Ein Sommer mit "tonttu"

Unser bLogbuch

Hier findet Ihr unser online-Logbuch (oder auch „bLogbuch“) vom ganzen Törn. Ich (manchmal wir) habe jeden Abend geschrieben und es sind auch viele Photos dabei. Ursprünglich war der Blog hier wie üblich „rückwärts“, also der neueste Eintrag zuerst. Jetzt habe ich ihn aber umgedreht, damit es einfacher zu lesen ist.

Uebrigens, wer uns anrufen will: Unsere lokale Telefonnummer ist aktuell die 089-12590250 (nicht mehr die +90 (507) 591 24 82)!

Tag 14 (15.5.2012)

Endlich weg! :-)

Die Ueberfahrt

Wir sind heute morgen (mit wir sind Franz und ich gemeint, der Rest ist erst so langsam aufgewacht) um viertel vor acht aus der Marina Punat ausgelaufen und mit halbwegs Hochwasser aus der Bucht von Punat ausgelaufen. Damit hatten wir offiziell noch 10 cm Wasser unter dem Kiel an der flachsten Stelle. Aber gemaess Messungen von Peter und mir am Uebungstoern ist das Echolot ja auf Gebertiefe eingestellt, die ungefaehr 30cm bis 40cm unterhalb der Wasseroberflaeche liegt.

Danach haben wir relativ schnell das Vorsegel ausgerollt, da wir knapp 13kn Wind von Backbord achtern hatten und sind mit ca. 5kn Richtung Rab gerauscht. Nach einer halben Stunde habe ich das Segel allerdings wieder eingerollt, da wir nur noch 4 bis 5 kn Wind hatten. Wieder eine halbe Stunde spaeter waren es schon wieder ungefaehr 10 bis 11 kn und ich habe das Vorsegel wieder ausgerollt. Das hat dann bis kurz vor der Einfahrt vom Hafen von Rab durchgehalten, so dass wir mit etwas Welle, Sonne aber noch recht kaltem Wind bis kurz vor 12:00 Uhr in Rab angekommen sind.

Die Stadt Rab

Dort haben wir dann erst mal den Jungs etwas zu essen gegeben und sind danach alle zusammen in die wunderschoene Altstadt zum Mittagessen. Danach haben wir uns die Altstadt wieder mal entlang der wunderschoenen, mit Kirchtuermen uebersaehten Gasse auf dem Ruecken des langgestreckten Stadthuegels angesehen. Nach einem Eis und Kaffee/Orangina sind wir dann noch gemuetlich zum Spielplatz gegangen, haben nebenbei ein paar Einkaeufe erledigt und sind um halb sechs wieder auf dem Boot gewesen.

 Anna auf der Saeule  Lara auf der Saeule  Turmbesteigung

 Luca beim Guckuckda-Spielen  Luis schaut ob die Saeule haelt

 Cool hier, finden Luca und Luis  Fangen spielen geht auch in der Kirchenruine

Die Reparaturarbeiten

Dort habe ich die Sonne und Zeit genutzt mir das Problem mit der Solaranlage (ich habe bisher noch keine Ladewirkung festgestellt) genauer anzusehen und habe mal Schritt fuer Schritt alles durchgemessen. Und siehe da: In der Leitung von der Surge-Control (Ueberspannungsregler) zum Solarladeregler kam kein Strom an. Nach etwas Forschungsarbeit in den Tiefen des Schiffes war der Fehler auch schnell gefunden. Irgendein Witzbold hat wohl beim durchzwicken eines Kabelbinders auch noch den Minuspol besagter Leitung mit gekappt.

Ich habe dann den noch laengeren funktionierenden Rest des Kabels neu eingezogen (hat so knapp gereicht, ist aber noch keine Idealloesung) und seitdem blinkte das Solarladegeraet froehlich und zeigte damit an, dass es an der Ladeerhaltung arbeitet. Sieht also alles in Ordnung aus.

So habe ich wieder ein paar neue Innereien meines Schiffs kennengelernt, frei nach dem Enterprise-Motto „to boldly go where no man has gone before“!

