Unser bLogbuch
Hier findet Ihr unser online-Logbuch (oder auch „bLogbuch“) vom ganzen Törn. Ich (manchmal wir) habe jeden Abend geschrieben und es sind auch viele Photos dabei. Ursprünglich war der Blog hier wie üblich „rückwärts“, also der neueste Eintrag zuerst. Jetzt habe ich ihn aber umgedreht, damit es einfacher zu lesen ist.
Uebrigens, wer uns anrufen will: Unsere lokale Telefonnummer ist aktuell die 089-12590250 (nicht mehr die +90 (507) 591 24 82)!
Tag 138 (23.9.2012)
Today we made our way to Bozburun. It was a pleasant trip even with some sailing (8kn of wind from aft, as soon as we turned the corner of the Bozburun peninsula) and we made Bozburun harbour at around 12:30. The harbour is very shallow so we were only able to go stern to with about 3m between the bathing platforms aft end and the pier. So we use the dinghi as a ferry. We have about half a meter under the rudder and at the end of the bathing platform there would only be 10cm (it is 2.5 there).
We then went to the local playground and did some shopping and a tour of the „town“. Suddenly Iris asked me whether I had turned off the water hose? Oops, I forgot and we were just filling the forward tank that is broken on the top. So I sprinted back and had to pump about 15 buckets out of the forward bilges using the manual pump bought in Samis on the ionian islands. That worked pretty well. I was actually faster filling the bucket than the sink in the galley could drain
Later I found my family sitting in a bar close to the harbour eating some ice cream. I joined them (for the ice) and the left for the playground next door again. Including the proprietor who just wanted to use the slides with the boys. They all had a lot of fun and I could enjoy my ice cream after the watery incident. We later decided to have dinner at the same place and it was incredibly good and a nice break to have an up scale and modern surrounding for dinner instead of the rustic greek/turkish restaurants we normally experience.
Heute ging es nach dem Frühstück weiter. Auch, wenn das bedeutet, dass die Jungs von der Beach Bar keine Fotomodels mehr haben um bei ihren Freundinnen nach Feierabend Eindruck zu schinden Es war schön in der Orhaniye Bucht, aber man muss ja irgendwann mal weiter und das nette Örtchen Bozborun lockt ja.
Die Fahrt dorthin war recht ereignislos aber schön. Wir sind teilweise bewusst hinter den vorgelagerten Inseln im Zick-Zack durchgefahren um mehr zu sehen und für nächstes Jahr noch ein paar Buchten anzusehen. Ausserdem hatte es ja eh noch keinen Wind. Nach der Spitze der Halbinsel von Bozburun jedoch wurde es etwas besser, vor allem da der wenige Wind (um die 8 kn) ja jetzt nicht mehr von vorne sondern von schräg hinten (unter Seglern „Raumshots“ genannt) kam. Also habe ich das Vorsegel rausgerollt (man könnte meinen wir haben gar kein Grosssegel mehr, aber es ist halt einfacher für kurze Strecken nur das Vorsegel rauszurollen als das Grosssegel auszupacken, hochzuziehen und nachher wieder alleine einzupacken).
Wir sind dann gemütlich mit 3 bis 3.5 kn in die Bucht hintergesegelt (nach Osten) und dann auch noch ein Stück um die Ecke der Insel Kiseli Adasi herum nach Norden in Richtung des Städtchens Bozburun. Knapp eine Seemeile südlich des Hafens haben wir dann das Vorsegel eingerollt und den Motor angeworfen.
