Unser bLogbuch
Hier findet Ihr unser online-Logbuch (oder auch „bLogbuch“) vom ganzen Törn. Ich (manchmal wir) habe jeden Abend geschrieben und es sind auch viele Photos dabei. Ursprünglich war der Blog hier wie üblich „rückwärts“, also der neueste Eintrag zuerst. Jetzt habe ich ihn aber umgedreht, damit es einfacher zu lesen ist.
Uebrigens, wer uns anrufen will: Unsere lokale Telefonnummer ist aktuell die 089-12590250 (nicht mehr die +90 (507) 591 24 82)!
Tag 148 (3.10.2012)
From cove to cove, that was the original plan for this trip, and today we really did it. We made an astonishing distance of 3.4 nm and passed 4 coves and entered the third We left Kepi Creek after some pancake (the flat european version, not the thick american version) at Mehmet's restaurant and then let the girls (not Anna, Lara and Iris but Anna, Lara and Marlies this time; Marlies is the girl from the yacht „next door“) swim a bit around the boats. On the way to Boynuz Bükü we even were able to sail, although we only made 1.8kn some of the time.
In Boynuz Bükü we made fast at the t pier of the restaurant and went for a swim at the local beach, which is a nice lawn and some swampy ground in the water. But very nice anyways. Later we had dinner at 6 o'clock right at the water front and now everything is really quiet and the last handful of customers is sitting at the tables around 40 meters away from us with the woods right behind. Very relaxing!
Von Bucht zu Bucht, das war ja immer der Plan, also sind wir heute ganze 5 Buchten weiter gesegelt (ja, tatsächlich gesegelt, wenn auch zeitweise nur mit 1.8kn). Von Kepi Creek nach Boynuz Bükü. Beide Buchten haben ja schon eine längere Geschichte. In Kepi Creek haben wir den letzten Abend verbracht, bevor wir auf dem Törn an dem ich Iris kennen und lieben gelernt habe (man klingt das schwülstig, aber es war ja so …). Damals hat mich „Mehmets“ Art jede halbwegs hübsche Frau (sorry Iris, Du warst und bist natürlich weit über dieser genannten Klasse) fragt ob sie ihn heiraten will ziemlich genervt.
Und in Boynuz Bükü waren wir vor 4 Jahren mit Frank, Constanza, Christoph, Sophie, Stefan und Mareike und natürlich mit der 1.5-jährigen Anna und da haben wir das Sonnenuntergangsfoto geschossen, dass dann auf den T-Shirts gedruckt war, die ich für Laras ersten Segeltörn ein Jahr später gemacht habe. Historische Stätten sozusagen!
Bevor wir in Kepi Creek allerdings los sind, haben wir zusammen mit Marlies vom Nachbarboot einen Ausflug zu Mehmet gemacht um bei ihm zum Frühstück Pancakes (Palatschinke oder Pfannkuchen; keine amerikanischen Pancakes) zu essen. Es hat zwar alles sehr lange gedauert, da die Kellner (oder zumindest der, der uns „hätte bedienen sollen“) noch recht übernächtigt vom Vorabend waren, aber wir hatten es ja eigentlich nicht wirklich eilig. Nur der Hunger hat irgendwann angefangen zu nagen.
Nach dem Frühstück sind die drei Mädels (diesmal sind nicht Anna, Lara und Iris gemeint, sondern Anna, Lara und Marlies) noch ums Boot geschwommen - vor allem der Tunnel zwischen den Booten unter den Fendern hatte es ihnen angetan - und haben das Beiboot von Marlies Schiff mit den Kinderpaddeln von unserem neuen Kinderdinghi (dem orangenen Schlauchboot aus Bozburun) herumgerudert.
Wir haben am T-Steg festgemacht kurz nach halb zwei und sind dann am Nachmittag erst mal schwimmen gegangen vom „Strand“ aus. Der ist dort mit Gras bewachsen und das Wasser geht mit schlammigem Grund ganz langsam rein.
Die Hängematten haben es den Jungs ganz besonders angetan:
Später haben wir dann entschieden, dass wir schon um 6 Uhr zum Abendessen gehen und sassen noch gemütlich bei Tageslicht an den Tischen direkt am Wasser. Auch die berüchtigten Mücken kamen erst ganz kurz bevor wir mit dem hervorragenden Essen fertig waren.
Jetzt ist alles schon sehr ruhig, nur noch ein paar Crews sitzen an den Tischen ungefähr 40m entfernt und gleich dahinter im Wald zirpen die Grillen oder grillen die Zirpen?
