Logbuch des Törns 2013
Wir sind im Juli/August diesen Jahres nochmal als Familie 2 Monate auf tonttu unterwegs (bevor Anna im September in die Schule kommt).
Wie letztes Jahr werden wir wieder jeden Abend einen Eintrag in unser bLogbuch schreiben und dort berichten wo wir sind und was wir an diesem Tag so alles erlebt haben.
Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.
Tag 36, 3.8.2013
Heute sind wir doch glatt schon um 8 Uhr morgens in Primosten von der Boje los und haben auf dem Weg nach Sibinik ein Müslifrühstück genossen. Wir wollten unbedingt vor dem Mittag da sein, denn im Marinashop wartete eine Bestellung auf uns. Das haben wir auch ganz locker hinbekommen, wir waren nämlich schon zwei Stunden später an der Stadtmole. Total exklusiv lagen wir direkt neben Ecclestone und seiner Yacht Petara; Mark hat ihn gleich erkannt, meine Leitung war etwas länger…..
Nachdem Mark mit den Mädels schnell die Sachen im Marinashop abgeholt hat, sind wir alle zusammen in die Altstadt. Natürlich habe ich mich gleich wieder an die wunderschönen Strassenlaternen erinnert…eine Freude für die Augen und das kleine Architektenherz. Eigentlich haben wir auch recht schnell ein hübsches Restaurant in einer engen Seitengasse bzw. einem kleinen Kirchplatz gefunden, nur leider haben wir sehr lange warten müssen, was mit den Kids natürlich nicht so einfach war. Dafür war das Essen wieder sehr lecker. Anschliessend besuchten wir noch ein kleines Aquarium/Museum, wo die Kids ganz ausser sich vor dem kleinen Haifisch rumgehüpft sind.
Mark und ich waren völlig erschlagen vom Essen und der Hitze, doch tapfer waren wir noch alle zusammen auf dem Spielplatz direkt an der Mole. Unglaublich, die Kids stecken die Hitze einfach weg, wenn sie eine Rutsche sehen. Auf dem Weg zurück zu tonttu, haben wir Achim beim Anlegen geholfen. Er ist mit einer Shark 24 unterwegs und hat mit den dicken Mooringleinen gekämpft. Wir haben ihn daraufhin eingeladen, bei uns längsseits festzumachen.
Sehr nett, denn jetzt sitzen wir bei einem Glas Rotwein zusammen. Vor dem Abendessen hat unser lieber Papa trotz der unglaublichen Hitze den Babypool auf dem Vorschiff aufgeblasen. Der grosse Hit des Tages war schliesslich für die Mädels eine Hüpfrunde auf dem Trampolin. Und zu guter Letzt noch eine Hochzeit mit viel Nationalstolz!
Tag 37, 4.8.2013
Die Nacht in Sibenik war ziemlich ruhig. Weder Schwell noch Promenadenlärm
Wir sind gegen halb 8 aufgewacht und haben erst mal gemütlich gefrühstückt und dabei den Wassertank gefüllt.
Danach haben wir noch einen Versuch gestartet beim DM einzukaufen. Aber leider hat der am Sonntag doch nicht offen, wie sonst in den meisten Touristenorten in Kroatien. Dazu ist Sibenik halt doch zu sehr Kreisstadt!
Den „Frust“ haben wir mit je einer Kugel Eis auf dem Rückweg verdrängt. Es war schon wieder drückend heiss. Und das um 10 Uhr am Vormittag!
Wir haben uns dann noch von unserem „Nachbarlieger“ Achim verabschiedet, der nach Süden weiter fahren wird und sind um kurz nach 11 losgefahren die Krk hinauf in Richtung Skradin.
