Logbuch des Törns 2013
Wir sind im Juli/August diesen Jahres nochmal als Familie 2 Monate auf tonttu unterwegs (bevor Anna im September in die Schule kommt).
Wie letztes Jahr werden wir wieder jeden Abend einen Eintrag in unser bLogbuch schreiben und dort berichten wo wir sind und was wir an diesem Tag so alles erlebt haben.
Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.
Tag 31, 29.7.2013
Heute morgen sind Oma und Opa um 7 Uhr mit dem Taxi weggefahren nach Split, wo noch ihr Auto steht seit der Fahrt nach Stari Grad auf Hvar vor gut einer Woche.
Anna hat sehr geweint, die anderen haben noch geschlafen (hätten sonst sicher auch geweint)!
Wir haben dann kurz vor 8 mit Croissants aus dem Marina-Supermarkt gefrühtstückt und sind nach zwei Waschmaschinen in die Stadt Trogir zum einkaufen gegangen. Der DM hatte ja gestern (Sonntag) Nachmittag schon zu und deshalb mussten wir heute nochmal dort hin. Ausserdem haben wir festgestellt, dass Luis aufblasbare Schwimmschildkröte (oder Nilpferd, da sind wir uns nicht so ganz sicher) undicht und wir wollten sie umtauschen.
Oh, fast hätte ich es vergessen. Anna hat nach dem Frühstück doch tatsächlich das erste mal mit dem Kescher selbständig einen Krebs gefangen. Nach einer Weile hat sie ihn natürlich wieder ins Wasser geworfen.
Im Konsum haben sie das Schwimmtier ohne Probleme umgetauscht. Ausserdem haben wir noch ein paar andere Dinge eingekauft und - was für ein Wunder - bei der Brottheke habe ich etwas entdeckt, was diesen Tag zu etwas ganz besonderem gemacht hat: Brezen und Brezenstangen. Na ja, die Brezen dürfte man in Bayern nicht anbieten, die würden einem sofort wieder zurückgeworfen über die Theke, aber die Brezenstangen waren wirklich gar nicht so schlecht.
Dazu habe ich dann noch Würstchen gekauft und damit war das Abendessen als Grillabend geplant.
Weil wir leider von Piotr Kampa von Hanse nichts gehört haben bezüglich des möglichen Duschtürenaustauschtermins in Kastela, sind wir weiter nach Westen/Nordweste gefahren und haben uns die Bucht „Uvala Stari Trogir“ ausgesucht. Da bleibt es wenigstens zum Teil beim gleichen Namen. Wird ja sonst doch alles zu kompliziert…
Vor allem, da die einigermassen geschützt ist und vor allem für die angesagten etwas kräftigeren Nordwestwinde heute Nacht und vor allem morgen tagsüber gut liegt. Und gleich um die Ecke wäre Rogoznica, ein sicherer Hafen.
Es ist eine schöne Bucht mit ein paar Häusern am Strand (zumindest dort im Nordosteck, in dem wir ankern) und wenig andere Boote. Die meisten sind auch inzwischen verschwunden.
Also konnten wir wunderbar baden und die neue Schwimmtierstaffel ausprobieren
Danach haben Anna und Lara noch mit der Spiegelreflexkamera fotografiert und eine erstaunliche Serie hingelegt:
Die Würstel mit den restlichen Brezenstangen und Salat haben auch ganz gut geschmeckt. Nur das grillen mit den edlen hausgemachten Holzkohlen vom Restaurant in Cökertme in der Türkei vom letzten Jahr war etwas mühsam, denn die sind einfach zu gross für meinen kleinen Bordgrill. Aber wenigstens hatte ich kräftige Unterstützung…
Bis jetzt hat sich noch kein stärkerer Wind gezeigt und er dreht auch immer wieder fröhlich in (fast) alle Himmelsrichtungen. Gerade waren wir mit dem Bug fast direkt über unserem eigenen Anker gelegen. Der ist auf 6m klarstem Wasser wunderbar in den Sand eingegraben
Tag 32, 30.7.2013
Wir sind da geblieben…
Die Nacht war nicht all zu erholsam, da es um 22 Uhr angefangen hat rund um uns herum zu Gewittern. Bei uns hat es dann auch mal einen Platzregen gegeben und der Wind ist in Böen auf 22kn gegangen. Aber ansonsten war es ganz ok. Wir haben Glück gehabt, denn so ein Gewitter direkt auf die Nase in einer Bucht kann ziemlich unangenehm werden. Deshalb habe ich auch bis halb 2 gewacht und bin dann Nachts auch immer wieder aufgewacht, wenn der Wind wieder über 14 kn stark wurde.
