Unser bLogbuch
Hier findet Ihr unser online-Logbuch (oder auch „bLogbuch“) vom ganzen Törn. Ich (manchmal wir) habe jeden Abend geschrieben und es sind auch viele Photos dabei. Ursprünglich war der Blog hier wie üblich „rückwärts“, also der neueste Eintrag zuerst. Jetzt habe ich ihn aber umgedreht, damit es einfacher zu lesen ist.
Uebrigens, wer uns anrufen will: Unsere lokale Telefonnummer ist aktuell die 089-12590250 (nicht mehr die +90 (507) 591 24 82)!
Tag 158 (13.10.2012)
Today we made the final stretch of our voyage. We left My Marina in Ekincik Bay right after breakfast and were in Marmaris approximately 3 hours later. We even hat to slow down a bit on the approach of Netzel Marina in order to be able to finish our lunch. In Netzel we topped up the fuel tank again and then headed over to Yacht Marin where we got a place on Juliet pontoon, which is ok, but unfortunately only on the southern side where the winter storms come from. The spot is also a bit tight. But there is a chance that we will get a better place tomorrow or the day after.
I am even thinking about putting tonttu on land for some months during winter. With the antifouling having to be done again, because it was put on badly, we will have to take tonttu out for at least 15 days anyways. After arriving we showed my parents the premises and shopped some ice cream. Later on I bought some more stuff in the ships chandler's and got some updates on the prices for mooring in the water or on land. I arranged that I will have time to think it over and create the definitive contract on Monday.
Iris, the girls and I visited the pool later in the afternoon and at a quarter past 6 we all went to the marina restaurant to have dinner. The food was again very good and the green light did not bother us, since it was not possible to eat outside any longer anyways. And tomorrow the work of cleaning tonttu and making it ready for the winter…
So, dass war er, der letzte Tag unserer Grossen Reise. Zumindest werden wir aus der Marina hier nicht mehr rausfahren bis irgendwann im nächsten Sommer.
Wir sind nach dem Frühstück an Bord aus der My Marina in Ekincik losgefahren und haben zum Abschied nochmal die wunderschöne Anlage fotografiert:
Danach waren wir knapp drei Stunden bei null bis ganz wenig Wind (also wieder unter Motor) unterwegs bis nach Marmaris. Dort haben wir in der Bucht erst mal einen Gang runter geschaltet, damit wir noch Iris wunderbares Risotto vor dem anlegen an der Tankstelle geniessen konnten.
An der Tankstelle gab es erst mal etwas gedrängel, weil neben den zwei Seglern die tanken wollten (wir und ein anderes Schiff) auch noch ein Motorboot und zwei Dinghis angelegt hatten um Leute ein- oder aussteigen zu lassen. Irgendwann kam dann ein Marinero von der Netzel Marina nebenan und hat die ganzen parkenden Boote verscheucht.
Wir haben mal wieder etwas über 80 Liter zum horrenden türkischen Preis von 1.99 € in den Steuerbordtank laufen lassen. Danach sind wir die knappe halbe Stunde rüber zur Yacht Marin gefahren und haben dort einen Platz am Steg Juliet bekommen (eigentlich ganz gut), aber leider nur an der Südseite, also der dem Wind zugewandten Seite bei den Winterstürmen. Aber vielleicht wird in den nächsten Tagen noch etwas anderes frei. Denn immer mehr Boote werden aus dem Wasser gehoben. Der Platz hier ist auch super eng und wir quetschen uns ganz schön mit den Fendern zwischen die anderen Boote neben uns. Das wäre kein geeigneter Winterplatz.
Aber inzwischen bin ich am überlegen, ob wir tonttu nicht doch eine gewisse Zeit auch an Land aufstellen lassen. Da ja das Antifouling mangelhaft erstellt worden ist, muss sowieso erst mal der Rumpf abgekratzt werden und neuer Primer und Antifouling drauf. Dazu muss tonttu sowieso mindestens 15 Tage aus dem Wasser. Warum dann nicht gleich die ganzen Wintermonate…
Ich werde mir das bis Montag überlegen. Teuerer ist es natürlich auch das Schiff an Land stehen zu lassen.
