Unser bLogbuch
Hier findet Ihr unser online-Logbuch (oder auch „bLogbuch“) vom ganzen Törn. Ich (manchmal wir) habe jeden Abend geschrieben und es sind auch viele Photos dabei. Ursprünglich war der Blog hier wie üblich „rückwärts“, also der neueste Eintrag zuerst. Jetzt habe ich ihn aber umgedreht, damit es einfacher zu lesen ist.
Uebrigens, wer uns anrufen will: Unsere lokale Telefonnummer ist aktuell die 089-12590250 (nicht mehr die +90 (507) 591 24 82)!
Tag 143 (28.9.2012)
Today I had to have a very bad mishap on my side corrected by the TMS (Technical Marine Services) guys. Yesterday I - the idiot - managed to fill water instead of in the small water tank into the starboard diesel tank. Outch! Well, the whole tank was pumped out and now I can fill in new diesel fuel. I did not want to put the separated diesel back since the separation is never 100%. Yupp, I did it. I always warned my „students“ from the sailing school to look twice when filling up the water tanks …
Apart from that we have had the anchor windlass repaired (hopefully) and the control unit replaced, since this had problems as well. The additional parts (a spill for mooring ropes on the top; and as an alternative with quick replace mechanism the manual winch unit) were also mounted. I was not able to do it myself in Mykonos, as you might remember.
While this was done Iris and the kids spent the morning and lunch time at the pool. It was fun for the kids but of course stressful for Iris… Later we took the dolmus (regional bus system) to Marmaris proper and strolled a bit through the bazar area, had the SIM card recharged and I got a quick shave. We also had the obligatory ice cream and the boys were able to run a little near the quaiside when we waited for the little shuttle boat of the Marina to bring us back at around half past 5. Back in the Marina we immediately went to the restaurant for dinner in order to avoid the dreadful green lighting after darkness has fallen. But dinner was again exceptionally good and astonishingly cheap.
Erstmal ein kleiner Nachtrag zur vergangenen Nacht:
Anna ist gestern Abend beim Zähneputzen ihr erster Zahn rausgefallen; war das eine Aufregung. Natürlich haben wir ihn in Alufolie gepackt, Anna hat noch ein schönes Sternenbild gemalt und neben das Bett gelegt. Da kam doch nachts glatt die Zahnfee und hat Zahn und Bild gegen einen Lolli und eine Nussschokolade getauscht
Heute war ein schwarzer Tag in meiner Schiffshausmeisterkarriere. Ich habe es ja gestern noch nicht hier auf dem Blog öffentlich gebeichtet. Aber mir ist das dümmste passiert was man auf einem Segelboot so anstellen kann. Ich habe als Ausbildungsskipper bei JOJO ja immer sehr davor gewarnt immer noch ein zweites oder sogar ein drittes mal zu prüfen in welchen Tank man da gerade Wasser respektive Diesel einfüllen will…
Tja, gestern Abend habe ich doch glatt in den Steuerbord-Dieseltank Frischwasser gefüllt. Und zwar nicht zu knapp. Zum Glück habe ich es noch gemerkt bevor er ganz und gar voll war. Sonst wäre das oben schwimmende Diesel noch durch die Entlüftung im Hafenbecken gelandet…
Nun, nach der Beichte bei Iris gestern Abend und der folgenden Beichte heute morgen bei TMS haben die einen langen Schlauch geholt und viele alte Ölkanister und haben den Tank über die Wartungsöffnung leer gepumpt. Vorher hatte ich natürlich den Tisch und das Bodenbrett demontiert, denn der Tank liegt ja im Salon unter dem Schiffsboden.
Jetzt ist der Tank komplett leer und ausgewischt, so dass ich bei nächster Gelegenheit wieder neu 125 L Diesel reintanken kann. Autsch! Die ca. 75 L die noch in dem Tank waren (als ich ihn dann mit Wasser aufgefüllt habe) habe ich lieber nicht wieder reinfüllen lassen. Denn so ganz sauber kann man das Wasser ja nie vom Dieselöl trennen. Ein wenig Emulsion gibt es immer …
Ich hatte gestern beim Tanken (also eigentlich beim Wasser tanken) immer wieder auf die Anzeige unten geschaut, aber mich erst mal nicht gewundert, dass der Füllstand des kleinen Wassertanks (den ich ja vermeintlich gefüllt habe) nicht von der 00 auf grössere Zahlen gesprungen ist. Das dauerte manchmal einigermassen lange (so genau ist die Anzeige am unteren und oberen Ende nicht) und hing immer sehr vom Wasserdruck ab. Dass währenddessen der Stb-Dieseltank auf der Anzeige immer voller wurde ist mir erst aufgefallen, als er auf 100% stand. Zum Glück ist auch die Anzeige nicht so ganz astrein und er war noch nicht ganz, ganz voll (siehe Thema Überlauf weiter oben).