Tag 149 (4.10.2012)
Today we woke up in the perfectly calm Boynuz Bükü bay. We got some fresh bread from the stone oven (for free!) had a nice breakfast on board. After filling the tank with the free water directly from the fresh water source we left the restaurant jetty and headed towards the Club Marina in Göcek. There we arrived at 11 o'clock and got a mooring space directly in front of the marina office tower (a nice two storey building with balcony around it; they can touch our bimini top from the balcony if they lean down a bit ). The marina manager gave me directions to a mechanic in Göcek town who should be able to weld the knob head to the terminal of the gas spring (I had to look that up in google translate) that has broken off two days ago. So we took the 12 o'clock shuttle boat (free) that transfers between the Club Marina and the partner Marina Skopea in the town. We had lunch at the restaurant „Limon“ right next to Skopea Marina and I headed over to the mechanic while we were waiting for the meals. It took the guys 15 min to weld the pieces together and polish the stainless steel terminal again. And it only cost 20 TL!
After lunch we were looking for a AVEA shop in order to fix my SIM card that was not working the last two days. The outcome was that I bought a second hand turkish mobile phone for 75 TL since there is a new law allowing turkish SIM cards to work with foreign, unregistered phones only for a period of 10 days or two weeks. And to register a foreign mobile phone (with it's IMEI number) you have to pay 100 TL. So the cheap turkish phone was the better option and will even work with other turkish providers if I decide to switch next year. After this little excursion we were hunting for a playground and finally found one a bit „out of town“ and had some ice cream on the water front before heading back on the 5 o'clock shuttle boat. Now I am waiting for the SIMRAD technician (to replace/repair the chartplotter, one cockpit display and the SonicHub, the jukebox/radioa combination) who should arrive any minute now. And at 9 and 10 Iris and I will go to the Hamam for a nice 45 min treatment with foam massage
Wir sind heute morgen in der super ruhigen Bucht von Boynuz Bükü aufgewacht und haben von tonttu aus, am Steg liegend, auf das spiegelglatte Wasser hinausgeschaut. Ganz langsam sind dann auch die anderen Schiffe bzw. deren Crews aufgewacht und die Kellner haben auch erst mal selber gefrühstückt.
Als Anna zum Restaurant gelaufen ist um Brot zu holen, kam sie mit leeren Händen zurück, weil sie sich nicht getraut hat die Kellner beim Frühstück zu stören Wir haben sie dann nochmal losgeschickt und sie kam wieder mit leeren Händen zurück. Die Kellner haben ihr zu verstehen gegeben, dass es noch 5 Minuten dauert, bis das Brot fertig ist. Keine Ahnung wie die kommuniziert haben, denn von denen sprach keiner Deutsch und Annas Englischwortschatz ist halt doch noch etwas dürftig…
Auf jeden Fall haben wir das frische Frühstücksbrot schon abgeschrieben und das vom Vortag angeschnitten, da rief plötzlich jemand vom Steg aus. Tatsächlich war doch ein Kellner mit Brot zu uns gelaufen und hat es uns dann auch noch geschenkt!
Wir haben dann noch mit dem frischen Quellwasser unseren leeren kleinen Tank gefüllt und sind dann gegen 10:00 Uhr ausgelaufen. Unser Ziel war eigentlich nur um die Ecke die Club Marina in Göcek. Wir haben den etwas längeren Weg aussen um die vor Göcek liegende Insel genommen und waren um 11 Uhr dort. Erst wollte man uns einen zu kleinen Liegeplatz anbieten, aber der Marinero hat sich dann doch ohne meinen Zuspruch umentschieden und uns direkt vor/neben dem Marinatower platziert. Wir sind also gut bewacht und die Marinaleute können von ihrem Balkon aus auf unser Bimini-Top langen
Der Marinachef hat mir noch einen Tipp gegeben, wo ich in Göcek jemanden finden kann, der das Edelstahlterminal wieder schweisst aus dem der Kugelkopf herausgebrochen ist, der die Gasdruckfeder für die Heckklappe hält. Wir haben das Teil also abgeschraubt, die Buggies ausgepackt und das Marina-Shuttleboot um 12:00 Uhr nach Göcek genommen. Man kommt dann an der Skopea Marina an. Da sind wir damals mit Frank und Familie und Stefan und Mareike losgefahren. Wir waren damals auch schon mit dem Shuttleboot unterwegs um hier in der Club Marina zu essen und ins Hamam zu gehen.
