Unser bLogbuch
Hier findet Ihr unser online-Logbuch (oder auch „bLogbuch“) vom ganzen Törn. Ich (manchmal wir) habe jeden Abend geschrieben und es sind auch viele Photos dabei. Ursprünglich war der Blog hier wie üblich „rückwärts“, also der neueste Eintrag zuerst. Jetzt habe ich ihn aber umgedreht, damit es einfacher zu lesen ist.
Uebrigens, wer uns anrufen will: Unsere lokale Telefonnummer ist aktuell die 089-12590250 (nicht mehr die +90 (507) 591 24 82)!
Tag 153 (8.10.2012)
Today we had a nice brunch together with Marlies' Familie and Friends. They released their buoy and came alongside shortly after nine. After the breakfast the girls played with Marlies and Sylvester (her friend from Kindergarten) and went for a swim after watching a cartoon. A nice and relaxing morning for us adults. We left the bay at a quarter to one and motored towards Göcek, since we had initially planned to go to Göcek town with the 14:00 ferry. But it was clear early that we would not make it.
So we cleaned up the boat a bit after arrival, Anna and Lara got a ride on the electric Vespa of the marina manger and then we went for some ice cream at the marina restaurant. And after a quick visit to the Mini-Market we went back to the boat. I had a shower with the boys and we all „dressed up“ for dinner in the beautifully set marina restaurant called „Upper Deck“. When we were halfway through our starters Grandpa and Grandma arrived and the girls were overjoyed. So we were able to have a nice dinner together and then went back to the boat and now the kids are „almost“ in bed.
Heute morgen haben wir erst mal „vorgefrühstückt“ (da unsere Sprösslinge mal wieder um viertel nach 7 auf der Matte standen und um kurz nach acht definitiv etwas zum essen brauchten) und dann um kurz nach 9 mit Marlies Familie und deren Freunde nochmal „nachgefrühstückt“. Die sind nämlich von ihrer Boje weg und haben sich bei uns längsseits gelegt.
Die Mädels (und natürlich Sylvester, der Freund von Marlies aus dem Kindergarten) haben dann noch eine weile zusammen gespielt, einen kleinen Zeichentrickfilm geguckt und gemeinsam im Meer gebadet. So sind wir dann erst um viertel vor eins losgefahren in Richtung Göcek.
Da wir nicht zu spät ankommen wollten (eigentlich war für den Nachmittag noch ein Ausflug nach Göcek geplant, aber das Shuttleboot um 14:00 Uhr konnten wir eh' nicht mehr schaffen) sind wir unter Motor gefahren die etwas über 8 Seemeilen.
In der Club Marina in Göcek haben wir wieder den gleichen Platz direkt am Marinaoffice bekommen und können, falls wir wollen auch bis Mittwoch Mittag bleiben. Wir wissen noch nicht was wir die nächsten Tage genau machen wollen, das besprechen wir heute Abend. Evtl. ist es die nächsten Tage nämlich leider wolkig und es kann sogar mal regnen.
Wir haben dann erst mal noch an Bord gespielt, aufgeräumt und etwas geputzt sowie die Tanks gefüllt. Anna hat mit ihrem unvergleichlichen Charme den Marina-Manager becirct sie auf der Elektrovespa einmal den Steg auf und ab zu fahren. Lara durfte dann auch noch eine Runde drehen (als stehender Sozius natürlich).
Danach hat sich der Familienrat doch gegen einen Ausflug zum „Beach Club“ entschieden sondern für ein Eis im Marinarestaurant. Eigentlich hatten wir 6x eine Kugel bestellt (3x Zitrone und 3x Erdbeer). Aber irgendwie hat man uns missverstanden und uns 6x eine volle Portion (geschätzte drei Kugeln gebracht). Aber nachdem wir Erwachsenen nicht zu Mittag gegessen hatten und die Kinder (vor allem die Buben) scheinbar ein kleines Schwarzes Loch für Eisiges im Magen haben, war das Eis in Null-Komma-Nichts verschwunden.
tonttu vom Marinarestaurant aus gesehen (der zweite Mast):
Luis versucht sich als Putte:
Wir sind dann wieder zurück aufs Boot und ich habe mit den Jungs geduscht (Iris musste alleine Duschen) und wir haben uns alle fürs Abendessen wieder im Marinarestaurant fertig gemacht. Dort haben wir hervorragend geschlemmt und kurz nach den Vorspeisen kamen dann Oma und Opa dazu. Ein grosses Halloooo!