Na und jetzt gehen Iris und ich vielleicht noch kurz aus. Wir haben ja Hilde und Franz zum Babysitten :-D

Tag 15 (16.5.2012)

Auch heute Abend wieder aus Rab…

Aber wir waren ja sogar mal weg heute. Wir sind gegen 10:00 zur Tankstelle ca. 70m neben dem Liegeplatz gefahren und haben Diesel und Frischwasser getankt. Danach sind wir raus und haben uns auf den Weg zur Insel Losinj gemacht. Ob Veli Losinj (kleiner, sehr huebscher Ort an der Ostkueste) oder Mali Losinj (groessere Stadt an der Westkueste der Insel) war noch nicht klar, da ja eigentlich fuer den Abend wieder mal Starkwind aus NE bzw. NW Richtung angesagt war. Und NE ist fuer Veli Losinj nicht gut, denn das blaest dann genau dort rein.

Aber schon nach einer halben Stunde hat wegen Gewittern NW von uns der Wind (aus suedlicher Richtung) sehr stark zugenommen. Von erst 15kn auf 25kn, dann recht schnell ueber 30kn, so dass ich mich entschieden habe umzukehren nach Rab. Schon auf der Rueckfahrt gab es Boeen bis 52kn. Nicht lustig, aber unter Motor bei noch kleiner Welle und von hinten harmlos.

Aber als wir wieder in Rab festgemacht hatten, war ich doch froh, die Richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Zurueck in den sicheren Hafen“ ist eigentlich immer die richtige Entscheidung!

Ueber Mittag habe ich dann noch etwas gebastelt (das hoert ja nie auf) und danach sind wir im Ort spazieren gegangen und ich habe die Boule Kugeln mitgenommen. Damit haben wir den gekiesten Spielplatz unsicher gemacht. Und natuerlich haben wir auch mal wieder eingekauft. Man kann ja eigentlich jeden Tag in den DM gehen wenn man 4 Kinder hat. Irgendetwas braucht man immer.

Zum Abendessen haben wir dann zwei Lasagne gemacht (eine in der kleinen Silikonform und eine in der schoenen alten Emailraine) und waehrend des tatsaechlich aufkommenden Starkwindes verspeisst. Hat super geschmeckt.

Ziwschendurch haben Franz und ich noch das Nachbarschiff gerettet (das presste sich mit seinem zu klein geratenen Kugelfender schon halb unter den Schwimmsteg), die sind wohl essen gegangen :-) . Wir haben erst mal einen unserer zwei Kugelfender bei denen angebracht (Danke Marina/Alex und Corinna/Matthias; ich weiss leider nicht welcher es war :-D) und dann mit einem 30m Festmacher von uns eine Verbindung von unsere Vorschiffklampe zu ihrer Genuawinsch (mit Sicherung ueber die Klampe) ausgebracht um sie vom Steg weg zu halten. Gluecklicherweise habe ich mich ja gleich nach dem anlegen entschieden zusaetzlich zu den zwei Mooringleinen am Bug noch eine Dritte an der STB Mittelklampe zu belegen, da die vorderen schon so steil nach unten zeigen (ist wohl doch alles fuer Schiffe der 12m Klasse ausgelegt), dass ich denen nicht zugetraut habe uns auch bei Starkwind vom Steg abzuhalten. Hat auch wunderbar geklappt. Mit dem Endeffekt, dass ich, nachdem ich die Gangway hochgezogen habe nicht mehr an Land komme …

Also heute kein Ausgang fuer Iris und Mark, trotz grosselterlicher Kinderbetreuung. Aber so viel war hier gestern eh' nicht mehr los.

Mal sehen was wir morgen machen. Hoffentlich wird es endlich mal waermer.

Tag 16 (17.5.2012)

Heute war ein super Segeltag mit einer Schattenseite.

Wir sind nach einem ausfuehrlichen Fruehstueck (Opa Franz ist mit den Maedels Croissant und „Semmeln“ holen gegangen) und einem Waschgang (Iris wollte tonttu dann doch nicht beleidigen und hat sich entschieden nicht die kostenlose Grosswaschmaschine mit Trockner in der Marina zu verwenden) sind wir dann bei langsam nachlassendem Wind (es hatte aber immer noch knapp 20kn) ausgelaufen in Richtung Losinj.

Bei um die 20kn Wind (Richtung: Etwas achterlicher als Steuerbord querab, wie man unter Seglern sagt.) wieder mal nur mit dem Vorsegel sind wie bei 3-4er Welle mit bis zu 8.3kn Richtung Cres Suedspitze und dann weiter Richtung Veli Losinj gesaust.

