Unser bLogbuch
Hier findet Ihr unser online-Logbuch (oder auch „bLogbuch“) vom ganzen Törn. Ich (manchmal wir) habe jeden Abend geschrieben und es sind auch viele Photos dabei. Ursprünglich war der Blog hier wie üblich „rückwärts“, also der neueste Eintrag zuerst. Jetzt habe ich ihn aber umgedreht, damit es einfacher zu lesen ist.
Uebrigens, wer uns anrufen will: Unsere lokale Telefonnummer ist aktuell die 089-12590250 (nicht mehr die +90 (507) 591 24 82)!
Tag 29 (30.5.2012)
Tja, das war gestern auch nichts mit dem UMTS/GPRS-Empfang in der Bucht von Lavsa, deshalb habe ich nach dem Text entnervt aufgegeben. Also jetzt nochmal zurueck zum Tag 28 und Bilder ansehen
Erst haben wir ganz normal an Bord gefruehstueckt und danach habe ich mit Constanza die Ankerlaengenmarkierungen angebracht. War lustig so die komplette Ankerkette direkt neben der Mole ins Wasser zu lassen. Ab jetzt muessen wir nicht mehr schaetzen, wieviel Kette schon im Wasser ist. Waehrenddessen sind die Kinder (also alle die schon alleine laufen koennen) mit Christoph (siehst Du Chrissi, ich rechne Dich nicht mehr wirklich zu den Kindern) nochmal zu „Quattro“ gegangen und haben als zweites Fruehstueck nochmal eine Runde Schokopalatschinke genossen.
Danach haben wir abgelegt und uns auf den Weg tiefer in die Kornaten gemacht. Unser erstes Ziel war eine einsame Insel fuer Christoph. Der erste Felshaufen (ca. 10×7 Meter und 1.5 m hoch) war ihm dann doch zu klein. Also sind sie (Frank war der Bootsmann) mit dem Dinghi zum Nachbarhaufen gefahren (geschaetzte 30m Durchmesser). Aber auch das war noch nicht genug, sie mussten also noch uebersetzen auf die grosse Nachbarinsel und dort sind Sophie und Christoph noch auf den Gipfel gestiegen. So hatte ich genug Zeit mal die Tauchpumpe (danke Rasa und Christian) auszuprobieren. Ist cool, wenn so ein satter Salzwasserstrahl aufs Vordeck plaetschert…
Von den kleinen Eilanden aus sind wir weiter an Piskera vorbei zur Insel Lavsa in die fast komplett geschlossene Bucht. Dort haben wir uns an eine der Bojen gelegt. Spaeter mussten wir dann aber noch den Heckanker mit Ankerboje (danke Peter) ausbringen, denn unsere naechsten Nachbarn waren zwei Katamarane mit Oesterreichern. Die hatten je eine Boje genommen und sich laengsseits aneinander fest gemacht um besser Party feiern zu koennen. Damit waren sie natuerlich fixiert und bei einer Winddrehung haette tonttu sie mit seinem Heck gestupst. War gut so, denn ueber Nacht hat der Wind tatsaechlich gedreht.
Die Maedels sind dann mit mir auf dem Dinghi noch ans hintere Ende der Bucht zum „Strand“ gefahren. Es war aber leider kein erdiger Sand sondern erdiger Lehm. War aber ganz lustig so ueber den nassen Lehm zu schlittern. Fast wie auf einer Schlittschuhbahn. Nur ueber Konsistenz und Farbe durfte man sich nicht all zu viele Gedanken machen. Lara hat es sehr richtig als „sieht aus wie Stinki“ umschrieben.
Iris, die Maedels und ich haben dann Spaghetti mit Pesto Rosso gegessen (die Kinder mussten mal wieder frueher bzw. normaler ins Bett als es in der Nacht davor war) und Constanza, Frank, Sophie und Christoph sind rueber zur Konoba Idro gefahren und haben dort zu Abend gegessen. Und weil Iris und ich offensichtlich brav waren haben sie uns noch Palatschinke zum Nachtisch mit rueber gebracht.
Tag 30 (31.5.2012)
Tja, das war gestern auch nichts mit dem UMTS/GPRS-Empfang in der Bucht von Lavsa, deshalb habe ich nach dem Text entnervt aufgegeben. Also jetzt nochmal zurueck zum Tag 28 und Bilder ansehen
So, endlich bin ich wieder in der Echtzeit angekommen: Es ist „heute“ und ich berichte von „heute“.