Jetzt sind trotz drunter und drüber und Aufregung wegen der Ankunft von Oma und Opa langsam alle im Bett. Geschlafen wird zwar noch nicht überall, aber das wird schon noch…
Tag 154 (9.10.2012)
Today we spent the first half of the day in Göcek. The kids were at the pool of the bar/restaurant at Skopea Marina (the partner marina of Club Marina, where tonttu was moored) and Iris and I went shopping and to the harbour master to register my parents as new crew members. Before we went back to the boat with the one o'clock shuttle boat I went groceries shopping in the local Migros branch and we had the heavy stuff (the water) delivered to the shuttle boat. They offered „free delivery to the boat“ at the door. So I took them up to it. They did not say which boat
Back at the marina I took the dinghy to transfer the stuff to the boat (so we did not have to carry it around the harbour) and we left the berth at 10 to 2 in order to get to the filling station so that our waste tank could be pumped out again for the registration on the blue card. From there we headed to Boynuz Bükü where we already had been last week and moored at the restaurant jetty. This time on the other end, where the water is a little deeper. We went for a swim on the beach, the boys had the chance to run around on the lawn under the trees in front of the restaurant and at 6 o'clock we had dinner on the waterfront. A great day!
Wir haben heute Vormittag einen Ausflug in die Stadt gemacht. Will heissen, wir sind nach dem Frühstück an Bord mit frisch aufgebackenen Münchner Brezen - Danke Oma und Opa - mit dem Marina-Shuttle-Boot rüber zum Ort in die Schwestermarina Skopea gefahren. Dort haben wir den Vormittag im und um den Pool der dortigen Bar verbracht; pro Erwachsenen hat es 25 TL gekostet; allerdings nur die schwimmenden Erwachsenen). Oma und Opa sind mit den Mädels geschwommen und haben die Jungs am Beckenrand spielen lassen, während Mama und Papa abwechselnd Besorgungen gemacht haben.
Die Kleinen haben die Kinderstühlchen und die Kindertischchen sofort für sich vereinnahmt:
Iris hat in Vorbereitung des nächsten Zahnfeeeinsatzes geshoppt und für Ihre Frauenseele ein Damenmagazin gekauft.
Ich war erst beim Hafenkapitän und habe Oma und Opa im Transitlog eintragen lassen. Das lächerliche daran war, dass die die Daten von der „Bestandscrew“ (also meinen sechs Rosas) von der alten Crewliste abgetippt haben, aber in das neue Formular mit einer grösseren Schrift gedruckt haben. Da in der alten Crewliste alle Vornamen von uns standen (und bis auf Iris haben wir ja alle derer drei) ist jetzt bei der Hälfte der Crew der Nachname nicht mehr drauf. Denn immerhin war der Drucker so intelligent, nicht in die nächste Spalte weiter zu schreiben. Aber den Hafenkapitän hat es nicht gekümmert …
Danach habe ich noch im West Marine Shop (das ist eine Kette hier in der Türkei) noch eine Stange Geld ausgegeben. Viel dünne Leine (4mm und 2mm) um sie statt der Fallen und Schoten in den Mast einzufädeln über den Winter, zwei Edelstahl-Schraubkarabiner, denn die aus verzinktem Eisen mit denen wir die Gangway hochgezogen haben sind schon so verrostet, dass man sie kaum mehr aufschrauben kann und sonst noch ein paar Kleinigkeiten.
Dann bin auch ich wieder zurück zum Pool gekommen und eine halbe Stunde bei der Familie geblieben. Wir haben dann für die Kinder noch etwas zum Mittagessen bestellt und ich bin um ca. 12:00 zum Migros Supermarkt um die Ecke gegangen und habe den Wochengrosseinkauf gemacht. Da wir doch einiges an Milchprodukten und anderen gekühlten Sachen kaufen mussten habe ich zum ersten Mal auf diesem Törn Eiswürfel gekauft. Andere kaufen die um ihren normalen Kühlschrank auf angenehmer Temperatur zu halten ohne die Batterien ständig leer zu haben. Bei uns ist das aber zum Glück nicht nötig. Wir haben unseren Kühlschrank noch nie auf mehr als Stufe 2 von 5 gestellt.
