Ein Sommer mit "tonttu"

Logbuch des Törns 2013

Wir sind im Juli/August diesen Jahres nochmal als Familie 2 Monate auf tonttu unterwegs (bevor Anna im September in die Schule kommt).

Wie letztes Jahr werden wir wieder jeden Abend einen Eintrag in unser bLogbuch schreiben und dort berichten wo wir sind und was wir an diesem Tag so alles erlebt haben.

Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten ;-) Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.

Tag 56, 23.8.2013

Wir sind nur um die Ecke gefahren …

Da das Wasser leider ziemlich kalt geworden ist (nur noch um die 21 Grad; vor einer Woche waren es noch 24 Grad und vor 2 Wochen noch fast 27 Grad :-(), dachten wir, es macht mehr Sinn sich Krk anzusehen als in der Bucht von Punat herum zu hängen. Und damit wir nicht wieder mit einem Taxi fahren und viel Geld ausgeben müssen, haben wir uns entschlossen mit tonttu nach Krk Stadt zu fahren.

Also haben wir um halb 11 den Anker hochgezogen und sind aus der Bucht herausgefahren. Diesmal war der Wasserstand 20 cm höher (Flut) und damit mein Adrenalinspiegel deutlich niedriger bei der Ausfahrt ;-)

Es hat noch immer mit 10 bis 15 kn geweht, aber je näher wir Krk Stadt kamen, desto mehr hat der Wind nachgelassen.

Wir haben uns erst die Bucht direkt östlich von Krk angesehen. Da sollten Bojen drin sein. Das war auch so, aber die waren so nah zusammen, dass wir an der einen fest gemacht hätten und die zweite auf der Höhe unseres Niedergangs gewesen wäre.

Also sind wir rein in den Hafen von Krk. Dort hat sich sehr schnell ein Marinero an die zweite Mole gestellt und die Mooringleine hochgeholt. Ich habe aber erst mal Iris an den Bug geschickt mit dem Senkblei um die Tiefe zu loten. Er hat gesagt (Standardsatz der Marineros in der ganzen Welt) es wäre sehr tief. Mindestens 4 m…

Es waren dann etwa 3.20 ;-) Also sind wir mal wieder sehr langsam mit dem Heck voraus rangefahren und haben statt eines ordentlichen Abstandes um mit der Gangway rüber zu kommen so viel Abstand, dass wir mit dem Dinghi an Land „übersetzen“. Dafür war es trotz Strom und Wasser relativ günstig. Alle anderen Boote sind auch eher von der kleinen bis winzigen Sorte. Es sieht relativ lustig aus tonttu so in der Herde der kleinen liegen zu haben.

Wir haben dann erst mal Mittag gegessen an Bord und Tobi und Jan eine SMS geschickt, dass wir schon in Krk an der Mole liegen. Sie kamen dann auch vom Flughafenbus direkt zu uns und es gab erst mal ein grosses Hallo. Heute Nacht übernachten Sie ja noch in einem Hotel hier in Krk, aber sie haben das meiste Gepäck schon mal da gelassen.

Um halb 4 sind wir sechs dann auch in den Ort gegangen (ich wollte eigentlich erst noch zum Hafenkapitän um mich nochmal zu versichern, dass wir wirklich nicht mehr in die Jahrescrewliste eintragen müssen, aber der war in der Mittagspause von 13 bis 18 Uhr) und haben Eis gegessen.

Über das Tourist-Office haben wir herausgefunden, dass es auf der anderen Seite der Altstadt bei dem Strand hinter den eng liegenden Bojen einen Spielplatz geben soll. Das war also unser nächstes Ziel. Die Altstadt ist wirklich sehr schön. Es hat sich gelohnt mal hier anzulegen.

Der Spielplatz war super. Natürlich von eibe, einem ehemaligen Kunden von mir ;-) Wir (Iris, ich und die Mädels) waren dann auch noch abwechselnd schwimmen. Iris und ich damit je einer auf die Jungs aufpassen konnte und Anna und Lara, weil Anna Ihre Badehose vergessen hat und die von Lara ausleihen musste :-)

Iris hat übrigens gerade die „schiefe Phase“, falls Ihr es noch nicht bemerkt habt ;-)

Auf dem Rückweg haben wir dann noch oberhalb der Stadtmauer zu Abend gegessen und waren dann gegen halb 8 auf dem Boot zurück. Also schnell die Jungs geduscht und ins Bett gebracht (Anna duscht sehr gerne mit den Jungs, das ist schon mal eine grosse Hilfe) und die Milch warm gemacht bzw. angerührt.