Eine Guletwerft kurz vor Bozburun:
Bozburun:
Im Hafen wurde es dann spannend, da er ja recht flach ist. Laut Hafenhandbüchern sollten wir an der linken Seite genug Wassertiefe haben. Aber wie so oft bezog sich die Angabe der Wassertiefe nicht auf die Tiefe direkt vor der Mole sondern in ein paar Metern Abstand. Dort wo sich der Kiel (normalerweise ja der tiefste Punkt der Schiffe) befindet. Da aber unser Ruder genauso tief wie der Kiel ist (2.4 m) hatten wir mal wieder ein Problem. Bug voraus wollte ich nicht anlegen, da dass mit den Kindern so kompliziert ist. So sind wir halt nicht ganz ran gefahren sondern haben jetzt ungefähr 3m Abstand zwischen der heruntergeklappten Badeplattform und der Mole. Diesen „Verteidigungsgraben“ überwinden wir mit Hilfe des Dinghis. Also immer von der Badeplattform ins Dinghi einsteigen. Kurz rüberschieben und an der Mole wieder aussteigen. Das Dinghi ist auf beiden Seiten angebunden und dient uns als Fähre Das haben wir ja schon erfolgreich in Dubrovnik probiert. Martin und Irene werden sich sicher erinnern.
Wir sind dann erst mal in den Ort und haben den Spielplatz unsicher gemacht. Danach eine kleine Sightseeing und Shopping Tour (ein Schlauchboot inklusive Paddel für die Mädels; Coke für Papa und Gemüse für Mama? Nee, für alle natürlich …).
Als wir uns nach einer passenden Eisdiele umgesehen haben ist Iris eingefallen, dass wir vergessen haben den Wasserschlauch abzudrehen mit dem wir den vorderen Tank gefüllt hatten. Gerade den vorderen, bei dem doch schon wieder ein Riss oben drin ist. Ich bin also zurückgeeilt um das schlimmste zu verhindern. Natürlich kam ich etwas zu spät und habe wieder ungefähr 15 Eimer aus den vorderen Bilgen geholt. Das ging aber mit der in Sami in den ionischen Inseln gekauften Handpumpe ziemlich flott. Ich habe doch tatsächlich schneller die Eimer gefüllt, als das Wasser durch den Spülbeckenabfluss nach aussen geflossen ist
Auf dem Rückweg habe ich meine Familie in einer kleinen aber sehr netten und modern eingerichteten Bar neben dem Spielplatz beim Eis essen gefunden. Ich habe dann auch noch eines bekommen und die Kinder und Iris sind mit dem Wirt zum Spielplatz gegangen. Der wollte unbedingt mit den Jungs rutschen
Wir sind dann kurz zum Schiff zurück um die graue Staubschicht von den Kindern zu waschen. Denn der Spielplatz war mal wieder wie üblich mit Kies bedeckt.
Szenen nach dem Duschen; leider etwas unscharf, die Jungs waren zu schnell fürs Handy:
Wir haben uns dann entschlossen in die Bar auch zum Abendessen zu gehen. Und das war eine gute Entscheidung, nicht nur weil die sich wieder tierisch über die Kleinen gefreut haben sondern auch weil das Essen wirklich hervorragend war. Und es war auch schön mal wieder in modernem, schicken Ambiente zu essen und nicht immer griechisch/türkisch rustikal.
Luca hat Laras Bolero angezogen bekommen, da Mama meinte ihm wäre kalt, dabei hat es sogar jetzt im Cockpit noch 22.6 Grad, also über Zimmertemperatur. Aber so wird man halt zur Lucine:
Tag 139 (24.9.2012)
Hi Janet, John and Bruce. Not sure whether you read this. Please comment below. If not, I will stop writing the english abstract. Cheers, Mark.
Heute sind wir nicht weiter gefahren. Denn wir haben ja jetzt unsere 2000 Seemeilen voll (gestern gleich nach dem auslaufen) und müssen deshalb nicht mehr weiter
Nee, Bozburun ist einfach nett und klein und es gibt einen Strand neben dem Hafen und einen Spielplatz am Hafen und ein paar nette Kneipen rund um den Hafen. Eigentlich ist ganz Bozburun „rund um den Hafen“.
Wir haben also heute Vormittag erst mal nach dem Frühstück Boot geputzt (ich oben inkl. mal wieder entflugrosten und Iris unten und die Kinder haben halb geholfen und halb dabei gestört) und den kleinen Tank gefüllt.