Da ja Essenszeit war, sind wir gleich in dem Restaurant neben der Marina Skopea im Ort essen gegangen. Damals vor vier Jahren hat es dort ja auch schon gut geschmeckt
Ich bin nach dem Bestellen zu dem Mechaniker gelaufen und habe ihn auch prompt gefunden. Die haben das Terminal wunderbar geschweisst und poliert und ich war nach 10 Minuten wieder draussen. Und für nur 20 TL (also 8 €), ein Schnäppchen geradezu.
Der abgebrochene (oder besser gesagt „herausgebrochene“; denn er war eigentlich nur verpresst) Kugelkopf am Terminal:
Der Terminal mit dem neu angeschweissten Kugelkopf und der Gasdruckfeder wieder montiert:
Nach dem Mittagessen haben wir noch einen AVEA-Shop gesucht, um herauszufinden wieso mein Telefon bzw. die SIM-Karte nicht mehr funktioniert. Es hat sich herausgestellt, dass die Türkei sehr hohe Importzölle auf Handies hat. Und damit die nicht umgangen werden können und die Leute sich einfach günstig Handies im Ausland kaufen funktionieren türkische SIM-Karten (egal von welchem Anbieter und egal ob Vertrag oder Prepaid) nur noch 10 Tage mit einem nicht mit IMEI-Nummer (für 100 TL Gebühr) registrierten ausländischen Handy. So ein Mist!
Ich habe also, statt 100 TL in einem AVEA-Shop in Fethiye zu zahlen kurzerhand ein gerbauchtes türkisches Billignokia gekauft. Damit bin ich die Sorge los, auch wenn ich nächstes Jahr evtl. eine neue SIM-Karte kaufen würde. Auf jeden Fall eine doofe Regelung, insbesondere da es diese erst seit diesem Jahr zu geben scheint und mich die Verkäufer im AVEA-Shop in Bodrum nicht darauf hingewiesen haben…
Danach haben wir noch neue Schwimmflügelchen für die Jungs gekauft, da die alten nicht mehr ganz dicht sind und haben (sehr lange, denn die Wegbeschreibungen waren nicht besonders präzise) einen Spielplatz gesucht. Der war etwas ausserhalb und wäre eigentlich sehr schön gewesen, wenn nicht so viel schon (mutwillig zerstört?) kaputt gewesen wäre. Wir sind also nur eine gute halbe Stunde geblieben, bis auch Luis wieder aus dem Mittagschlaf aufgewacht ist.
Danach wieder zurück in den Ort an die Uferpromenade und das obligatorische Landgangseis gegessen. Sehr lecker, es war Mövenpickeis und gab endlich mal wieder Zitrone bzw. Limette. Danach haben wir das 17:00 Uhr Shuttleboot wieder zurück in die Club Marina genommen. Ich habe das geschweisste Terminal wieder montiert und die Gasdruckfeder wieder eingebaut und danach haben wir die Reste vom Mittagessen (die wir uns mal wieder als Doggie-Bag haben mitgeben lassen) gegessen.
Jetzt bringt Iris die Mädels ins Bett. Ich habe gespült. Die Jungs schlafen auch schon und wir warten auf den SIMRAD-Techniker, der ja eigentlich schon zwischen 5 und 6 Uhr hätte kommen sollen, aber jetzt für 8 Uhr angesagt ist. Der soll den Chartplotter austauschen (oder „reparieren“), das SonicHub (unsere Musik und Radio-Jukebox) wieder in Gang bringen und das eine Grafikdisplay am linken Steuerstand austauschen, das immer wieder spinnt.
Der Simrad-Techniker war inzwischen da und wir sind uns (unter Computerfachleuten) recht schnell einig geworden, dass das Problem mit dem Touchscreen ein Hardwareproblem ist und der Chartplotter ausgetauscht werden muss. Leider hat er aber noch keinen dabei gehabt. Also haben wir aber zur Sicherheit noch ein Firmware-Update gemacht und er hat ein Protokoll gezogen auf seinen Laptop. Damit hofft er schnell ein Ersatzgerät genehmigt zu bekommen. Wegen des SonicHubs wird er morgen früh um 09:30 nochmal vorbei kommen und zirka 2 Stunden das Netzwerk analysieren müssen. Ich hatte ihm nämlich noch gesagt, dass wir ab und zu „no Autopilot controller“-Fehlermeldungen haben. Das hat ihn auf ein Netzwerkproblem schliessen lassen… Vielleicht wollte er aber auch einfach nur heim zu seiner Familie nach Bodrum oder Marmaris Kann ich ja auch verstehen um 21:00 Uhr!