Am Nachmittag haben wir meinen Eltern dann erst mal die Marinaanlage gezeigt, ein Eis im Supermarkt gekauft und noch ein paar Kleinigkeiten im Schiffsausrüsterladen gekauft. Etwas später habe ich dann im Marinabüro nochmal alle Preise eingeholt und ausgemacht, dass ich mich am Montag entscheiden werde und den Vertrag abschliesse.
Die Mädels mit ihren Rollern auf der Marinafreifläche (da werden später wohl auch noch Schiffe abgestellt):
Iris, die Mädels und ich sind dann noch kurz zum Schwimmbad gegangen und haben dort eine dreiviertel Stunde gebadet. Und danach sind wir alle zusammen zum Essen im Marinarestaurant gegangen. Es hat wieder sehr gut geschmeckt. Das grüne Licht war auch kein Problem, denn man konnte sowieso nicht mehr draussen sitzen.
So, und ab morgen beginnt die Arbeit. Ich werde aber trotzdem weiter bloggen…
Tag 159 (14.10.2012)
I will continue writing until we are leaving Marmaris. I don't want to spoil your evenings by forcing you to watch the telly instead of reading our blog
We had a nice breakfast using up the rest of the eggs and ham for a nice omelette. After that we kept busy until noon by taking the sails down, raising them up again and washing them with fresh water and cleaning them with the brush at the same time. After that they werw up until 4 in the afternoon to thoroughly dry. Now the foresail is packed in a nice package lying on the aft starboard cabin's bed and the main sail is rolled (so that we did not have to take out the battens and is lying on the same bed, then continuing on until almost to the forward end of the table in the saloon (on the floor of course). Big sail!
We also took care of some of the ropes (washing them without detergent in the washing machine) and removed most of the blocks, marking them and taking photographs of hoprefully everything. At the same time my mum and Iris did some sorting out of food stuff and cleaned some of the holds already. My parents of course had to pack as well, since they were leaving by cab at half past 6 tonight towards a hotel in Dalaman. They are flying out tomorrow morning. After all this work (and much more I did not mention) we quit at half past 4 and went to the pool for a swim. At least me, the girls and Iris jumped in and the boys ran around the sides of the pool with their life savers throwing in all kinds of things for me to bring out again. We had a drink afterwards at the „beach bar“ which is located right next to the swimming pontoon in the marina. Quite a surprise to find this inside the marina! And then it was time to bring my parents to the cab and say good bye. Afterwards we had fajitas for dinner and brought the kids to bed.
So, damit Euch nicht der tägliche Lesestoff ausgeht (Ihr lest doch alle jeden Tag, oder? Denn Kommentare habe ich schon länger keine mehr gesehen!) schreibe ich einfach weiter, bis wir von hier weg fliegen. Denn aufräumen für das Winterlager gehört ja irgendwie auch zu einem Langzeittörn. Nachdem wir ja jetzt „Reeder“ und „Reedersgattin“ sind, wie Marlies Eltern so schön gesagt haben. Mit allen Vor- und Nachteilen. Eben auch aufräumen und sich mit Garantiefällen rumschlagen.