Luca der Bootshausmeisterlehrling:
Luis lässt sich lieber schaukeln als mitzuarbeiten
Danach war es schon fast Mittag und wir haben den Kindern die Reste der Pasta vom Vortag aufgewärmt und danach bin ich mit den Mädels zum Spielplatz gegangen damit die Jungs etwas schlafen können. Die Idee war, dass Iris dabei etwas Zeit zum lesen findet aber Luca wollte partout nicht schlafen. War also wieder nichts…
Ich bin mit den Mädels nach dem länglichen Spielplatzaufenthalt noch in die Bar/Restaurant nebenan gegangen zum Eis essen, bei der wir schon gestern waren. Von dort haben wir dann für Iris noch eine Hausgemachte Tiramisu mit zum Boot gebracht.
Wir haben danach das neue Schlauchboot für die Mädels aufgepumpt und die Ruder montiert und sind alle zusammen zum Strand gepilgert. Also Iris hat eigentlich mit Luca noch einen Umweg in den Ort zum Shoppen gemacht und damit er im Buggy einschläft, aber leider war nur das mit dem einschlafen von Luca erfolgreich.
Am Strand sind die Mädels teilweise mit Luis als Passagier eifrig im flachen Wasser auf und ab gerudert bzw. haben das „Dinghi“ (wie sie es nennen) ins Schlepp genommen.
Danach mussten wir natürlich alle 4 vor dem Abendessen noch intensivreinigen und sind dann zu einem Restaurant vorne mit Blick auf die Bucht gegangen zu dem uns schon gestern ein deutsch (bzw. Hamburgerisch) sprechender Kellner „eingeladen“ hat. Es war wirklich sehr schön gelegen und das Essen war auch gut. Natürlich hat am Schluss wieder alles zu lange gedauert (das Essen kam zwar schnell, aber für die Rechnung brauchen die Griechen wie die Türken immer ewig lange) als der Zeitpunkt für die Flucht (erkennbar an beginnenden Weinattacken der Jungs und ständigem rumgenörgel der Mädels) erreicht war. Dummerweise bekommen die Mädels dann auf dem Heimweg wieder einen Aufschwung und jetzt quatschen sie wieder ewig und rufen dauernd wegen irgendwas idiotischem nach der Mama…
Morgen werden wir weiter fahren nach Serce Limani, eine ganz geschlossene Bucht. Keine Ahnung ob wir da Empfang haben, also nicht wundern wenn es erst am Tag darauf einen Eintrag gibt ins bLogbuch.
Tag 140 (25.9.2012)
Hi Janet, John and Bruce. Here we go again: The english abstract… Nice to read your comment and we do hope, that the rest of your trip is going to be nice and relaxing sailing. We very much recommend coming over tot he turkish coast next year.
Today, we left Bozburun after breakfast, buying some minced meat for dinner and slowly, very slowly filling the smaller water tank. So when we left, it was already 10:45. We had to motor to the south western corner of the peninsula of the mainland just north of Rhodes. But as soon as we came around the edge into the Rhodes Channel, we felt the increase of the wind caused by Rhodes. We were able to set the foresail and chugg along with 3.5 kn in front of the 9 kn westerly wind. Later it even increased to 16kn and we made up to 5 kn with the foresail alone. After about an hour and twenty minutes we turned around the south eastern end of the peninsula and headed up towards the cove of Serce Limani. That is a spectacular cove parallel to the coast line (about 800 m long) with a small (only 50m across) entrance through the cliffs. Unfortunately it is mostly too deep to anchor inside, but we were able to negotiate a reasonable fee (20 TL, about 8.5€) for staying on one of the restaurant buoy without having dinner there. So we are hanging on the buoy and a land line (the buoys are very close together and the bay is so narrow, that a landline is brought out with the help of the restaurant personnel).