Nun, ich glaube mir selber passiert das garantiert nie mehr… Aber ich muss mir noch ein System ausdenken, wie ich das noch genauer markieren kann, damit niemand anderes aus versehen mal Wasser in den Dieseltank füllt oder eigentlich noch schlimmer Diesel in den Wassertank. Denn den fiesen Geschmack/Geruch des Wassers danach wird man nie mehr los. Da kann man dann gleich den Tank und sämtliche Schläuche wegschmeissen…
Nun, das war aber nicht alles, was heute passiert ist (passiert hier im positiven Sinne). TMS hat die Ankerwinsch wieder in Ordnung gebracht: Das Handbediengerät hatte einen Wackelkontakt, der wohl als Ergebnis auch zu den anderen Fehlern geführt hat. Von dem Wackelkontakt hatten wir ja auch schon gewusst. Das Bediengerät ist jetzt gegen ein passendes von Lofrans ausgetauscht und auch den Sicherungsautomaten, den ich in Zakynthos mühsam erworben habe haben sie gegen einen qualitativ angeblich besseren ausgetauscht. Mal sehen … den alten habe ich ja behalten, denn der neue hat nur einen Auslösestrom von 100 A und Original war ja eine 125 A Schmelzsicherung drin und mein alter Automat hatte 135 A.
Auch die Winscherweiterung haben sie montiert (daran bin ich ja in Mykonos gescheitert) und jetzt können wir auch mit der Trommel oben auf der Winsch eine Mooringleine festziehen, wenn nötig und auch die Trommel schnell gegen eine Handaufholvorrichtung austauschen. Allerdings ist bei den Arbeiten leider ein Edelstahlschutzblech ab gegangen. Das war von Hanse nur aufgeklebt. Das werde ich halt morgen kleben und anschrauben.
Die ganzen Arbeiten haben sich (mit Materialholpausen und Mittagspause) von 9 bis gegen 14:00 Uhr hingezogen. In der Zeit war Iris mit den Kindern am Swimmingpool und im Restaurant nebenan Mittag essen.
Danach sind wir mit dem Dolmus (Regionalbus) um 15:30 Uhr nach Marmaris rein gefahren. Dort haben wir erst mal die türkische SIM-Karte aufgeladen, damit wir wieder telefonieren können und ich habe mich im Bazar beschwatzen lassen mich rasieren zu lassen. War schnell, gut und angenehm aber eigentlich mit 20 TL für 5 min Arbeit zu teuer.
Wir sind dann noch ein wenig durch den Rest des Bazars (ist hier ein Wirrwar an modernen, überdachten Einkaufsstrassen) gebummelt und haben dann noch etwas die Jungs an der Uferpromenade rumlaufen lassen und ein Eis gegessen.
Die Bazarstrassen:
Meine drei Frauen in ihrem Element
Ich finde türkische Moscheen ja toll. Da gibt es oft einen direkten Draht zu Gott (Leider habe ich die riesige Reihe an Telefonzellen im Schatten neben der Moschee in der prallen Sonne mit dem iPhone nicht in ein Bild mit gleichmässig guter Belichtung gebracht. Deshalb also zwei Fotos.) und am Ende des Betgesangs gibt es immer noch zwei abschliessende Töne, als würde einer kurz vor dem Auflegen nochmal zwei Nummern auf der Handytastatur wählen…
Um kurz vor halb 6 fuhr dann das „Fährschiff“ von der Marina wieder von Marmaris zurück und wir waren kurz vor 6 in der Marina.