Wir sind am morgen noch etwas baden gegangen in der Bucht von Lavsa. Die Maedels (alle drei) haben nochmal einen Ausflug zum Schlammstrand gemacht (halb rudernd mit dem Dinghi, halb am Ufer entlang laufend) und ich habe die aktuellste Tuete Muell zum Muellkontainer am Strand rueber geschwommen.
Danach sind wir weiter und konnten auch kurz nach der Ausfahrt aus der Bucht von Lavsa schon Segel setzen. Es ging dann mit gemuetlichen 4kn weiter Richtung Ausgang der Kornaten mit dem Ziel Kaprije.
Teilweise haben wir so ruhiges Wasser gehabt, dass wir unter Segeln die Badeplattform aufgemacht haben und uns hinten mit den Beinen ueber dem Wasser baumelnd hinsetzen konnten. Sehr angenehm…
Die Bucht auf Kaprije, die Frank aus dem Hafenhandbuch herausgesucht hat, hat sich als super schoen erwiesen. Wir haben den Buganker raus und uns dann mit einer Landleine mit dem Heck bis auf 40m an den Strand herangezogen. Ich weiss das deshalb so genau, da nach dem dichtholen fast alle Verlaengerungsleinen, die ich schnell angeknotet habe, waehrend Frank schon zum Land geschwommen ist wieder abmachen konnte. Es ist also nur die 30m Leine draussen mit einer von den billigen Hanse-Festmachern als Scheuerschutz um den Stein und einem kurzen Verlaengerungsstueck einer 20m Leine direkt am Heck. Genialer Liegeplatz.
Den spaeteren Nachmittag haben wir noch mit diversen Wasserspielen verbracht. Die Jungs und kleinen Maedels haben im Deckspool geplanscht. Die groesseren Kinder (ich zaehle mich da dazu) haben vom „Bugspriet“ Turmspringen geuebt. Und fast alle anderen sind auch geschwommen.
Zum Abendessen gab es dann „Mexikanisch“: Chicken Fajitas mit allem was so an Bord war. Und hier ist endlich der Empfang ordentlich genug (wenn auch sehr langsam und ab und zu doch noch unterbrochen), dass ich endlich die alten Berichte fertigstellen bzw. erstellen konnte. Hurraaa!
Nun muss ich, des Skippers Frau, noch kurz mitteilen, wie unglaublich schoen Yoga auf dem Vorschiff in einer einsamen Bucht ist… die Kids im Bett, es daemmert….nur der Baum (ich meine natuerlich den Yoga-Baum und nicht den Schiffsbaum) ist etwas „wackelig“
Tag 31 (1.6.2012)
Tja, der erste Monat ist um … aber zum Glueck sind es ja noch 4.5 bis 5 (je nachdem wie ich meine Holde ueberzeugen kann).
Heute haben wir leider am Morgen kein so schoenes Wetter gehabt. Wir sind aber trotzdem kurz und tapfer schwimmen gegangen, nachdem Frank die Landleine abgemacht hat, da uns der seitliche Wind sowieso so auf die eine Seite gedrueckt hat und wir am Anker besser einfach schwojen konnten.
Danach sind wir raus gefahren und hatten ueberraschend guten Wind. 15 bis 16 Knoten konstant, so dass wir im Gross und Fock das erste Reff hatten und auf halben und Amwindkursen zwischen den Inseln von Kaprije an Tijat und Prvic vorbei in Richtung Sibenik unterwegs waren. Die eigentlich vorgesehene Uebernachtungsbucht und -stadt Prvic haben wir nicht gewaehlt, da dort genau der Wind hinein gestanden waere.
Wir sind dann kurz entschlossen nach Zlarin in den Hauptort Zlarin gefahren. Dort haben wir erst versucht an der ersten inneren Mole anzulegen, aber da war mir zuerst fuer einen Heckanleger (mit Mooring) zu flach und dann fuer einen Buganleger war zu viel Seitenwind, so dass ich nicht nah genug ran konnte um Frank ueberzusetzen mit einer Leine. Vor allem weil seitlich daneben schon wieder flach wurde.