Dort habe ich leider den Fehler begangen anzunehmen, der Wind und die Wellen haben schon genug abgeflaut um nach Veli Losinj rein zu fahren. Grosser Fehler! Leider reichte der Rueckwaertsschub von tonttu (ich vermute mal wegen Saildrive) nicht aus um rueckwaerts wieder aus dem wunderschoenen aber engen Hafen rauszufahren, in den Wind und Welle noch voll rein standen.

Also musste ich zu drehen versuchen und habe das mit voller Unterstuetzung von Bug- und Heckstrahlruder nur mit Muehe und Not geschafft, so dass wir quasi einen Notfalllaengsseitsanleger an der Mole gemacht haben. Das hat soweit eigentlich noch ganz gut geklappt, nur sind wir wegen der Schwierigkeiten beim drehen doch ca. 5m weiter in den Hafen hineingetrieben wollten als ich eigentlich anlegen wollte an der Mole und da war dann zu flach. Wir sind also zwei mal kurz mit dem Ruder aufgesessen. Schwerer Schock beim Skipper!

Wir haben dann alles kurz durchgecheckt als wir endgueltig festgemacht hatten und haben dann, nachdem wir das Ruder fuer unbeschaedigt erachtet haben wieder abgelegt um auf die andere Seite von Losinj nach Mali Losinj zu fahren. Die Umrundung war dann vergleichsweise ereignislos aber bei mir war die Stimmung doch sehr gedrueckt.

Morgen Mittag plane ich zum Ruder abzutauchen um mir den genauen Schaden anzusehen. Der Ruderschaft und das Ruderlager haben scheinbar nichts wirklich abbekommen. Ich rechne also nur mit Gelcoat- und GFK-Schaeden.

Tja, aus Erfahrung wird man klug.

  1. Sich nicht selber ueberreden, dass man ja „nur mal sehen will ob man dort sicher liegen koennte“.
  2. Sich niemals bei einem Saildrive Schiff auf die Rueckwaerts-Zugkraft verlassen sondern ggf. gleich Rueckwaerts einfahren, so dass man leicht bei einem Abbruch wieder vorwaerts raus kann.
  3. Nach einer laengeren Ueberfahrt mit Schiebewind unterschaetzt man (auch nachdem man einen Pruefkreisel gefahren ist) grundsaetzlich immer die Kraft die auch der nachlassende Wind und die Wellen noch haben.

Ist ja (diesmal) soweit alles gut gegangen, auch wenn ich waehrend der Aktion etwas laut geworden bin um meine super funktionierende Crew heraumzuscheuchen. Morgen werden wir jedoch (wir rechnen mit bzw. hoffen auf gutes Wetter) einen eher ruhigen Tag einlegen und evtl. nur nach Susak (eine reine Sandinsel) rueberfahren. Dort werde ich dann auch vor Anker das Ruderblatt untersuchen. Abends kommen wir dann evtl. nach Mali Losinj zurueck oder gehen in eine der umliegenden Buchten.

Tag 17 (18.5.2012)

Wieder ein schoener Tag mit positiver Ueberraschung…

Nach einem ausgiebigen Fruehstueck (diesmal hat Franz keinen normalen Baecker gefunden und deshalb gleich einen ganzen Supermarkt gepluendert) wollten wir puenktlich um 10:00 Uhr ablegen, da zu diesem Zeitpunkt ja eigentlich der Ausflugsdampfer an dem wir laengsseits lagen weg fahren wollte. Wir waren also um Punkt 09:45 bereit zum ablegen und genau da kam dann der Hafenmeister mit seinem Assistenten zu einer Routinekontrolle.

Sie waren sehr nett und wollten einfach nur alle Papiere sehen und haben dann mit mir zusammen ein einseitiges Formular mit Durchschlaegen ausgefuellt. Dabei sassen wir an einem der Tische auf dem Ausflugsdampfer neben uns und haben uns sehr nett unterhalten. Am Schluss habe ich einen der Durschschlaege bekommen mit der Bitte ihn den Kollegen vorzuzeigen, falls ich nochmal in eine solche Kontrolle komme. Das wuerde denen dann viel Arbeit ersparen. ;-)

Wir sind dann endlich um 10:15 los gekommen. Hat aber nichts gemacht, denn auf dem Ausflugsdampfer hat sich noch ueberhaupt nichts geruehrt.

