Ein Sommer mit "tonttu"

Logbuch des Törns 2013

Wir sind im Juli/August diesen Jahres nochmal als Familie 2 Monate auf tonttu unterwegs (bevor Anna im September in die Schule kommt).

Wie letztes Jahr werden wir wieder jeden Abend einen Eintrag in unser bLogbuch schreiben und dort berichten wo wir sind und was wir an diesem Tag so alles erlebt haben.

Wenn mal kein aktueller Eintrag vorhanden ist, dann bitte nicht verzweifeln, denn dann sind wir in einer so einsamen Bucht gewesen, dass wir keinen Internetempfang mit dem Handy hatten ;-) Wir holen den Eintrag dann so rasch wie möglich nach.

Tag 21, 19.7.2013

Nach zwei weiteren Wäschen, einem Frühstück mit getoastetem Brot (man muss es ja ausnutzen, wenn man 220V vom Generator für die Mikrowelle mit Grillfunktion hat) und einem kurzen Einkauf beim Metzger „gegenüber“ haben wir uns von unseren Nachbarn Eva, Hanka und Werner verabschiedet und Vela Luka auf Korcula verlassen.

Unser Ziel war Sv. Klement. Die kleine, sehr mäandernde Insel südwestlich der Westspitze von Hvar.

Leider wehte uns das bisschen Wind (4-5kn) zuerst genau entgegen, so dass wir die erste Hälfte motoren mussten.

Aber um kurz nach 12 drehte der Wind dann ein wenig weiter nach Westen und frischte etwas auf (7 bis 8kn) und wir konnten die Segel setzen. Es war dann bis direkt vor der Zielbucht ein wunderbarer Amwindkurs mit 4 bis 5 kn Fahrt.

Mittagessen beim segeln …

Glücklicher Weise war die Bucht, die wir anvisiert hatten auch nicht komplett überfüllt. Das liegt wohl daran, dass sie nur in einigen wenigen Hafenhandbüchern verzeichnet ist im Gegensatz zu den beiden Nachbarbuchten. Wir haben sie schon letztes Jahr erkundet (und dabei die Ankerrolle verloren; wer erinnert sich noch an Haralds und meine geniale Ersatzkonstruktion mit einer Schubkarrenfelge? Die hat immerhin 4 Monate Dienst getan!) und wussten damit, dass sie für eine Übernachtung bei diesen Wetterbedingungen geeignet war.

Diesmal haben wir einen noch genialeren Platz gefunden. Die Felsen gehen unter Wasser so steil rein, dass man hier fast so nahe ran könnte um eine Gangway auszulegen ;-)

Ausflug auf die Felsen im „Vorgarten“:

Die leider passt nur noch einer der Buben in die Badewanne:

Wir haben aber trotzdem noch etwas über 15m Abstand gelassen und liegen mit Buganker und Heckleine (die „kurze“ 30m-Leine) wie in Abrahams Schoss in der Bucht. Inzwischen sind auch fast alle anderen Ankerlieger (ein paar Motorboote aus Hvar und zwei Segler) gegangen und wir teilen uns die Bucht mit einem Motor-Kajütboot am anderen Ende.

Zum Abendessen haben wir eine Lasagne mit dem heute morgen frisch gekauften Hackfleisch (entweder Rind oder Schwein; es wurde mir aber zumindest als „Beef“ verkauft) gemacht. War sehr lecker…

Zum Glück habe ich nur 4 Maststufen, sonst wäre unser Klettermax bis zur Mastspitze (22.5m über der Wasseroberfläche) hochgeklettert!

Jetzt bekommen die Kinder noch eine Dusche und Iris und ich hoffen, dass es dann für uns auch noch zum duschen reicht. Das Wasser ist jetzt nämlich ziemlich knapp geworden. Aber morgen werden wir ja in Stari Grad auf Hvar sein und sollten dort hoffentlich einen Platz an der Mole und damit auch Strom und Wasser satt bekommen. Endlich können wir dann auch mal wieder das Deck und insbesondere das Cockpit abspritzen. Dann kommt der Sand und die von den Jungs regelmässig verteilten Essensbröckchen endlich weg!