Dabei fährt man unter einer hohen Brücke und ein paar Hochspannungsleitungen durch. Letztes Jahr haben die Höhen gepasst für uns, also bin ich davon ausgegangen, es stimmt auch dieses Jahr. Ein erneuter Blick in das Kartenmaterial und die Hafenhandbücher vom letzten Jahr hätte da auch nichts gebracht
Und es hat gepasst. Wir haben unterwegs noch kurz zu segeln versucht, als der Wind mal in einem Knick des Flusses günstig stand. Aber mit nur teilweise ausgerolltem Vorsegel (weil darunter die Mädels im Vordecks-Pool gebadet haben) hat das nicht all zu viel gebracht.
Um ein Uhr waren wir dann in Vedrovace, einer kleinen Ausbuchtung vor der letzten Brücke, also kurz vor Skradin, in der ein Restaurant mit Steg ist, für welches ich reserviert habe.
Es liegt sehr schön, ist ein super Fleck um im Süsswasser der Krka zu baden und ideal beschaulich. So wie die Stegrestaurants in der Türkei oft waren.
Wir haben uns erst mal an einen der Tische gesetzt und etwas getrunken und sind dann ausführlich baden gegangen. Leider haben Luis und Luca den Versuch mit Flossen zu schwimmen nicht so sehr angenommen.
Danach gab es natürlich nochmal ein Eis. Diesmal allerdings nur eine Kugel pro Person Hier ist übrigens für die nächsten Tage eine Hitzewelle mit bis zu 40 Grad angesagt. Und ich dachte es ist jetzt schon heiss!!!
Hier am Steg gibt es auch 1 (in Worten „einen“) Stromanschluss. Zuerst war nur einer dran. Dann habe ich mich mit meinem Verteiler dazwischen gehängt. Dann kam noch ein neuer Nachbar und hat mich gefragt, ob er auch an den Verteiler darf. Irgendwann später habe ich dann noch meine Kabeltrommel für einen weiteren Nachbarn rausgerückt. An der hängen jetzt (ungefragt) noch zwei weitere. Und dann hat der Wirt nochmal einen Verteiler dazwischen gehängt. Jetzt sind ungefähr 8 Schiffe hinter meinem ersten Verteiler.
Als dann noch ein Hornochse Wasser getankt hat und seinen spritzenden Schlauchverlängerungsanschluss genau neben die Kabeltrommel positioniert hat, dachte ich jetzt ist wohl alles vorbei. Aber sogar das hat funktioniert. Ich habe den Schlauchverlängerer ins Wasser befördert und die Wassertropfen von meiner Kabeltrommel geschüttelt.
Noch haben wir alle Strom Ist auch egal, wir haben unsere Batterien voll…
Das Abendessen war so lala. Ich dachte ich nehme mal eine traditionelle Grillplatte, damit auch die Jungs etwas mitessen können. Aber die Fleischqualtität (für die 120kn) war nicht besonders gut. Egal, irgendwie muss man ja auch für den Steg zahlen. Iris hatte aber eine wundervolle Muschelpasta.
Jetzt haben wir mal wieder den Versuch gestartet die Kinder besonders früh ins Bett zu stecken. Denn gestern sind sie doch immer nochmal rausgekommen oder haben gerufen, als Achim nach dem Abendessen noch bei uns an Bord war.
Tag 38, 5.8.2013
Rekordtag! Heute sind wir, glaube ich, die kürzeste Strecke gefahren. Geschätzt 600m. Mit umparken nochmal 100m mehr…
Nach einem gemütlichen Morgen, mit Frühstück, Waschmaschine und Baderunde am Strand (am kleinen Strand, denn am grossen Strand sass ein Schwan, und da haben wir uns nicht dran getraut) sind wir um halb 11 losgefahren und unter der Brücke durch, um die Ecke zum ankern vor der Marina von Skradin.
Wir haben uns einen Platz etwas entfernter von der Marina gesucht mit Buganker und Landleine. Während wir geankert haben wehte der Wind mit ca. 5 bis 7 kn aus der Richtung der Wasserfälle (= flussaufwärts), also standen wir dann mit der Landleine fast genau in den Wind.
