Logbuch des Sommertörns 2014
Auch dieses Jahr sind wir wieder mehrere Wochen mit tonttu unterwegs. Allerdings nicht in einem Stück sondern in kleineren, Schulferien gerechten Etappen.
Das grosse Segelfinale sind dann die Sommerferien (3 bis 4 Wochen).
Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.
22.08.2014 Wir segeln nach Vis
Nach Schokokrapfen und Croissants und natürlich einer Runde „Moleflitzen“ der Kinder legen wir gegen 9:30 Uhr in Stari Grad ab und sind unterwegs nach Vis auf der gleichnamigen Insel. Anfangs unter Motor, da wir kaum Wind haben, doch ab der Höhe von Sv. Clement unter Segel. Zunächst wollten wir faul sein und nur mit dem Vorsegel weiter, doch das war uns dann doch zu langweilig/langsam und wir haben auch noch das Gross gesetzt. Mit 7,5 kn war es Luis aber irgendwie ein bisschen zu schnell…..
Dafür waren wir schon mittags am Ziel.
Bei der Tankstelle wurden wir schliesslich leider ausgebremst, denn wir mussten eine halbe Stunde warten, da die Pumpe nicht lief; vermutlich weil er selbst gerade betankt wurde. So durften wir längsseits an einem alten Kutter aus Komiza anlegen und mit einem wunderbaren Blick auf das kleine Städtchen unser Mittagessen geniessen.
Unsere Mädels wurden nun schon ganz zappelig, sie wollten nun endlich Schwimmen….. es war ja auch wieder sehr sehr heiss heute. Da noch kaum eine Boje belegt war, hatten wir die Qual der Wahl. Schnell haben wir unsere Sachen gepackt und sind an Land; ich bin mit den Mädels geschwommen, die Herren sind mit dem Dinghi voraus.
Anschliessend gab es natürlich noch Kaffee für Mami und Papi und Eis für die Rasselbande in einem kleinen Cafe. Das war so günstig an einem kleinen Platz gelegen, dass wir auch gleich noch beim Kozmo und im Supermarkt Einkaufen konnten.
Das Wichtigste aber vom ganzen Nachmittag: Anna hat sich von ihrem Taschengeld ein grosses Schwimmbrett gekauft und die Jungs ordentlich grosse Spritzpistolen; Lara überlegt noch
Zurück auf tonttu, musste Anna gleich nochmal ins Wasser und ihr neues Brett auch testen. Luca scheint von dem Tag völlig erledigt gewesen zu sein, denn er ist während dem Abendessenkochen ins Bett und sofort eingeschlafen.
Um Acht waren die Kids alle im Bett und ich habe doch glatt ein paar Minuten Yoga auf dem Vorschiff gemacht; wie schön!
23.08.2014, und ewig grüsst das Murmeltier von Vis
Heute stand der Ausflug zur Blauen Grotte auf der Nachbarinsel Bisevo an.
Da ich wusste (aus Erfahrung von vor über 20 Jahren und auf der Basis einer ausführlichen Internetrecherche gestern Abend), dass es dort vor der Grotte zwischen 11 und 13 Uhr sehr voll wird, da dort dann alle Ausflugsboote ankommen, habe ich beschlossen ganz früh los zu fahren. So habe ich mich um halb 7 aus dem Bett gerappelt und tonttu von der Boje los gemacht und bin losgefahren.
So waren wir schon um halb 9 vor der Grotte auf Bisevo. Leider war es etwas windig genau in die Bucht hinein und man kann dort eigentlich gar nicht richtig ankern, da es über 20m tief ist.
Also habe ich meine Frau vor die Wahl gestellt, dass sie mit den Kindern im Schlauchboot in die Grotte hineinfährt und ich mit tonttu Kreise drehe oder umgekehrt. Gar nicht die Grotte zu besichtigen stand natürlich auch noch zur Wahl. Zum Glück hat sich meine Co-Skipperin schlussendlich entschieden mit tonttu Kreise zu drehen. Und so bin ich mit den Mädels und Luis (Luca kränkelt heute etwas) mit dem Aussenborder bis vor die Grotte gefahren und dann Stechpaddelnd hinein. Es war toll. Luis hat später gesagt er möchte die „Blaue Höhle“ unbedingt noch seinem Bären zeigen. Wir konnten ihn aber überreden dem Bären nur die Bilder vorzuführen, die ich mit meinem iPhone geschossen habe.