In knapp eineinviertel Stunden waren wir dann drueben auf Susak und haben in der Bucht direkt suedlich der Hafenbucht geankert. Dort gibt es naemlich einen Sandstrand! Meine erste Amtshandlung nach dem Ankern war dann ein Tauchgang zum Ruderblatt. Es war s**kalt. Laut Schiffsthermometer hatte es 17.5 Grad! Aber: Das Ruderblatt hat nur eine ca. 2 cm grosse Macke am hinteren unteren Ende. Das werde ich versuchen in den naechsten Tagen mit Gelcoat oder „Unterwasser“-Epoxy auszubessern und vor allem abzudichten. Auf jeden Fall passiert da nichts weiter und es kann sich hoechstens um einen freistehenden und losen Stein gehandelt haben, den wir touchiert haben.

Nach ca. einer halben Stunde vor Anker kam dann der „Bojenbesitzer“ des Bojenfeldes am anderen Ende der Bucht. Offenbar hat auch hier schon die Bojenkonzessionssucht der kroatischen Behoerden zugeschlagen. Er hat uns aber immerhin recht freundlich gebeten, an eine der Bojen zu gehen, hier sei Ankerverbot. Das Schild wuerden wir von unserem Ankerplatz aus aber nicht sehen, es stehe etwas um die Ecke und waere nur aus der Richtung des Hafens zu sehen. Ich habe dann gemeint wir wollten eh' nur 2 Stunden zum Baden bleiben. Er hat uns aber trotzdem gebeten an eine der Bojen zu gehen (wir duerften auch kostenlos bleiben, normal waeren es 10 EUR). Denn ansonsten muesste er immer wieder vom Hafen herueberfahren, um anderen die unserem Beispiel folgen zu erklaeren, dass man da nicht ankern darf und an die Boje muss. Und er wolle jetzt schliesslich in Ruhe Mittag essen…

Na ja, wir sind dann an eine der Bojen und haben dann noch einen schoenen Ausflug an den Sandstrand gemacht und Sandhafen gebaut (fuer eine Burg fehlten uns Sandschaufeln und -eimer).

Gegen 15:00 sind wir dann wieder zurueck nach Mali Losinj gesegelt und haben dort um halb 5 einen netten Liegeplatz wieder an der Hauptmole bekommen. Eine viertel Stunde spaeter kam dann noch eine Bavaria 47 einer Slowakischen Familie (Eltern mit einer kleinen Tochter) bei uns laengsseits und wir wurden dafuer mit einer Flasche Wein beschenkt.

Zum Abendessen sind wir nochmal ausgegangen (naechste Woche wird wieder an Bord gekocht und die Kids kommen puenktlich ins Bett) und haben Fisch und Fleisch dalmatinischer Machart genossen. Und Hilde und Franz konnten die Rueckfahrt nach Punat auf Krk (wo ja ihr Auto steht) klaeren: Erste Alternative mit dem Bus bis nach Krk und dort mit dem Taxi nach Punat. Zweite Alternative (sie haben per Zufall genau den richtigen Taxifahrer angesprochen) eine direkte Taxifahrt nach Punat, da dort jemand anderes abgeholt werden soll.

Wir werden morgen Nachmittag wahrscheinlich nach Ilovik (eine kleine Insel suedlich von Losinj) fahren und dort ankern bzw. an einer Boje festmachen. Am Sonntag geht es dann weiter nach Pag in eine sichere Marina, denn in der Nacht von Sonntag auf Montag soll nochmal ein Sturm kommen. Diesmal ein Jugo, ein starker Suedwind.

Tag 18 (19.5.2012)

Der erste Abschiedstag auf tonttu!

Wir haben wieder excellent mit frisch gelieferten Semmeln und anderen Feinheiten (Croissants, Wurst, …) gefruehstueckt. Franz, das werden wir vermissen. Ich kann die Maedels ja schliesslich nicht alleine zum Semmeln holen schicken!