Tag 22, 20.7.2013

Habe noch die Bilder von gestern hochgeladen …

Heute Nacht hat es (wirklich) nur ganz wenig geschaukelt. Wir haben aber leider trotzdem nicht so perfekt geschlafen, denn die Mäuse haben uns eine nach der anderen geweckt. Gefühlt alle Stunde kam irgend eine bzw. schrie irgend einer…

Es war aber auf jeden Fall ein wunderschöner Morgen, an dem wir erstmal Oma zum Geburtstag gratuliert haben. Nach dem Frühstück sind die drei Frauen an Land geschwommen und haben die Landleine losgemacht. Ich habe die schwere Last dann rüber zu tonttu gezogen und wir sind Anker auf gegangen.

Die Strecke bis Stari Grad war nicht so lang, also waren wir schon um kurz nach 12 vor Ort. Kurz vor dem Hafen haben wir doch glatt ein paar Delfine gesehen, während Anna und Lara Weihnachtslieder gehört haben. Beim Anlegen war dann natürlich Seitenwind und ich habe mit dem Bugstrahlruder für etwas mehr Zeit für Iris sorgen wollen, um die Mooringleine vorne zu befestigen.

Plötzlich schrie Iris „Stopp, Mark, Stopp“. Scheinbar hätten wir fast die Mooringleine in die Schraube des Bugstrahlruders bekommen. Ich habe es dann tauchend gleich kontrolliert, aber ausser ein paar Macken an den vorderen Aussenkanten der linken Schraube habe ich nichts gefunden. Die können auch älter sein. Auf jeden Fall funktioniert alles noch…

Danach haben wir die Waschmaschine dauerlaufen lassen und parallel dazu die Wassertanks gefüllt. Das Cockpit konnte ich auch endlich mal ausspritzen und schrubbern. Es wurde auch Zeit mit den ganzen Sandstrandbesuchen der letzten Woche.

Dann bin ich noch einkaufen gegangen mit der Sackkarre (in Summe: 30x 1.5L Wasser, 8L Softdrinks, 6L Orangensaft, nochmal zwei 6L-Kanister Wasser ohne Gas, ein 5L-Waschmittelbehälter (das war das einzige „Sensitive“-Waschmittel) und noch ein paar Kleinigkeiten wie ein Doppelpack Windeln etc.). Irgendwie kam ich mir wie ein „Porter“ vor, wie ich da so bepackt einmal um den gesamten Hafen gewatschelt bin.

Dann war es Zeit für einen Besuch in der Eisdiele (Anna und Lara haben sich mal wieder für das Pinocchio-Eis entschieden und es dann wieder nicht geschafft) und danach um Oma und Opa von der Fähre abzuholen. Dazu sind wir in das Taxiboot gestiegen. Das war einfacher und ich konnte die Mädels mitnehmen. Im Taxi hätte das ja wieder mit der Personenanzahl nicht funktioniert.

Nach einem riesigen Hallo und der Geburtstagsgeschenkübergabe an Bord sind wir dann um Viertel vor sechs sind wir dann auf den Weg zu einem von Werner und Eva empfohlenen Restaurant gegangen. Wir haben ein wenig suchen müssen, aber nach ein paar mal Fragen hat uns eine nette Dame gleich bis vor die Haustür geführt.

Und es hat sich gelohnt: Jurin Podrum ist wirklich sehr zu empfehlen und liegt schön schattig in einer Gasse der Altstadt. Sie kochen hervorragend uns sind extrem kinderfreundlich ;-)

Jetzt sind (fast) alle 4 im Bett und wenn ich fertig geschrieben habe, dann gehe ich vielleicht mit Iris noch kurz „aus“. Oma und Opa sind ja jetzt als Babysitter immer an Bord!

Tag 23, 21.7.2013

Heute morgen ist zuerst die Anna aufgewacht (um 5 vor 6) und hat sich zu Oma und Opa geschlichen. Um 6 Uhr war dann ein schönes aber auch deutlich hörbares Glockengeläut, welches offensichtlich Luis wach gemacht hat. Er sass dann wohl im Bett (sagte Iris später) und rief laut „Gocke, Gocke, Gocke“. Ich habe ja im Salon geschlafen (im Cockpit war es mir direkt an der Mole zu umtriebig), weil die Jungs ja ihr Zimmer für Oma und Opa geräumt hatten und bei uns vorne schlafen.

Etwas später hat sich dann auch Lara zu Oma und Opa gesellt und sie lagen dann zu viert im Bett und haben gelesen bzw. noch etwas geschlafen. Ein gemütlicher Morgen also.