Und um 21:00 Uhr und um 22:00 Uhr haben wir je einen Termin im Hamam mit Schaummassage
Hamam, ahhhh … ein wohltuendes Bad für die Sinne! Die Auferstehung des reinen Geistes wie Phönix aus der Asche des verdreckten Seglerkörpers!!! Sooooooo schön!
Tag 150 (5.10.2012)
Today we had to stay in the Marina in the morning, instead of going to the partner Marina Skopea and their bar swimming pool as promised to the girls. The reason was, that the Simrad technician had to come back for a second round of anaylsis. But at least now it is official that the NSS12 (the chart plotter) is not working properly any more. Hoorray! I will probably get a replacement at the beginning of next week. Instead of the pool the girls (all three of them) went to the Hamam. As we had learned yesterday it is ok for small children to have a Hamam treatment. And they really enjoyed the foam massage and the scrubbing (peeling) of the skin. Of course they did some mischief after their treatment while Iris had another foam massage. They splashed around with the water and foam around the hot stone. But the hamam massage guy took it in stride.
After lunch, we left the marina and went over to the filling station (about 200 m distance) to get diesel fuel (65L) and have our waste tanks pumped out. Already at the filling station we saw some lightning over the hills north of Göcek. But the weather held until the early evening and we did sail south into tomb bay (not far from Göcek) and made fast at the restaurant jetty with two moorings in appreciation of the thunderstorm that would probably come later. We went for dinner at the restaurant and I got a shave (15 TL including a nice neck and face massage) at the little barber hut behind the restaurant almost in the woods already. During lunch the rain started to fall (only lightly) and we again saw lightning and heard thunder rolling in different directions around the bay. Unfortunately the little wind that started (around 6kn) is rather cool and now we have only about 22 degrees in the cockpit. Well, fall is coming to Turkey as well.
Heute Vormittag wollten wir ja ursprünglich rüber zur Skopea Marina und dort in den Swimmingpool bei der Bar gehen. Aber leider musste der Simrad-Techniker ja heute Vormittag nochmal kommen um das Netzwerk zu untersuchen. Also haben wir erst mal im Cockpit gefühstückt (die Mädels wollten zwar alle unten frühstücken, aber ich habe mich durchsetzen können) und dann kam auch schon um halb 10 der Simradist.
Da das Schwimmsportprogramm ja ausgefallen war und ich gestern erfahren habe, dass auch Kinder ins Hamam gehen können, habe ich das den drei Damen vorgeschlagen und sie sind um nach 10 losgetigert.
Bis um kurz nach 12 Uhr waren die drei also verschwunden. Es hat den Mädels scheinbar sehr spass gemacht so abgeschrubbt und eingeseift zu werden. Danach haben sie sich natürlich, während die Iris nochmal eine Seifenmassage bekommen hat, nicht nehmen lassen, allen möglichen Unfug rund um den warmen Stein und mit der Seifenlauge anzustellen. Aber der Hamam-Masseur hat es wohl gelassen genommen.
Wir haben inzwischen herausgefunden, dass das SonicHub aktuell nicht ging, da es irgendwie kein Startkommando vom NSS12 bekommen hat, da dieses nicht mehr als Master konfiguriert war. Das ist wohl seit dem Reset von letzter Woche so. Aber warum es auch ein paar Wochen lang vorher nicht ging ist nicht herausgekommen.
Also ist der Simrad Mann um 20 nach 12 wieder abgefahren und hat gesagt, dass wir wahrscheinlich am Montag Nachmittag oder Dienstag Vormittag ein Ersatzgerät bekommen werden. Na, sehen wir mal …
Dann haben wir noch schnell zu Mittag gegessen (Anna hatte sich mal einen Griessbrei gewünscht) und ich habe noch schnell das nötigste in dem Mini-Carrefour („Carrefour Ekspres“) in der Marina eingekauft. Denn der Einkauf in Göcek ist natürlich auch flach gefallen.
Danach haben wir dann um kurz nach eins abgelegt und sind um die Ecke (ca. 200 m) zur Tankstelle gefahren, haben dort 65 L Diesel getankt und offiziell 80 Liter (2x 40L) aus den Schwarzwassertanks abgepumpt („Stinkitanks“ würden die Mädels dazu sagen). Das wird nicht wirklich gemessen und so habe ich, da ich mir unsicher war 2x40L angegeben. Es können aber auch nur 2x20L Tankvolumen sein. So haben wir aber einen Eintrag für 80L und damit ist es glaubwürdiger, dass wir „einige Tage“ ohne abpumpen auskommen
Während wir an der Tankstelle waren hat es über dem Berg Karaköy (südlich von Fethiye) und nördlich von Göcek schon immer wieder mal geblitzt. Aber es blieb erst mal bei dem Wetterleuchten.