Waehrend dessen haben wir (mit angeschaltetem Generator, da wir ja keinen Landstrom gekauft hatten; ich moechte jetzt mal ausprobieren, wie wir einige Tage ohne Landstrom auskommen) zwei Waeschen gewaschen und den Boiler sowie diverse Handyladegeraete angeschaltet gehabt. Als Iris dann noch die Mikrowelle kurz aktiviert hat fuer den Milchschaum und waehrenddessen schon die Espressomaschine hochgeheizt hat, da hat sich der Inverter/Laderegler kurz wegen Ueberlast ausgeschaltet. Jetzt wissen wir also: Trotz laufendem Generator koennen wir nicht alle Verbraucher gleichzeitig anschalten. Der Boiler war naemlich auch noch am heizen 8-O

Um halb 11 sind wir dann endlich auselaufen. Nur mal so kurz „um die Ecke“ in eine Bucht gleich Suedoestlich (sorry, SE) der Einfahrt zur Bucht von Mali Losinj. [Ich verspreche, ich kuemmere mich bei naechster Gelegenheit um den GPS Tracker, damit Ihr wenigstens einmal am Tag seht, wo wir sind. Dann findet Ihr auch die Lokalitaeten leichter, die ich erwaehne.]

Dort haben wir uns gesonnt, Hilde und Franz haben fertig gepackt und mit den Maedels und Buben gespielt und dann haben wir noch Pasta zu Mittag gegessen. Um 12:40 mussten wir dann aber schon wieder los, da das Taxi fuer Hilde und Franz fuer 13:45 bestellt war, wieder in Mali Losinj.

Also wieder zurueck und wieder mal ein Laengsseitsanleger an der Hafenmole. Wir sind dann alle zusammen vor zum Taxistand getrabt und haben die beiden gebuehrend verabschiedet. Anna hat leider herzzerreissend geweint. Sie wollte so gerne noch mit Oma spielen.

Mit einem Eis konnten wir sie auch nur etwas troesten und so sind wir nach einer Stunde wieder los gefahren mit Kurs Suedspitze von Losinj bzw. die Passage zwischen Ilovik und Sv. Petar. Kurz davor haben wir uns aber umentschieden und sind dann doch um die Suedspitze von Losinj gefahren und haben erst in der Bucht Trevorka versucht zu ankern (ging leider nicht so gut, da die Kombination von 10m Ankertiefe und schmaler Bucht mir nicht gepasst hat und der Anker auch nicht so besonders gehalten hat).

So sind wir ein Stueck weiter gefahren und ankern jetzt wunderbar in der Minibucht an der Suedspitze von Male Orulje.

Dort habe ich mich als Skipper ein wenig blamiert, aber es hat ja keiner gesehen. Wir wollten eine Heckleine ausbringen zusaetzlich zum Anker. Also haben wir etwas mehr auf der Luvseite (die dem Wind zugewandte Seite) geankert um uns dann beim ausbringen der Ankerkette wieder in Richtung Leeufer (also das Ufer auf das der Wind zublaest) zutreiben zu lassen. Dorthin wollte ich mich dann (urspruenglich zumindest) mit der Festmacherleine im Dinghi (also ein Ende der Leine schon am Schiff festgemacht) in Richtung Ufer treiben lassen vom Abendwind und dort die Leine an Felsen festmachen.

Schoene Theorie: Zuerst hat genau in dem Moment wo wir geankert hatten der Wind leicht gedreht, so dass tonttu nicht auf das urspruenglich geplante Leeufer gezeigt hat sondern schon wieder ein wenig aus der Bucht heraus. Dann war (auch wegen der anderen Lage) die 60m-Leine ein kleines Stueck zu kurz, so dass ich schlussendlich mit der Verlaengerung in der Hand, dem Dinghiseil in der anderen (Anna sass ja mit im Dinghi) aus dem Beiboot gestiegen bin und mich auch dort nochmal, diesmal in der Wassertiefe, verschaetzt habe. Ich stand also nicht bis zur Huefte im Wasser sondern bis unter die Achseln. Was das heranziehen von tonttu nicht wirklich einfacher gemacht hat. Muss lustig ausgesehen haben, wie ich da mit den Fuessen gegen die Felsen gestemmt so weit in Schraeglage war, dass ich gerade noch Luft bekommen habe, um moeglichst viel Zug aufzubringen. Aber es hat geklappt und wir liegen wie geplant mit Buganker und Landfeste bombensicher. Allerdings habe ich noch in Summe 4 Fender an die Landleine gehaengt, damit uns kein Fischer nachts drueber donnert.

Dafuer gab es dann einen wunderschoenen Sonnenuntergang in einsamer und super ruhiger Bucht. Nur die Maedels quatschen immer noch und wollen einfach nicht einschlafen…

Uebrigens, kurz vor der Einfahrt in die Ankerbucht haben wir nochmal ganz nahe Delphine gesehen!