Vor der Netzel-Marina in Marmaris lag noch die TUI-Mein Schiff:
Die Jungs mit mir auf dem Vorschiff des kleinen Marinadampfers:
Und da hinten sassen die Mädels und haben neue Freunde gefunden…
Dort haben wir uns dann gleich entschlossen direkt zum Restaurant zu gehen und damit zumindest während des Essens dem furchtbaren grünen Licht zu entgehen. Ich hatte leider nur meine Sonnenbrille dabei, so dass ich am Schluss quasi gar nichts mehr gesehen habe. Entweder dunkel oder unscharf, das waren die Optionen
Der Garten des Restaurants (noch mit schönem Tageslicht):
Auf dem Fährschiffchen haben sich die Mädels blendend mit einem Ehepaar aus Deutschland unterhalten (sie hatten uns auch geholfen die Buggies über den Bug des Schiffes an Bord und wieder an Land zu hieven; das legt nämlich nicht wirklich an sondern fährt mit seinem Bug einfach nur an den Kai ran und ist dort entsprechend abgefendert). Die waren die letzten zwei Wochen mit einem von Bekannten frisch gekauften Schiff unterwegs (wenn ich mich recht erinnere 20 Jahre als) und haben wohl auch so einige Probleme gehabt. Also zeigt sich, dass man am besten ein 2 Jahre altes Schiff neu kauft. Ach so, das geht ja nicht
Tag 144 (29.9.2012)
Another day in town. We took the marina boat at 09:00 and had breakfast on the harbour front. After a leisurely morning meal we tried to get up to the castle with the least amount of steps possible (due to having to carry the two buggies up the steps). We almost managed and had only about 10 to 15 steps. Iris and the girls walked through the archeological museum in the castle and us three boys stayed in the shady entrance area. Luca and Luis were the stars for the staff and a guard even brought a group of turtles from the gardens. Two babies (1 week), two toddlers (4 months) and the parents (40 to 50 years). Really cute…
Afterwards the girls got belly dance costumes (for next carnival season as turkish princesses) and I got a turkish hat and tonttu a backgammon game. We tried ernestly to find something for Iris later in the city bazar streets, but to no avail! But we had the dürüm döner lunch that we were craving for for so long. It was delicious at a stall with some tables in one of the small squares between the bazar streets. We took the dolmus back to the marina and arrived shortly before 15:00.
While Iris fetched the swim gear from the boat we others did pay for the further night at the marina reception. Afterwards, when we got to the pool at around 15:30 we found out that today (of all days) the pool is closed at 16:00 due to the summer end party in the marina tonight. Such a pity … But we had a short swim anyways. For dinner we reheated the contents of the doggie bags of yesterdays dinner and todays lunch. And after dinner I got some more beverages, groceries and diapers etc. in the marina super market. A very well assorted market and pretty big for a marina market but unfortunately also very expensive. That's the problem with being in a fairly isolated marina. But at least they delivered to the boat free of charge!
Manche Tage fangen gemütlich an und werden dann irgendwie doch anstrengend. Heute ist so einer. Die Mädels wollen einfach nicht Ruhe geben und auch die Jungs haben sich wie die wilden aufgeführt bevor wir sie endlich ins Bett bekommen haben. Uff, aber wir wollten ja viele Kinder
Heute sind wir gleich um 09:00 Uhr mit dem Boot von der Marina in die Stadt gefahren und haben dort gefrühstückt. Danach sind wir etwas die Uferpromenade entlang gelaufen und haben nach einem mit den Buggies befahrbaren Weg hoch zur Burg gesucht. War nicht leicht, aber wir haben wenigstens einen gefunden der nur etwas 10 bis 15 Stufen in Summe hatte.
Iris ist dann mit den Mädels durch die Burg (die ein archäologisches Museum ist) und ich habe mit den Jungs im Eingangsbereich gewartet. Dort waren wir die Attraktion für sämtliche Angestellte. Einer der Wärter hat dann sogar noch eine Schildkrötenfamilie gebracht. Zwei ganz kleine Babies (1 Woche alt), zwei etwas grössere (4 Monate) und zwei Erwachsene (40 bis 50 Jahre alt). Die Jungs fanden es toll, wenn sie auch teilweise etwas heftig nach den Babyschildkröten gepatscht haben.
In einem Souvenirladen gegenüber des Burgeingangs habe ich ein türkisches Cappy bekommen, die beiden Mädels je ein Bauchtanzkostüm (für den nächsten Fasching als türkische Prinzessin) und tonttu ein Backgammon/Dame Spiel.
Die Mädels bei ersten Bauchtanzübungen. Manchmal mussten auch die Jungs herhalten als „Tanzpartner“:
Danach sind wir nochmal ausführlich durch den Basar gelaufen und haben ausnahmsweise nichts gekauft. Zum Mittag haben wir an einem kleinen Platz an einer Dönerbude mit eigenen Tischen je einen Dürüm Döner gegessen (also alle bis auf die Jungs, die bekamen Gurken, Tomaten und etwas Pommes Frites) und es uns so richtig schmecken lassen.