So sind wir also nach kurzer Zeit wieder weiter gefahren und haben um die Nordspitze der Insel Bisevo herumgesteuert in Richtung der Bucht Porat. Diese soll besonders schön sein. Und tatsächlich: Es war nicht nur hübsch sondern auch Sandstrand. Zur grossen Freude der Kinder! Iris ist ob des Sandes in den Klamotten und damit auf tonttu naturgemäss nicht so begeistert, aber da muss man durch!
Da wir eine der Bojen von einem der Restaurants genutzt haben, sind wir dort noch zum Mittagessen eingekehrt und dann um halb 2 wieder los gefahren in Richtung Vis. Wir haben beschlossen doch nicht in Komiza am Westende von der Insel Vis zu übernachten sondern wieder zurück nach Vis, dem Hauptort am Nordostende zu fahren. Dann ist es morgen weniger weit bis zurück nach Hvar.
Es wurde dann sogar ziemlich windig - erst nur 15 bis 18 kn und dann später sogar bis zu 25 kn - so, dass ich nur die Fock ausgerollt habe und damit bei einem Kurs zwischen Am- und Halbwind bis zu 7.5kn Fahrt gemacht habe. tonttu ist halt doch ein Segler! Auch wenn wir ihn zu oft als Motorboot missbrauchen.
Die letzte halbe Stunde habe ich jedoch die Fock wieder eingerollt, denn inzwischen waren es ca. 25kn und ziemlich böig, da wir ja in Lee der Insel Vis unterwegs waren und die Berge und Täler den Südost-Wind an der Nordküste etwas durcheinander gebracht haben.
Gegen 4 Uhr waren wir dann wieder an der gleichen Boje fest gemacht von der ich 9 Stunden vorher losgemacht habe. Es war ein schöner und ereignisreicher Tagesausflug gewesen.
Und es wurde noch besser. Wir sind erst mal mit dem Dinghi wieder alle zusammen an Land gefahren und haben ein Eis geschleckt und etwas Gemüse und zwei Teegläser vom aqua Shop gekauft (die waren in den letzten Monaten kaputt gegangen). Das Eis haben wir bei einer Pizzeria gegessen und dabei kurzfristig beschlossen heute Abend Pizza zu tonttu zu holen.
Also bin ich um 20 vor 6 wieder ins Dinghi gestiegen und zur Pizzeria gefahren. Die waren wohl noch nicht so ganz fertig mit den Vorbereitungen und haben mich nochmal für 15 min weggeschickt. Ich bin dann in Richtung der grossen Passagierfähre gegangen die gerade angelegt hatte und habe dort hinten einen Konsum (grosse kroatische Supermarktkette) gefunden. Und der hatte doch tatsächlich Aperol. Super, so einfach kann man die holde Gattin und Co-Skipperin glücklich machen (ein paar der letzten Gästen muss der Aperol auch sehr gut gemundet haben, denn es war nur noch ein kleiner Schluck übrig).
Kaum als ich mit den 4 Pizzen wieder an Bord war und wir im Cockpit anfangen wollten zu essen ging ein Gewitter los. Ich hatte Mühe noch die zum trocknen aufgehängten Handtücher und Badesachen zu retten und die anderen sind alle ganz schnell nach unten an den Salontisch verschwunden.
Nach 20min hatte ich im Cockpit alleine meine Pizza aus dem Karton gegessen und das Gewitter war auch zufrieden und ist weiter gezogen. Jetzt ist auch der Regen vorbei und es ist nur noch bewölkt. Mal sehen wie es heute Nacht und morgen weiter geht. Es ist eine Winddrehung auf Nord bis Nordwest angesagt. Bin mal gespannt ob es war wird. Im Notfall bleiben wir halt noch einmal eine Nacht.
NEWS FLASH: Iris hat gerade entdeckt, dass die Geissens mit Ihrer Yacht hier in der Bucht vor Anker liegen. Ihr ist die Haarpracht von Vater und Mutter Geissen aufgefallen, als sie von einem Angestellten mit dem Grossdinghi mit ihren Kindern vorbei gefahren wurden. Und jetzt fährt wohl auch noch das Fernsehteam mit einem zweiten Dinghi hinterher
24.08.2014, tonttu bekommt immer einen Platz in Hvar!