Anna bei der „Ambulanzstunde“:

Danach habe ich schnell noch die Wäsche abgehängt - wir haben natürlich Nachmittags mal wieder eine Maschine gewaschen, hier gibt es ja Wasser - und dann bin ich nochmal zum Hafenkapitän. Und es wurde mir bestätigt: Keine Jahrescrewliste mehr. Wie man dann aber im nächsten Jahr als Eigner beweisen will, dass man nicht schwarz verchartert wenn mal andere Personen auf dem Boot sind, konnten sie mir noch nicht sagen. Das wussten sie selber noch nicht…

Zurück auf dem Boot haben wir dann noch das super schnelle RIB (rigid inflatable boat) bewundert, in dem die Gäste in Schalensitzen festgeschnallt werden wenn es draussen vor dem Hafen wilde Kreise dreht. Leider zu weit weg um es wirklich in Action zu sehen.

Anna und Lara haben das Schauspiel von den Maststufen aus bewundert …

Tag 57, 24.8.2013

Heute morgen sind Janet, Lucia und Tobi endgültig zu uns an Bord gekommen. Vorher haben wir nochmal kurz ein paar Sachen aufgeräumt (hilft ja nicht lange, aber immerhin haben wir es versucht) und gewaschen und die Wassertanks wieder aufgefüllt.

Währenddessen haben sich die Jungs mit Eisenbahnbauplänen und deren Durchführung die Zeit vertrieben.

Kurz nach 10 kamen die Drei dann zu uns aufs Boot. Ich bin dann gleich mit Tobi zum einkaufen gegangen (viel Wasser und ein paar andere Sachen, die uns ausgegangen sind) und wir waren um Viertel nach 10 wieder an Bord und konnten dann kurz vor 11 auslaufen. Dabei habe ich nach dem ablegen noch kurz Bug- und Heckstrahlruder demonstriert (ein wenig gekreiselt im Hafen).

Wow, mein Schatz wird immer kreativer: Eine Serie mit wachsender Distanz zum Objekt und abschliessend noch einem Wechsel des Hauptmotivs als Überleitung…

Zu Lara's „tonttu“-Party: Alle sollten die tonttu-T-Shirts anziehen. Nur Anna hat sich geweigert.

Wir sind dann noch erst eine Weile unter Motor gefahren, da vor dem Hafen sich gerade ein Regattefeld zum Start aufbaute und wir denen möglichst schnell aus dem Weg gehen wollten.

Etwas später konnten wir dann Segel setzen und sind bei leichtem Wind (so zwischen 6 und 9 kn) in Richtung Rab aufgekreuzt. Um halb 4 haben wir dann aber die Segel geborgen und sind unter Motor weiter und waren um kurz nach halb 5 im Hafen von Rab bei der ACI-Marina.

Dort habe ich das Bug- und Heckstrahlruder aktiviert und es hat mir leider einen Streich gespielt und ist wie damals in Durres bei der Ankunft dort plötzlich auf volle Fahrt links gegangen am Bugstrahlruder. Es half nur die Sicherungen auszuschalten.

Danach habe ich halt konventionell angelegt. Auch mal wieder eine gute Übung. Nach einem kurzen Tauchcheck war zumindest sichergestellt, dass beide Strahlruder wieder eingefahren waren. Den Rest schaue ich mir morgen Vormittag nochmal an.

Wir sollen ja heute Nacht Shirocco bekommen. Einen etwas stärkeren Südwind. Deshalb hatten wir uns ja auch entschieden nicht in eine Bucht sondern in die Marina in Rab zu fahren. Bis morgen am frühen Nachmittag sollte er nachgelassen haben und dann werden wir wohl weiter fahren.

So können wir und vor allem Tobi und Jan die schöne Stadt Rab morgen am Vormittag ansehen. Vielleicht gehe ich mit den Kindern auch an den Strand. Mal sehen wie das Wetter morgen Vormittag so ist.

Kurz nach 6 sind wir dann alle 9 in die Stadt gegangen zum Abendessen im Restaurant Santa Maria, das wir schon von früher kannten. Es war wieder sehr gut und man sitzt super schön in einem ganz kleinen Innenhof.