Heute Morgen war dann die Frage ob wir bleiben oder in eine Marina (zurück in Richtung Trogir wäre die Agana Marina im Ort „Marina“ und weiter nach Nordwesten wäre die Marina Frapa in Rogoznica) fahren für die heutige Nacht. Es sind Winde bis zu 24kn angesagt allerdings aus NE, und das passt ja bei unserem Ankerliegeplatz ganz gut.
Irgendwie hatte ich keinen Bock schon wieder annähernd 100 € auszugeben für eine Marinaübernachtung und die Bucht hier ist echt nett. Unser Anker hält gut und wir haben uns dann doch entschlossen hier zu bleiben. Von Hanse haben wir ja auch noch nicht gehört, ob wir für den Duschtürenaustausch wieder zurück nach Kastela (zwischen Trogir und Split) müssen, also bringt es auch nichts weiter zu fahren. Wir haben es ja auch zum Glück nicht eilig.
Anna hat nochmal ein Foto gemacht mit der Spiegelreflexkamera
Die „Reedersgattin“ (Zitat von Freunden aus Wien vom letzten Jahr) geniesst es ihr Buch endlich fertig lesen zu dürfen:
Ich habe also ein paar „maintenance“-Aufgaben erledigt: Den Cockpittisch einölen (das Teakholz ist duch die ganzen speiseöligen Unfälle ziemlich fleckig), die als Joystickschutz angebrachte Maststfe von Franz wieder neu montiert und sonst noch einige Kleinigkeiten.
Dann haben wir nach dem Mittagessen noch umgeparkt (also ca. 50m weiter draussen und mehr am Nordufer geankert, damit wir bei der Drehung von West auf NE genügend Abstand zum Südlichen Ufer haben) und etwas mehr Kette gegeben. Dann habe ich noch die Reitgewichte mit der neu gekauften Rolle (eigentlich eine Ankerrolle für deutlich kleinere Schiffe) an der Kette herab runtergelassen. Und jetzt passt das wunderbar.
Die Jungs haben Bootfahren in ihrer Faltbadewanne geübt. Später sind sie dann doch glatt „gekentert“ und Luca ist mit dem Kopf am Kühlschrank gelandet. War aber nicht soo schlimm…
Nachdem ich dann das Dinghi klar gemacht hatte (war etwas schwieriger bei der Schaukelei und über 18 kn Wind) sind wir dann alle rüber an den Strand gefahren und waren dort eineinhalb Stunden. Sehr nett, denn vor dem Grobkiesstrand ist wunderschöner, extrem feiner Sand. Und einer der Ferienhausbesitzer hat sich wohl die Mühe gemacht an der einen Seite des Strandes den Kies auch ausserhalb des Wassers auf die Seite zu räumen…
Kurz bevor wir wieder an Bord waren, hat der Wind dann von W auf NNW gedreht (teilweise sogar aus N) und wir haben jetzt die Welle mal wieder genau von der Seite. Es schaukelt aber nicht ganz so schlimm wie vor eineinhalb Wochen in der Bucht am Südöstende von Korcula (fleissige Leser erinnern sich ).
Also war wieder Papa-Kochtag und ich habe Linguine Carbonara mit ein wenig von dem Bauchspeck aus Griechenland gemacht. Die Kinder haben richtig reingehauen.
Die Mädels mal wieder beim Malen …
Jetzt lassen die Wellen langsam nach, der Wind ist auch nur noch um die 13kn stark und die Sonne scheint wunderbar über die Landzunge auf tonttu. Sehr schön.
Jetzt bin ich mal gespannt wie die Nacht wird …
Tag 33, 31.7.2013
Wir sind heute nach einer (etwas) ruhigeren Nacht wieder bei wenig Wind (unter 10kn) in der Bucht Uvala Stari Trogir aufgewacht. In der Nacht war erst (bis ca. 1 Uhr) fast Windstill (3/4kn) und danach ging es aus Richtung N bis NNE mit bis zu 18kn wieder los. War aber nicht mehr so wild, da der Wind ja von Land kam. Nur geschaukelt hat es noch die halbe Nacht.
Damit war klar, dass Iris und ich uns mal wieder eine einigermassen ruhige Nacht gönnen wollen: Also eine rundum geschützte Bucht vorzugsweise mit Boje oder eine Marina.
