Logbuch des Sommertörns 2016
Dieses Jahr planen wir ab Mitte August bis Ende der Schulferien (10 September) mit tonttu segeln zu gehen. Der Plan ist, dass wir bis nach Montenegro und wieder zurück segeln.
Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.
30.8.2016, Marina Martinis Marchi auf Solta
Hallo zusammen, wir sind heute bis zur Marina Martinis Marchi auf Solta weiter gefahren. Da hat es uns ja schon immer gut gefallen und es ist ein sehr schöner Ort um in Iris Geburtstag hineinzufeiern!
kleiner Hinweis: Wer Iris zum Geburtstag gratulieren möchte darf gerne unter +385-91-1844945 anrufen
Aber der Reihe nach…
Zuerst nochmal ein schöner Blick „von oben“ (also da, wo oberhalb vom kleinen Hafen in Sv. Nedjelja der Bäcker ist) auf den Hafen. Im Hintergrund an der Aussenmole kann man auch tonttu erkennen.
Unterwegs haben wir noch ein paar Schiffe einer Segelflotille an den Felsen „parken“ gesehen. Eines davon hatte eine coole Menagerie von aufblasbaren Tieren dabei.
Unterwegs musste Iris dann als Versuchskaninchen für Annas Haarflechtkünste herhalten:
Als wir dann (wie telefonisch angekündigt) um 14 Uhr bei der Marina angekommen sind, musste ich erst noch meine Überredungskünste beim Marinero spielen lassen, damit er uns (wie eigentlich bestellt) an der tiefen Aussenmole festmachen lässt, da wo wir auch früher immer gelegen haben.
Das hat er dann auch gemacht und das war auch besonders gut so, denn später hat dann zwei Plätze weiter die „Arishi“ festgemacht, die wir ja schon von 2012 aus der Türkei kennen. Diesmal sind nicht Marlies Eltern an Bord sondern ihr Onkel mit Familie. Und die Kinder haben sich sofort zusammen davon gemacht.
Passt ja auch ideal: Die beiden haben eine Tochter, die so alt ist wie Anna und Zwillingssöhne, die so alt sind wie Lara!
Und so sieht das restaurierte und zu einem Hotel mit Restaurant umgebaute „Herrenhaus/Schloss“ aus, welches zu der Marina gehört (oder umgekehrt)
und hier der Blick „zurück“ in die Marina
Ich war dann nach einem kühlen Getränk und Eis für die Kinder noch beim einkaufen und habe einen Tisch für 11 Personen heute Abend reserviert.
Danach durfte ich dann auch endlich ins Wasser springen, und rasiert habe ich mich dann zur Feier des Tages auch noch.
Euch allen einen schönen Abend!
31.8.2016, Hotel Spongiola auf Krapanj
Happy Birthday Iris!!!
Heute morgen wurde natürlich ausführlichst Iris Geburtstag gefeiert. Na ja, eigentlich haben wir Erwachsenen schon gestern Abend mit Prosecco und Gin Tonic auf der Hafenmauer angefangen!
Wir haben nicht auf dem Boot gefrühstückt - sonst war es ja immer meine Aufgabe als Geburtstagsfrühstück ein Spiegelei mit Schinken für Iris zu braten. Diesmal habe ich diesen Job allerdings ausgelagert. Wir waren im Restaurant vom Hotel Martinis Marchi frühstücken und ich hatte gestern einen Geburtstagskuchen dazu geordert. Der war sehr lecker und wunderschön, aber ziemlich schwer, deshalb haben wir noch mehr als die Hälfte mit nach Hause genommen.
Iris am Dauertelefonieren …
diese Deko könnten Iris und ich auf tonttu sein
Kuchen und Familienfrühstück
Und nach dem Buffetfrühstück hatte ich für Iris um 09:30 eine Massage im Hotel organisiert.
So kam sie dann gegen viertel nach 10 ganz entspannt zum Boot zurück, wo alle Kinder gerade beim Baden am Kiesstrand waren. Auch Iris und ich sind dann noch ins Wasser gehüpft, weil es dort ja so wunderschön klar ist (oder zumindest war, bis zu dem Moment wo der Holländer seinen Aussenborder betankt hat und dabei gefühlt ein halber Liter Benzin daneben ging).
Einer der Holländer hat sich beim ablegen noch hinten an die Badeplattform gehängt und mit seinem SUP aus dem Hafen ziehen lassen
Kurz vor 12 sind wir dann losgefahren und Arishi ca. 15 min später hinterher. Wir hatten uns für einen neuen Ort verabredet: Den Steg vom Hotel Spongiola auf der Insel Krapanj. Da ist die Arishi schon oft gewesen und wir wollten das mit ausprobieren.