Auf dem Weg nach Hause (also zu tonttu) haben wir noch jeder ein Eis zum Nachtisch gegessen. Und jetzt sitzen wir Erwachsenen im Cockpit und geniessen noch ein Gläschen Prosek (kroatischer Süsswein zwischen Port und Sherry, den ich letztes Jahr von meinen restlichen Kuna in Cavtat beim ausklarieren nach Montenegro gekauft habe).

Siveli, wie der Kroate sagt…

Tag 58, 25.8.2013

Heute Nacht hat es richtig heftig geregnet und auch gewittert. Es hat irgendwie gar nicht aufhören wollen mit dem Donner und den Blitzen.

Jedenfalls habe ich gegen 2 Uhr Morgens fluchtartig meinen Schlafplatz im Cockpit verlassen, da es mir auf die Füsse geregnet hat. Aber zum Glück ist unsere Salonbank ja auch sehr bequem, lang und breit genug.

Es hat so geschüttet, dass wir leider am Vormittag feststellen mussten, dass irgendwo oben beim Schiebeluk vom Niedergang Wasser eindringt und dann aus dem Schalter für die Lichter beim Niedergang aus der Decke tropft. Da muss ich mal forschen gehen, wo das her kommen kann. Denn das muss ich bis zum Winter abstellen…

Am Vormittag habe ich dann nochmal versucht, ob ich am Bugstrahlruder etwas reparieren kann. Aber leider scheint es diesmal wirklich ein Problem der Elektronik zu sein. Also wird es um so wichtiger, dass Hanse uns jetzt wie versprochen temporär vom Smart Mooring System auf einfache Bug- und Heckstrahlruder Steuerung umbaut. Das wird im Winterlager geschehen. Und wenn es dann irgendwann wieder ein dauerhaft funktionierendes Smart Mooring System geben wird, dann bauen sie es wieder zurück, oder wir unterhalten uns über einen Refund!

Wir haben sowieso noch eine Weile an Bord gewartet, da das Wetter ja nicht so rosig war. Es hat aber relativ schnell nach dem Frühstück aufgehört zu regnen. Iris hat aus dem gekauften Blätter-/Filo-Teig einen Apfelstudel fabriziert, denn wir noch bis kurz vor 12 fertig gebacken haben und natürlich lief die Waschmaschine nochmal. Die nächsten Tage werden wir ja kein Wasser und Strom mehr haben…

Tobi, Jan und Lucy sind zuerst in die Stadt und Iris mit den Kindern dann bald hinterher. Ich habe noch gewartet bis Apfelstrudel, Waschmaschine und Tankfüllung fertig waren und bin um Viertel nach 12 hinterher gelaufen. Wir haben dann noch eine Kleinigkeit gegessen an dem grossen Platz mit dem Brunnen und trafen uns alle um halb 2 wieder an Bord.

Dann habe ich entschieden, dass das Wetter gut genug ist um abzulegen (der starke Scirocco war nur kurz in der Nacht vorhanden gewesen mit ca. 24kn und um 14 Uhr hatten wir nur noch 12kn Wind). Da ja das Bugstrahlruder nicht einsatzbereit war, die Gasse aber sehr eng, habe ich eine lange Leine von unserer Mittelklampe zum (deutlich kürzeren) Nachbarschiff um deren Bugklampe gelegt (mit deren Einverständnis; die hatten uns ja vorher schon eine Flasche selbstgemachten Prosecco geschenkt, weil ich ihnen meinen Segelmacherhandschuh ausgeliehen hatte, als sie ihr Sonnensegel nachnähen wollten) und so hatten wir einen wunderbaren Seilzug, der uns um die Ecke gezogen hat. Wer braucht denn schon ein Bugstrahlruder ;-)

Draussen war auch nicht mehr Wind, er hat sich später sogar auf nur 10kn eingependelt, aber leider noch eine ziemlich schaukelige Welle von querab. Wir hatten uns aber entschieden doch nur bis zur Südspitze von Cres zu fahren, da es ja schon 14 Uhr war und damit eher zu weit für die Inseln weiter im Süden (Olib, Silba, Ist, …).

Wir kamen dann gegen halb 5 in der Bucht Kolorat auf Cres an. Erst wollte ich in einer kleinen Nebenbucht ankern und hatte schon die komplette Uferlinie abgefahren auf mind. 5 m Wassertiefe. Aber dann musste ich leider feststellen, dass in der Mitte, wo ich ankern wollte die Wassertiefe mit knapp über 10m zu hoch war. Da wäre der Schwojkreis (Drehkreis) zu knapp an der 5m Wasserlinie in der Nähe vom Ufer gewesen.