Aber wie immer, wenn ich mit Landleine ankere drehte nach kurzer Zeit der Wind und kam von flussabwärts und stand damit mal wieder genau von der Seite auf tonttu. Es ist wie verhext. Ich bin mir sicher, dass das Ganze gehalten hätte, aber da wir ja mit dem Dinghi in den Ort Skradin fahren wollten zum einkaufen (Wein!) und zum Spielplatz und Trampolin und evtl. zum Schwimmen, haben wir uns dann doch entschieden wieder abzulegen und an einer freigewordenen Stelle näher an der Marina frei schwojend (also ohne Landleine und damit „frei drehend“) neu zu ankern.
Als wir gerade loslegen wollten, kam ein Anruf von unseren Nachbarn von letzter Nacht beim Restaurant. Wir hatten ihnen eine Karte von tonttu gegeben und sie waren so nett die Telefonnummer (die kroatische) herauszufinden über die Web-Site, da ich vergessen hatte den Schuco-16AStecker-Adapter, den ich ihnen ausgeliehen hatte, wieder mit zu nehmen.
Also bin ich mit Anna und Lara nach dem umankern mit dem Dinghi nochmal zurück zum Restaurant Vidrovaca gefahren, um das wichtige Utensil zu holen. Zum Glück habe ich all die Kabel und Adapter/Verteiler mit „tonttu“ beschriftet
Nach diesem kleinen ungeplanten Ausflug sind wir tatsächlich rüber nach Skradin gefahren, haben den Müll entsorgt, sind das obligatorische Eis essen gegangen und danach durch den Ort gebummelt. Na, gebummelt kann man das eigentlich nicht nennen. Die Jungs mussten mal wieder überschüssige Energie loswerden und sind wie die Wilden durch die Gassen geflitzt. Es war manchmal schwierig sie wieder einzufangen, bevor sie in eines der Geschäfte geraten sind (z.B. Juweliere haben es ihnen angetan, weil es darin so schön glitzert)!
Endlich waren wir beim BIBICh, dem Weinhändler meines Vertrauens in Skradin angelangt. Dort hatte ich letztes Jahr nach einer kleinen Weinprobe den Nr.6 Riserva mitgenommen und wir haben die Flaschen sehr genossen. Also habe ich wieder 6 davon gekauft. Hoffentlich sind sie immer noch so gut wie in meiner Erinnerung. Für Iris haben wir dann probeweise noch einen Rosé mitgenommen und eine andere Flasche Roten habe ich dann noch geschenkt bekommen.
So ging es also schon mal wohlbepackt weiter (alles in meinem Wasserdichten Rucksack).
Nächste Station war der grosse Spielplatz, denn dort konnte ich Iris mit den 4 alleine lassen und die restlichen Einkäufe erledigen. Leider war das nicht so erfolgreich wie der Weinkauf. Denn in den beiden kleinen Läden (ein Mini-Konsum und ein andere Gemischtwarenladen) war die Auswahl doch sehr beschränkt. Aber zumindest habe ich gefrorene Shrimps für die Abendessen-Pasta bekommen (das war schon die Alternative; eigentlich wollten wir nämlich Rinderhack für eine Bolognese) und ein Brot für morgen früh.
An einem Gemüsestand habe ich dann wenigstens noch Tomaten und endlich mal wieder Frühlingszwiebeln bekommen. Den Rest der Sachen müssen wir halt dann morgen Vormittag in Sibenik beim rausfahren erledigen.
Jetzt freuen Iris und ich uns nur noch auf einen ruhigen Abend vor Anker. Da fehlt doch noch was?! Ach ja, die Kinder sollten dafür endlich schlafen…
Tag 39, 6.8.2013
Heute war ein Ereignisreicher Tag!