We had some ice cream from the ice cream delivery boat and bought two pestemal and a linen shirt from one of the traders coming alongside with the boat. We also did visite our next over neighbours from Bozburun who arrived shortly after us and went to the restaurant with the dinghi to have something to drink and for a swim a little later. For dinner we prepared a large lasagna with the minced meat bought in the morning. The boys (who were already fed and in bed, when we started eating) complained so long and incessantly that we took them up again and gave them a share of the feast.
Heute haben wir Bozburun wieder den Rücken gekehrt. Lara hat fürchterlich geweint, sie wollte nicht wegfahren. Keine Ahnung was das war, das hatten wir noch nie. Sooo toll war der Spielplatz ja nun auch wieder nicht.
Wir haben vor dem Frühstück noch kurz frisches Brot und Rinderhackfleisch beim Metzger (nicht fürs Frühstück, sondern fürs Abendessen ) gekauft und danach noch (sehr langsam, da wieder wenig Wasserdruck war) den kleinen Tank gefüllt. Irgendeiner muss beim Diesel tanken eine ziemliche Menge über Bord gegossen haben. Es schwamm eine riesen Diesellache im Hafen herum und stank dementsprechend. So eine sauerei!
So gegen viertel vor 11 sind wir dann los gefahren und haben bis zur Westspitze der Landzunge südlich von Bozburun (also ca. 7nm) motoren müssen, da noch zu wenig Wind war. Als wir aber dann um die Ecke gekommen sind, haben wir den ersten Hauch des verstärkten Windes in der Rhodos Strait gespürt. Es waren 9 kn aus Westen, also genau von hinten. Wir sind also nur mit dem Vorsegel (den Code0 haben wir ja nicht mehr, buhuuuu) mit etwas 3.5 kn nach Osten gesegelt entlang der Küste. Es war ja nicht mehr weit (nur noch ca. 8nm), also hat sich das Grossegel setzen nicht gelohnt. War auch nicht nötig, denn der Wind hat dann noch bis auf 16kn aufgefrischt und wir sind mit 5kn unterwegs gewesen.
Die Einfahrt in die Bucht Serce Limani war wieder spektakulär. Hier war ich vor ca. 16 Jahren schon einmal. Es ist eine Bucht die mit einer winzigen Durchfahrt (ca. 50m breit) etwas 700m parallel zum Ufer hinter Felswänden entlang geht. Leider ist es innen meist gleich direkt vor dem Ufer sehr tief, so dass man nur an wenigen Stellen ankern kann.
Die Einfahrt von innen gesehen. Sieht eigentlich gar nicht so eng aus …
Da hinten haben wir später an einer Boje mit Landleine festgemacht:
Also haben wir uns entschieden bei den Bojen vor dem Restaurant am Nordufer zu fragen, ob wir auch ohne bei ihnen zu Abend zu essen festmachen dürfen. Wir haben uns schnell auf eine Gebühr von 20 Türkischen Lira (das sind etwa 8.5 €) geeinigt. Absolut fair. Sie haben uns sogar geholfen und die Landleine ausgebracht. Man muss hier nämlich trotz Boje noch eine Landleine ausbringen, da die Bojen recht nahe beeinander liegen und die Bucht so schmal ist.