Leider war mal wieder kein Wind, also mussten wir 3,5 h motoren und Arishi hat uns natürlich schnell überholt, da die unter Motor mit 8.8kn fahren und wir nur mit 6.8.
unterwegs hat Iris dann mal etwas Schlaf nachgeholt, oder das Buch „Ich habe mich jünger in Erinnerung“, welches ich ihr geschenkt habe, ist doch nicht so spannend …
und Luis und Anna haben sich gegenseitig im Cockpit massiert
Die Mini-Marina von Spongiola ist wirklich toll, gleich daneben ein Kiesstrand und die komplette Insel ist Fussgänger bzw. Fahrradzone, so dass die Kinder selber rumsträunern dürfen.
der Steg vom Hotel Spongiola
Anna und Marlene auf der Arishi
Den ganzen restlichen Nachmittag sind wir geschwommen, haben gekeschert und uns mit weiteren Freunden von Eva und Roman unterhalten, die etwas später auch angekommen sind. Und am Abend haben wir sehr lecker im Hotelrestaurant auf der Terrasse gegessen. Hier kommen wir bestimmt wieder mal her.
Iris hat für ihre Muschelvorspeisse ein Lätzchen bekommen; sooo alt ist sie doch jetzt auch noch nicht!
Nachdem letzte Nacht Anna bei Marlene übernachtet hat, lief es diesmal umgekehrt und Marlene ist bei uns Gast. Nurt die Jungs haben sich nicht getraut bei den Zwillingen von Eva und Roman zu übernachten.
Und zum Abschgluss sassen Eva, Roman, Iris und ich noch bei uns im Cockpit und haben etwas vom neu gekauften Zlatan Plavac Barrique vernichtet, damit ich nicht so viel vom Boot zum Auto schleppen muss in Biograd
1.9.2016, Konoba Vidrovaca
Sonnenaufgang von meiner Schlafstelle im Cockpit aus gesehen
Heute morgen bin ich erst mal den „Ort“ anschauen gegangen und habe dabei auch den von Roman beschriebenen kleinen Market entdeckt. Draussen ordentlich grosses Schild. Dann kleine Türe, winziger, relativ leerer Vorraum aber dann drinnen ein nettes kleines Tante-Emma-Lädelchen!
Dann haben wir zusammen gefrühstückt und die Kinder sind alle zusammen dann noch ca. eine Stunde lang mit lautem Geschrei vom Steg aus mit Anlauf ins Wasser gesprungen.
Leider mussten wir uns dann um ca. 11 Uhr von den anderen verabschieden, da sie zurück in ihre Heimatmarina in Sibenik gefahren sind, denn morgen geht es nach Hause, da bei ihnen am Montag die Schule wieder anfängt.
Wir sind dann kurz später auch los gefahren und haben uns ebenfalls (als Tank- und Einkaufszwischenstopp) auf den Weg nach Sibenik gemacht. Dort haben wir zuerst an der grossen Lukoil Tankstelle wieder mal beide Tanks bis zum Rand gefüllt und sind dann noch bei der Arishi vorbei gefahren. Leider waren unsere Freunde gerade nicht auf dem Boot und alle waren schon traurig. Dann haben sie aber plötzlich von oberhalb (dort wo die Marinagebäude und wohl auch der Pool sind) gewunken und meine Crew hat eifrig zurück gewinkt.
Eigentlich wollte ich dann noch kurz an der Stadtmole von Sibenik längsseits gehen um kroatisches Bargeld abzuheben am Automaten und eine neue Schwimmleine für Mini-tonttu zu kaufen im Marina Shop. Aber leider durften wir nicht längsseits gehen und so habe ich einfach Iris vom Bug aus übersteigen lassen zum Geldautomat und sie ein paar Minuten später wieder genauso abgeholt. Leider waren wir beide zu beschäftigt, um ein Foto zu machen. Ich fand es sehr amüsant, wie meine Frau mit ihrem Portemonnaie unter der Achsel geklemmt am Bug stand. Ich hätte mir dafür den wasserfesten Rucksack umgehängt
Dann sind wir weiter unter der Brücke durch und die Krka hinauf bis zur Konoba Vidrovaca mit ihrem schönen Steg gefahren. Dort hatte ich schon telefonisch reserviert. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen. Es war total leer…
Luca auf dem Steg …
Das lustig/skurrile an diesem Ort ist, dass er total romantisch und einsam ist, man aber fast unterhalb der Autobahnbrücke liegt. Aber davon hört man nur Nachts ab und zu ein Rumpeln, wenn ein besonders grosser LKW drüber fährt.
Wir haben wunderbar gegessen (Iris Spaghetti Vongole und ich ein sehr feines Steak vom Grill) und für morgen ausgemacht, dass wir mit dem schnellen Motorboot nach Skradin vor gebracht werden, um zu den Wasserfällen gehen zu können.
2.9.2016, Konoba Vidrovaca und Krka Wasserfälle
Heute war der Ausflug zu den Krka Wasserfällen angesagt und ich hatte uns für 09:00 Uhr einen Schnellboottransfer nach Skradin vor (ca. 1 nm) organisiert. Das bietet der Chef der Konoba Vidrovaca für seine Gäste (und für 150kn für hin und zurück) an.