Einen kleinen Teil der Einkäufe habe ich im Rucksack gleich mitgenommen und den Rest haben wir uns dann um 5 vor eins zur Anlegestelle der Marina-Fähre liefern lassen. Schliesslich stand auf der Eingangstür des Migros „free delivery to boat“. Na ja, zur Club Marina auf der anderen Seite der Bucht hätten sie es wohl nicht geliefert.
Als wir dann zurück in der Marina waren habe ich die Sachen (insgesamt 6 mal ein 6er-Pack Wasserflaschen etc.) mit dem Dinghi vom Anleger zu tonttu gefahren. Lurz vor zwei haben wir dann abgelegt, mal wieder alibimässig an der Tankstelle die „Stinkitanks“ leerpumpen lassen und sind dann aus der Bucht von Göcek rausgefahren in Richtung Boynuz Bükü. Da waren wir schon letzte Woche und da es ja evtl. wieder gewittern sollte schien mir das der beste Platz zu sein.
Nach eine dreiviertel Stunde kamen wir an und haben uns an den Restaurantsteg, diesmal am anderen Ende, da ist es etwas tiefer, gelegt. Wir waren dann mit den Mädels und Jungs schwimmen (also die Mädels waren schwimmen, die Jungs haben ihre Eimerchen ins Wasser geschmissen und den Papa wieder rausholen lassen) und danach noch einfach so die Wiese unter den Bäumen des Restaurants zum rumtoben verwendet.
Um sechs, nach dem Massenduschen (teils an Bord, teils in den Duschen hinterm Toilettenhäuschen des Restaurants) haben wir dann gegessen. Die Mückenplage war zwar wieder genauso wie letzte Woche, aber das gute Essen und die tolle Lage hat uns dafür entschädigt. Und es ist ja nur eine halbe Stunde lang so extrem.
Iris und Lara kommen zum Abendessen (Lara hatte noch etwas vergessen):
Der Blick vom Tisch im Restaurant zum Steg an dem tonttu liegt:
Jetzt haben wir noch den komischen Nachbarn beim ablegen zugeschaut (die haben sich erst mal noch direkt quer vor uns an der Mooringleine hängen lassen, so dass einer der Kellner/Marineros vom Restaurant schon mit dem Dinghi hingefahren ist um nachzufragen ob es ein Problem gibt; aber die hatten nichts besseres zu tun als sich lautstark zu beschweren, dass ihre „night vision“ kaputt gehe wegen seiner Taschenlampe) und warten, bis die Mädels noch alle ihre Gute-Nacht-Geschichte gehört haben und im Bett verschwinden. Die Jungs schlafen schon den Erschöpfungsschlaf der viel gerannten in unserem Bett vorne. Denn hinten in ihrer Kajüte sind ja gerade Oma und Opa zu Gast.
Nach Gewitter sieht es aber heute zum Glück doch nicht aus …
Tag 155 (10.10.2012)
Now we have bad weather. This afternoon it started to rain quite strongly and there were thunderstorms around us. We had intended to go to the Cold Water Bay, but ended up in Fethiye already. We wanted to be here anyway, bot only tomorrow for the replacement of the chart plotter. On the way over we had southerly wind (up to 19kn) and waves from the south and therefore from the side (about 60 to 80cm, so not too much, but enough for my parents, who were not accustomed to waves yet).
Unfortunately we could not get a place on the Yacht Classic Hotel jetty, where we have a reservation for tomorrow, since nobody wanted to leave in this kind of weather. Now we are anchoring about 600m from the hotel jetty on 12.5 m of deapth with 60m of chain out. It rained the whole afternoon while we were at anchor, but we went for a swim behind the boat anyways. The water was about 3 degrees warmer than the air (25 to 22 degrees for the water)! Now the rain has stopped and everything is quiet and quite beautiful with all the lights being reflected on the calm water.