Iris hat dann vom Bäcker frische Croissants, Krapfen und sehr gutes Körnerbaguette geholt (echt mal eine positive Ausnahme; gutes Roggenbrot fehlt einem halt doch ziemlich) und wir haben alle zusammen im Cockpit gefrühstückt.

Danach war nochmal Wäsche waschen, einkaufen, Deck abspritzen, Wassertank füllen und der Gang zum Hafenkapitän um Reni und Dirk in die Crewliste eintragen zu lassen angesagt.

Oma ist dann noch mit Lara und Anna schwimmen gegangen an den Felsen am Ausgang der Bucht von Stari Grad.

Kurz nach 11 kamen dann noch Eva, Werner und Hanka an, haben auch ihre Wassertanks gefüllt und sind dann an eine der Bojen gegenüber der Mole gegangen. Wir haben uns dann zu einem kleinen Mittagessen verabredet und sind um halb 2 losgefahren.

Erst war eh Gegenwind bis zum Westende von Hvar und dann wäre zwar eigentlich gar kein schlechter Wind gewesen, aber wir wollten auf Scedro (kleine Insel südlich der Mitte von Hvar) in der Bucht Lovisce bei „Rato dem Piraten“ nicht all zu spät ankommen, damit die Kinder rechtzeitig Abendessen können. Also sind wir unter Motor weiter gefahren und um halb 6 angekommen. Bis dann der Anker in Richtung Ost (die angekündigte Richtung für den stärkeren Wind heute Nacht) und die Landleine nach Westen an einen Poller auf den Felsen an Land (da kam auch aktuell beim anlegen noch der Wind her mit ca. 11 kn).

Hat alles gut gepasst und nach einer kurzen Runde schwimmen für (fast) alle, sind wir kurz nach 6 zum Abendessen mit dem Dinghi vorgefahren (erste Fuhre: Oma, Opa mit Anna und Lara und natürlich mir als Fahrer; zweite Fuhre: Iris, die Jungs und ich) und haben wieder den schönen Tisch im alten Boot bekommen.

Der zweite Mast von links (der erste, wo auch das Schiff und der komplette Mast zu sehen ist) gehört tonttu:

Das Essen (vor allem der gegrillte Fisch: Seebrasse für Oma und Drachenkopf für Iris und mich) hat hervorragend geschmeckt! Und die Kinder hatten viel Spass die Gegend um das Piratenschiff zu erkunden.

Zum Abschluss gab es noch ein Eis für die vier und dann sind wir zurück zum Boot.

Dort hatte der Wind auch schon zugenommen (15kn), kam allerdings aus Nord, nicht wie versprochen aus Ost. Natürlich mal wieder genau quer auf unser Anker-/Landleinengespann. Muss ja so sein!

So ging es auch weiter: Bis 22:00 Uhr hatten Böen um 20kn und danach bis Mitternacht auch bis zu 23kn. Der Anker ist bei der Belastung ein klein wenig nachgerutscht (war zu erwarten), hat aber insgesamt sehr gut gehalten. Um Mitternacht habe ich es endlich geschafft Iris zum schlafen gehen zu überreden und um kurz nach 1 habe ich meinen Vater auch ins Bett schicken können und mir mein Lager im Cockpit eingerichtet. Bis dahin war es schon wieder weniger (zwischen 15 und 18 kn) und es zeigte sich an, dass das Ganze vorbei ist.

Um kurz vor 23 Uhr habe ich den Motor im Leerlauf angeschaltet, da ein paar andere Segler ihre Landleinen los gemacht haben und neu zu ankern versuchten und das teilweise gefährlich nah an meinem Anker. Als einer dann auf die schlaue Idee kam den Anker im Vorwärtsgang weg vom Wind etwas in Luv meiner Ankerkette zu schmeissen, habe ich schon das schlimmste befürchtet (dass er meinen Anker ausreisst) und wollte sofort bereit sein abzulegen. Zum Glück hat er jedoch nicht getroffen ;-)

Während des Rests der Nacht war der Wind dann auch meistens unter 10kn und ich konnte relativ gut schlafen bis 6 Uhr, als es dann zu hell wurde. Jetzt haben wir 4.5kn Wind und die Leute zwei Boote weiter haben eine Flasche Prosecco geköpft. Erst hielt ich die Aktion für übertrieben: so stark war der Wind wirklich nicht, dass man das Überleben der Nacht so exzessiv feiern muss, aber dann hat sich herausgestellt, dass jemand Geburtstag hat.