Da die Jungs (zumindest Luis) gerade noch geschlafen haben, haben wir den „Marinero“ gebeten dem Eisboot bescheid zu geben, dass es doch bitte erst um 15 Uhr bei uns vorbei kommen soll. Hat er auch brav gemacht
Das „Jungs-essfreundlichere“ Calippo gab es leider nicht, also hat jeder der beiden eine Cornetto-Tüte bekommen:
Zwischendurch kamen noch diverse fliegende Händler (oder in diesem Fall schiffende Händler), die Tücher (Pestemal), Hemden, Ketten und getrocknete Früchte und Nüsse angeboten haben. Iris und ich haben uns jeder ein Pestemal gekauft, ich habe ein kragenloses Leinenhemd bekommen und die Mädels je ein kleines Perlenarmband (geschenkt). Dann kam später noch ein äusserst hartnäckiger zweiter Händler, der einfach nicht glauben wollte, dass wir schon alles was wir wollen bei seiner Konkurrenz gekauft hatten. Als Iris den Mädels gesagt hatte, dass sie bitte ihre Armbänder zeigen sollten (als Beweis, sozusagen), hat er ihnen auch zwei (viel tollere) geschenkt. Er blieb dann noch eine weile neben uns treibend, aber wir sind hart geblieben. Wenn er Ketten verschenkt, kann ich ihm auch nicht helfen
Die Mädels wollten dann mit „ihrem Dinghi“ an Land rudern und wir haben es dazu einfach an der Landleine festgebunden. So haben sie quasi Seilfähre gespielt. Zwei Leute von einem Nachbarboot, denen wir meine Croqs und Iris Badeschuhe geliehen hatten, damit sie an Land konnten, sind aber vor den plötzlich auftauchenden Ziegen ins Wasser geflüchtet. Das haben sich unsere Girls dann auch zu herzen genommen und angefangen (mitten auf dem Wasser, zwischen Land und tonttu) Panik zu schieben. Als würden die Mörderziegen im Rudel hinter ihnen und dem neuen Dinghi hinterherschwimmen und es mit den Hörnern aufschlitzen…
Netterweise haben die Nachbarn die beiden Damen im Minidinghi gerettet und zu uns zurück geschoben. So musste ich nicht zur Rettung ins Wasser springen.
Wir sind dann noch mit dem richtigen Dinghi eine kleine Runde durch die Bucht gefahren (wir waren in dem Fall Anna, Lara, Luis und ich). Dabei haben wir die anderen Nachbarn besucht. Eine lustige Herrentruppe (zwei Schiffe), die schon heute morgen dadurch positiv aufgefallen sind, dass sie an der Mole von Bozburun einem ihrer Mitsegler ein Geburtstagsständchen gesungen haben. Mal sehen, ob wir heute Abend auch noch etwas hören. Angedroht haben sie es ja
Später haben wir dann auch noch Luca und Iris mitgenommen und sind zum Restaurant am Nordufer gefahren. Dort haben wir etwas getrunken und ich bin mit den Mädels kurz baden gegangen.
Zurück am Schiff haben wir dann mit dem in Bozburun gekauften Rinderhackfleisch eine Lasagne gekocht. Die Jungs waren beim Essen eigentlich schon im Bett, haben aber so lange gemeckert, bis wir sie nochmal rausgeholt haben und sie auch noch einen Happen mitessen durften.
Tag 141 (26.9.2012)
First, a short english version - Iris is writing
After breakfast at the beachrestaurant and nice swimming, we left Serce Limani, not shure where to go exactly. Finally we dropped the anchor in Gerbekse Creek, a beautiful bay where the girls loved to climb on the rocks. Unfortunately we had to leave this place because some strong gusts loosened our landline…. We put up the anchor and went on to Ciftlik.
Heute waren wir schon morgens faul und sind mit dem Dinghi zu Nemos Farm Restaurant zum Frühstück gefahren. Die Auswahl war nicht gross und der Kaffee leider aus der Tüte, aber dafür mit frischem Fladenbrot. Gut gestärkt mussten wir natürlich nochmal Schwimmen und sind dann erst kurz vor dem Mittag aus Serce Limani ausgelaufen - eine wirklich schöne Bucht. Unser Ziel war erstmal noch nicht ganz klar, irgendeine Bucht kurz vor Marmaris….. Ungefähr eine halbe Stunde konnten wir sogar mit achterlichem Wind und nur mit dem Vorsegel bei 14 Knoten Segeln. Leider ist er natürlich wieder eingeschlafen und wir sind unter Motor weiter in die Bucht Gerbekse Creek, wo wir mit Buganker und Heckleine zu den Felsen an Land festgemacht haben.
Das Wasser war unglaublich klar und die Mädels sind ganz happy über all die tollen Felsen gekraxelt.