Heute hat das gute Wetter leider nur bis Mittag angehalten. Wir konnten am morgen noch das trockene Wetter und ein paar Sonnenstrahlen geniessen und sind nach dem Frühstück relativ bald los gefahren. Zuerst haben wir jedoch noch mit dem wunderbaren frischen Quellwasser den kleinen Wassertank wieder randvoll gemacht.
Zuerst dachte ich das Wetter hält (also keine Gewitter und Regen, wie vorhergesagt) und wir sind mal in Richtung Kepi Creek nach Süden losgefahren. Da hatte es noch null Wind und das Wasser war bis auf die von den fahrenden Schiffen erzeugten leichten Wellen spiegelglatt. Aber schon kurz vor Kepi Creek hat der Wind zugenommen (8kn) und man sah erste Blitze über dem Festland in südwestlicher Richtung. Wir haben uns also umentschieden und sind nicht in Richtung der Cold Water Bay südlich von Fethiye und schon ausserhalb des Golfes gefahren. Das machen wir dann nächstes Jahr in einem Törn bis nach Kekova oder sogar Finike.
Wir haben dann den Weg nach Fethiye eingeschlagen und auf der nach Süden freien Strecke von 9 sm dort hinüber haben wir schon etwas Welle (60 bis 80 cm) genau von der Seite bekommen. Das hat einigen Mitseglern schon gereicht. Oh, bin ich gemein …
Der Wind wurde dann auch stärker und wir hatten bis zu 19kn von der Seite. Wir sind also die Stunde schnell unter Motor weitergefahren, wie die meisten anderen Schiffe. Es wurde auch immer schwärzer und hat aus allen Richtungen immer wieder geblitzt und gedonnert. Unterwegs habe ich versucht mit dem Yacht Classic Hotel in Fethiye zu telefonieren, um dort einen Platz am Steg zu reservieren (wir haben ja schon eine Reservierung für morgen, da dann dorthin der Simrad Techniker kommt um den Chartplotter auszutauschen). Aber ich bin immer wieder nur in die Warteschleife gekommen.
Auf dem Cahrtplotter habe ich jedoch gesehen (dank AIS), dass die Arishi von unseren Freunden aus Wien auch in Richtung Fethiye unterwegs war, und zwar ca. eine dreiviertel Stunde vor uns. Also habe ich die angefunkt und gefragt, ob sie auch zum Yacht Classic Hotel wollten (das hatten sie uns ja empfohlen, also war es naheliegend). Dem war auch so. Sie hatten sogar eine Reservierung für heute, aber auch schon per Telefon nachgefragt und einen vorerst abschlägigen Bescheid bekommen. Bei dem Wetter wollte einfach keiner weg fahren. Schlussendlich haben sie einen Platz gekriegt, aber wir leider nicht mehr.
Wir haben dann etwas daneben geankert in der Fethiye-Bucht. Erst hielt der Anker bei drei Anläufen nicht (auf 10m), dann sind wir nochmal 500 m weiter gefahren und dort hielt er dann (bei 12.5m und 60m Kette). Es hat dann den ganzen Nachmittag immer wieder mal mehr mal weniger geregnet und gewittert (zum Glück nie direkt hier). Wir haben uns aber trotzdem nicht unterkriegen lassen und waren sogar baden. Das Wasser war ja wärmer (ca. 25 bis 26 Grad ab 10 cm unter der Oberfläche; darüber war es wegen des Regens kalt) als die Luft (nur noch 22.5 Grad im Cockpit)!