Tag 24, 22.7.2013

Nach der nicht ganz so ruhigen aber dann doch gar nicht so schlechten Nacht bin ich um halb 6 das erste Mal aufgewacht (ich war ja im Cockpit gelegen) weil mir die Sonne in der Nase gekitzelt hat. Also umgedreht, die Decke (die ich ja sowieso schon zur Seite gelegt habe) auf dem Süllbord (das ist die etwas zu kurze Rückenlehne über die sich meine Eltern immer beschweren ;-)) zusammengebauscht als Sonnenschutz, und weiter ging die Schnarcherei bis halb sieben.

Dann sind auch die anderen langsam aufgewacht und wir waren noch vor dem Frühstück schwimmen. Später haben wir noch in der Marina Korcula einen Liegeplatz reservieren wollen. Also habe ich angerufen. Dann wurde mir gesagt seit diesem Jahr muss man online reservieren. Wenn ich aber Probleme damit habe, soll ich wieder anrufen. Da hätte sie mir auch gleich die Reservierung telefonisch annehmen können.

Also habe ich das iPhone rausgekramt und mit der kroatischen Internetkarte versucht zu reservieren. Ging nicht: Der „Booking“ Button war tot. Also habe ich den Laptop gebootet und über die tethering-Funktion des iPhones mein Glück nochmal versucht. Da ging der „Booking“ Button. Aber als ich das Formular erfolgreich ausgefüllt hatte hiess es: Kein Platz mehr für ein Schiff meiner Länge. Dabei hat die Dame am Telefon vorher noch gesagt es wäre noch genug frei.

Also wieder angerufen: Nach dem 5ten Versuch hat es endlich geklappt. Ich habe erzählt mit dem iPhone ging es nicht. Von meinem Versuch mit dem Laptop habe ich nichts gesagt ;-) Da hat sie mir bestätigt, dass es mit i-Geräten Probleme gibt und mir ohne zögern die Reservierung per Telefon gemacht.

Korcula von Westen aus gesehen. Die Marina ist auf der gegenüberliegenden Seite…

So sind wir um halb 11 beruhigt losgetuckert und bei null bis wenig Wind nach Korcula gefahren. Unterwegs gab es Couscous zum Mittagessen und um halb 3 waren wir in der Marina Korcula. Dort haben wir beim Anlegen zu allem Überfluss auch noch die Mooringleine, die der Marinero mit Iris hochgezogen hat in das Bugstrahlruder bekommen. Die haben uns direkt beim Eingang in den Knick gelegt und dort sind die Mooringleinen total durcheinander und teilweise viel zu kurz und kreuz und quer gelegt.

Ich konnte die Mooring, die sich mit einer Kardeele (na, dann bemüht doch mal Google, was eine „Kardeele“ ist) hinter einem der Blätter der Bugstrahlruderschraube verfangen hat wieder rauswürgen. Aber dann ist das Bugstrahlruder nicht mehr eingefahren und konnte auch nicht mehr aktiviert werden. Ich hatte schon befürchtet, dass etwas verklemmt oder verbogen ist. Aber nachdem ich den Liftmotor demontiert habe konnte ich das Bugstrahlruder wieder von Hand komplett reindrücken und es fiel auch wieder ganz runter. Also waren es nur die Notabschaltsensoren die eingesprungen sind. Mit viel hin und her konnte ich es wieder resetten und jetzt läuft es wieder. Bald kann ich mich auch als MaxPower Servicemann verdingen…

Danach sind wir alle in die Stadt und haben uns das wunderschöne Korcula angesehen und ein Eis auf der von Bäumen beschatteten Uferpromenade genossen.

Später hat die Rasselbande noch die Kanonen als Ersatzspielplatz benutzt und wir haben noch ein Gruppenbild gemacht. Ach ja, fast hätte ich vergessen, dass die Damen (also alle 4, inklusive meiner Mutter) noch den Aquashop geplündert haben. Auch die Jungs haben sich über süsse Kapuzen-T-Shirts gefreut und wollten sie erst gar nicht mehr ausziehen.