Gegen drei sind wir dann wieder mit dem Dolmus in der Marina angekommen. Wir (alle bis auf Iris, die ist zum Boot um die Badesachen zu holen) sind dann in die Rezeption um für eine weitere Nacht zu zahlen und danach zum Swimming Pool. Leider mussten wir dort feststellen, dass der ausnahmsweise nur bis 16:00 offen ist, da heute die Sommerabschlussparty stattfindet. Leider haben wir auf die schnelle keinen Babysitter auftreiben können. Also findet sie ohne uns statt.
Zum Abendessen haben wir die Doggie Bags von gestern Abend und heute Mittag mit der Microwelle warm gemacht. Also nicht sehr spektakulär. Ich war dann noch im Marinasupermarkt einkaufen. Der ist sehr gross und gut sortiert für einen Marinasupermarkt aber auch vergleichsweise teuer. In Zukunft wird man wohl doch eher in Marmaris einkaufen und ein Taxi in die Marina nehmen. Zumindest für den Grosseinkauf vor dem losfahren. Aber immerhin haben sie die schweren Sachen zum Boot gefahren!
Tag 145 (30.9.2012)
Zusätzliche Bilder von unseren Bauchtänzerinnen in den gestrigen Blog hochgeladen!
Getting out of the marina proved a bit difficult. Since you are supposed to give a so called „exit paper“ to the marinero that assists you departing. The exit paper proves that you have paid the dues until the day of departure. But since no marinero arrived (even after waiting for half an hour after calling on VHF) we decided to depart without help. It was possible only because we have front and aft thrusters. The spot we were in was a bit difficult because it was near the inner corner of to perpendicular jetties and in front of us it became shallow quickly. So I decided to call on VHF again and tell them to pick up the exit paper at the marina exit from the dinghi, if interested. And they complied We headed towards Marmaris harbour and Marina in order to go to the filling station. On the way we saw a giant motor yacht which looked suspiciously like Larry Ellison's with a sailing yacht probably larger than ours on the aft deck as a „dinghi“
After filling up our tanks in Netzel Marina (the starboard was empty due to my „water accident“ and the port tank was only half full) we motored out of the Marmaris bay towards Ekincik. We plan to have an excursion to Dalyan with the ruins of the ancient Kaunos and the cliff tombs tomorrow. We moored in the „My Marina“ which actually is a Restaurant 50 m up the hill that has very professional and quite beautiful jetties on the shore that would look good in any medium sized marina. We can stay for 100 TL (about 45€) for the night including water and electricity or for only 35 TL for water and electricity if we would have eaten in the restaurant. A fair deal.
Wir haben heute die YachtMarin wieder verlassen bis zum 13. oder 14. Oktober, wenn wir tonttu dann zum Winterlager bringen.
Eines (negatives) muss man zum Marinaservice sagen. Wenn man einen Marinero will (wie z.B. gestern Abend, als wir etwas Seitenwind hatten und das Nachbarboot sehr auf uns gedrückt hat, weil seine Mooring viel zu locker war) dann muss man mehrere Anforderungen per Funk machen und am Besten noch selber beim „Wachturm“ an der Einfahrt vorbeigehen. Ich hatte nach einem Marinero gerufen, der uns das Exit-Paper (ein Dokument, welches belegt, dass man gezahlt hat) abnehmen sollte und gegebenenfalls beim rausfahren hilft (die Moorings rund um uns ragten ja ziemlich weit rein und vor uns wurde es relativ schnell flach). Aber als nach einer halben Stunde immer noch keiner da war (und auch andere, die abfahren wollten sich schon über Funk beschwert haben), habe ich per Funk bescheid gegeben, dass ich jetzt alleine rausfahre und man mir das Exit-Paper an der Marinahafenausfahrt abnehmen soll, wenn man darauf tatsächlich Wert legt.