Wir haben auch von Hanse nichts gehört und damit beschlossen nach dem Frühstück weiter in Richtung Norden (also natürlich erst mal noch ein klein wenig nach Westen, da die Küste hier einen Knick macht) zu fahren. Da gleich um die Ecke (also ca. 7nm entfernt) die Bucht mit der Inselstadt Rogoznica liegt und wir von Markus erfahren haben, dass man da entweder gut ankern kann oder auch die Bojen der Marina Frapa für erschwingliche Gebühren nutzen kann, beschlossen wir uns hier erst mal umzusehen.
Wir haben dann erst kurz die Stadtmole angesehen (aber da war die Wahrscheinlichkeit nah mit dem Heck heran zu können eher gering) und uns dann an eine der Bojen der Marina gelegt. Der Marinero hat bestätigt, dass es 230kn kostet (pauschal, also egal für welche Bootslänge) und dass man auch als Marina-Bojen-Lieger den Swimming-Pool für die Tagesliegergebühr von 50kn (also etwa 7 €) pro Erwachsenen nutzen kann. Unschlagbare Argumente also
Wir haben also erst mal kurz an Bord Mittag gegessen und aufgeräumt und sind dann mit dem Dinghi rüber zur Marina gefahren. Dort haben wir erst mal unsere riesige Mülltüte abgegeben (ich hatte eigentlich nur einen Marinero an der Mole fragen wollen, wo wir den Müll einwerfen können, damit ich mit der Tüte nicht quer durch die Anlage laufen muss; da hat er mir die Tüte einfach abgenommen und gesagt er kümmert sich drum ) und sind dann shoppen gegangen: Iris hat jetzt endlich auch Croqs und ich habe einen grossen Karabiner gekauft um leichter an den Bojen gestmachen zu können. Also natürlich erst mal nur provisorisch mit Karabiner und „dünner“ Leine. Dann natürlich mit Hilfe des Dinghi mit einem ordentlichen Festmacher unterhalb der Boje befestigt.
Danach waren wir in der Rezeption bezahlen und haben uns dann eine runde Eisbecher gegönnt. Mit gekühlten und gefüllten Mägen sind wir dann rüber in den Ort gefahren mit dem Gummi-tonttu und haben im Supermarkt, dem Gemüsemarkt und der Bäckerei eingekauft.
Der nächste Weg (nach dem verstauen der Einkäufe auf tonttu) hat uns dann gleich gegenüber von tonttu zum Kiesstrand geführt. War sehr schön, aber wurde dann im Schatten mit aufkommendem Wind (ca. 15kn) doch etwas kühl.
Anna macht einen auf „Windsbraut“ und ihre Jünger tanzen um sie herum…
… auch wenn die noch nicht immer so ganz sicher auf den Beinen sind
Und der Skipper schaut, ob sein Schiff immer noch da ist…
… und so ist es auch!
Um viertel vor 6 sind wir dann zurück zu tonttu, ich habe Fajitas gekocht und nach dem Essen das übliche Prozedere: Tisch abdecken (und dabei anderen Leuten beim Boje fangen zugucken), spülen, Windeln wechseln, Milch machen und Flaschen für die Nacht füllen, Schnuller waschen, 4 Kindern die Zähne putzen, Jungs ins Bett bringen und dann dafür sorgen, dass die Mädels endlich ihre Zimmer wenigstens halbwegs aufräumen …
Ach ja, und den Blog für den Tag schreiben, Emails beantworten und noch die GRIB-Wetterdaten herunter laden!
Tag 34, 1.8.2013
Habe noch Bilder für gestern hochgeladen…
Wie schon gestern angedeutet haben wir uns entschlossen noch eine Nacht hier an der Boje von Rogoznica zu bleiben und den Swimming-Pool zu geniessen.
Es war also ein sehr normaler Tag (also mit wenig „Seemännischem“). Damit es nicht ganz so langweilig zum berichten wird habe ich nach dem Frühstück noch den Block (so heisst eine Rolle unter Seeleuten) für den neuen Gangway-Lift (also die Leine, mit der wir in Zukunft die Planke hochheben wollen, statt mit der „Dirk“) oberhalb der Rolle im Achterstag montiert.
Iris hat mich dazu mit der „Dirk“ im Bootsmannstuhl (das ist so eine Art Schaukelsitz) am Achterstag (das Drahtseil nach hinten runter am Schiff von der Mastspitze, welches den Mast daran hindert nach vorne umzufallen) hochgezogen bis zu der Rolle über die das Achterstag nach unten in zwei Stage aufgeteilt wird.