Leider zischten immer wieder ordentliche Böen durch die Bucht und nachdem uns die Leine vom Felsen gerutscht ist, haben wir um 18 Uhr den Anker nochmals raufgeholt, um in die Nachbarbucht zu fahren; in der Hoffnung, dass uns dort der Wind nicht ärgert. Hat er auch nicht, dafür aber unsere Ankerwinsch, denn die ist irgendwie heissgelaufen…. Dann ist der Anker auch noch gerutscht und wir mussten das Manöver zweimal fahren….. Mit ein bisschen Geduld, hat dann aber doch wieder alles funktioniert und geklappt. Uff!
Tag 142 (27.9.2012)
Today we motored to Marmaris YachtMarin after breakfast and a swim. Unfortunately our windlass acted up again. After calling the dealer we got the tipp to NOT tighten the brake so fast cause this might generate additional friction. Phffff! I loosened the brake a bit with the result that the chain slipped when trying to haul it up. We did another trial run right in front of the marina. So I will have the windlass inspected tomorrow by TMS marine services who were recommended to me by the skipper of a 630 Hanse we met in Croatia.
Unfortunately we had to wait for a long time in front of the marina after raising the anchor again. We were turning in circles for more than an hour. It seems that the marina staff is pretty much occupied with getting boats out of the water for the winter right now. When it was our turn we were accompanied by a dinghi to our spot and they helped tie us in extremely tight. This seems to be standard procedure here, which is ok by me due to the fact that almost all boats here are staying for long times.
After getting to our spot for the next two nights we went to TMS services to meet them and discuss services for the winter and the windlass issue. The girls went for an ice cream and then visited the local playground I had a good talk with the guys and then went to the reception to pay for the 2 nights and get a electricity and water card. The marina is clearly more a long stay marina. There is a huge amount of boats on land already (there are supposed to be 4000 ships in all in the water and on land!) and a lot of service companies. They also have a well sorted supermarket, a swimming pool (free of charge) and a very good and extremely reasonably priced restaurant. We had dinner there. The only issue was that the garden is lighted with greenish flood lights
We might opt for having dinner inside tomorrow. There is a dolmus (regional minibus) connecting to Marmaris every 20 min and once in the morning (09:00) and once in the afternoon (17:00) a small ferry boat of the marina is going over the bay to Marmaris (about 10 to 15 min) and returning immediately, free of charge. All in all it seems to be a good decision to leave the boat here for the winter.
So, heute sind wir am Ziel unserer Reise angekommen
Aber keine Angst, es geht weiter. Wir sind in der YachtMarin in Marmaris angekommen. Dort wird tonttu ab Mitte Oktober ohne uns wohnen bleiben. Und nächstes Frühjahr bzw. im Frühsommer erwecken wir tonttu dann wieder aus dem Dornröschenschlaf.
Aber der Reihe nach. Wir sind in der Bucht, die wir nach dem „abgebrochenen“ Aufenthalt in Gerbekse Creek aufgesucht haben ruhig aufgewacht. Es hat deutlich weniger geschaukelt als befürchtet und hat sogar in der Nacht nochmal ein ganzes Stück nachgelassen. Am Abend hatten wir sogar etwas musikalische Unterhaltung vom Hotel am Strand. Gar nicht so schlecht und nicht zu laut.
Die Mädels (alle drei) waren dann nach dem Frühstück (unter Deck, denn oben war es schon wieder ziemlich heiss) noch kurz baden gegangen und wir haben dann um kurz nach 10 den Anker hochgezogen. Das hat wieder etwas länger gedauert, weil sich die Ankerwinsch regelmässig alle knapp 10 m abschaltet wegen Überhitzung. Irgendwas ist faul und wir werden es morgen ansehen lassen.
Auf der Fahrt nach Marmaris (leider ohne nennenswerten Wind) hat dann auch der Chartplotter immer wieder gesponnen. Der Touchscreen hat plötzlich Phantomberührungen registriert oder meinen Fingerabdruck angeblich satte 5 cm neben der eigentlichen Berührung erkannt. Auch mehrfaches neustarten und neu kalibrieren hat nicht viel geholfen. Mal sehen, bald soll ja angeblich ein türkischer Simrad Spezialist mit uns Kontakt aufnehmen.