Also haben wir uns an der Hauptmole (mit Faehranleger) laengsseits gelegt bei leicht auflandigem Wind. War mit viel schwung, aber ich hatte ja gut abgefendert. Da lagen wir dann ziemlich gut mit Vor- und Heckleine und zwei Springs und sind erst mal im wunderschoenen Oertchen Mittagessen gegangen (es war allerdings schon kurz nach 14:00 Uhr). Es war sehr lecker. Wir hatten die komplette Palette: Spaghetti mit Meeresfruechten fuer die Damen, Spaghetti Bolognese und Pizza fuer die Maedels, Raznici fuer Frank und Christoph, Wiener Schnitzel fuer Sophie und Sama (Sauerkrautrouladen, aehnlich wie Krautwickerl) fuer mich.
Gleich im Anschluss (Anna schon waehrend des Essens) sind wir direkt gegenueber auf den grossen Spielplatz gegangen und ich habe noch schnell die Boule Kugeln geholt, da dort eine perfekte Boule-Bahn aufgebaut war. Mitten waehrend des Spiels kam dann der Marinero des Yacht-Clubs, der fuer die Mooringanleger an den Molen zustaendig ist. Er hat sich waehrend unserer diversen Anlegemanoever natuerlich nicht blicken lassen und hat behauptet dort wo wir liegen waere eine 30m-Yacht vorreserviert und wir muessten auf die andere Seite an die Mooring. Das haette ich ja von Anfang an gerne gemacht, aber da aus dem Hafenhandbuch nicht ganz klar geworden ist, wie tief es dort ist und keiner zum helfen da war, sind wir gegenueber laengsseits gegangen.
So mussten Frank, Christoph und ich zurueck (spaeter kam Sophie noch als Landleinenhilfe nach) und haben durch eindampfen in die falsche Achterspring abgelegt (wir hatten ja immer noch zwischen 15 und 18 kn auflandigen Wind) und auf der anderen Seite mit dem Heck voraus und zwei Moorings und Heckleinen wieder angelegt.
Danach war ich mit den drei Maedels noch gegenueber am Kiesstrand schwimmen und jetzt sind die Jungs im Bett und Anna und Lara haben Wurstbrote zu Abend gegessen. Jetzt koennen Iris und ich unseren Ausgehabend geniessen und Frank wird wohl fuer den Rest nochmal Pizza holen gehen, da wo wir zu Mittag gegessen haben.
So, und morgen muessen wir gleich frueh rueber nach Sibenik, da dort Frank mit Familie von Bord geht und am Spaetnachmittag Jessi, Sven, Patrick und Hannah zu uns kommen.
Tag 32 (2.6.2012)
Ein sehr trauriger Tag aber trotzdem auch ein schoener Tag…
Wir (erst mal nur Frank und ich) sind um viertel vor acht aufgestanden und ich habe den Wetterbericht am Funk abgehoert, Frank ist einkaufen gegangen (er wollte eigentlich Croissants bringen, aber die werden dem Supermarkt wohl erst mit der zweiten Faehre geliefert, also gab es nur Brot) und ich habe uns klar zum ablegen gemacht.
Um halb neun sind wir dann los gekommen und haben auf dem Weg nach Sibenik (unter Motor) gefruehstueckt. In Sibenik angekommen (ich habe noch einen Gang runter schalten muessen, da wir noch nicht fertig gefruehstueckt hatten) haben wir erst mal die Dieseltanks wieder voll gemacht und haben danach am Stadtquai angelegt.
Leider mussten Constanza, Sophie, Frank und Christoph dann um viertel nach elf mit dem Taxi abfahren nach Zadar zurueck zu ihrem Auto und dann weiter nach Lignano fuer den zweiten Teil ihrer Pfingstferien. Anna hat bitterlich geweint als das Taxi abgefahren ist. Mir fiel es auch sehr schwer. Es ist selten, dass ich mit meinem Bruder so viel Zeit verbringen kann und es tat weh, als er dann weg war.