Wir haben heute opulent mit Rührei gefrühstückt (die Eier und der Speck müssen ja auch weg) und danach angefangen mit den ersten Aufräumarbeiten und Einwinterungsvorbereitungen:
- Lazy Jack abmontieren
- Grosssegel runternehmen; dann langsam immer 1.5 m am Stück hochziehen und dabei von beiden Seiten gut abspritzen mit Süsswasser und auch mit dem Schrubber etwas abbürsten, damit der Staub von Mykonos endlich weg kommt
- Vorsegel runternehmen; dann langsam immer 1.5 m am Stück hochziehen und dabei von beiden Seiten gut abspritzen mit Süsswasser und auch mit dem Schrubber etwas abbürsten, damit der Staub von Mykonos endlich weg kommt
- Einige Leinen abgemacht und in die Waschmaschine geschmissen (ohne Waschmittel, der Umwelt zu liebe)
- Fender aufgepumpt (die, für die die Schlauchspitze des neuen Kompressors gepasst hat, zumindest)
- Blöcke abmontiert und beschriftet
- Vom kaputten Code0 die Rollreffeinrichtung unten und oben abmontiert; die Rolle unten demontiert; die Endlosreffleine gegen die neue, längere ausgetauscht und die Rollreffeinrichtung vom Flugrost befreit; das ganze Paket eingepackt und in die Segellast geräumt; den Code0 selber nehmen wir ja als Fluggepäck nach München mit
- Als dann am Nachmittag die Segel gut getrocknet waren haben wir sie beide wieder runtergelassen und die Fock gefaltet und zu einem Päckchen verschürt in die Jungskabine gesteckt und das Grosssegel nur gerollt (damit wir die Segellatten nicht rausnehmen mussten) und von der Jungskabine aus bis unter den Esstisch am Boden ausgelegt
Während dessen haben Oma und Opa die Kinder beschäftigt oder immer wieder mal mithelfen müssen bzw. selber packen und auch mit Iris etwas putzen und Küche und Vorräte aussortieren. Denn die beiden sind ja heute um halb 7 Abends mit dem Taxi nach Dalaman ins Hotel neben dem Flughafen gefahren. Morgen früh fliegen sie dann heim nach München.
Oma hat mit den Mädels noch einen Ausflug zum Spielplatz gemacht und sie waren danach beim Supermarkt einkaufen (für unser Abendessen brauchten wir noch Hühnchen) und sind noch an der „Beach Bar“ hängen geblieben. Nicht weit von unserem Steg gibt es nämlich einen Schwimmponton mit Liegekissen und einer kleinen Bar mit Tischen daneben. Echt nett!
Gegen halb 5 haben wir dann Feierabend gemacht und sind alle zusammen zum Schwimmbad gegangen. Die Mädels und ich waren noch ausführlich planschen, Iris war auch kurz drin und die Jungs sind in den Schwimmwesten immer wieder den Beckenrand entlang getigert und haben die Schwimmflügelchen reingeschmissen damit ich sie ihnen dann wieder raushole.
Danach waren wir an oben beschriebener Beach Bar noch etwas trinken und die Mädels haben mir dann noch geholfen Oma und Opa zum Taxi zu bringen. War wieder ein trauriger Abschied.
Danach haben wir die Jungs noch ins Bett gebracht (Iris hat ihnen schon Brei gegeben während wir weg waren) und ich habe uns danach nochmal Fajitas gemacht. Jetzt sind die letzten griechischen Tortillas auch aufgebraucht
Bilder gibt es heute keine. Ich habe zwar unmengen geschossen aber immer nur von irgendwelchen Leinen und Blöcken, damit ich im Frühjahr wieder alles zusammen bekomme …
Tag 160 (15.10.2012)
Today we made our contract for the next 8 months. tonttu will be in the water until the end of November and then stay on land until the end of April next year. So the antifouling can be done in about 6 weeks and we will have a fresh start next year. I also went to see TMS (our service company) and arranged that they will meet us on the boat tomorrow morning. I also bought a 10m rope (12mm) to be used as a new line for the anchor chain hook. With two ends to the bow and on each one a jerk damper (courtesy of google translate) to make our nights on anchor even more pleasant.
We had lunch on the boat using up some „left overs“ and after lunch we cleaned the dinghi (the girls just loved to assist me) and I removed some more blocks and ropes from the deck and washed the ropes in the washing machine. We also did some more cleaning of the ships inside and I cleared out the sail hold to make room for the equipment I needed to remove from the deck.
At half past four we went to the pool again to relax and play in the water. And from there we went to the restaurant for dinner directly. So now at about a quarter past 7 we are back on the boat and are bringing the kids to bed. We are a bit tired ourselves and tomorrow is another, final day of readying the boat for the winter!