Es fing eigentlich sehr still und gemütlich an. Wir haben um halb 8 den Anker in der Bucht von Skradin hochgezogen und sind dann nach Sibenik getuckert. Unterwegs war das Wasser teilweise so ruhig wie auf einem See. Na ja, wir waren ja auch auf einem See und auf dem Fluss Krka unterwegs. Trotzdem wirkt das normalerweise mit einem Schiff wie tonttu nicht so
Als wir in Sibenik angekommen waren sind wir zur Tankstelle gefahren um den rechten Tank aufzufüllen. Ich habe mich diesmal auf die Anzeige verlassen, die 44% anzeigte und dachte, so nah und bequem wie hier ist es ja selten. Allerdings haben wir nur 45 L reinbekommen. Die Anzeige ist also definitiv ziemlich verstellt. Sie zeigt ja jetzt nach dem Tanken auch nur 82% an, statt 100%. Irgendwie muss ich noch herausfinden, wie man das nachjustiert. Aber alle heruntergeladenen Bedienungsanleitungen von Philippi stimmen einfach nicht. Wahrscheinlich ist die Software für Hanse modifiziert worden … Nicht so wichtig, ich muss halt nur wieder rechnen, wie viel es eigentlich mit dem Standardverbrauch sein müsste seit dem letzten Tanken.
Danach haben wir uns noch 100m weiter hinten an die Mole gelegt (vor dem Busbahnhof), um beim DM um die Ecke einzukaufen. Der war ja am Sonntag zu gewesen.
Als Iris gerade mit den Mädels aussteigen wollte, ist sie fast zusammengebrochen und es war ihr furchtbar schwindlig. Wir haben ihr erst mal eine Menge zu trinken gegeben und sie hat sich auf die Bank im Cockpit gelegt. Die Jungs waren ja noch angeschnallt in ihren Autositzen.
Nach einer kurzen Weile bin ich mit den Mädels schnell zum DM gegangen. Als wir zurück waren, ging es Iris aber nicht besser, eher schlechter und ich bin zum Tourist Office gegenüber am Busbahnhof um nach einem Arzt zu fragen. Die nette Damen vom Tourist Office hat mich gleich hinter den Busbahnhof zu einer kleinen Ambulanz gebracht, die sie auch selber besucht.
Also schnell zurück zum Boot und Iris und die Kinder eingesammelt. Iris hatte inzwischen von Anna zwei Magnesiumtabletten gebracht bekommen zum auflösen, weil sie wieder das Kribbeln in den Fingern und auch Krämpfe in der linken Hand hatte.
Wir sind also mit den beiden Buben in den Buggies (einen hat Anna geschoben, den anderen ich mit einer Hand und auf der anderen Seite Iris gestützt) in Richtung der Ambulanz gewankt. Unterwegs haben wir Detlef und Helmut getroffen. Die lagen am Samstag mit ihrem Motorboot neben uns. Sie haben sofort ihre Hilfe angeboten und sind mit uns zur Ambulanz gelaufen.
Dort hat man sich sehr gut um Iris gekümmert aber nichts wirklich brenzliges diagnostizieren können ausser „Hitzschlag“. Deshalb haben sie uns weiter zum örtlichen Krankenhaus in die neurologische Abteilung geschickt.
Detlef ist mit dem zweiten Taxi und den Mädels hinterher gefahren und Helmut hat sich zu tonttu gesetzt (ich wusste ja nicht, ob da „Langzeitparken“ gestattet ist).
Im Krankenhaus haben sie Iris erst mal einen NaCl (0.9%) Tropf (also Kochsalzlösung) gegeben und der Neurologe hat sie untersucht. Ich bin dann erst mal mit Detlef und den Kindern wieder zurück zu tonttu und wir haben umgeparkt an die normale Pier neben das Motorboot von Detlef und Helmut.
Die beiden haben sich dann zusammen mit Detlefs Kindern Robin und Shannon bereit erklärt noch ein wenig länger auf unsere Bande aufzupassen. Also habe ich schnell etwas Brotzeit für die Kids vorbereitet und bin dann wieder mit dem Taxi zurück zum Krankenhaus gefahren.