Wir sind dann sogar unter Segeln nach Süden gekreuzt und haben uns in der Tomb Bay (da gibt es ein paar lykische Gräber oberhalb der Bucht in den Felswänden) an den Restaurantsteg gelegt. Da es ja zu Gewittern drohte, wollte ich nicht mit Landleine und Anker woanders in der Bucht liegen.
Wir haben dann doch dort gegessen (schon um 5) und ich habe mir von dem Barbier, der hier halb im Wald einen kleinen aber feinen Schuppen als Friseursalon hat, den Bart rasieren lassen. Das hat inklusive einer kleinen Gesichts- und Nackenmassage 15 TL gekostet und wahr höchst angenehm. Eine halbstündige Rückenmassage kostet nur 30 TL Vielleicht ja morgen früh, ab 10:00 Uhr. Dann ist er wieder da bis 19:00 Uhr abends.
Kurz vor 6 hat es dann doch noch angefangen zu regnen (ganz leicht) und es donnert und blitzt immer wieder mal um uns herum. Aber was grösseres wird daraus wohl nicht. Der (leichte) Wind ist aber etwas kühl geworden. Wir haben jetzt nur noch 22.7 Grad im Cockpit um viertel vor 7 am Abend. Es herbstelt halt auch hier…
Ob das AIS so richtig funktioniert, weiss ich leider auch nicht. Denn auf den Tracking-Portalen (www.marinetraffic.com) sind wir immer noch kurz vor Marmaris (letzter Eintrag vom 27.9.) und nicht hier im Golf von Fethiye. Die „befreundeten“ Schiffe Nyumba (ja, die sind auch wieder da) und Arishi (das sind die Wiener, die wir in My Marina getroffen hatten und neben denen wir vorgestern Abend gelegen haben) sind mit Einträgen von heute zu finden.
Aber dafür gab es von Südost Yachting positive Nachrichten. Meine offenen Reparaturrechnungen (alles Garantiefälle) sollen angeblich heute noch bezahlt werden. Na da freue ich mich aber auf Montag und meinen Kontostand!
Tag 151 (6.10.2012)
After some beach time near the restaurant we had lunch on the boat and left tomb bay at one o'clock, heading towards the southern end of the gulf of fethiye/göcek and the group of funny named coves (at least the Rod Heikell has funny names for them): Wall bay, ruin bay and seagull bay. We sailed the enormous distance of 5.7 nm (it would have been 2.75 nm only, without tacking) and arrived around 3 o'clock. We intended to anchor (without landline) but there was a guy at the restaurant boat's jetty who waved frantically and the available anchoring space was rather sparce with the ground dropping off very quickly. So we went bows in first to inquire about mooring without going to the restaurant and about the depth at the jetty. Mooring without eating is okay, he said, and the water is over 4 m directly at the jetty.
So we went out again, turned around, prepared the anchor (the mooring lines looked rather thin) and put out the fenders. After dropping the anchor we slowly went in backwards until the anchor held us about 5 m off the jetty with the engine pulling backwards, towards the jetty. I threw over the lines, got them back, fastened them and picked up the mooring line, passing it to Iris who fastened it at the bow. Then I took a measurement and found out, to my utter astonishment, that the water was only 2.6 m deep at the end of the boat. I told this to the guy who said it was 4 m and he did not even looked astonished. So I started shouting at him that this is no good way to get customers to his restaurant and we took off again. If I would not have been that cautious and had not double checked, I would have run my rudder aground. The water here is so clear, that „it always looks shallow“, so you have to either trust the jetty guy (never again!) or take your own soundings (from now on always?).
We were about to leave the bay, when the guy came to us in his dinghy and offered to help us bring out a line to the trees (he told me it were his private trees, so it would be ok; I had asked him about the law forbidding to tie to trees in Turkey). So we decided to took that peace offering and anchored some meters off his jetty. Unfortunately our anchor did not hold the first time, so we had to do it again, dropping the anchor about 15 m further out on 25 m of depth. In the end I had to let out the whole 60m of chain and another 15 m of the anchor rope that I had spliced to the chain some weeks ago.