Also haben wir uns (dank Bug- und Heckstrahler) wunderbar selber aus der Parklücke manövriert und sind zur Ausfahrt gefahren. Dort hat tatsächlich ein Marinero sich die Mühe gemacht ins Dinghi zu steigen und zu uns herüberzufahren um das Papier entgegen zu nehmen. Wieder mal sieht man, dass diese Marina eher für Dauergäste ist, denn für Tageslieger Aber das passt ja dann für uns…
Wir sind dann erst mal zur Netzel-Marina in Marmaris Stadt rübergetuckert, da dort die nächste Tankstelle ist. Der Steuerbordtank war ja komplett leergepumpt (Aua) und im Backbordtank waren auch nur noch 70% also in etwa 85 Liter. Als wir bei der Tankstelle ankamen mussten wir erst mal einen extrem langsam fahrenden Engländer mit einer kleinen Bavaria (38 Fuss oder so) wegdrängeln (er wollte mitten vor den Zapfsäulen anlegen und hätte damit den Tankplatz blockiert, der eigentlich für zwei grosse Schiffe gedacht war) und dann haben wir erst den Steuerbordtank und dann den Backbordtank gefüllt. Die Rechnung tat wirklich weh. In der Türkei kostet Diesel zur Zeit fast 2 € und wir haben 170 Liter reingegossen!!!
Vor der Netzel Marina lag eine Megayacht (sah der von Larry Ellison ziemlich ähnlich) die auf dem Achterdeck eine Segelyacht als „Beiboot“ stehen hatte, die wahrscheinlich genauso gross ist wie tonttu!
Die Jungs fanden sie auch ganz toll …
Danach haben wir uns auf den Weg nach Ekincik gemacht (etwa 18nm Strecke), da wir von dort aus morgen Vormittag den Ausflug nach Dalyan (das historische Kaunos) machen wollen.
Wir sind dort in die „My Marina“ die eigentlich offiziell gar keine Marina ist sondern ein Restaurant mit Steg. Allerdings hat die Steganlage dort Dimensionen und vor allem auch die Optik und Ausrüstung angenommen, die sich manche ausgewachsene Marina wünschen würde.
Die drei Jungs beim Eis holen:
Die Burschen auf ihrer „Rennstrecke“ auf der Salonbank:
Man hat uns dort sehr freundlich empfangen und einen Platz innen an der T-Pier (am „Stengel“, sozusagen) längsseits gegeben. Es war zwar etwas enger reinzukommen, dafür liegen wir hier bei allen Windbedingungen super sicher. Und wir werden ja zwei Nächte bleiben und dann erst weiterfahren wegen des Ausflugs morgen.
Das Restaurant hier soll ja super sein, aber heute Abend haben wir erst mal mit Hackfleisch gefüllte Auberginen mit Reis gekocht, da ich ja gestern noch gefrorenes Hackfleisch gekauft hatte im Marinamarket.
Wenn man nicht im Restaurant isst, zahlt man für ein Schiff von tonttus Ausmassen 100 TL (also etwa 45 €) für die Nacht inklusive Strom und Wasser. Wenn man im Restaurant isst, kostet die Übernachtung nichts nur der Strom und das Wasser (zusammen 35 TL). Das ist eigentlich ein fairer Deal, da man für die Übernachtung (ohne Strom und Wasser) damit in etwa 30€ zahlt und dafür einen super Marineroservice und angeblich sensationelle Duschanlagen (wir waren noch nicht dort) mit Hamamambiente hat. Auch die ganzen Stege sind sehr liebevoll gemacht aber trotzdem super stabil und professionel. Über die ganzen Stromkästen und um die Blumenkübel sind immer Jutesäcke gebunden und an der Mole liegen alte Anker, Ketten und Schiffsbullaugen etc. Echt nicht schlecht. Es gibt auch eine Ruine (die wahrscheinlich nicht wirklich alt ist, aber wen juckt das schon) und wir haben sogar eine kleine „Standseilbahn“ hoch zum Restaurant gesehen.
Wir werden morgen den Ausflug von 9 bis 13:00 Uhr machen und haben vor danach zum Mittagessen hoch zu gehen. Vielleicht können wir dann die Standseilbahn ausprobieren. Und damit sparen wir uns dann die Liegegebühren für morgen Abend. Wenn ich „gemein“ bin dann tanke ich morgen früh mit Frischwasser voll und muss dann nicht mal die Wasser- und Stromgebühr zahlen, wenn wir auf Strom verzichten wollen. Alter Sparfuchs …
Ansonsten ist es hier im Laufe des Nachmittags ziemlich voll geworden. Anscheinend stimmt der Ruf wirklich. Das soll hier angeblich das beste Restaurant an der ganzen Küste sein. Wir werden es morgen sehen und dann evtl. auf dem Rückweg nochmal vorbeikommen.