Also haben wir uns doch an eine der Bojen gelegt und später mit positivem Erstaunen festgestellt, dass hier nur 12kn pro Meter (kn steht jetzt wieder für Kuna, die kroatische Währung) kassiert werden.

Wir sind dann noch kurz schwimmen gegangen (es war ziemlich kühl mit nur 21.73 Grad gemessen mit dem Simrad-Thermometer) und haben alle ein wenig von dem Apfelstrudel gegessen.

Dann sind noch ein paar weitere Schiffe eingelaufen. Unter anderem die Elan 45 namens „Rufus“, die wir vor 3 Jahren ab Punat auf Krk gechartert hatten. Das war toll, denn die hat auch ein gewisses etwas mit der Entstehungsgeschichte von Luca und Luis zu tun ;-)

Zum Abendessen habe ich dann ein Gemüsecurry gekocht und dabei unseren kompletten Reisvorrat aufgebraucht. Jetzt heisst es also erst mal nicht mehr „es gibt Reis, Baby“…

Inzwischen ist es fast windstill und es hat auch aufgeklart. Ich hoffe nur, dass es heute nicht noch ein Gewitter gibt. Aber das droht jetzt wohl die ganze restliche Woche, bei der aktuellen sehr feuchten Wetterlage.

Tag 59, 26.8.2013

Abgesehen von ein paar um unsere Bucht herumdrehenden Gewitterzellen (die uns aber zum Glück nicht erwischt haben) war es eine recht ruhige Nacht.

Wir sind bei schon wieder aufklarendem Himmel aufgewacht und ein paar mutige von uns (Jan, Iris, Lara, Anna und ich), sind sogar noch vor dem Frühstück schwimmen gegangen. Das Wasser war wirklich s..kalt mit knapp unter 20 Grad!!!

Die Bojenkassierer kamen wie angekündigt mit Gebäck und Brot. Nachdem das Brot von der weissen Sorte war, die man besser als Fender verwendet, haben wir nur Apfeltaschen/Marmeladetaschen/Quarktaschen und Krapfen gekauft und dann noch einen Teller voll frischen Feigen für die Pasta heute Abend.

So gegen kurz vor 10 sind wir dann aus der Bucht herausgefahren und haben Kurs Süd genommen in Richtung Silba und Olib. Der Wind war auch nicht so schlecht mit knapp 10 kn von hinten (also von Norden). Also haben wir den Code0 hochgezogen und sind mit 4 bis 5 kn vor dem Wind dahingesegelt. Sehr schön …

Trotzdem haben wir dann kurz vor Silba und Olib den Code0 wieder eingerollt, denn es waren inzwsichen nur noch um die 6kn Wind und wir kamen nicht mehr so richtig gut vorwärts. Dann hat uns halt der Volvo-Jockel weitergeschoben.

Da wir ja gerne weiter nach Süden kommen, um dann mehr Zeit in den Kornaten bzw. auf Dugi Otok zu haben, sind wir gleich noch weiter bis nach Ist. Da waren wir ja schon mal vor etwas über einer Woche in der Südbucht namens Siroka. Das ist die mit dem kleinen Ort mit dem netten Spielplatz mit dem Café daneben ;-) Und schonen Sandboden in kindergeeigneter Wassertiefe hat es am Strand auch.

Um Viertel vor 4 hatten wir den Anker geworfen und danach ging es in zwei Fuhren mit dem Dinghi an Land. Jetzt sind wir ja wieder zu viele, um alle auf einmal mit dem Dinghi fahren zu können. Lucy fand die Schwimmweste allerdings nicht so toll …

Nach etwas Spielplatzvergnügen und einem Eis bzw. Eiskaffee sind wir dann noch für eine halbe Stunde baden gegangen. Auch Luci war im Wasser auf Mamas und Papas Arm. Denn hier unten hat es schon wieder 25 Grad Wassertemperatur. Oben, in den Inseln vor dem Velebit zieht anscheinend die Strömung viel kälteres Wasser durch.