Wir anderen 6 Rosas sind dann erst mal zur Shopping-Runde 1 gestartet: Wir haben den DM leer gekauft. Danach sind wir zurueck zum Schiff und haben Mittag gegessen. Nach dem Mittagessen kam dann der obligatorische Spielplatzbesuch und danach sind wir die Altstadt besichtigen gegangen. Die Kathedrale ist sensationell! Beim Wandelgang durch die Gassen habe ich (wie konnte ich nur) sehr billige Kindersandalen in einem Schaufenster gesehen. Da mussten die drei Damen natuerlich rein. Nach ein paar Minuten sind wir drei Maenner dann gefluechtet. Spaeter gab es noch Palatschinke fuer die Maedels und andere kroatische Leckereien fuer den Rest (so was aehnliches wie Schmalzgebaeckkugeln und eine Variante der Fasnachtskuechlein). Sibenik ist wirklich eine sehr, sehr schoene Stadt.
Anna: Ja wo ist er denn, der naechste Spielplatz?!
Die Kathedrale von Sibenik mit Vorplatz:
Der Loewe in der Kathedrale (ca. 50cm hoch). Die Maedels fanden ihn toll…
Und die ist die Strassenlaterne, die Iris so wahnsinnig gefallen hat und die sie mit dem iPhone aufgenommen hat. Sie bestand darauf, dass ich dieses Bild auch noch hochlade, dabei war ich eigentlich schon fertig.
Gegen 5 kamen dann Jessi, Sven, Patrick und Hannah vom Flughafen Split an. Das gabe erst mal ein grosses Hallo und Anna war wieder abgelenkt. Ueber Taschen verstauen, alles ansehen, zum Supermarkt gehen, zum Hafenmeister und so weiter verging die Zeit sehr schnell und wir haben uns entschlossen einfach nur ein paar Pizzen zu holen.
Jetzt sind die Kinder endlich alle im Bett und wir werden uns noch ein wenig im Cockpit zusammen setzen. Morgen Vormittag kommen dann die Suedost-Yachtler und ich bekomme endlich meinen Code0 und hoffentlich auch die restlichen noch offenen Posten erledigt. Mittags wollen wir dann nach Skradin und zu den Krka Wasserfaellen.
Tag 33 (3.6.2012)
Der erst Tag fuer Familie Zarges an Bord und Jessi und Sven sind schon etwas relaxter geworden, da die Kids schoen brav ihre Schwimmwesten auf dem Vorschiff anhatten und weiter nix schief gegangen ist
Anna und Lara sind ganz gluecklich, dass nun noch ein kleiner Matrose mitturnt. Ruck zuck haben sie naemlich Patrick beigebracht, wie mann neben der Treppe entlang der Griffstangen, wie ein Feuerwehrmann nach unten rutschen kann. Und genauso schnell, wie es Patrick nun in den Salon schafft, ist Hannah die Treppe nach oben in das Cockpit geklettert; jeder hat seine Staerke!
Am Morgen waren erstmal noch die Leute von Sueostyachting da und haben unser „schnelles“ Vorsegel, den Code0 gebracht und angeschlagen. Testen konnten wir ihn leider noch nicht, denn kurz vor Mittag sind wir erstmal (nach dem obligatorischen Spielplatzbesuch) unter Motor ins Landesinnere, die Krka flussaufwaerts nach Skradin gefahren. Bereits die ersten Schwaene erinnern daran, dass wir ins Suesswasser fahren. Die Durchfahrt ist landschaftlich ziemlich spektakulaer; unter hohen Bruecken hindurch, enge Wasserstrassen, entlang einiger Muschelzuchten.
Kurz nach 13 Uhr waren wir in Skradin in der Marina, kurz vor den Krka-Wasserfaellen. Wieder haben wir uns an 3 Moorings festgemacht, denn heute Nacht soll der Wind staerker werden und mit unserem langen Schiff, gehen sie ziemlich steil ins Wasser. Mal sehen, bis jetzt ist es noch ziemlich still.
Da das Thermometer bei 27 Grad war, sind wir Mamis erstmal mit der Rasselbande los in den kleinen Ort. Keine Frage, bei der ersten Eisdiele mussten wir Gelati kaufen. Somit hatten wir genug Energie, um nochmal 500 m weiter auf dem Spielplatz uns auszutoben; dort gab es naemlich auch noch eine Seilbahn und ein Trampolin. Unsere kleinen Matrosen waren auf dem Rueckweg ziemlich erledigt.
Nach einer feinen Pasta von Jessi sind die Kids erstmal alle ins Bett, traemen jetzt und wir „Grossen“ trinken Rotwein.
Gute Nacht, ihr Lieben.