Iris ging es mittlerweile wieder deutlich besser. Der Arzt wollte aber noch die Ergebnisse des Blutbildes abwarten. Das zeigte etwas niedrige Mineralienwerte (vor allem Potassium; das müsste Kalium auf Deutsch sein), war aber ansonsten in Ordnung. Also hat Iris noch einmal eine Auflösetablette bekommen und danach war die Abschlussuntersuchung angesagt.
Dr. Gardijan (cooler Name für einen Arzt; fast so schön wie die Frauenärztin Dr. Kuschel, die die Jungs entbunden hat und die Hebamme Sorgenfrei im Rechts der Isar) war sich aber noch unsicher wegen der verkrampften Hand. Er wollte Iris aber auch nicht einer Computertomografie unterziehen, nur wegen seines unguten Gefühls. Also hat er uns gefragt, ob Iris sich bereit erklären würde am privaten Poliklinikum einen MRI scan durchzuführen. Da wir ja noch eine ganze Weile unterwegs sind, erschien ihm und auch uns das der sicherste Weg zu sein.
Also sind wir noch gegenüber in die „Poliklinik Vita“ und Iris kam nach einem Anruf von Dr. Gardijan auch gleich dran. Ich bin inzwischen aber schon mal mit dem Taxi zurück zum Boot und den Kindern gefahren. Die hatten sich mit Shannon und Robin ganz gut verstanden und Detlef sah auch noch recht entspannt aus.
Ich habe mit den Kindern noch kurz aufgeräumt und danach sind wir zusammen mit Shannon zum Eis essen gegangen. Iris kam dann mit dem Taxi direkt dort hin. Ihr ging es wirklich schon wieder viel besser und der Radiologe hat auch gesagt, dass Iris „ein schönes Hirn“ hat.
Später bin ich noch mit den Kindern für eine gute Stunde mit dem Dinghi vor zum öffentlichen Strand gefahren und haben nochmal schön gebadet. Iris konnte sich währenddessen nochmal ausruhen.
Iris hat uns dann Pizza geholt und alle haben geschlemmt. Jetzt sind die Kinder im Bett, nur die Mädels sind gerade nochmal rausgekommen, weil unsere Nachbarn zu einem Drink zu Besuch sind.
Tag 40, 7.8.2013
Wir haben gestern in der Aufregung übrigens ganz vergessen zu erwähnen, dass Anna ihren Wackelzahn verloren hat. Sie hat jetzt oben links eine wunderbare Strohhalm-Lücke. Die Zahnfee war auch sehr nett und hat eine Kaugummitafel gebracht
Heute sind wir in Sibenik geblieben (wie geplant), da ja Iris nochmal mit den MRI-Aufnahmen am Nachmittag ins Krankenhaus sollte.
Wir haben gemütlich gefrühstückt (da gingen die Temperaturen noch), uns von Detlef, Helmut, Tina, Shannon und Robin verabschiedet (sehr traurig für Anna und Lara) und dann mal wieder den Generator angeschaltet und zwei Wäschen gewaschen.
Iris ist währenddessen mit den Mädels in die Stadt hoch gegangen und war mit den Mädels shoppen. Unter anderem wurden die verlorenen (aber zum Glück noch nicht geschriebenen) Postkarten von Anna ersetzt und ein Besuch im aqua-Shop durfte natürlich auch nicht fehlen.
Danach habe ich noch mit Iris den Code0 hochgezogen (wir wollen ihn ja schliesslich auch mal verwenden diesen Sommer) und bin dann Getränke kaufen gegangen mit der Sackkarre. Was wir zur Zeit an Mineralwasser und Soft-Drinks verbrauchen ist unglaublich!
Da es auf dem Boot an der Mole immer heisser wurde (es wehte auch kein Hauch Wind), sind wir zum Mittagessen in die Stadt gegangen, in der Hoffnung in den schmalen, schattigen Gassen etwas Kühlung zu finden.