So, und heute ging es weiter im Text…
Nach dem Frühstück (wir haben etwas länger - bis 08:15 - ausgeschlafen) habe ich erst mal bei TMS vorbei geschaut (das ist die Servicefirma, die mir empfohlen worden ist), um die weiteren Arbeiten abzuklären. Sie werden morgen um 10:00 Uhr an Bord kommen um alles zu besprechen. Wolfgang von TMS hat wieder die Empfehlung ausgesprochen das Schiff an Land zu stellen während der Winterstürme (also von Dezember bis April) und das werde ich auch machen lassen.
Dann habe ich noch im Schiffsausrüsterladen eine 10m lange Leine gekauft für den Kettenhaken. Die habe ich dann gleich eingeschoren und mit den alten Ruckdämpfern von Franz versehen, so dass wir nächste Saison noch ruhiger vor Anker schlafen können.
Danach war ich im Marinabüro und habe den Vertrag abgeschlossen. Er läuft über 8 Monate (also bis 13.6.2012) und davon wird tonttu 5 Monate an Land stehen. Voraussichtlich von Ende November bis Ende April. Das kann ich aber noch über TMS abklären und organisieren lassen. Die müssen ja sowieso das Schiff vom Liegeplatz zum Kran und danach wieder zurück fahren, da ich dann ja nicht vor Ort sein werde. Natürlich muss ich jetzt den Motor auch einwintern lassen, denn anlassen einmal im Monat geht an Land natürlich nicht.
Mittag gegessen haben wir dann an Bord (Pasta mit Fertigsauce aus dem Glas; die musste aufgebraucht werden) und danach habe ich noch ein paar Blöcke und Leinen abgebaut und die Leinen in der Waschmaschine gewaschen. Danach haben mir die Mädels geholfen das Dinghi sauber zu machen. Es liegt jetzt zum trocknen an Deck und wird morgen eingepackt.
Daneben gab es noch viele, viele Kleinigkeiten zu erledigen. Putzen, aufräumen, ausräumen und auch die Segellast umräumen und ausmisten. Wir haben einiges an aufblasbarem Kinderspielzeug weggeschmissen, weil das alles bekanntermassen nicht all zu lange dicht hält. Aber pssst, nichts davon Anna und Lara verraten!
Die 12V Zeitschaltuhr für den Ventilator habe ich auch in Betrieb genommen. Allerdings waren wir zu dem eingestellten Zeitpunkt (17 bis 18 Uhr) gerade nicht da um die Funktion zu prüfen.
Wir sind nämlich wieder um ca. 16:30 zum Schwimmbad gegangen und haben etwas im Wasser getobt. Von dort aus sind wir dann gleich ins Restaurant zum essen gegangen und vor knapp einer halben Stunde (also um viertel nach 7) zurück gekommen.
Und morgen kommt dann der Endspurt!
Tag 161 (16.10.2012)
This is the last entry. The trip is at it's end and we are flying home tomorrow. Not directly home, since we will spend two nights in Istanbul, but that's another story.
Today we finished cleaning and winterizing the boat. I hope so, at least. We tried to finish off as much of the left-over food as possible, but weren't really able to. So we gave the rest of the unopend food stuff that would perish until next spring to our neighbours across the jetty. They are from Sweden and will be doing the same trip as we did this year in the coming year. Of course the other way round and much faster. They plan to be back in Sweden with their HR45 by midsummer.
I hope I was able to tie in the boat well enough. I even put the protecting hose tape (google translate?!) around the ropes tying us to the jetty to prevent chafe. And on the boat side I even wrapped it in old towel pieces (around the hose tape). We are well off the jetty now and when I raise the bathing platform tomorrow we have about 2.5 m to the jetty. That should be enough. I actually wonder what of these measures will be activated again when the boat is put back in the water at the end of April…
Well, I guess that's it, apart of a lot of work details, that I will refrain from repeating here in the english „abstract“ We will have to raise „early“ tomorrow at 7:30 in order to make the taxi at 10:00 and being able to finalize the tying up of tonttu. In the end, I will probably forget something I thought was important, but is not important in the end. And in worst case, the TMS guys can do it for me in one of the following days.