Heute morgen sah es zuerst ziemlich düster aus. Nördlich von Vis aber auch über Vis waren dicke, dunkle Wolkenberge. Aber zumindest war der im einen Wetterbericht angesagte (in den anderen nicht angesagte) stärkere Wind aus Nord/Nordwest nicht da, sondern es war fast windstill.
Also beschloss ich möglichst bald nach/während des Frühstücks los zu fahren, damit wir noch sicher rüber nach Hvar kommen und auch dort Chancen auf einen Liegeplatz haben.
Eine halbe Stunde nach der Abfahrt, ca. 3 sm nördlich von Vis hatten wir aber schon blauen Himmel aber leider noch immer keinen ausreichenden Segelwind. So sind wir also weiter motort und waren kurz nach 10 Uhr schon beim Pakleni-/Sveti-Klement-Archipel südwestlich der Stadt Hvar. Als wir uns dort durchgeschlängelt hatten habe ich versucht auf Kanal 09 „Hvar Port“ zu erreichen, aber erst mal keine Antwort bekommen. Am Telefon eine dreiviertel Stunde vorher hat man mir nämlich gesagt Reservierungen mache man keine (ausser für Megayachten) aber ich soll doch einfach per Funk Kontakt aufnehmen, wenn ich vor dem Hafen bin. So kannte ich es ja auch von den Vorjahren.
Wir mussten also ca. 30 bis 40 min Kreise drehen aber haben dann einen wunderbaren Platz an der Mole bekommen. Fast genau an der gleichen Stelle wie letztes Jahr mit meinen Eltern.
Wir haben dann erst mal die Waschmaschine angeschmissen (wir sind auf 4 Wäschen gekommen in Summe heute ) und die restliche Pizza von gestern Abend als Mittagessen verspeist. Danach sind wir mit einem kurzen Zwischenstopp an der Eisdiele zum Strand aufgebrochen und haben dort eine gute halbe Stunde gebadet.
Als es dann halb 4 war haben wir uns ein Taxi hoch zur Festung genommen und das wunderschöne Hvar von oben angeschaut. Die Schiessscharten, Kanonen und das Verlies waren ein highlight für die Kids.
Luca, der kleine Klettermaxe:
Anna und Lara die Zaunköniginnen:
Nur Lara war schwer traurig, weil die Batterien von ihrer Kamera leer waren. Angeblich hatte Anna die Kamera gestern Abend im Bett angeschaltet und deshalb sind jetzt die Akkus leer gewesen. Am Schluss habe ich dann einfach die Akkus aus Annas Kamera herausgenommen und in Laras Kamera gesteckt, so dass sie auch noch ein paar Fotos machen konnte.
Runter sind wir dann gelaufen. Es war ein schöner Spaziergang durch den Pinienhain oberhalb des Städtchens und immer wieder mit schönen Blicken auf den Hafen und natürlich auf tonttu (zumindest die Mastspitze konnte man immer sehen).
An Bord habe ich dann Clubsandwiches gemacht (wir konnten ja mit der Grillfunktion der Mikrowelle dank des Landstroms ausgiebigst Toasten) und wir haben im Cockpit vor der Promenade gespeist und uns mit den Nachbarn unterhalten und deren Hund beim beschnuppern einer einheimischen schwarzen Katze zugesehen. Die hat jedoch immer wieder gefaucht, so dass der deutlich grössere Hund immer wieder erschrocken ist und einen Satz zurück gemacht hat. Sehr lustig. Und es zeigt mal wieder, dass Katzen intelligenztechnisch die Oberhand haben. Denn das Kätzchen wäre mit einem Haps im Magen des grossen Hundes verschwunden gewesen, wenn der es darauf angelegt hätte.
Vielleicht gehen Iris oder ich uns noch eine kleine Nachspeise gegenüber holen, oder Iris geniesst einfach nur ihren Aperol (sie ist immer noch die glücklichste Ehefrau der Welt, aber nicht nur wegen des Aperols, hoffe ich zumindest ).