Zwei Segler mit Regenschirm rudernd im Beiboot:
Ein paar Sonnenstrahlen schauen durch kurz vor Sonnenuntergang:
Leider platzt der rechte senkrechte Reissverschluss des Sprayhood immer auf. Also habe ich den Regenschirm durchgesteckt und innen am Haltegriff festgebunden damit es nicht in den Niedergang tropft:
Später haben wir dann noch einen wunderschönen Regenbogen gesehen. Jetzt regnet es auch nicht mehr und das Wasser ist fast spiegelglatt. Man sieht super schön die Spiegelungen der Lichter vom Land auf dem Wasser. Wir haben uns also „Duo di Pasta“ gekocht und werden dann morgen ganze 500 m weit zum Yacht Classic Hotel an den Steg fahren. Der Marinero hat uns versprochen, morgen bekommen wir einen Platz. Wenn das Wetter dann immer noch so schlecht ist, gehen wir dann halt ins Hotel-Hamam wie die Arishi-Crew heute. Das haben sie uns zumindest frecher Weise am Funk mitgeteilt
Tag 156 (11.10.2012)
Today we moved the astonishing distance of 500 m from our anchorage towards the t pier of the Yacht Classic Hotel in Fethiye. We had a reservation for tonight, since the SIMRAD technician was supposed to come to our boat and replace the chart plotter this afternoon. So we (Iris, the girls and me) took the dinghi over to the hotel pier after breakfast. The ladies to go for a swim and maybe meet Marlies and I to check out when we would be welcome with tonttu. They told me to come over immediately. So I went back, put the outboard engine on it's place at the aft of the boat and the dinghi onto the fore deck. Half an hour later we were at the jetty right across from Marlies' boat. The kids had a lot of fun in the morning at the pool, we had a nice lunch at the hotel restaurant and Iris got a Hamam treatment at 3 in the afternoon in the hotel spa.
The technician replaced the chart plotter and the boys did some rope handle training in the afternoon. We had our dinner in three groups. The kids on board, my parents at 6 in the restaurant and Iris and me at 9 in the restaurant after I came back from my Hamam treatment at 7. Iris had booked the shorter package without sauna and oil massage for me (I don't like sauna, I prefer steam room which they don't have here). But in the end I got the oil massage as well, since they did not check their booking notes and I did not exactly know what should have been included in the package that Iris booked for me. Well, in the end they did not want to accept the extra money (I did not have more with me and offered to bring it from the boat), so I had a free oil massage. Cool
Zur Zeit überschlagen sich die Streckenrekorde! Aber morgen werden wir das kompensieren. Wir sind heute die sagenhafte Strecke von geschätzten 500 m gefahren. Und zwar vom Ankerplatz in der Bucht von Fethiye zu der in Sichtweite liegenden Steganlage des Yacht Classic Hotels. Und ich bin die Strecke sogar vorher noch Probegefahren mit dem Dinghi. Hin und zurück…
Für heute war ja mit dem türkischen SIMRAD Service ausgemacht, dass ab 2 Uhr Nachmittag der Techniker kommt und den Chartplotter austauscht. Also hatte ich ja schon vor ein paar Tagen hier im Yacht Classic Hotel reserviert für heute Nacht. Gestern sind wir ja eigentlich zu früh gekommen und es war wegen des schlechten Wetters kein Platz frei.
Wir (das sind Iris, die Mädels und ich) sind also nach dem Frühstück mit dem Dinghi rüber zum Hotelsteg gefahren, damit die Mädels ihre Freundin Marlies besuchen können und in den Schwimming Pool. Ich wollte mal abklären, wann wir rüber fahren können mit tonttu. Als wir ankamen war schon zu sehen, dass ein paar Lücken frei geworden waren und man sagte mir ich könnte sofort anlegen.
Also bin ich wieder zurück getuckert, habe meine Mama aus dem Wasser gescheucht (sie war gerade schwimmen, meinte aber sie wäre eh' schon fertig), den Aussenborder ans Heck geschraubt und das Dinghi aufs Vorschiff gelegt. Danach haben wir den Anker hochgezogen und sind zum T-Steg des Hotels rüber gefahren. Dort lagen wir dann genau gegenüber von Marlies Schiff und konnten noch ein wenig Zeit mit ihnen am Pool verbringen.
Am Nachmittag ist Iris dann um 3 ins Hamam gegangen und für mich war um 19:00 Uhr reserviert. Kurz Nach 2 kam auch der Techniker und hat den Chartplotter gegen einen neuen, funktionierenden ausgetauscht und war um halb 4 wieder weg.
