alten Küchenschwamm. Und die zwei Fender ohne Fenderüberzug habe ich auch noch mit neuen Schonern versehen.
Zum Abendessen hat Iris eine vegetarische Lasagne gemacht. Sehr lecker, nur leider etwas zu wenig. Wir hatten nicht mehr Zucchini.
Jetzt hoffen wir, dass auch Lara endlich keine neue Ausrede mehr einfällt warum sie nochmal aus ihrem Zimmer herauskommen muss, und dann haben wir auch endlich Ruhe
31.08.2014, Geburtstag!!!
Hallo liebe Mitleserinnen und Mitleser,
Nachdem wir heute Iris Geburtstag feiern, möchte ich den lauschigen Abend an der Stadtmole von unserem geschätzten Sibenik lieber meiner Frau widmen um werde die Details des heutigen Tags erst morgen Vormittag nachtragen.
Bis Mittag erfahrt Ihr mehr, versprochen!
Skipper Mark
So, jetzt der vollständige Bericht:
Am Morgen gab es natürlich erst mal ein Geburtstagsfrühstück (diesmal Spiegelei statt Brownies) mit Sekt, Geschenkeauspacken und wunderbarem Happy-Birthday-Gesang.
Danach haben die Mädels eine Geburtstagsvorstellung mit Tuchbühne auf dem Vorschiff gemacht:
Nach einer Runde schwimmen haben wir dann den Anker gelichtet und sind die knapp über 4 sm rüber nacht Tribunj gefahren. Dort haben wir an der Stadtpier festgemacht. Das klingt leichter als gesagt, denn eigentlich ist es dort für uns zu seicht. Also hat Iris erst einmal an einigen Stellen vom Bug aus die Tiefe gelotet mit unserem Senkblei. Ich bin immer vorsichtig Bug voraus hin gefahren und habe versucht ca. 1 bis 2 m von der Mauer aufzustoppen. Das war ein nettes Schauspiel für die Cafébesucher dort.
Unsere Erwartung hat sich bestätigt und es war tatsächlich jeweils schon ca. 1.5 m vor der Mauer nur noch 2.4 m Wassertiefe. Also zu seicht um mit dem Heck voraus anzulegen. Also haben wir nach kurzer Beratung zwischen Skipper und Co-Skipperin beschlossen mit dem Bug voraus anzulegen und unser neues Edelstahlteil zur Montage der Gangway am Bug auszuprobieren.
Ein freundlicher aber ahnungsloser Cafébesucher hat uns mit den Vorleinen und dem aufnehmen der Mooring geholfen, so dass wir nach ca. 4 min hin und her da lagen wo wir hin wollten.
Allerdings waren wir noch deutlich zu weit weg. Ich habe trotzdem erst mal die Gangway mit dem neuen Bügel am Bugspriet montiert und über das Gennakerfall abgeseilt. Damit wussten wir wie weit wir tatsächlich noch nach vorne mussten: Etwa 1.5 m sollten reichen. Nachdem das geschafft war, habe ich die Gangway noch über die Ringe an denen die Vorleinen fest gemacht waren wieder seitlich zurück an den Bug abgespannt, so dass die Gangway sicher lag und nicht mehr hin und her gewackelt hat. So konnten die Kinder wunderbar an Land und wieder zurück an Bord kommen.
Wir haben dann gleich vor tonttu eine überraschend gute Pizza zu Mittag gegessen…
…und sind dann noch um den kleinen Ort herum spazieren gegangen.
Da aber stärkerer Wind aus südlichen Richtungen für ganz früh am Morgen (05:00 Uhr) angesagt war, und wir nicht in die Marina auf der anderen Seite des Ortes wollten, haben wir beschlossen nach dem Mittagessen (und einer winzigen Schwimmpause für Anna und Lara) wieder abzulegen und nach Sibenik weiter zu fahren.
Tribunj ist aber wirklich ein schönes Örtchen. Da werden wir bei besserem Wetter sicher mal wieder Bug voraus anlegen. Vor allem, da wir jetzt wissen, dass das mit dem Bügel für die Montage der Gangway am Bugspriet wunderbar funktioniert.
Gege halb 3 waren wir dann bei Sibenik und haben erst mal getankt. Nicht an der normalen Tankstelle am Ort - da hing eine sehr grosse Motoryacht und wir hatten ja am Nachmittag noch etwas anderes vor als zu warten - sondern an der Tankstelle gegenüber der Marina. Die ist wunderbar, tief genug und hat ca. 8 Zapfsäulen und genug Platz.
Kurz nach 15 Uhr lagen wir dann wieder an der Stadtmole von Sibenik und haben uns gut eingespannt für die Nacht mit zwei Moorings und diversen Heckleinen. Dann stand als nächstes ein kleiner Stadtbummel mit Eisdielenbesichtigung (und natürlich dem Verbleib und Verzehr der angebotenen Ware) an. Um halb 6 waren wir dann beim Trampolin aber mussten feststellen, dass dieses noch zu war. So haben die Kinder noch eine viertel Stunde am Spielplatz daneben gespielt, während Iris schon mal zurück zu tonttu gegangen ist um ein Risotto zu kochen. Bevor hier jemand protestiert: Ich hatte natürlich angeboten ein Geburtstagsmahl zu kochen oder essen zu gehen, aber Iris hat sich für das Risotto entschieden, und das kann sie deutlich besser als ich!
Danach hat Anna so lange gequengelt bis Iris mit den Kindern doch noch zum Trampolin ist, das inzwischen auf gemacht hat. Es hat natürlich wieder eine Weile gedauert bis alle im Bett waren und es ruhig wurde an Bord. Es war ja auch ziemlich drückend schwül.
Und wie angekündigt, hat es um 05:00 Uhr Gewittert, geregnet und auch etwas stärker geweht. Na ja, und heute (am Montag) Nachmittag kommt dann die Bora. Wir bleiben erst mal hier…