Later on we visited our neighbours, Australians on a 50 foot Benetau, because they so nicely invited us over by waving a bottle of white wine. So we lowered the dinghy, attached the motor and invaded their boat We all had a lot of fun (in the end Anna, Lara, me and Isabella were dancing on the foredeck; not due to the white wine but the music that so much appealed to Anna) and went back a it after 5 in the evening. They promised to visit us tomorrow morning after breakfast, and later tomorrow we will visit the saegull on the beach, made out of white stones, that gave the cove it's name.
Wir sind heute am Morgen erst mal noch nach dem Frühstücken an den Strand gegangen und haben gebadet. Mama und Papa haben dabei noch einen türkischen Tee bzw. Kaffee genossen. Leider kam der Barbier/Masseur doch nicht um 10, sonst hätten wir evtl. seine Dienste in Anspruch genommen.
So haben wir die Jungs gejagt (die verstehen es inzwischen hervorragend im Team für Ablenkung zu sorgen, damit einer von beiden etwas anstellen kann) und mit den Mädels eine Sandburg (es war dann doch mehr Schlick bzw. sehr, sehr feiner Kies) gebaut. Schwimmen waren wir auch kurz und danach gab es noch eine Runde zu Trinken, denn es war dann ja schon fast Mittag.
Zu Mittag haben wir jedoch an Bord gegessen (Tsatsiki, Thunfisch-Mais-Salat und Brot) und haben danach (kurz vor eins) abgelegt. Wir wollten zu einer der drei Buchten ganz im Süden des Golfs von Fethiye/Göcek fahren. Die haben (zumindest im Rod Heikell Hafenhandbuch) so schöne Namen wie „Wall Bay“, „Ruin Bay“ und „Seagull Bay“.
Um dort hin zu kommen sind wir bis drei Uhr die sagenhafte Strecke von 2.75 nm direkter Weg bzw. 5.7 nm auf Kreuzkurs nur mit dem Vorsegel gesegelt. Wir hatten immer zwischen 8.5 und 11 kn Wind genau aus Süden aber an den Buchten bzw. Landvorsprüngen an denen wir vorbeigesegelt sind hat er immer etwas gedreht, aufgefrischt oder abgeflaut. Es war also doch immer was zu tun, trotz Selbstwendefock.
In der Seagull Bay, für die wir uns am Schluss entschieden haben, ist eine Möwe aus weissen Steinen am Strand ausgelegt. Leicht den Hang hinauf, so dass man sie super sehen kann. Die werden wir uns morgen früh noch ansehen.
Wir wollten erst frei ankern, aber die Ufer fallen im Wasser doch recht steil ab. Also sind wir doch zu dem Steg des Restaurantbootes gefahren, auf dem schon jemand heftig gewinkt hat. Wir sind erst mal mit dem Bug voraus hingefahren, damit Iris fragen konnte, ob wir auch willkommen sind, wenn wir nicht essen gehen (wir wollten mal wieder etwas selber kochen) und ob es tief genug ist für unser 2.4 m Ruderblatt.
Der Mann/Wirt meinte: Kein Problem, der Steg ist kostenlos auch ohne essen zu gehen und es wäre über 4 m tief. Ich habe dann nochmal wegen der Tiefe nachgefragt und auf unser tiefes Ruder hingewiesen. Er meinte wieder kein Problem: Ganz tief.
Also haben wir umgedreht, die Fender raus, den Anker vorbereitet (ich wollte mich nicht nur auf die ziemlich dünn wirkenden Mooringleinen verlassen) und geworfen und sind rückwärts auf den Steg zu gefahren. Ich habe Iris den Anker schon recht früh dicht kommen lassen, so dass wir mit Motorhilfe genau so weit weg vom Steg standen, dass die Leinen gerade rüber und wieder zurück reichten. Also von der runter geklappten Badeplattform aus noch etwa 5 m. Es sah schon sehr, sehr flach aus. Also habe ich nochmal nachgefragt. Wieder hiess es: tief genug, über 4 m am Steg an dieser Stelle. Ich habe die Leinen rüber gegeben, die Mooring entgegen genommen (da wollte er mich schon näher ziehen an den Leinen, aber ich habe abgewunken, da ich erst Iris die Mooring belegen lassen wollte) und habe dann doch noch das Lot genommen und die Tiefe an der Badeplattform gemessen. Da waren es gerade noch 2.6 m und genauso direkt am Heck. Da bin ich dann fast ausgeflippt und habe dem Typen angeschnauzt er soll mich nicht anlügen über die Tiefe am Steg, oder sich selber mal informieren. Er hat dann auch gar nicht verwundert geschaut, als ich ihm mitgeteilt habe, dass es 5 m vom Steg entfernt schon nur noch 2.6 m tief ist. Ich habe ihm auf den Kopf zugesagt, dass er damit sicher keine Kunden gewinnt und seinen Ruf verliert, wenn er die Segler beim anlegen im wahrsten Sinne des Wortes auflaufen lässt.