Wir waren nach wenigen Minuten im Ort und haben uns Eintrittstickets gekauft beim Nationalparkoffice und dann noch Briefmarken bei der Post besorgt. Denn Postkarten ausdrucken klappt ja ganz gut mit dem kleinen CANON Selphy, den wir wieder dabei haben, aber an den Briefmarken scheitere ich noch
Um halb 10 haben wir dann ein Transferboot bestiegen und kurz vor 10 waren wir im Nationalpark. Wir sind diesmal die grosse Runde auf den Stegen gelaufen. So wie ich es auch mit den Kindern von den leuchtenden Augen an Pfingsten gemacht habe. Aber diesmal war leider viel weniger Wasser. Ist ja auch logisch im Hochsommer verglichen mit nach dem Dauerregen vor Pfingsten.
War aber trotzdem sehr schön!
Und zum Abschluss sind wir dann noch alle baden gegangen unterhalb der Wasserfälle. Da waren wir natürlich nicht alleine, aber es war trotzdem sehr schön und deutlich wärmer als Pfingsten
Wir haben dann noch in dem einen open-air Restaurant gegessen und waren positiv überrascht davon, dass es sogar ziemlich gut geschmeckt hat. Nicht nur die drei Portionen Pommes Frites, die Luca, Luis und Lara gegessen haben, sondern auch das Hähnchenfilet von Anna und Iris Cevapcici sowie meine mit Hackfleisch gefüllte Paprika.
Dann ging es wieder zurück nach Skradin und dort waren die Damen noch shoppen und wir konnten auch noch beim anlegen von diversen Luxusyachten zuschauen. Unter anderem die "Kogo" und eine sehr wild aussehende, kleinere Yacht mit Jet-Antrieb, an deren komischen Namen ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann.
Und dann ging es mit dem RIB wieder zurück zur Konoba Vidrovaca und tonttu.
Komisch, wenn ich bei tonttu voll aufdrehe strahlt meine Frau nicht so sehr!
Wir waren dann nochmal eifrig baden und haben das lauschige Plätzchen genossen.
Heute Abend gehen nur Iris und ich essen (die Kinder haben gerade ein Ampelrisotto bekommen; bis auf Anna, die wollte nichts weil sie schmollt, da sie nicht mit darf zum Abendessen) und geniessen mal zur Abwechslung ein Essen ohne ständig eines unserer Kinder ermahnen zu müssen, Essen vorzuschneiden oder Teller vor dem Absturz zu retten. Mal sehen, ob wir das überhaupt noch können…
3.9.2016, Tijat Südbucht
Nach einer weiteren ruhigen Nacht beim Vidrovaca (und einem schönen Abendessen zu zweit), bin ich heute um kurz nach 8 aufgestanden und habe etwas Lärm gemacht, damit der Rest der Familie endlich aus den Federn kommt.
Wir waren dann nach dem Frühstück noch ein wenig baden und haben um ca. halb 11 abgelegt, um wieder aus der Krka (und damit dem Süsswasser) rauszufahren.
Ab dem See hat Luca gesteuert durch die „Zick-Zack“-Strecke und unter der Brücke hindurch! Nur einmal, als eine Mega-Motoryacht entgegen kam, habe ich kurz übernommen, da wir da sehr nah an die Muschelzuchten heran fahren mussten, damit denen genug Platz zum drehen bleibt. Warum deren Beiboot hinterhergefahren ist und nicht voraus, um andere zu warnen, ist mir nicht so ganz klar geworden.
Als wir aus dem Fluss raus waren, haben wir uns entschieden in die Südbucht von Tijat zu fahren, da man dort sehr schön baden kann und es ein nettes kleines Kiosk-Restaurant-Cafe-Bistro gibt. Leider sind die Bojen dort recht teuer und ziemlich nah zusammen, aber man kann ja nicht alles haben.
Gegen halb 4 bei besagtem Etablissement haben wir dann (mangels Eisangebot) ein paar Kaltgetränke (und Iris einen Espresso Macchiato) genossen und später haben sich die Kinder noch einen Palatschinke geteilt. Nach einer Runde schwimmen sind wir dann wieder mit dem Dinghi zurück gefahren bzw. Iris ist zurück geschwommen. Zum Glück waren wir mit dem Dinghi schneller, denn die Badeleiter war hochgeklappt. Aber dann hätte Iris halt mal die Not-Strickleiter ausproberieren müssen.
Zum Abendessen habe ich Würstel und Hühnchenbrust gegrillt und Iris hat Kartoffelschnitze im Ofen gemacht. Jetzt spülen die Kinder (endlich mal) und wir schauen zu, wie ein Schiff nach dem anderen die restlichen verbleibenden Bojen um uns herum belegt. Tja, es ist wirklich eng hier. Und ich hoffe es sind nicht all zu viel Partyboote dabei, so wie an Pfingsten, wo hier zwei nebeneinander an einer Boje liegende Schiffe bis halb 3 die ganze Bucht beschallt haben.