Dort konnte ich dann mittels eines Schäkels den neuen Block befestigen. Schlau wie ich bin, habe ich die Leine gleich mit hoch genommen und durch den Block geführt und beide Enden wieder zu Iris hinuntergelassen. Nach 5 Minuten war ich wieder im Cockpit und Iris konnte sich den Schweiss abwischen. Nee, war ja nicht schlimm, denn sie musste mich ja nicht von Hand hochkurbeln. Wozu haben wir schliesslich Elektrowinschen.
Mal sehen, wie das beim nächsten Mal mit dem Heck zu einer Pier funktionert…
Danach sind wir mit dem Dinghi vollbepackt (neben den Schwimmsachen für 6 Personen und diversen Schwimmspielsachen waren natürlich auch noch zwei volle Mülltüten mit an Bord) in die Marina rüber gefahren und hoch zum Swimming-Pool beim Marinahotel gelaufen. Dort haben wir für Iris und mich den Erwachsenen-Eintritt (50kn = ca. 7€) und für Anna und Lara den Kinder-Eintritt (30kn = ca. 4€) gezahlt.
Das war es uns Wert. Es ist eine richtig schöne Schwimmanlage mit grosszügigem Flachwasseranteil für die Kleinen und sogar diversen Fontänen, die allerdings nur ab und zu angeschaltet wurden. Eine Poolbar mit Sitzplätzen im Wasser gab es sogar auch. Und gleich neben unserem Platz (ein 2x2m Ruhebett und zwei Liegestühle) war der Massagepavillon mit einer thailändischen Masseurin. Da haben Iris und ich für je 300kn eine Stunde Massage bekommen. Super!
Mittag gegessen haben wir auch dort (es gab Sandwiches und frischen Fruchtsalat) und bis 4 Uhr einen riesen Spass gehabt.
Anna als Schwimmtierdompteurin:
Posieren mit einer der zahlreichen Skulpturen auf dem Marinagelände
Lara ist auch fast die ganze Zeit ohne Schwimmhilfe unterwegs gewesen. Lustiger Weise schwimmt sie sehr angestrengt im Hündchenstil aber wenn sie taucht (und das kann sie schon ziemlich weit) macht sie sehr elegante Brustarm- und -beinbewegungen
Um kurz vor 4 war Lara nach dem vielen freien schwimmen und tauchen ziemlich fertig
Danach sind wir alle zusammen zum kleinen See hinter der Anlage gegangen. Es handelt sich um einen Felseinbruch über einer grossen Grotte und der See hat angeblich einen Zugang zum Meer unter Wasser. Viele sind dort von den Felsen gesprungen. Nur wir Idioten haben natürlich das Photografieren vergessen, also müsst ihr es Euch einfach vorstellen
Lastesel Papa mit der ganzen Schwimmausrüstung:
Wir haben dann noch kurz im Mini-Market der Marina eingekauft und ich habe eine Leine als Ersatz für die für den Gangway-Lift verwendete besorgt.
Als wir mit dem Dinghi zurück fuhren, paddelte einer mühsam mit einem Paddel ein Dinghi dessen Aussenborder offensichtlich nicht mehr ging. Als ich ihn fragte ob wir ihm helfen könnten, meinte er mit einem Blick auf unser vollbepacktes Dinghi: Das wäre wohl nicht möglich. Ich habe ihn versichtert, dass ich ihn nicht an Bord nehmen will, sondern nur abschleppen, falls er auch bis zum Bojenfeld muss. Also haben wir ihn an die Leine genommen mit der Anna und Lara sonst immer auf ihrem Brett Wasserski fahren. Er war sehr dankbar, denn die Strecke ist zum Paddeln dann doch ziemlich weit.
Um viertel vor 6 sind Anna, Lara und ich dann mit dem Dinghi nochmal zum Steg 8 (der dritte von Aussen, also in unserer Richtung) gefahren, denn an dessen Kopf ist eine Pizzeria und wir haben heute den Abend mit Pizza ausklingen lassen. Mama und Papa wollten einfach weiter faul sein
Jetzt wird es langsam ruhig an Bord, dafür haben unsere neuen österreichischen Nachbarn an der nächsten Boje (also ca. 20m von uns entfernt) gerade ihren Honda Generator ausgepackt. Ade schöne Ruhe, da kommt selbst das gezirpe der Grillen am Strand nicht mehr dagegen an. Hoffentlich brauchen sie nicht all zu lange Strom…
Tag 35, 2.8.2013
Wir sind mal wieder weiter gefahren!
Obwohl Rogoznica und die Marina Frapa ja wirklich schön sind, mussten wir einfach mal wieder losfahren. Auch wenn es nur um die Ecke ist. Und schliesslich erwarten uns morgen (Samstag) einige Artikel beim Marina Shop in Sibenik, die ich vorbestellt habe. Und Montag ist hier irgendein Feiertag. Also doch besser „sputen“.