Wir haben also die Mooring wieder ins Wasser geworfen und den Anker hochgezogen. Eigentlich wollten wir schon fahren, da kam der Typ dann doch recht kleinlaut mit seinem Dinghi dahergefahren und hat uns angeboten uns beim ausbringen einer Landleine zu helfen, wenn wir etwas weiter neben seinem Steg ankern wollen.
Das haben wir dann auch gemacht, mussten aber zwei mal ankern, da der Anker beim ersten mal immer wieder gerutscht ist, bis ich hinten schon so nahe am Ufer war, dass wir nur noch 3.5 m Wassertiefe am Heck hatten. Also haben wir den Anker nochmal geschmissen, dieses mal etwa 15 m weiter draussen, wo es schon 25 m tief war. Schlussendlich musste ich dann über die 60 m Ankerkette hinaus gehen und wir hängen jetzt an der von mir angespleissten Ankerleine und haben damit etwa 75 draussen. Vielleicht brauchen wir doch noch eine Kettenverlängerung…
Während des Manövers haben unsere Nachbarn (Australier auf einer Benetau Oceanis 50) den Mann eine gekühlte Wasserflasche rüber bringen lassen für uns. Das war mir erst peinlich, da ich annahm es soll eine Anspielung auf das klassische Bild sein, dass wir dargeben: Mann am Steuer schickt Frau an den Anker und brüllt dann von hinten immer wieder was vor (es ist wirklich nicht leicht die Iris zu fragen, wieviel Kette schon draussen ist ohne zu brüllen, wenn sie über der rausratternden Kette steht).
Sie haben uns dann aber später noch eine Weisweinflasche hochhaltend zu sich rüber eingeladen. Und wir sind dann auch alle 6 rübergefahren. Sie haben sich sehr über ihren Besuch gefreut und wir haben uns nett unterhalten. Am Schluss haben Anna, Lara, Ich und Isabella noch auf dem Vorschiff getanzt (auf Wunsch der Mädels). Gegen viertel nach 5 sind wir dann zurück an Bord und es gab die letzten Nürnberger Bratwürstel (vom Lidl in Griechenland) mit Rösti (von Frank und Constanza aus München mitgebracht) und angebratenen Parprika (in Göcek gekauft). Es hat allen geschmeckt, nur Luca wollte die Paprika nicht essen …
Jetzt ist es super ruhig (bis auf den Motor oder Generator des Restaurantbootes) und dem Wiederhall des Gelächters der Crew von einem Katamaran die nicht weit von uns aber dafür direkt vor der Felswand liegen. Morgen werden uns Ron und Isabella nach dem Frühstück auf unserem Boot besuchen (sie haben uns Ihr Schiff gezeigt und wir wollten ihnen gerne auch unseres zeigen) und dann sehen wir uns noch die Seemöwe an.
Tag 152 (7.10.2012)
We made the shortest trip ever today. Only about 600 meters across the bay. After swimming and visiting the seagull on the beach we had something to drink (tee and turkish coffee for the adults and Fanta for the kids) at Ahmed's open air restaurant and then went back on the boat for lunch. On the phone we learned that Marlies boat (the one we lay next to in Kepi Creek some days ago) was on the way from Fethiye to our neighbouring bay, so we decided to wait until they arrived and then head over to them. In the end they decided to go to one of the buoys across on the other side of the bay.
When we raised our anchor another boat was heading towards us and somebody called me by name. We were quite surprised to see a friend of Martin and Irene whom we met on their wedding at the beginning of August. He is here with some friends on a chartered boat and they just started their trip yesterday. Quite a coincidence.
When we arrived at the buoy next to Arishi we went over by dinghi for a chat and later did some waterskiing with the swimming board attached with a 5 m rope to our dinghi. Unfortunately a thunderstorm started at around 5, so we had to go back to our boat. Luckily it was the same kind as the last night with a little rain but no wind and lightning and thunder in different areas around us. Later on Daniel will come over and maybe also Marlies parents in order to have a drink with us.