Nach einem Kurzbesuch beim echten Piratenspielplatz (mit einem „halb versunkenen Schiff“) und Gemüseeinkäufen sowie Geldautomatenbesuchen sind wir zurück aufs Boot. Alle ausser Iris und mir haben gegessen, denn wir beide dürfen ausgehen ;-)

Grade gab es noch etwas Hafenkino bei anderen Anlegemanövern und wenn ich endlich fertig geschrieben habe (merkt ihr, wie ich schon schneller schreibe) gehen wir los und lassen die Kinder in Omas und Opas Obhut zurück.

Tag 25, 23.7.2013

Wir hatten uns ja gestern noch entschieden doch heute schon bis nach Lastovo weiter zu fahren. Korcula ist zwar wunderschön, aber ausser dem tollen Piratenspielplatz ist da für die Kinder nicht all zu viel zu unternehmen. Einen Strand oder so gibt es ja auch nicht.

Also haben wir gleich nach dem Frühstück das Team aufgeteilt in Drei Einheiten: Gruppe Spielplatz, bestehend aus Iris und den Kindern (wir haben sie natürlich bis hin gebracht), hat das Piratenschiff gekapert. Gruppe Einkauf, bestehend aus meinem Vater und mir, ist in den Konsum gegangen und hat nochmal Getränke und einige andere Lebensmittel gekauft. Gruppe abspülen, bestehend aus meiner Mutter, hat sich um den Abwasch gekümmert und die Wäsche aufgehängt, die wir mit dem Landstrom nochmal gewaschen haben.

So konnten wir um 10:00 Uhr (sehr pünktlich) ablegen und sind losgefahren in Richtung Ostende von Korcula und von dort weiter erst mal ein wenig an der Südküste von Korcula entlang. Denn der (leichte) Wind kam aus SW und so hoffte ich nach einer guten halben Stunde mit Amwindkurs einigermassen auf die Ostspitze von Lastovo zuhalten zu können. Hat auch geklappt und so sind wir heute gut eineinhalb Stunden gesegelt bei 6kn Wind und 4.5kn Fahrt.

Nach dem Mittagessen unterwegs bei sehr wenig Schräglage (schwacher Wind ist halt auch mal für etwas gut) haben wir dann aber doch um halb 2 die Segel wieder geborgen und sind unter Motor weiter gefahren. Inzwischen war nur noch knapp 5kn Wind …

Auf Lastovo haben wir uns erst die Bucht Zaklopatika angesehen. Die ist fast vollständig von einer vorgelagerten Insel geschlossen und wäre eigentlich die Idealbucht schlechthin. Leider sind die Restaurants und allgemein die Gebäude in der Bucht relativ modern gebaut und machen das ganze Ensemble etwas kaputt. Wir wollten aber sowieso weiter fahren zur Karmena Bucht auf der Südwestseite.

Blick von aussen in die Zaklopatika:

Das hat nochmal eine knappe Stunde gedauert und gegen 3 Uhr haben wir noch einen guten Platz zwischen einer grossen und einer kleinen Motoryacht am Nordufer gefunden und auch mit Buganker und Heckleine um einen Baum fest gemacht. Ich hatte so eine leise Hoffnung, dass mindestens eine der Motoryachten am Abend noch weg fährt zu einem der Restaurantstege auf der Insel. So war es auch ;-) Der Italiener, der am Anker die Ankerboje dran hatte mit zu kurzer Leine, so dass sie etwas 2m unter der Wasseroberfläche hing hat sich um halb 7 verkrümelt.

Aber erst mal sind wir ausführlichst baden gegangen.

Sogar Opa war drin!

Später ist dann Anna noch als Gondoliere tätig geworden und hat Lara und Opa rumgerudert aber auch mal nur Lara. Das Dinghi hat sie mit den Paddeln wirklich sehr gut im Griff.

Sogar die Jungs sind im tiefen Wasser mit baden gegangen. Luis etwas länger, Luca wollte doch wieder recht schnell zurück und war sich nicht wirklich sicher ob er lachen oder weinen sollte.

Luis beim „Guck-guck-daaa“:

Zum Abendessen haben wir Chicken-/Gemüsecurry gemacht und richtig geschlemmt. Jetzt spült Oma, Iris bringt Lara ins Bett, Opa liest Anna noch eine Geschichte vor, die Jungs trinken ihre Milch oder schlafen schon und ich schreibe mal wieder. Das klingt jetzt schon fast wie der Abspann bei den Waltons: Gute Nacht John-Boy …