Tag 146 (1.10.2012)
Today we made a beautiful excursion to the ancient ruins of Kaunos. They are located about 1.5 miles up the Dalyan river delta just south of the town of Dalyan. You can get there using the boats of the former fishing cooperative that takes one crew (one crew only, regardless of how many people there are in the crew) for 80 € (if you deal the price down …) that brings you from Ekincik bay to they neighbouring Dalyan bay and drives you up through the pittoreske reed fields. After about one and a quarter hour and a good hsow of a fisher that feeds a big sea turtle with local crabs (live crabs) and offers cooked crabs for take away on the way back and about a half mile of walking you arrive at the ruins. The amphitheater is really great and has a spectacular view over the reedy delta of the Dalyan river.
We were back in Ekincik bay after about 4.5 hours (at 13:30) and wanted to have lunch in the My Marina restaurant. After some persuasion they drove us up (it is about 50 vertikal meters) with the little „cable car“ that is used for disabled people and goods. The kids loved it and it saved us at least one way of getting the buggies to the restaurant. The path is extremely bumpy The food was excellent but not really cheap. We will probably come back when we return in 10 days with my parents. The view is also superb form up there over the bay of Ekincik.
After lunch we went for a swim and the girls loved to jump from the jetty into the water and climb up the wooden ladder. Over and over again. Quite a show for the crews of the boats at this end of the quay. Later we had some thunderstorm and rain and we also enjoyed it. The other crews looked a bit odd at us from under their canopies. We did enjoy junping around in the puddles and having the rain drop on our faces. They probably did not know that for us it was the first rain since the end of May!
Heute wurden wir um 09:00 Uhr von einem Boot der Fischereikooperative (die inzwischen ein veritables Touristikunternehmen mit Schleppern und Kassierern geworden ist) abgeholt, um den Dalyan Fluss (bzw. dessen Mündung hinauf) bis zu den Ausgrabungen von Kaunos gebracht zu werden.
Da das Boot schon um 9 Uhr da sein sollte, haben wir nur ein kurzes Müslifrühstück gehabt und sind dann mit unseren Nachbarn (Daniel, Daniela und Sonja aus Zürich) zum Boot gegangen. Die wollten nämlich gerne mit uns mit fahren und ich hatte gehofft, dass das klappt und wir uns die Kosten teilen können. Aber der Bootsfahrer ist schon hellhörig geworden, als wir nicht nur zu sechst angekommen sind.
Die Fahrt in die Nachbarbucht war schon mal sehr schön, da wir auf dem Weg noch kurz eine Grotte angesehen haben. Vielleicht werden wir da auf dem Rückweg mit Reni und Dirk kurz anhalten und mit dem Dinghi durchfahren.
Danach fährt man hinter der Sandbank von Dalyan in kleinen Flussläufen durch das dichte Schilf. Sehr schön! Natürlich gab es auch eine Showeinlage bei einer Stelle an der ein ziemlich guter Entertainer (für einen Fischer) eine lebende Krabbe an einer Angelschnur ins Wasser hält und damit eine grosse Wasserschildkröte anlockt. Irgendwann darf sie die Krabbe dann auch essen. Dann holt der Showman sofort eine neue Krabbe hervor und erklärt, dass die „Blauzangenkrabben“ die zweitdelikatesten Krabben auf der Welt (nach den King Crabs) sind und dass es sie nur hier und an zwei anderen Orten in der Welt gibt. Und wer möchte kann eine Portion bestellen, die sie dann zubereiten und die man auf der Rückfahrt abholen kann. Iris und ich haben je eine bestellt…
Danach ging es weiter durch die Fischsperre und bis hoch in Sichtweite der lykischen Felsengräber. Dort mussten wir aussteigen und den letzten Kilometer zu Fuss zurücklegen. Zum Glück hatten wir die beiden Buggies mitgenommen!
Granatapfelbäume am Rand des Weges zu den Ausgrabungen:
In der Ausgrabung wurde es zwar dann richtig holprig, aber da Luca dann in den BabyBjörn umgesetzt wurde mussten wir wenigstens nur einen Buggy schieben. Das grosse Amphitheater hat den Mädels besonders gefallen und sie waren doch recht beeindruckt als ich unten stand und geflüstert habe und sie es in einer der obersten Reihen noch verstanden haben. Aber vielleicht hat sie auch mein „Summertime“ so gerührt
Die Überreste des römischen Bades?