Na, heute haben wir ja echt den Streckenrekord geschafft. Gut wir hatten schon Tage da sind wir gar nicht unterwegs gewesen, aber das ist ja was anderes. Heute sind wir vom Nordosteck der Seagull Bay in das Südwesteck der Seagull Bay gefahren. Ganze 600 m!
Und so kam es: Wir wussten nicht wo wir heute hin sollten und waren relaxed bis unschlüssig wann wir dahin wollten wo wir nicht wussten wo es sein sollte. Alles klar?
Also sind wir erst mal nach dem Frühstück mit dem Dinghi rüber zur Seemöve am Ufer gefahren und haben die besichtigt. Danach haben wir etwas am Strand gespielt und ich war mit den Mädels baden. So super spielgeeignet war der Strand für die Jungs aber nicht, da es dort ein paar Esel und Ziegen gab und immer wieder deren Hinterlassenschaften. Ausserdem war da noch ein offener Brunnen vor dem wir die Jungs immer wieder weg ziehen mussten.
Also sind wir zu Ahmed's Freiluftrestaurant mit davor liegendem Steg (Ihr erinnert Euch an den Eintrag von gestern) mit seinem Restaurantschiff daran. Dort haben wir zwei Fanta, einen türkischen Kaffee und einen türkischen Tee bestellt.
Anna hat die Schaukel ausfindig gemacht und eine Weile stehend geschaukelt (das hat der Sohn oder Enkel von Ahmed vorher vorgemacht) und Lara ist immer wieder auf einen Felsen gleich neben der „Terasse“ geklettert. Die Jungs haben alle möglichen Gegenstände eingesammelt die rumlagen und zu uns gebracht. Bevorzugt die kleinen Solar-LED-Lichter die wohl am Abend für Stimmung sorgen sollen.
Die Jungs fanden die Hängematte klasse:
Mir hat besonders die Ziege am Ende vom Steg in der Relaxpose gefallen:
tonttu vom Freiluftrestaurant aus:
Zum Mittagessen sind wir dann wieder zurück aufs Boot und ich habe aus zwei Dosen Kichererbsen und der Sesampaste die wir im Mini-Market in der Marina Gouvia auf Korfu erstanden haben ein Humus gemacht. War gar nicht so schlecht, obwohl die Sesampaste leider mit Honig gesüsst war. Das hatte ich vorher nicht gemerkt. Dazu gab es in der Türkei mit türkischen Produkten hergestellten griechischen Salat (also Tomaten, Gurken und Feta-Käse).
Danach haben wir die Jungs ins Bett gesteckt und mit Marlies Eltern telefoniert. Die waren gerade auf dem Weg von Fethiye zu uns herüber. Ihr Plan war entweder in die Wall Bay (gleich neben der Seagull Bay) oder eben in die Seagull Bay zu gehen. Damit war unser Plan klar. Wir bleiben hier unten. So konnten Iris und ich mal ein wenig lesen und die Mädels haben sich mit basteln/malen und Biene Maia schauen beschäftigt.
Als wir dann gerade am ablegen waren, weil die Arishi (Marlies Boot) schon gegenüber (also in der Südwestecke der Seagull Bay) an einer Boje festgemacht hatte, kam ein Charterschiff von Sun Charter rein und drehte vor uns. Dann rief plötzlich jemand „Hallo Mark“! und es stellte sich heraus, dass es ein Freund von Martin und Irene war den wir an deren Hochzeit Anfang August kennen gelernt haben. Sie haben dann schlussendlich „unseren“ Liegeplatz genommen und wir sind gegenüber an die Boje neben Arishi gefahren.
Arishi an der Boje neben uns:
Dort haben wir dann noch kurz Marlies besucht und sind dann noch etwas mit dem Dinghi und dem Schwimmbrett Wasserski gefahren und haben kurz gebadet. Dann hat es leider angefangen zu gewittern. Wir sind aber noch trocken zurück an Bord gekommen und haben dann das Abendessen gemacht. Es gab mal wieder nur „Strafessen“ für die Mädels: Ein Gemüsecurry mit Reis. Wir (Iris, Luca, Luis und Ich) fanden es super aber die Mädels haben gemault!
Gewitterstimmung:
Dinner im Dunkeln im Cockpit (Anna wollte auch mal wieder fotografieren):
Später wird Daniel von „gegenüber“ noch kurz zu uns kommen und Marlies Eltern werden hoffentlich auch noch auf einen Drink vorbei kommen. Ab und zu donnert und blitzt es noch, aber vor stärkerem Wind und starkem Regen sind wir glücklicher Weise bisher verschont geblieben.