25.08.2014, Vom Trubel in die Stille
Wie immer hat es im Hafen von Hvar auch in der Nacht noch ein wenig geschaukelt. Aber das war zu ertragen. Viel „störender“ war, dass irgendeine halbprofessionelle „Modern Dance Truppe“ sich genau die Stelle vor unserem Nachbarboot ausgesucht hat um am Abend alle halbe Stunde ihre Aufführung zu machen und danach mit dem Hut sammeln zu gehen. Das Ganze natürlich untermalt von lauter Musik. Uns hat es nicht so gestört, aber Anna hat am Morgen gefragt ob da jemand eine Party gefeiert hätte
Trotzdem sind wir recht entspannt bei Sonnenschein aufgewacht und Iris ist mit den Kindern zu ihrer Lieblingskonditorei für das Frühstück (und den „Kaffee“) einkaufen gegangen. Sie haben mächtig zugeschlagen aber auf meine Bitte hin auch etwas nicht süsses zum Essen mitgebracht. Das waren die hier extrem feinen Blätterteigstangen mit diversen Körnern oben drauf.
Danach gab es noch diverse Einkaufstouren und ich habe noch unseren italienischen Nachbarn versucht zu helfen eine Edelstahlschraube zu kürzen, aber das ist leider nicht gelungen. Also mussten sie nochmal zu dem „Baumarkt“ und der Autowerkstatt daneben, wo sie die Schraube erworben haben, um sie dort kürzen zu lassen. Die beiden Geschäfte kenne ich von vor 2 Jahren auch schon. Damals haben Harald und ich die auf Tiefe gegangene Ankerrolle am Bug durch eine rote Schubkarrenradfelge und eine Gewindestange ersetzt (die war allerdings nicht aus Edelstahl und liess sich so ohne Probleme mit der Stichsäge kürzen). Hat prima bis in die Türkei gehalten!
Danach haben wir aber abgelegt (es war ja eh' schon fast 11 Uhr, und wir wurden schon gefragt ob wir noch eine Nacht bleiben wollten) und sind in Richtung der Bucht Luka Tiha getuckert. Die liegt auf der Zufahrt zu Stari Grad in der Grossen nach Westen offenen Bucht an Hvars Westende.
Dort haben wir einen wunderbaren Platz an einer Boje gefunden und den ganzen Nachmittag mit fröhlichem nichts tun und faulenzen verbracht. Na ja, nicht ganz: Ich habe mich über den Aussenborder her gemacht und es am Schluss tatsächlich geschafft ihn wieder korrekt einzustellen. Keine Ahnung wer daran rumgedreht hat. Denn Pfingsten ging er noch blendend wie immer! Ausserdem habe ich auch das Solarpaneel-Ladegerät resettet und damit zum laden gebracht und das Ethernetkabel für die Konfigurationssoftware an das Victron-Ladegerät angeschlossen (hoffentlich richtig, aber das probiere ich morgen aus). Ach ja, und eine Schranktür hat mal wieder gewackelt und wurde wieder korrekt montiert und eingestellt. Schiffshausmeister Rosa hat mal wieder gewütet.
Eine kleine Dinghi-Tour mit Anna, Lara und Luis habe ich auch gemacht und wir haben dabei (mehr schlecht als recht) einem Motorboot beim anlegen an der Boje geholfen. Später durften wir dann noch sehen, wie ein anderes Motorboot beim Anlegen an der Boje (bzw. beim Versuch des anlegens) mit den Schrauben in die Leine von der Boje zu kommen. Sie haben sich schnorchelnd befreit und sind dann einfach weg gefahren. Dummerweise habe ich dann später beim bezahlen vergessen dem Kassier bescheid zu geben, damit er die Boje kontrolliert. Ich mache das halt einfach morgen selber…
Wir haben uns dann noch etwas schönes gekocht, durften Luca beim „von der Badeplattform ins Meer pieseln bewundern“ und haben von Kassier einen netten Rabatt bekommen. Eigentlich mag ich es ja nicht, wenn jemand mein Schiff kleiner macht, aber in diesem Fall ist mir das doch ganz recht
Jetzt habe ich noch den Photodrucker angeworfen, den wir uns für den Elternzeittörn gekauft hatten um individuelle Postkarten zu drucken. Wir hatten noch „Postkarten“-Leermaterial und ich wollte das mal aufbrauchen. Es ist aber immer noch etwas übrig. Denn die Kinder haben sich ja vorher schon reichlich Postkarten besorgt und auch schon verschickt. So bekommen halt manche zwei bis drei Stück…
Und endlich scheinen die Mädels jetzt im Bett zu sein und keine Ausreden mehr zu haben. Vorhin hat Lara den Vogel abgeschossen. Sie war Duschen und kam ewig nicht heraus. Irgendwann hat sie dann „Maaamaaaa“ gerufen. Auf die Frage der Gerufenen, was denn los sei kam ihre Antwort: „Wann kommst Du denn endlich runter und machst mir die Duschtüre auf?!“ Da ist uns wieder eingefallen, dass Lara zwar die Glasduschtrennwand schliessen kann, aber nicht wieder auf bekommt
Jetzt liegen wir also ruhig in einer wunderschönen Bucht mit drei anderen Yachten an ca. 12 Bojen (es scheint also doch ernsthaft der Nebensaison zuzugehen seit dem letzten Wochenende) und geniessen das Plätschern der Wellen an den Felsen und das leise Zirpen der Grillen in den Bäumen.