Danach ist unser Bootsmann mit uns noch ein wenig weiter den Fluss hoch bis zum Ort Dalyan. Das wollten wir eigentlich gar nicht, denn es war schon klar, dass er uns dort an einem Restaurant abliefern wollte. Aber er hat behauptet er müsse Diesel holen (mit einem Kanister) und hat uns versprochen dass wir nur eine halbe Stunde später zurück kommen werden. Wir hatten ja mit der Rückkehr um ein Uhr geplant und wollten dann mit den Kindern im Restaurant von My Marina essen gehen.
Eine Bananenpflanze in der Blüte am Strassenrand im Ort Dalyan:
Die im Restaurant am Fluss waren dann doch etwas enttäuscht, als wir dann wirklich nichts gegessen haben sondern nur kurz die Strasse hoch gegangen sind und in einem Supermarkt ein Eis gekauft hatten. Also besser gesagt Daniel hat uns eingeladen und Iris blieb mit dem schafenden Luis an Bord.
Danach ging es auf leicht anderen Wegen durch das Schilf wieder zurück bis zu dem Krabben-/Schildkrötenmann. Wir haben dort unsere zwei Portionen Krabben bekommen (da war nicht viel dran, aber sie waren lecker) und wir sind weiter Richtung Ekincik-Bucht. Dort waren wir dann tatsächlich um 13:30 und kamen also noch einigermassen rechtzeitig um etwas zu essen.
Daniela und Sonja:
Natürlich gab es noch einen kleinen Eklat beim bezahlen, denn er wollte dann doch nicht die vereinbarten 80 € für unsere Familie sondern 400 TL (also ungefähr 180 €) weil wir ja zwei Crews waren. Am Schluss hat Daniel dann zu meinen 80 € noch 120 TL zahlen müssen (etwa 55 €) und damit waren sie dann zufrieden. So war es für uns alle ein Gewinn: Daniel, Daniela und Sonja haben auch eine Tour machen können und wir hatten Gesellschaft und immer wieder Schiebe- und Tragehilfe mit den Jungs. Es war ein sehr schöner Ausflug! Anna konnte sich am Schluss von Sonja gar nicht mehr losreissen und hat sofort nach dem Abschied gefragt, wann wir sie in Zürich besuchen gehen Also eines zeigt der Törn besonders: Anna und Lara sind extrem offen gegenüber „Fremden“ geworden.
Wir haben dann gefragt ob wir die kleine „Standseilbahn“ benutzen dürfen. Und nach etwas zögern (die ist eigentlich nur für Behinderte und Lasten gedacht) haben sie uns dann alle zusammen damit hoch zum Restaurant gefahren. Es wäre ja nicht so weit zum hochlaufen gewesen (es sind wohl etwa 50 Höhenmeter) aber der Weg ist so gob mit Natursteinen gepflastert, dass man mit den Buggies fast nicht vorwärts kommt, wie wir beim runter gehen gemerkt haben.
Die „Standseilbahn“:
Der Blick vom Restaurant runter auf tonttu:
Das Essen war hervorragend aber nicht ganz billig. Aber auf jeden Fall immer noch deutlich günstiger als ein vergleichbar gutes Essen in Deutschland oder der Schweiz. Vielleicht kommen wir ja auf dem Rückweg in eineinhalb Wochen nochmal her und essen dann zu Abend im Restaurant.
Das Hühnchenkebap der Mädels:
Wir haben uns die Reste des Mädelessens einpacken lassen und sind dann runter gelaufen. Dann war natürlich schwimmen angesagt und wir sind am Ende der Mole über eine Holzleiter ins Wasser geklettert. Und Anna und Lara sind dann immer wieder hochgeklettert und reingesprungen mit wachsender Begeisterung und zur grossen Belustigung der umliegenden Schiffsbesatzungen.
Am Nachmittag kam dann noch ein Gewitter auf und wir haben den ersten Regen seit Ende Mai gehabt. Alle anderen Crews haben sich unter ihren Bimini-Tops versteckt und trübsal geblasen und ich habe erst mal das Deck geschrubbt im Regen. Dann haben sich die Mädels ihre Regenklamotten angezogen und wir sind erst zu dritt und dann mit den Jungs (auch in ihren Regenklamotten) und Mama im Regen auf dem Steg rumgelaufen. Wir fanden es echt Klasse, und die ehemals trübsal blasenden Crews fanden die Showeinlage meiner Kinder in Regenklamotten auch sehr erheiternd
Tag 147 (2.10.2012)
Ich habe noch Fotos für gestern von den Jungs im Gewitterregen hochgeladen (ganz am Ende). I added new pictures for yesterday (at the very end of the entry) of the boys in the rainstorm.