So, dass ist jetzt der letzte Eintrag. Die Reise ist zu Ende, jetzt geht es nur noch nach Hause. Wir machen ja noch einen zweinächtigen Istanbulaufenthalt, der wird sicher schön, gehört aber eigentlich nicht zu dieser Erzählung.
Heute haben wir weiter das Schiff aufgeräumt und geputzt. Keine Bange, eine Aufzählung kommt auch noch.
Am Morgen haben wir zuerst einmal gefrühstückt. Was für eine Überraschung. Wir haben uns bemüht so viel wie möglich von den offenen Lebensmitteln aufzubrauchen, aber dabei haben wir nicht mit unseren Kindern und deren Essensvorlieben gerechnet. Die haben natürlich lieber die Sachen gegessen, die sich bis nächstes Jahr gehalten hätten.
Wir haben dann versucht erst mal unten wieder die Übersicht zu bekommen. Iris hat mit den Mädels ihr Zimmer aufgeräumt (wie schon so oft) und dabei aussortiert, welche Spielsachen wieder mit nach München genommen werden dürfen und welche nicht. Jede der beiden hat ja ein eigenes „Bordcase“ (je einen rosa Rollkoffer) und der wurde natürlich ausgiebigst gefüllt.
Ich habe währenddessen noch ein paar Dinge in die Segellast geräumt und den Kartentisch aufgeräumt. Die LED-Leiste bei den Jungs im Zimmer habe ich ja gestern schon wieder eingebaut (die hatte Luis ja rausgerissen, Ihr erinnert Euch vielleicht) und ich musste nur noch das Deckenpanel wieder an die Decke bekommen.
Um 10:00 Uhr hatte ich ja einen Besichtigungstermin mit Wolfgang von TMS ausgemacht, und er kam auch ziemlich pünktlich. Wir haben dann alle zu erledigenden Arbeiten (Auskranen, Motorservice und -einwinterung, Generatoreinwinterung, Aussenborderservice und -einwinterung, Edelstahlpolitur von Reling und Bimini-/Sprayhoodgestänge, eine Endreinigung jetzt und eine weitere kurz bevor wir kommen, Reinigung von Sprayhood, Bimini und Lazybag inkl. einnähen neuer Reissverschluss ins Sprayhood und ausbessern eines Lochs im Lazybag, Einkranen im Frühjahr, und dazwischen einmal im Monat eine Kontrolle und nach jedem Sturm oder Starkregen) besprochen und ich habe mir sonst noch ein paar Tipps geben lassen für das Einwintern. Danach habe ich ihm noch die Bedienung des SmartMooringSystems erklärt, damit er das Schiff zum Kran und danach im Frühjahr wieder zurück fahren kann.
Damit waren wir kurz vor Mittag fertig und ich habe dann noch das Bimini und Sprayhood abmontiert und das Dinghi zusammengefaltet und in die Segellast gepackt. Danach wollten wir eigentlich zur „Sea Bar“ am Schwimmponton um zu essen, aber leider hat die seit heute geschlossen. Also sind wir zum Schwimmbad neben dem Restaurant und haben dort Toast, Sandwiches und Hamburger gegessen. Leider kamen dabei ziemlich viele Wespen, so dass wir relativ schnell wieder gegangen sind.
Am Nachmittag habe ich weiter gemacht mit dem einmotten und Iris hat die Sachen fertig gepackt. Natürlich immer wieder unterbrochen von den Kindern. Am Schluss hat Sie reissaus genommen und ist mit allen vieren (Anna hat Luca geschoben) zum Eis essen und zum Spielplatz gegangen. Mich haben dann noch die Leute von South Sails besucht, die von TMS geschickt worden sind wegen der Wäsche der Sonnensegel (Bimini, Sprayhood und auch Lazybag).