Der Vormittag begann aber noch recht gemütlich. Allerdings musste ich noch ein wenig Behördenkram erledigen. Iris muss nämlich ihre Kindererziehungszeiten anerkennen lassen bei der deutschen Rentenversicherung. Dazu muss man ein elend langes Formular ausfüllen, in dem nur ca. 4 der 20 Fragen überhaupt beantwortet werden müssen.
Glücklicher Weise funktioniert mein mini Tragbarer Tintenstrahldrucker von Canon immer noch und sogar die Tinte war vom letzten Jahr noch nicht eingetrocknet. So konnte ich also alle 8 Seiten des Formulars sowie die Geburtsurkunden aller Kinder und Iris und meinen Personalausweis (das habe ich seit letztem Jahr alles gescannt verfügbar) erfolgreich, wenn auch sehr langsam, ausdrucken.
Wir sind dann um halb 11 rüber zum Strand getuckert und ich habe um viertel nach 11 einen Ausflug rüber in den Ort zur Post gemacht und das Ganze erfolgreich mit „Luftpost“ abgeschickt. Wird schon ankommen
Kurz nach 12 haben wir dann von der Boje abgelegt und sind rüber zur Marina gefahren um dort Wasser zu tanken. Das ist nämlich in der Bojengebühr enthalten. Während der Tank vollgluckerte haben wir die Reste der Pizza gegessen (im Gasofen warm gemacht) und ich habe irgendwann mit dem zweiten (Verlängerungs-) Schlauch ein wenig das Deck abgespritzt und vor allem das Dinghi ausgespritzt. Da haben nämlich die Jungs vorgestern am Strand feinsten scharfkantigen Kiesel reingeschaufelt. Und den wollte ich unter den Bodenbrettern raus bekommen. Der Boden leckt nämlich jetzt schon genug und es ist immer etwas feucht im Dinghi am Morgen.
So sind wir erst nach 1 Uhr losgekommen, aber der Weg war ja auch nicht weit. Wir waren uns noch nicht klar, ob wir nur bis Primosten oder etwas weiter in eine Bucht fahren. Schlussendlich haben wir uns für Primosten entschieden und müssen also morgen die irrsinnige Strecke von 13 nm am Vormittag zurücklegen um rechtzeitig beim Marina Shop in Sibenik zu sein, bevor er um 13 Uhr für das verlängerte Wochenende schliesst.
In Primosten wurde gerade eine Boje vor dem Ort frei als wir ankamen und das hat dann schliesslich die Entscheidung für Primosten gefällt. Ist ja wirklich ein wunderschöner Ort.
Wir sind dann relativ schnell mit dem Dinghi in den Ort gefahren und haben in der vom letzten Jahr bekannten Eisdiele mit dem Pizza-Eis geschlemmt. Es waren also „die 24h der Pizza“!
Danach sind wir durch den ganzen Ort gelaufen bis hoch zur Kirche und wieder zurück.
Um 17 Uhr waren wir dann wieder an Bord, denn Iris hat heute eine Quiche gemacht zum Abendessen. Alle waren währenddessen nochmal baden: Die 4 älteren im Meer und die Jungs in der Badewanne im Cockpit.
Leider ist bei unserem Ausflug von der Kamera der UV-Filter zerbrochen, den ich zum Schutz immer aufgeschraubt habe. Also hat er seine Funktion erfüllt, aber leider brauchen wir jetzt einen neuen „Schutz“-Filter. Jetzt müssen wir halt doch immer die Kameratasche im Dinghi mitnehmen. Bis jetzt haben wir die Kamera immer so in meinen wasserdichten Rucksack gepackt. Das war wohl der Grund…
Gerade hat Anna noch ihren ersten Wunschzettel für Weihnachten gemalt. Da sind unsere beiden immer ziemlich früh dran, damit auch ja nichts schief geht
Und ich war noch schnell im Supermarkt einkaufen. Denn so praktisch wie hier ist das sonst meistens nicht: Mit dem Dinghi 50 m zum Kiesstrand. Den 10 m hoch laufen und über die Strasse in den Supermarkt
Nachtrag: Es ist jetzt 20 vor zehn und vor ca. einer halben Stunde hat eine Band in dem Irish Pub am Strand etwa 250m von hier mit ihrem Live-Konzert angefangen. Ziemlich guter Funk&Soul und auch ein paar Klassiker aus den 80ern. Gerade spielen sie Sultans if Swing von den Dire Straits. Und das habe ich von „nicht-„Dire Straits selten so gut gehört!