We (motored, and sailed the last hour) to the entrance of the Fethiye Gulf today. We are lying alongside the sailing yacht where Marlies, Anna and Lara's newest friend is on board. Anna insisted that we go to the same bay as them, so that they can continue their art session of this morning after breakfast.
Markus, their skipper, helped me get up to the mast top using our electrical winches, so that I could inspect the genoa haldyard block (which is broken) and get rid of all the torn pieces of the Code0 that were still stuck in the rigging.
After some swimming and another gaming session of the three girls, we had spaghetti carbonara for dinner and brought the kids to bed. Tomorrow we plan to head over to the Restaurant to have some pancake for breakfast in order to „pay our dues“ for using the mooring.
Am morgen haben Anna und Lara nach dem Frühstück noch mit Marlies aus Wien gespielt, die mit Ihren Eltern und Freunden auf einer Solaris 60 an der Aussenseite vom T-Steg lagen. Es war ziemlich schwierig die beiden loszueisen, da die drei Mädels total in der Erstellung von gemalten Kunstwerken vertieft waren. Aber wir haben uns alle gegenseitig versprochen uns nochmal wieder zu sehen in der kommenden Woche.
Dann haben wir um kurz vor 11 ziemlich zeitgleich abgelegt und uns auf den Weg in Richtung Golf von Fethiye gemacht. Wir sind beide erst mal unter Motor gefahren aber wir waren langsamer (der stolze Dieselpreis hat mich davon abgehalten über unsere normale, gemütliche Marschfahrt bei 1900 Umdrehungen zu gehen). Der Wind ware erst recht schwach (um die 5 kn) und als er später auf 9 kn aufgefrischt hatte, war ich dank der Serverprobleme noch zu sehr beschäftigt und bin trotzdem noch unter Motor weiter gefahren.
Am westlichen Ende vom Fethiyegolf habe ich aber dann auch das Vorsegel ausgerollt, denn dann ging es mit raumem Wind in Richtung Norden an der Westküste des Golfs entlang. Inzwischen war dann auch schon zwischen 10 und 12 kn Wind, wir sind also um die 4 bis 4.5 kn gefahren.
Eigentlich wollten wir ja ursprünglich entweder in die „Drachenbucht“ am Westufer aussen (da haben wir vor 4 Jahren mit Frank, Constanza, Christoph und Sophie den wunderbaren rosafarbenen Schwimmring gefunden, der seitdem bei meinen Eltern im Schwimmbad ist) oder alternativ auf der gegenüberliegenden Seite in die Gemiler Reede (eine Bucht westlich von der Coldwater Bay), aber Anna hat ein sehr starkes Veto eingereicht, denn sie wollte in die gleiche Bucht in der Marlies ist.
Also haben wir uns breitschlagen lassen und haben Kurs auf Kepi Creek genommen. Ich habe noch per Funk versucht die anderen zu erreichen und zu fragen ob ihnen das Recht ist, aber leider haben sie nicht geantwortet.
Wir sind dann am Schluss noch bei ihnen längsseits gegangen, da sie schon an zwei Moorings hingen mit Landleinen zu den Felsen dahinter. Wir haben dann noch eine zusätztliche Landleine ausgebracht und so liegen wir jetzt im sicheren Päckchen.
Die Mädels haben dann noch eifrig miteinander gespielt und Markus, der Skipper der Yacht, war so nett und hat mich (mit den Elektrowinschen) in den Mast hoch gezogen, damit ich endlich die Reste des Code0 aus den Wanten prfiemeln und die Rolle des Genuafalls untersuchen konnte. Die Rolle ist leider hin, da muss ich für Ersatz sorgen über den Winter.
Wir waren auch noch ein wenig schwimmen und haben dann hier an Bord Spaghetti Carbonara gekocht. Morgen werden wir zum Frühstück rüber zum Restaurant gehen und „Pancakes“ oder „Palatschinken“ essen, damit wir auch eine bisschen „Dankeschönumsatz“ für die Mooring machen.