26.08.2014, es war zu schön um weg zu fahren
Wenn man so in absoluter Stille (es waren ja nur drei andere Boote in der Bucht an den ca. 12 Bojen) und bei Sonnenschein aufwacht, dann denkt man sich „wieso weg fahren, wenn es hier doch so schön ist“. Und so haben wir beschlossen noch eine weitere Nacht in der Bucht an der Boje zu bleiben.
Wir haben viel gebadet und das kleine Schlauchboot aus der Türkei wieder mal aufgeblasen (und leidlich geflickt), so dass Anna mit Luis eine kleine Bootstour (an der langen Leine) unternehmen konnten.
Später sind wir dann noch alle zusammen mit dem Dinghi in die Nachbarbucht gefahren und haben uns die Stelle angesehen, an der wir gestern beim reinfahren an Land ein paar Liegestühle, Tische und Bänke sowie ein komplettes Holzrigg mit Segeln gesehen haben. Aber leider war das keine Strandbar und es stand „privat“ gleich unten am Ufer. Scheinbar hat sich da jemand für private oder geschlossene Veranstaltungen ein kleines Strandparadies aufgebaut. So sind wir also nur ein wenig auf den Felsen an Land herumgestiefelt und sind dann wieder zum Mittagessen (Couscous mit Birne und Rosinen und Kichererbsen-Karotten-Curry) zurück zu tonttu gefahren.
Am Nachmittag habe ich es endlich geschafft die Fusion Remote Control an das Sonic Hub anzuschliessen (für alle die jetzt nur „Bahnhof“ verstehen: Es handelt sich um eine Bedieneinheit mit der man den Musikserver ansteuern kann und dafür nicht immer den Kartenplotter im Cockpit anschalten muss). Ich musste dabei die Stromversorgung für das Sonic Hub umpolen, so dass es nicht mehr mit einem „Aufwecksignal“ von dem NSS12 (dem Kartenplotter) aktiviert wird sondern selber dauerhaft Strom hat und aus dem Schlafmodus durch die Fusion Remote Control aufgeweckt wird. Mal sehen wieviel Strom das braucht. Notfalls schliesse ich das Sonic Hub an eine der freien Sicherungen am Sicherungspanel an und kann es dann separat vom Strom trennen.
Später haben wir noch eine weitere Dinghirunde unternommen (die Kinder und ich, damit Mama mal in Ruhe lesen kann) und dabei den neuen Dinghi-Anker ausprobiert: Danke Hilde und Franz! Anna und Lara sind wahnsinnig viel geschwommen und ständig von der Badeplattform gesprungen. Angeblich ist Lara sogar unter dem Ruder durchgetaucht, aber das nehme ich ihr nicht so ganz ab
Abends hat Iris eine Foccachia gemacht mit Trauben und Käse. War sehr lecker, auch wenn die Frühlingszwiebeln etwas gefehlt haben. Jetzt versuchen wir die Kinder ins Bett zu bringen, aber sie finden wie immer erstaunliche Gründe noch ein wenig wach zu bleiben. Ist ja auch klar, jetzt ist es endlich seit einer halben Stunde erträglich kühl, da die Sonne hinter den Hügeln verschwunden ist. Wunderbar! Wir hatten heute über Mittag wieder 35 Grad im Schatten (im Cockpit)…
Morgen werden wir aber wieder weiter fahren und uns langsam wieder in Richtung Norden begeben, denn am Sonntag hat die Co-Skipperin ja Geburtstag und ich muss noch irgendwo Blubberwasser auftreiben und in der kommenden Woche kommen dann meine Eltern zu uns an Bord, da sollten wir dann an einem gut erreichbaren Ort oder evtl. sogar schon wieder in Biograd sein.