Wir haben direkt vor der Marina nochmal geankert um die Ankerwinsch nochmal zu überprüfen. Südost-Yachting hat mir nämlich gesagt ich darf die Winschbremse nicht zu fest zudrehen, das könnte für zusätzliche Reibung sorgen. So ein schmarrn. Ich habe aber trotzdem die Bremse versuchsweise etwas weiter gelöst, aber dann ist die Kettennuss immer wieder durchgerutscht. Also daran kann es nicht gelegen haben.
Während des Ankertests haben wir noch schnell zu Mittag gegessen und dann nach dem Ankeraufholen (wieder mit einigen Zwangspausen) haben wir die Marina angefunkt. Die haben uns vertröstet, wir sollten noch etwas warten. Ich habe dann alle 15 bis 20 min wieder angefunkt oder sogar angerufen aber bin immer wieder vertröstet worden. Nach über 1h15min durften wir dann endlich rein fahren.
Scheinbar haben die im Moment nur ein Marinerodinghi im Einsatz oder die anderen sind alle mit Schiffen, die schon ausgekrant werden beschäftigt. Jedenfalls haben wir einen Platz bekommen und sind mit Hilfe der Marineros extremst eingespannt worden. Als stünde ein Sturm bevor. Aber das scheint hier Standard zu sein, da wohl die meisten Schiffe hier Langzeitlieger sind. Soll mir also recht sein…
Nach etwas Aufräumarbeit und dem demonstrativen bereitstellen des Kinderfuhrparks (zwei Buggies und zwei Roller; Ausnahmsweise auch mein Roller noch zusätzlich) sind wir dann losgetigert. Nee, eigentlich haben wir nur gewartet bis Luca ausgeschlafen hatte.
Zuerst hat uns der Weg zu TMS (Technical Marine Services) geführt, die uns vom Skipper der Nyumba in Kroatien empfohlen worden ist. Ich habe mich eine knappe Stunde mit ihnen zusammengesetzt und einiges besprochen. Unter anderem auch das Problem mit der Ankerwinsch. Morgen kommen sie früh an Bord und können das hoffentlich reparieren.
Danach bin ich noch zur Rezeption (bzw. zum „Front Office“, dass ganz hinten im Gebäude ist) und habe für die zwei Nächte gezahlt (je 30 € pro Nacht) und eine Strom- und Wasserkarte gekauft. Iris war mit den Kindern währenddessen ein Eis essen und im Supermarkt Windeln kaufen.
Da Marina ist echt in Ordnung. Insbesondere für den gewünschten Zweck, als Winterlager. Hier gibt es unwahrscheinlich viele Servicefirmen (kein Wunder bei in Summe angeblich 4000 Schiffen an Land und im Wasser) und auch die Marinarezeption/-verwaltung ist sehr professionell. Die Anlage ist den Umständen (es stehen halt viele Schiffe rum) doch recht nett eingerichtet und es gibt ein Restaurant (in dem wir hervorragend und sehr günstig im Garten gegessen haben; allerdings bei grünlicher Beleuchtung ) einen Swimmingpool und einen kleinen Spielplatz. Den haben die 5 anderen Rosas natürlich auch noch unsicher gemacht.
Die Verbindung nach Marmaris ist auch ok. Alle 20 min fährt ein Dolmus (kleiner Regionalbus) in beide Richtungen und einmal am Morgen und am Spätnachmittag (9 und 17 Uhr) fährt kostenlos ein „Schiffchen“ der Marina rüber und gleich danach wieder zurück. Morgen werden wir das mal ausprobieren (Dolmus hin, denn 9 Uhr schaffen wir nicht, da kommen ja erst die Leute von TMS und um kurz nach 5 mit dem Schiffchen wieder zurück) und uns noch Marmaris ein wenig ansehen.
Ich glaube die Wahl für das Winterlager war nicht schlecht!