An Bord hat Iris dann ihre berühmte Feigen/Tomaten/Schinken-Pasta gekocht und alle haben kräftig reingehauen. Anna hat mit ihrer kleinen Rollei-Kamera noch viele Aufnahmen gemacht von uns allen beim Essen und der Umgebung:

Lara lässt sich auch schon zur Fotografin ausbilden:

Später, wenn alle Kinder im Bett sind, hole ich bei dem kleinen Restaurant in dem wir letztes Mal Mittag gegessen haben noch eine Runde Palatschinke für die Erwachsenen ;-)

Tag 60, 27.8.2013

Wir sind heute bei strahlendem Sonnenschein in der Südbucht von Ist aufgewacht. Leider hat es vorher zwischen 4 und 6 immer wieder ziemlich geweht, so dass ich nicht wirklich tief schlafen konnte im Cockpit.

Aber dafür hat uns die durchaus angenehme Wassertemperatur von 24.5 Grad in der Bucht entschädigt.

Tobi, die Mädels und ich sind dann nochmal in den Ort gefahren mit dem Dinghi und haben Würstel, Hamburger und Hühnerbrust für den Grillabend eingekauft. Dann haben wir im anderen Mini-Market noch Brot und Eier bekommen und am Gemüsestand noch Tomaten, Gurken, eine Melone und Kartoffeln eingekauft.

Ungefähr um 10 Uhr sind wir dann losgefahren und haben sehr schnell Grosssegel und Fock gesetzt, da ein netter, leichter Wind (wie immer aus der falschen Richtung) kam. Wir hatten es ja wirklich nicht eilig, da unsere Tagesetappe ca. 7 nm betrug. Unser erstes Ziel war das Wrack an der Nordspitze von Dugi Otok.

Dort haben wir direkt daneben geankert. Iris war es ein wenig zu nahe ;-) Und dann bin ich mit den Kindern, Tobi und Jan mit dem Dinghi rüber gerudert. Die Mädels sind mit Tobi und Jan dann mehrmals über das Wrack hin und her geschwommen mit den Taucherbrillen und ich bin mit den Jungs hinterhergepaddelt. Es war sehr spannend.

Luca als Tiefseeforscher

Iris hat sich währenddessen mit Luci einen Latte Macchiato gemacht :-)

Danach haben wir uns um die Ecke in die Ankerbucht Lokva verzogen (da waren wir schon mal vor gut einer Woche) und waren dort erst mal eine halbe Stunde lang die einzigen. Später kam dann noch eine Oceanis 54 rein. Westlich von uns braute sich aber schon ein unschönes Wolkengebilde zusammen, welches sehr nach Gewitter roch.

Kurz habe ich noch überlegt, ob wir um die Ecke in die Marina Veli Rat fahren sollten. Aber nachdem es ja dort auch nur zwei mal am Tag Strom und Wasser nur für sehr viel Geld gibt, dachte ich mir es sei nicht nötig nur wegen dem drohenden Gewitter gleich solche Massnahmen zu ergreifen.

Anna beim „bespassen“ der Dame mit den kleinsten Füssen an Bord:

Kurz nach dem Ankern haben die Jungs sich einfach aus dem Kühlschrank eine Tafel bittere Schokolade von der Mama geholt und sie zur Hälfte nieder gemacht:

Also habe ich stattdessen den Grill aus der Segellast geholt und die wunderbaren aber für unseren Grill zu grossen Holzkohlen aus Cökertme in der Türkei mit dem Schraubenzieher klein gemacht und angeheizt. Diesmal ging es wegen der Kohlenverkleinerungsaktion viel schneller als letztes mal. Irgendwie zu schnell, so dass wir erst das Fleisch und danach die Bratkartoffeln gegessen haben ;-) Es hat aber allen wunderbar geschmeckt. Sogar die fertigen Hamburger/Pleskavica waren gar nicht schlecht.

Gerade hatten wir alles eingeräumt und ich mich geduscht (um den Russ los zu werden), da hat das Gewitter angefangen. Erst nur ein wenig geblitzt und gedonnert aber dann ging es richtig zur Sache. Zwischendurch waren in der Mastspitze Böen bis zu 45 kn zu messen. Unten kam nicht alles an, denn die Bucht ist recht klein und die Hügel darum herum haben etwas abgehalten, aber die Gischt flog schon etwas quer.

Es war aber zum Glück relativ schnellt vorbei und jetzt, eine Stunde nachdem es angefangen hat ist es total Windstill und es regnet überhaupt nicht mehr. Leider ist das Cockpit aber total nass. Da muss ich wohl heute im Salon schlafen und nicht oben an der frischen Luft.