Ich habe dann noch tonttu ca. 1.5m weiter nach vorne gezogen und zu den beiden Heckleinen noch Springs ausgebracht. In die Heckleinen habe ich die neuen Ruckdämpfer eingebaut und an der Klampe an Land über die Leine jeweils ein Stück von dem Schlauchband gezogen, welches ich extra dafür gekauft habe. Bei den Springs habe ich auch jeweils am Heck an beiden Enden ein Schlauchband drüber gezogen und das dann noch mit Stücken der alten Handtücher von meinen Eltern umwickelt und mit Bändseln befestigt. Schaut sehr apart aus
Bin mal gespannt wie das ganze aussieht, wenn tonttu dann im Frühjahr wieder im Wasser ist. Ob die das alles wieder so montieren???
Irgendwann war dann halb 6 und ich musste nochmal vor zum Marinabüro um dort das Transitlog dem Agenten zu übergeben. Das muss nämlich zusammen mit einer Kopie des Marinavertrags beim Zoll hinterlegt werden. Wir sind ja mit tonttu über das Wasser eingereist und haben dabei tonttu nicht zolltechnisch eingeführt (sonst hätten wir ja Zoll und türkische Mehrwertsteuer zahlen müssen) sondern wir sind (völlig legal) als Transitsegler hier unterwegs. Da wir aber jetzt das Land verlassen ohne tonttu, muss tonttu sozusagen ins Zolllager. Da das mit einem Schiff nicht ganz so leicht ist wie mit einem handlicheren Gegenstand wird hier einfach nur das Transitlog hinterlegt mit der Marinavertragskopie in der das Schiff in der Zeit liegt. Und ohne Transitlog darf man in der Türkei nicht segeln. Wenn wir im Frühjahr wieder zurück kommen, erhalte ich das Transitlog zurück und es kann wieder los gehen.
Hier an Bord haben wir dann noch „tutti di pasta“ (also alle Reste die wir hatten: Spaghetti gemischt mit Tagliatelle, weil die ungefähr gleich lange kochen und dann noch Spiralnudeln in einem extra Topf) mit Pesto und getrockneten Tomaten gemacht.
Danach haben wir die Kinder (die Jungs waren ganz zufrieden, die Mädels haben protestiert, es gab aber keine Gnade, denn wir mussten noch einiges tun) ins Bett gesteckt. Ich habe während dessen das Deck abgespritzt, danach abgespült und wir haben noch die restlichen Lebensmittel aussortiert und alles was nicht mehr bis zum Frühjahr durchhält in eine Tasche gepackt und den Nachbarn von gegenüber gebracht. Die kommen aus Schweden, haben eine HR45 und sind Eltern von 3 (Erwachsenen) Kindern. Sie werden im kommenden Jahr unsere Tour in umgekehrter Richtung machen (allerdings deutlich schneller), da sie das Schiff zurück nach Schweden bringen wollen und es von Koper aus nach Kiel oder Neustadt auf dem Tieflader transportieren lassen. Zu Mitsommer wollen sie zu Hause sein. Wir haben mal wieder unsere Karte abgegeben und auch Albanien wärmstens empfohlen.
Ich habe schon zwei grosse Tüten Müll zur Tonne vor getragen (alte T-Shirts, der verrostete Kescher, aufblasbare Schwimmtiere, die nicht mehr dicht sind, etc.) und es werden wohl noch zwei weitere werden. Aber irgendwann wird es auch heute zu Ende sein und wir können ins Bett. Morgen fährt das Taxi um 10 Uhr ab und ich glaube wir werden wohl um halb 8 aufstehen müssen für unser Müsli-Und-Joghurt-Frühstück. Was anderes gibt es nämlich morgen nicht mehr…
Vielen Dank Euch allen für das fleissige lesen des Blogs. Es war immer wieder schön, wenn ich durch Kommentare, Emails oder in Anrufen gemerkt habe, dass doch eine ganze Reihe von Euch fleissig unseren Blog lesen. Ich werde mal versuchen, ob ich das ganze (vor allem für die Kinder) in PDF Format bringen kann. Ich werde das dann hier zum download zur Verfügung stellen. Das wird sich dann schon rumsprechen. Also jetzt, Ciao, so long und Good Bye!!!, oder wie der Seefunker sagt: Over and Out!