Die Jungs haben zwischendurch etwas Leinen ziehen geübt und waren ansonsten total munter (Luca) bzw. nicht so gut drauf bis leicht krank (Luis). Luis muss entweder wieder einen Wachstumsschub haben oder er hat sich ein wenig erkältet bzw. etwas anderes aufgeschnappt. Er ist irgendwie daneben gewesen heute.
Für mich war eigentlich nicht das volle Programm im Hamam gebucht worden von Iris (sie hatte das „welcome package“ mit Sauna, Ganzkörperüpeeling, Schaummassage und Ölmassage). Nicht weil sie mich nicht lieb hat, sondern weil ich keine Sauna mag. Und hier gibt es ausnahmsweise kein Dampfbad sondern eine herkömmliche Sauna. Also hat Iris für mich das kleine Paket, bestehend nur aus Ganzkörperpeeling und Schaummassage gebucht. Als sie mich aufgefordert haben in die Sauna zu gehen am Anfang, habe ich gleich gesagt, dass ich das nicht so mag, aber sie meinten „only 2 minutes“ und ich dachte, die müssen noch was vorbereiten und wollten mich aus dem Weg haben. Also habe ich mich gefügt Danach war das Ganzkörperpeeling und die Schaummassage recht kurz und eigentlich zu „zart“. Das war in der Club Marina deutlich besser. Ich dachte mir nur: Na das ist ja wirklich ein Kurzprogramm, als sie mich nach ca. 10 min abgefertigt hatte.
Aber dann wurde ich in einen anderen Raum mit einer Massageliege geführt. Ich war mir in dem Moment nicht ganz sicher, was alles in meinem Paket dabei war und habe einfach mal nichts gesagt. Also genoss ich noch eine 30 min Ölmassage. Die war ganz ok, wenn sie auch etwas stärker hätte zulangen dürfen. Am Schluss war mir dann schon klar, dass es wohl nicht bei den 60 TL für das eigentlich für mich gebuchte Paket bleiben würde. Ich hatte aber nur 70 TL dabei (Iris hatte kein Trinkgeld gegeben, also wollte ich etwas da lassen) und keine 100 TL, die das welcome package gekostet hätte. Aber natürlich wollten sie 100 TL. Ich habe dann gesagt, dass ich eigentlich nur das 60 TL Paket gebucht bekommen hätte von meiner Frau. Sie haben dann nochmal nachgesehen, was sie im Computer eingetragen hatten und haben festgestellt, dass sie sich vertan haben. Ich bin dann später nochmal mit weiteren 30 TL vorbei gekommen, aber sie wollten sie wirklich nicht haben
Zum Abendessen sind wir dann in zwei Schichten (eigentlich drei, denn die Kinder haben an Bord gegessen): Meine Eltern um 6 und Iris und ich dann um kurz vor 9. Es war sehr lecker im Restaurant vom Hotel. Insbesondere das selbstgemachte Vanilleeis zum Schokoladensoufflee, welches Iris als Nachspeise hatte.
Weil wir brav gegessen haben, kostet die Nacht nur 30 TL Liegegebühr, bzw. für Wasser und Strom. Und morgen werden wir gegen 7 losfahren, da wir ja bis zur My Marina in Ekincik müssen, und bis dahin sind es 36 nm.
Tag 157 (12.10.2012)
We left Yacht Classic in Fethiye at 07:05 in order to make the distance of 36 nm as early as possible. The weather report said there would be no wind all day, so we did not have any time to loose. On the way to Ekincik bay we were visited by a big military helicopter that hovered about half a kilometer away 50 m over the water. I turned on the VHF on channel 16 but they did not call us and left soon thereafter. On arrival in My Marina we were able to moor at the same space than last week alongside the base of the t jetty. We had lunch up in the restaurant and grandma went for a swim with the girls afterwards.
Unfortunately the boys did not sleep well (still being a bit sick) and therefore Iris did not sleep either. Luis even managed to soil my bed in the 10 minutes that Iris fell asleep and we had to connect the power and run a washing machine to get the bed linen and his clothes clean again. Later in the afternoon we bought some ice cream, although they were almost out of it. They are shutting down here, the season seems to be over. We went for a swim later, again and visited the renowned showers up the hill. But they were not as spectacular as I had imagined after the stories the other sailors told us. Now the girls are having pesto pasta and Iris and I will go up for dinner to the restaurant again.