Schlussendlich haben wir uns diesmal für ein Restaurant in bester Touristen-Nepp-Lage entschieden, in der Hoffnung, dass dort das Essen annehmbar gut, etwas teuerer aber dafür der Kellner auch etwas flinker ist als beim letzten Besuch in einem Restaurant eher abseits der üblichen Touri-Rennstrecke.
Wir sind komplett enttäuscht worden: Das Essen war nicht wirklich teurer, es war sehr gut und der Kellner war noch lahmer! Wir sind es ja schon gewohnt, dass die Kellner nicht bis 6 zählen können und zu unseren üblichen zwei Flaschen Wasser nur 4 bis 5 Gläser bringen, nicht die benötigten 6.
Diesmal habe ich aber zu unseren 4 Gerichten (komischer Weise wollten alle Pasta) und dem gemischten Salat zwei weitere Teller zu bringen. Als dann endlich das Essen kam (es hat ewig gedauert), brachte er natürlich keine weiteren Teller. Ich habe also um mehr Teller gebeten. Die hat er gebracht, aber kein weiteres Besteck. Darauf hätte er ja eigentlich selber kommen können!
Also bin ich selber in Richtung Küche und habe weiteres Besteck und Papierservietten geholt. Es hat dann auch noch viel Überzeugungsarbeit benötigt, dass wir zu unseren Nudelgerichten auch noch Parmesan bekommen haben. Nach einer Pfeffermühle habe ich mich gar nicht fragen getraut.
Wie gesagt, dass Essen war wirklich sehr gut. Und da ich natürlich angesichts der hervorragenden Kellnerleistung kein Trinkgeld gegeben habe, sind wir wirklich vergleichsweise preisgünstig weggekomen.
Wir haben dann noch versucht auf dem Rückweg einen Sonneschirm zu kaufen. Aber leider haben wir nichts dergleichen gefunden.
Also sind wir nach einer kurzen Pause mit dem Dinghi und dem grossen Regenschirm als Ersatz-Sonnenschirm zum Stadtstrand gefahren, wie gestern. Diesmal natürlich mit Mama. Es war wieder sehr nett und das Wasser ist wunderbar erfrischend.
Iris ist dann um kurz nach halb 5 mit dem Taxi abgeholt worden und mit den Aufnahmen ins Krankenhaus gefahren. Wir haben noch bis halb 6 gebadet und sind dann auch zum Boot zurück. Wir kamen fast zeitgleich mit Iris wieder an.
Der Arzt hat grünes Licht gegeben, dass nichts wirklich ernsthaftes neurologisches ist. Es war wohl wirklich nur Kaliummangel und die Hitze (und vielleicht auch die 4 Kinder, die manchmal schon ziemlich aufsässig sein können). Aber schon der hiesige Radiologe hat gestern gesagt es wäre alles ok und auch Frank (dem ich ein ISO der CD mit den Bilddaten auf meinen Server hochgeladen habe) hat Iris für geistig intakt erklärt Danke für den radiologischen Schnellservice!
Es muss sich also keiner mehr Sorgen machen. Und ich schaffe einfach alle zwei Tage wieder mit der Sackkarre unmengen von Wasser ran. Iris wird jetzt auch verdonnert das ziemlich Salz- und Mineralienhaltige Jamnica zu trinken und nicht das laue Kohlensäure freie Jana, und dann werden wir die Hitzewelle wohl gut überstehen.
Als Abendessen haben wir notgedrungen die restliche Pizza von gestern gegessen. Davon wurde nämlich gestern deutlich weniger verdrückt als üblich.
Ich bin dann mit Lara noch zum Trampolin. Anna war nicht dabei, denn sie hat sich heute verstärkt unmöglich benommen. Sie hat dann mit Iris auf dem Vordeck Postkarten geschrieben, das fand sie dann auch gar nicht so schlecht.
Hier ist es an der Mole inzwischen wieder recht voll geworden. Es liegen auch einige sehr grosse Motoryachten und auch grosse Segler da.
Und ich warte jetzt noch bis es weiter abkühlt und sich die Dusche wenigstens halbwegs lohnt …