Heute hatten wir die Chance die Kurzstrecken der letzten Tage etwas zu kompensieren. Wir sind vor dem Frühstück um 07:05 losgefahren. Leider kam Iris im letzten Moment noch hoch um zu helfen, sonst hätte ich mal wieder einen Einhandableger fahren dürfen
So konnten wir die 36 nm früh genug anfangen. Wind war eh' keiner zu erwarten (laut Wetterbericht) und kam auch nicht. Mehr als einmal kurz 8 kn Wind von der Seite gab es nicht und meist waren es eher um die 4 kn. Also habe ich Pedal to the Metal gemacht (den Gashebel nicht nur auf die üblichen 1900 Umdrehungen sondern auf ca. 2250) und wir sind mit 7.5 kn statt mit 6.5 kn gefahren. Irgendwann unterwegs war es Luca dann trotzdem zu langsam und er hat zwischen meinen Beinen durch zum Gashebel gegriffen und ihn wirklich ganz nach vorne runter gelegt. Da röhrte die Kiste schon ganz schön!
Unterwegs (kurz vor dem Strand von Dalyan an dem wir wieder vorbei mussten) hatten wir dann noch eine Begegnung der unheimlichen Art: Ein Militärhubschrauber hat plötzlich ca. 500 m neben uns in 50 m Höhe das schweben auf der Stelle geübt, mit dem Cockpit zu uns. Da wir ja hier nicht weit von dem Marineübungsgebiet der Türken sind, bin ich mal schnell runter geflitzt und habe das Funkgerät auf Kanal 16 eingestellt, um zu hören ob die was von uns wollen. Aber sie haben sich nicht gemeldet und sind kurz später auch weiter geflogen.
Um Viertel nach 12 sind wir dann in die My Marina in der Ekincik Bucht eingelaufen und haben uns wieder an die gleiche Stelle wie letzte Woche längsseits an der T-Pier legen können.
Wir sind dann erst mal alle zusammen oben ins Restaurant zum Mittagessen gegangen. Der einzige Grund dafür war, dass wir keine Liegegebühr zahlen müssen. Ganz ehrlich Es war wieder hervorragend und der Opa durfte dank seines wehen Knies mit dem „Behindertenaufzug“ fahren. Und die Mädels natürlich mit. Wir anderen haben die Jungs den steilen Weg hochgeschleppt.
Danach ist Oma mit dem Mädels erst am Steg vorlesen gegangen (hinten bei der Ruine) und dann noch zum Schwimmen. Leider haben die Jungs nicht wirklich richtig geschlafen, so dass Iris auch kaum Schlaf nachholen konnte. Der fehlt etwas sehr, seitdem die Jungs etwas kränkeln. Denen geht es langsam wieder besser aber dafür ist Iris jetzt hundemüde.
Luca ist doch glatt mitten beim Legospielen eingeschlafen:
Später war dann doch wieder genug Energie da um weiter Lego zu spielen:
Wir haben dann doch noch den Stromanschluss legen müssen, da Luis in den 10min in denen Iris geschlafen hat doch glatt wegen seines Durchfalls meine Bettdecke vollgesch… hat. Also mussten wir meine Bettdecke und den Bettbezug und seine Klamotten waschen und ich schlafe heute Nacht mit dem Schlafsack im Cockpit (hätte ich ja sowieso gemacht).
Danach hat der Mini-Market endlich aufgemacht und wir konnten ein Eis erstehen. Es gab aber nur noch drei Arten Twister. Die lassen auch langsam alles auslaufen. Die Saison ist hier auch langsam am Ende.
Schwimmen waren wir (Iris, die Mädels und ich) dann auch noch einmal. Und die berühmten Duschanlagen haben wir diesmal auch endlich besucht. Aber ich hatte mir mehr erwartet nach den Beschreibungen der anderen Segler.
Jetzt essen die Mädels Spiralnudeln mit Pesto, Opa hat sich über die Nudeln ein Ei zerschlagen und Oma ist die Salatreste die wir uns vom Mittagessen haben einpacken lassen. Und Iris und ich gehen nochmal schlemmen